Kosten für Pferdehaltung??

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von kiddy100 16.02.11 - 11:57 Uhr

Hi,

meine Tochter könnte ein Pferd geschenkt bekommen. Ich weiß, es hängt ein Rattenschwanz an Kosten dran.
Wir waren grade mal beim Lösdau schauen wie die ungefähren Preise für das ganze Zubehör ist.
Bitte sagt mir, ob ich irgendwas vergessen habe.

Sattel ca. 400-500 + Sattelgurt + Steigbügel
Halfter ca. 20 (Stricke hat sie schon)
Schabracke ca. 30-50
Pferdedecke ca. 50-100 (oder mal beim Lidl, zumindest für den Sommer)
Trense ca. 40-50 + Gebiss
Putzzeug hat sie fast alles, muss nur noch gründlich gereinigt werden.
Unterkunft - bei ner Freundin, die hat 4 Pferde, ich schätze mal so 200-250mtl.
Leckerlis, evtl. Bandagen(hat sie)

Klar ist, dass wir uns das Pferd erst mal gaaaanz genau anschauen und eine Fachfrau dabei haben werden. Er ist 3 Jahre alt und noch roh, d.h. Sattel müsste evtl. noch nicht sofort sein.

Habe ich noch irgendwas wichtiges vergessen?? Außer ein Boxenschild ;-)

Vielen Dank für hilfreiche Antworten, ich weiß, dass unerwartete Kosten(Tierarzt + Hufschmied) vorhanden sein können. Deswegen rechne ich hier grade mit qualmendem Kopf.

lg
kiddy

Beitrag von dore1977 16.02.11 - 12:05 Uhr

Hallo,

die Haftpflichtversicherung, Schmied, Rücklagen für den TA und Geld falls Du das Pferd doch nicht selbst ausbilden kannst und Hilfe brauchst, Longe, bei einem rohen Pferd Doppellonge ? Longiergurt, Ausbinder, Sprungstangen für die Bodenarbeit und die Gymnastik.
Das ist das was mir spontan einfällt und ich habe bestimmt noch was vergessen.

Ich finde Du hast zu wenige Geld für einen Sattel eingerechnet oder willst Du einen Kunstoffsattel ? Dann darfst Du (es sei den es hat sich inzwischen geändert) aber nicht besonders viel wiegen.

LG dore

Beitrag von kiddy100 16.02.11 - 12:11 Uhr

Longe bzw. Doppellonge wäre im Stall.
Ausbinder weiß ich nicht, ob man die passend kaufen muss, oder kann ich die auch von nem anderen Pferd nehmen - vorhanden sind welche.

Bei Sattel haben wir einfach in der Sattelecke geschaut :-O Meine Tochter ist aber nicht schwer ca. 60kg

Beitrag von windsbraut69 16.02.11 - 13:19 Uhr

Einen neuen Sattel für 500 Euro würde ich nicht kaufen und im Versand kaufen ist eh nicht sinnvoll...

Ich denke, Ihr solltet über den Daumen 500 Euro im Monat einplanen und eine Krankenversicherung auf keinen Fall vergessen.
Ich halte aber einen rohen 3jährigen nicht für sinnvoll für ein junges Mädchen auf dem Ausbildungsniveau....

Gruß,

W

Beitrag von linnie73 17.02.11 - 12:02 Uhr

Ich stimme der Vorschreiberin zu, ein Sattel soll dem Pferd angepasst sein.
Im versand kaufen sollte man eher nicht...

Aber zum rest..ne alternative zu loesdau--> schau mal bei kraemer


lg

Beitrag von klumpfussindianer 16.02.11 - 12:08 Uhr

Ich habe selber sieben Pferde, von Minipony bis Kaltblut ist alles dabei.

Welchen Ausbildungsstand hat denn deine Tochter?

Je nach dem wie fit sie ist käme ich gar nicht erst auf die Idee ihr ein noch rohes Pferd zu schenken.

