Kleine Träumer

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von ally28 16.02.11 - 10:10 Uhr

Hallo!
Ich habe einen Sohn, der gerade 4 geworden ist. An sich ein helles Köpfchen, wunderbar entwickelt und auch ansonsten gibt es keinen Anlass zur Klage. Aber er ist ein Träumer und damit manchmal unendlich langsam... Und manchmal auch zu faul zum denken... Im Kiga verpasst er manchmal, wenn er im Morgenkreis dran ist, weil er einfach mit den Gedanken ganz wo anders ist. Zuhause kommt er vor lauter Träumen und Geschichten erzählen kaum zum Essen. Anziehen dauert ewig... Ihm ein Spiel zu erklären dauert auch ewig, weil er oft zu verträumt ist um mitzudenken. (Manchmal grenzt das auch an Denkfaulheit...) Er steigt auch manchmal aus dem Freispiel mit andern Kindern im Kiga aus, weil es ihm zu schnell und zu wild wird, und sitzt dann einfach da, guckt, fühlt sich dabei aber nicht unglücklich und hat hinterher trotzdem das Gefühl, mitgespielt zu haben. So erzählen es mir die Kiga-Erzieherinnen. Die machen sich übrigens keine großen Sorgen, aber aufgefallen ist es ihnen eben auch schon. Man muss ihn immer so ein bißchen zu seinem Glück schieben. Er hat einen kleinen Bruder der gerade 2 geworden ist, der ist teilweise schon flinker als der große Bruder... Dazu kommt, dass unser Großer immer schon sehr schüchtern war. Das wird jetzt langsam besser, aber er hat immer noch so momente, wo er sich hinter mir versteckt und nichts sagt. Der Kleine hingegen, geht auf die Leute zu. Wenn wir aber zum Beispiel Mini-Lük spielen, dann ist der Große voll konzentriert dabei, auch über einen längeren Zeitraum. Und jetzt meine Frage. Kennt ihr das? Hatten das eure auch? Ich mache mir nur Sorgen, wegen der Schule. Nicht wegen der Intelligenz sondern wegen dieser langsamen, verträumten Art. Meint ihr, man muss da vorzeitig was machen, und wenn ja, was? Oder soll ich ihm einfach noch ein Jahr lassen und dann sehen, wie es in der Vorschule ist?
LG Ally :-)

Beitrag von barbarelle 16.02.11 - 10:30 Uhr

Hallo Ally,

es im Auge zu behalten ist sicher kein Fehler. Warum auch nicht mal mit dem Kinderarzt darüber sprechen? Wenn es sich erledigt in einem oder zwei Jahren ist es gut ... aber deine Unruhe im Moment kann ich gut verstehen.

LG
Barbarelle

Beitrag von ally28 16.02.11 - 11:04 Uhr

Hallo Barbarelle! #winke
Danke für beide Antworten ;-) Laut KiA ist alles im grünen Bereich. Ich werde mal die andern Antworten noch abwarten.
LG ally :-)

Beitrag von ally28 16.02.11 - 11:06 Uhr

...für die Antwort :-) ... wollte ich schreiben...

Beitrag von ja-frager 16.02.11 - 11:07 Uhr

ich hab auch so ein exemplar!

sie ist inzwischen 9 und die verträumtheit ist eben teil ihrer persönlichkeit. es hat aber nachgelassen und zeigt sich hauptsächlich in schusseligkeit und vergesslichkeit.
ich habe sie als kannkind einschulen lassen, wo die erzieher dagegen waren. aber ich habe als mutter gemerkt, dass ihr ein jahr länger im kiga nichts bringen würde, im gegenteil, dort kann sie ja weiterträumen ohne ende, weil dort kaum regeln und grenzen sind:-[.
in der schule ist sie dann auch wirklich aufgeblüht, die anforderungen haben sie angespornt, sich mehr zu konzentrieren, sich auf gleichaltrige einzulassen (früher im kiga hat sie sich immer mehr mit den jüngeren beschäftigt, weil sie mit puppen oder den rangeleien der jungs nichts anfangen konnte, hat lieber die anderen beobachtet)...
probleme sind vergessene hausaufgaben, die teils gar nicht erst eingeschrieben werden, vergessene zettel der lehrer, verlorene dinge (vor allem brotdosen#augen), schusselfehler bei tests ("ich habe noch nach meinem stift gesucht", "xy hat mich abgelenkt"...), aber alles in allem sehr gute leistungen.

tipps: ich habe vor der einschulung viel für die selbständigkeit getan, sie bekam einen eigenen schlüssel mit langem, quietschfarbigem band dran, habe ihr fahrradfahren beigebracht (bis dato wollte sie einfach nicht), sie mehr im haushalt mit einbezogen (beim kochen schnippeln lassen, geschirr abräumen etc.), mehr allgemein gefragt, was sie machen möchte. das hat ihr selbstbewusstsein aufpoliert.

ich habe das nie getan, aber zur sicherheit würde ich darüber mit dem kia sprechen und vielleicht mal beim psychologen vorstellen.

ansonsten: manche sind eben so!

Beitrag von ally28 16.02.11 - 11:21 Uhr

Danke! Beim Kia haben wir es bei der U8 angesprochen und er hat dann noch so einen Fragenkatalog zum Sozialverhalten mit mir und Jakob gemacht, und danach sagte er, dass es von seiner Seite aus keinen Grund zur Besorgnis gäbe. So tief beunruhigt bin ich auch nicht. Aber die Tipps mit dem Selbsbewußtsein finde ich super! In die Richtung kann ich mir sehr gut vorstellen zu arbeiten!
Danke nochmal!
Ally :-)