Elternzeit - Elterngeld

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von amitage 16.02.11 - 09:42 Uhr

Hallo, ich würde gern einmal ein paar Meinungen hören (lesen ;-)) zum Thema Elternzeitplanung.

So sieht unser Plan aus:

- Baby wird im Juni geboren
- Mein Mann nimmt ab Geburt 6 Monate Elternzeit
- Ich nehme ebenfalls parallel ab Geburt 8 Monate Elternzeit und wollte danach 4h arbeiten bis Baby 12 Monate, dann wenns geht wieder mehr.

Nun habe ich das beim Arbeitgeber angesprochen. Erst einmal steht dem nichts im Wege (und eigentlich hat sowas immer geklappt), ABER sie haben mir geraten, länger Elternzeit zu nehmen und dann während der Elternzeit 4h zu arbeiten. Das wäre wohl einfacher zu realisieren.
Tja, und nun stehe ich da. Es ist ja rein theoretisch möglich, dass mein AG nach 8 Monaten sagt: "...Nö Frau amitage, wir stellen ihnen ihre alten Arbeitsbedingungen zur Verfügung." Und dann müsste ich voll arbeiten.

Ist es tatsächlich sinnvoll länger als unsere geplante Zeit Elternzeit zu nehmen? Wenn es dann aber nicht klappt, stundenweise zu arbeiten bekomme ich kein Geld, wenn ich das recht überblicke, oder?

ZWICKMÜHLE...... :-[

Wie würdet ihr das machen?

Ach ja: bitte keine Nebendiskussion zum Thema "Elternzeitlänge"! Danke :-D

amitage

Beitrag von susannea 16.02.11 - 09:57 Uhr

Gerade damit dein AG das nciht sagen kann, ist es günstiger länger Elternzeit zu nehmen, sagst du das gleich an, müssen sie dir die Stelle so geben, sonst kannst du sie einklagen, wenn sie nicht innerhalb von 4 Wochen bei der Anmeldung der Elternzeit abgelehnt haben.
Außerdem hast du Kündigungsschutz und kannst nach der Elternzeit wieder auf die volle stundenzahl zurück. Wenn du also auch nach 12 MOAnten nciht mehr als 30h/wöchentlich arbeiten willst, ist das ideal!

Beitrag von amitage 16.02.11 - 10:07 Uhr

Aha, heißt, ich sollte gleich, wenn ich dem AG sage wie lange ich in elternzeit gehe sagen, dass ich ab dann und dann stundenweise in der Elternzeit arbeiten möchte?

Beitrag von susannea 16.02.11 - 10:11 Uhr

Ja, am besten voraussichltich ab dann und dann, dann kommt er nicht mehr raus, du aber schon ;)

Beitrag von susannea 16.02.11 - 09:58 Uhr

Achso, wenn du das nicht eingeklagt kriegst kannst du auch während der Elternzeit ALGI erhalten oder bei einem anderne AG arbeiten gehen!

Beitrag von simplejenny 16.02.11 - 10:04 Uhr

Ähm also ich bin nur ein laie, deshalb bitte alle meine Aussagen nochmal woanders nachprüfen.

1. Dein AG hat wahrscheinlich dir nur versucht klar zu machen, dass es einfacher ist das Arbeitsverhältnis aufrechtzuerhalten als es 8 Monate auszusetzen und dann wieder neu anzufangen auf Raten. Das kommt wohl darauf an, was du arbeitest. Bei mir war es auch sinnvoller weiterzumachen in kleineren Schritten als komplett aufzuhören. An sich finde ich Deine Lösung auch irgendwie komisch, aber ich denke mir ihr werdet eure Gründe haben.

2. Es gibt doch dieses Teilzeit- & Befristungsgesetz, darin ist geregelt, dass dein AG (ab einer bestimmten Zahl an Angestellten) verpflichtet ist, dir auch eine Teilzeitstelle einzuräumen. Also so einfach Vollzeitstelle oder sonst raus ist nicht drin.

Aber mal davon ab, sollte es wirklich zu diesem Ultimatum kommen, dass dein AG von dir Vollzeit verlangt, dann kannst du dir doch immernoch ne Tagesmutter suchen und die vier Monate überbrücken. Soll heißen, ich würde es jetzt mal darauf ankommen lassen - soviel riskiert man damit nicht.

Liebe Grüße
Jenny

PS: Ist es finanzielle sinnvoll für Euch beide gleichzeitig Elternzeit zu nehmen?

Beitrag von amitage 16.02.11 - 10:08 Uhr

Naja, es ist unser zweites Kind, wir bekommen dann beide so 75% vom Gehalt. Das ist schon ausreichend.

Wäre nur blöd, wenn ich plötzlich gar nichts mehr bekäme...

Beitrag von eisblume84 16.02.11 - 10:10 Uhr

Nimm die Elternzeit für drei Jahre mit Anspruch auf Teilzeit in der Elternzeit. Vllzeit kannst du freiwillig immer gehen.

Dein AG muss dihc hinterher Teilzeit beschäftigen, es sei denn er kann nachweisen, dass das nich möglich ist in dem Job. Aber das wird schwer, ansonsten könntest du klagen. Ok das war jetzt wohl der schlimmste Fall.

Beitrag von amitage 16.02.11 - 10:22 Uhr

Ich fasse dann mal die beiden möglichen Fälle zusammen:

1. Ich nehme länger Elternzeit und sage beim AG gleich an, ab wann ich stundenweise arbeiten möchte. Nachteil: ich kann nicht mehr als 30h arbeiten.

2. Ich gehe 8 Monate in elternzeit und berufe mich auf das "Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz - TzBfG)". Das besagt, dass mir mein Arbeitgeber einen Teilzeitplatz zur Verfügung stellen muss wenn ich länger als 6 Monate beschäftigt war (jap) und es mehr als 15 Mitarbeiter gibt (jap) und ich einen Antrag 3 Monate vorher stelle (würde ich schaffen).

Ich finde jetzt Lösung 2 ehrlich gesagt besser, weil doch "aufstockungstechnisch" vermutlich flexibler. Und schief gehen kann ja kaum etwas - oder habe ich etwas übersehen?