Beitrag von kiddy100 16.02.11 - 12:17 Uhr

Das Pferd ist wohl vorm Schlachter gerettet worden, daher könnte sie es so haben.
Ich bin auch noch skeptisch, es wird auch noch einige Tage dauern, bis ich mich zu einer Entscheidung durchgerungen bzw. durchgerechnet habe.
Meine Tochter reitet zur Zeit 2 Andalusier-Wallache, die sehr gut ausgebildet sind und auch ab und zu einen Andalusier-Hengst.
Vom Können her wird sie zwischen E und A eingestuft.

Ob sie ihn selber einreiten kann bezweifel ich, aber da wo er evtl. untergestellt werden soll, die Freundin kann ausbilden.

Beitrag von cherymuffin80 16.02.11 - 12:33 Uhr

So hart es ist, aber es gibt oft genug Gründe warum auch junge Pferde oft beim Schlachter stehen und nicht im Verkaufsstall.
Ebend weil sie etwas haben was vieleicht nicht grad offensichtlich ist!

Tut euch selbst den gefallen und investiert in eine große Ankaufsuntersuchung wenn schon der Kaufpreis weg fallen würde.
Da Checkt ein TA das Pferd gründlich und röntgt auch Rücken und Beine, du wirst staunen was dort alles zum Vorschein treten kann wenn ein Pferd auch fit und munter aussieht!

Ich kenne so einige "gerettete" Schlachtpferde die zwar fit wirken aber letztendlich doch unreitbar sind weil sie andere Probleme haben.

Die € wäre es mir wert wenn ich eh schon so mit Geld kalkulieren muss wie du es anscheint tun muss!

Bei 250 € Stallmiete kannste mit allem in allen an Nebenkosten groß 4-500 € im Monat kalkulieren!

LG

Beitrag von nurmal-ich 16.02.11 - 12:17 Uhr

Hallo,

also Halfter und Decken und Schabracke sollte man mindestens 2 x haben, denn man wäscht ja auch mal und Halfter gehen schnell mal kaputt.

- Stallmiete
- Haftpflichtversicherung
- evtl OP- Kostenversicherung (lohnt sich bei jungen Pferden)
- Geld für die Ausbildung (ich bezweifel das eine 16 jährige so fit ist ein Pferd RICHTIG einzureiten und auszubilden!) das sind schnell mehrere 100 € im Monat
- und man sollte monatlich auch Geld für Schmied und TA auf die Seite acken, ich habe dafür ein extra Sparkonto wo immer mind. 1000 € drauf sind, denn ich weiß wie schnell eine TA Rechnung mal so hoch ist!

Und immerwieder wirst du grad bei einem so jungen Pferd Kosten für Sättel haben, denn die Rückenlinie und Muskeln verändern sich in dem Alter noch sehr stark und ein Sattel muss halt passen, daher kommen ständig neu Sattlerkosten fürs Umarbeiten oder ebend einen komplett neuen Sattel dazu.
Allgemein ist Zubehör ja ein Verschleißartikel.

LG

Beitrag von risala 16.02.11 - 12:28 Uhr

Hi,

grundsätzlich habt ihr soweit an alles für die Basis gedacht bzw. aus meiner Sicht zu viel eingeplant:

Gamaschen und Bandagen braucht man nicht unbedingt, Weide-/Stalldecken ebenfalls nicht.

Für den Sattel hast Du vermutlich zu wenig kalkuliert. Einen Sattel kauft man nicht mal eben von der Stange. Der muss passen. Und ein junges PFerd verändert sich noch sehr. Dafür würde ich nur mit/bei einem Sattler einen kaufen.

Mit etwas Glück bekommt man einen guten gebrauchten Sattel für das Geld, den ein Sattler anpassen kann. Mit etwas Pech geht es Dir wie mir: für meine Stute fand sich KEIN passender gebrauchter Sattel - der einzige, der Pferd (und mir) passte war ein mit 3700 DM schweineteurer neuer Markensattel.

Huschied kostet - soferd das Pferd rundum beschalgen werden muss - zwischen 80-160€ alle 2 Monate. Kann es barhuf laufen zw. 20-40€ alle 6-8 Wochen.

Ich habe irgendwann man ausgerechnet, was mich mein Pferd so im Druchschnitt monatlich kostet (planbare Kosten wie: Hufschmied/Hufbearbeitung, reguläre TA-Besuche für Impfungen, WK, Stallmiete, etc.). Da kam ich bei einer Stallmiete von 230€ auf eine monatliche Belastung von ca. 450-500€.

Gruß
Kim

Beitrag von hafipower 16.02.11 - 12:41 Uhr

Hallo,

bitte versteh mich jetzt nicht falsch, aber ich hab grade gesehen, dass deine Tochter 16 ist.
Sie reitet auf E bzw. A Niveau? Das ist für ein rohes bzw. dann ein frisch eingerittenes Pferd gar nichts.
Du sagst es ist wohl vom Schlachter gerettet worden?
Wir haben mal ein Pferd zum Schlachter gebracht - es konnte innerhalb von Sekunden derart bösartig werden und schlug gezielt in Kopfhöhe, sowohl gegen uns, als auch gegen unsere restlichen 4 Pferde. Wir haben öfters seine Hufe gesehen ohne sie hoch genommen zu haben.
Er hatte einen Tumor im Kopf sitzen.
Wenn du ein solches Pferd bekommst, - oje!

Ich war 12 als ich eine 14 Jahre alte Stute von meinen Eltern bekommen habe. Sie war Springen und Dressur bis M ausgebildet und sollte in den Turnierruhestand verabschiedet werden bzw. nur noch A-Dressur laufen.

Ich reite diese Stute noch heute (ich bin in ein paar Tage 26, sie in ein paar Wochen 28 Jahre alt. Damals wollte ich nicht so ein altes Pferd, meine Eltern waren der Meinung, wenn ich sie nur noch 5 Jahre reiten kann, dann ist das doch gut und ich kann von ihr lernen.
Das jetzt 14 Jahre draus geworden sind, ahnte keiner. Sie war noch nie krank und ist bis heute topfit.
Auf einem ALTEN Gaul lernt man's reiten.
Es stimmt, mir macht kein Pferd mehr was vor. Ich hab bis jetzt 2 meiner anderen 3 Pferde selbst ausgebildet.

Bitte gib noch 5000,-€ mehr aus und KAUF ein Pferd, dann erfährst du auch die Vorgeschichte, ein Pferd kommt nicht wirklich ohne Grund zum Schlachter.

Wir haben damals für die Stute 3000,-DM (was ja jetzt auf die 14 Jahre gerechnet nichts ist) gezahlt, da der Besitzerin der Platz wichtiger war und die erste Zeit hat sie uns auch regelmäßig besucht, hatte ich Probleme konnte ich sie jederzeit anrufen.

Ihr erscheint mir ziemlich unerfahren und dann ein rohes Pferd - damit werdet ihr nicht glücklich und glaub mir ich hab das schon öfters gesehen.
Das ging dann von Gehirnerschütterung bis hin zum Trümmerbruch im Arm und Schultergelenk.

Nimm's mir nicht übel.

LG

Beitrag von -0815- 16.02.11 - 14:14 Uhr

Also für 4000 hätte ich ein absolut tolles Verlasspferd anzubieten mit allem Zubehör welches ein zu hause sucht ;-)

Beitrag von pechawa 16.02.11 - 13:21 Uhr

Hallo,

lass das Pferd gesundheitlich durchchecken, ein "Metzgerpferd" kann Marotten, Fehler oder Krankheiten haben, muss aber nicht, denn jeder, der seines Pferdes überdrüssig ist und es als Schlachtpferd hat eintragen lassen,kann es zum Schlachter bringen.
Lass dich auch nicht verunsichern, dass deine Tochter das mit einem rohen Pferd nicht packt. Wir standen vor 4 Jahren auch vor der Frage, ob unsere 13 jährige Tochter mit einem 3 jährigen, angerittenen Pferd zurecht kommt. Es ist viel Arbeit, aber es geht! Deine Tochter kann reiten, dann fehlt nur der richtige Ausbilder, was natürlich auch wieder Kosten verursacht!
Bei uns war es so, dass unsere Tochter 1 knappes Jahr vom Boden aus mit dem Pferd trainierte, dann kam es in einen erfahrenen Beritt (600,- Euro pro Monat), dem sofort danach auf dem gleichen Hof 2 Wochen Reiterferien folgten (400,- Euro incl. Pferd). Seitdem ging unser Pferd 1 pro Jahr für 2-4 Wochen dorthin in Korrektur und meine Tochter machte danach Reiterferien mit Einzelunterricht. In diesem Jahr wird sie 17, wahrscheinlich werden wir keine Ausbildung in Anspruch nehmen, denn der Wallach hat sich super entwickelt.
Wie gesagt, ihr könnt es schaffen, aber Ausbildungskosten für's Pferd sind nicht billig, würde ich euch aber empfehlen!
Btw - ich finde, ein rohes und unverdorbenes Pferd die bessere Wahl, als ein "Glückskauf", der sich nicht reiten lässt, weil er viele schlechte Erfahrungen machte,

LG

Beitrag von kyra01.01 16.02.11 - 13:46 Uhr

hey,
ich bin auch der meinung das deine ihr auf jeden fall nen bereiter dran lassen müsst!
was ist denn mit der ankaufsuntersuchung???

ich hatte alles in mehrfacher ausführung bei mir musste alles passen also schabracke und bandagen mussten die gleichen sein!!!

das sammelt sich nach jahren einfach an da würde ich mir auch keine sorgen machen das wichtigste ist die grundausstattung und gamaschen sind schon wichtig wenn deine tochter mal in den busch geht oder springen möchte!

gerade beim sattel würde ich nicht einfach kaufen sondern echt nen sattler gucken lassen der sieht am besten ob der passt oder nicht!

ich würde immer nen bissl mehr einrechenen als man braucht es kommen immer mal wieder kleinigkeiten auf einen zu!

lg und viel spaß!

Beitrag von -0815- 16.02.11 - 14:08 Uhr

Der Beritt kostet einiges.

Wie alt ist deine Tochter und wie viele Jahre hat sei qualifizierte Reiterfahrung dass du sie dann auf einem frisch einferittenem Pferd reiten lässt?

Wie groß ist das Pferd und welche Rasse?


Sattel ca 400 - 500 €????


Rechne da mal lieber ab 1000 aufwärts,immerhin wollt ihr ja lang genug an eurem frisch eingerittenem Pferd haben? Da würde ich (außer wenn der wirklich bombig passt) einen 0815 Standard passt für alle Pferde Sattel draufhauen.


Evtl hat der Sattler aber auch was gebrauchtes der passt.


Sättel immer anprobieren -nie blind kaufen!

Beitrag von perona 16.02.11 - 14:18 Uhr

hallo ich halte 2 pferde in eigenregie da kommt ca 300 euro jeden monat plus hufschmied und tierarzt impfungen wurmkuren das sind jetzt nur wenn nichts dazwischen kommt da es sich um ein rohes pferd handelt kommt noch die ausbildung dazu ,ich möchte dir ja keine angst machen aber jenachdem was du für boxenmiete bezahlst kannst du 350 euro im monat rechnen ohne krankheiten .Haftpflicht darfst du auch nicht vergessen.versucht es lieber erst mal mit einer rb da seht ihr was kommt .Ein geschenktes pferd hatte ich auch mal am ende hätte ich mir von den tierarzt kosten ein sehr sehr teures pferd kaufen können und er ist doch gestorben .
lg perona

Beitrag von germany 16.02.11 - 14:53 Uhr

Hallo,

also der Hufschmied ist regelmäßig zu zahlen, also nix unerwartetes, aber je nachdem ob beschlagen oder nicht wird es schon teuer. Außerdem muss regelmäßig geimpft und entwurmt werden und eine Op kostet richtig viel Geld! Da sind 500€ echt wenig.

Dann kommen Haftpflichtversicherung usw. hinzu.

Fressen möchte das Tier sicherlich auch gerne und so ein junges Tier braucht eine gründliche, sanfte Ausbildung.

Wir hatten mal ein Fohlen, welches wir aber mit knapp 2 Jahren abgegeben haben, weil das Tier trotz Kastration nicht ruhiger wurde, unsere anderen Pferde terrorisierte und sämtliche Stalltüren zerschlug.



Überlegt euch das gut und glaubt nicht, dass man die Ausbildung so locker mal eben alleine bewältigen kann. Ein junges Pferd hat schon so manchen Menschen tödlich verletzt, weil es bestimmte Situationen gar nicht kennt und sich erschreckt.

Ich würde es ehrlich lassen, es sei denn ihr habt einen sehr guten Ausbilder und andere junge Pferde mit denen euers toben kann. Ansonsten spart lieber auf ein vernünftiges, reitbares Pferd.



lG germany

Beitrag von jrc 16.02.11 - 17:55 Uhr

Ich kann mich den anderen nur anschließen:
Ein rohes Pferd vom Schlachter muß irgendwo nen Haken haben.
Ich würde das Geld für die Ankaufsuntersuchung gleich sparen und die Finger davon lassen, wenn es für meine 16jährige Tochter ist.
Es kommt auch auf den Weg an, den deine Tochter damit einschlagen will: Freizeit oder Turniere reiten?
Überlege bitte genau: Das Pferd ist jetzt 3. Wenn es noch gar nichts kann, kann sie das Pferd frühestens mit 5 oder 6 Jahren auf Turniere vorstellen. Dann ist sie aber auch schon 18. Was will sie? Freund? Ausbildung? Einreiten und Vorbereitungen kosten ne Menge Zeit. Dazu noch die normale Stallarbeit. Da wird für Freunde etc. wenig bis kaum Zeit bleiben.

An Zubehör hast du soweit an alles gedacht. Am Sattel nicht sparen. Fürs Einreiten vielleicht einen gebrauchten kaufen oder leihen. (einer der kaputt gehen darf)
Trense mit Wassertrense, Longe, Longierpeitsche, evtl. Gamaschen. Mehr braucht man nicht zum Ausbilden.
Evtl. Kappzaum und Ausbinder.
Zu den weiteren Kosten wurde dir ja schon was gesagt. Mir fällt noch ein, daß bei Hengsten bzw. Wallachen öfters mal die Zähne Haken haben bzw. die Hengstzähne gezogen werden. Fürs einfache Zähne raspeln habe ich 70 Euro gelöhnt. Sedierung inklusive.

Grundsätzlich würde ich von Jährling die Finger lassen und deiner Tochter später ein Pferd kaufen, wenn sie wirklich dabei bleibt und sich auch drum kümmert.
du weißt nicht, ob der klar im Kopf ist. Der muß schon so seine Erfahrungen gemacht haben, da er beim Schlachter ist. Oder willst du deine Tochter öfters im Krankenhaus besuchen?
Sorry, aber sowas ist ein No-Go für eine 16jährige.
Ich selber habe mit 14 eine rohe Araberstute gekauft. Würde ich nie wieder machen, auch wenn das Einreiten total leicht war, kein Gebocke oder Gezicke. Sie wurde dennoch freizeitmässig ausgebildet, um mich tragen zu können. Wir haben 3 Jahre an ihr gearbeitet, ehe der Sattel raufkam.
Obwohl sie echt lieb war, kann ich dir gerne eine Aufstellung geben, was in der Zeit so alles kaputt geht...;-)
Gebe lieber mehr Geld aus und kaufe ein Verlaßpferd.

Wünsche dir viel Erfolg bei deiner entscheidung.
Sag doch mal, wie es ausging.
LG#winke

Beitrag von alpenbaby711 16.02.11 - 18:00 Uhr

Was noch dazu kommt ist Entwurmung, Impfen beim Tierarzt, der Pass noch, dann Hufschmied zwischen 25 und 100 Öcken.
Im übrigen ich freue mich für deine Tochter (wir haben 2 Pferde) aber wieviel Reiterfahrung hat sie? Wenn sie och gar keine hätte oder anfänger ist dann ist ein gerade mal 3 jähriges Pferd roh geritten überhaupt nicht das richtige. Wir haben ne 5 jährige Stute und die geht gerne durch also für meinen Mann mit Erfahrung gut für ich als Anfänger gar nicht. Die ERfahrung mußte ich leider schon machen. Das nur als Tip von mir.
Ela

Beitrag von reiterin1983 16.02.11 - 19:32 Uhr

ich würd dir echt davon abraten.
Ein 16 Jähriges Mädchen kann kein Pferd ausbilden auch wenn sie noch so gut reitet und schon gar kein Schlachtpferd das wer weiß was schon erlebt hat oder für Gesundheitsmängel hat.
Ein Mädel bei uns im Reitverein hat letztes Jahr auch ein 3 Jähriges Pferd bekommen, sie reitet L bis M Dressur auf ihrer Mutter ihrem Pferd und hat jetzt ihr eigenes bekommen.
Das Pferd wurde bei Paul Schockemöhle gekauft, wurde dann für 1 Jahr zur Ausbildung nach Marbach geschickt und wir jetzt bei uns im Stall von unserer Bereiterin weiter ausgebildet.
Das Mädel selber reitet ihr Pferd natürlich auch aber eben nur unter Aufsicht der erfahrenen Bereiterin. So ein junges Pferd reagiert halt oft ganz anders als ein erfahrenes älteres Pferd. Sie hatte letztes Jahr schon 2 schwere Stürze mit gebrochenem Schlüsselbein, Arm und Gehirnerschütterung.
Das Pferd braucht ständig neue Sachen weils viel kaputt macht z.B. Decken usw. Und hat mittlerweile schon den 3. teuren Sattel weil eben durch die Arbeit sich die Muskeln erst entwickeln und dann der Sattel eben nicht mehr passt und ein unpassender Sattel ist gift für den Rücken junger Pferde. Außerdem macht keinem Pferd die Arbeit unterm Sattel Spaß wenn im andauernd der Sattel im Rücken weh tut.
Ich würd lieber sparen und auf ein älteres bereits ausgebildetes Pferd sparen auf dem sie was lernen kann und auch ihren Spaß hat.

Beitrag von -0815- 16.02.11 - 20:13 Uhr

Nochmal was zu den ganzen Kommentaren, zwecks 16 Jährigen Mädchen und Reiterfahrung.


ICH als mittlerweile selbst Mutter sehe das alles auch kritisch und würde keinem dazu raten, das schrieb ich ja schon oben.

Aber #hicks#schein#hicks in dem Alter hab ich auch schon lang auf Zig Gäulen gesessen die weiß Gott nicht einfach waren. Gebuckelt bis zum Handstand, Durchgehen, auch hab ich schon in der Doppellonge gehangen und hinterhergeschliffen als Hotti damals (bewust - aus Trotz) durchging.

Oder bekam dann im Stall auch mal ein Pferd bereitgestellt welches 2 Wochen Boxenruhe hatte mit der Aussage "Du kannst das ja"


#schock Auf der Galloppstrecke hätte uns keiner entgegen kommen dürfen.

Übrigens ist genau an dem Tag, bei dem selben Ausritt meine Freundin vom Pferd gestüzt und hatte eine schwere Gehirneerschütterung,allerdings war sie Anfängerin.

Ich hab mir nie was getan - aber das kann auch anders ausgehen :-)

Beitrag von jrc 16.02.11 - 20:39 Uhr

#rofl#rofl Das kenn ich.
Meine Schwester hat damals meine Stute ausgebildet: Alles vom Boden aus gemacht, longieren, trensen, Cavaletti-Arbeit usw.
Beim ersten Aufsteigen hörte ich dann nicht nur "Is ja dein Pferd", sondern auch, "du kannst dich besser halten".
Ich hab auch einige Stürze gehabt (Hand verstaucht, Knieprellung, blaue flecken....) und Unfälle im Stall (Forke im Fuß, Pferd mit Eisen auf dem Fuß, Rippenprellung, Stürze usw.)
Immer war ich diejenige, die das schwierige Pferd reiten mußte. Dabei hatte ich wenig Unterricht gehabt, konnte mich aber halt im Notfall gut auf dem Pferd halten.
Ich glaub, ich war und bin schon immer so ein "Schlechte-Pferde-Tester-Dummie-Reiter" ;-)

Beitrag von -0815- 17.02.11 - 06:22 Uhr

Jaso in etwa:-) Ich kann zwar nicht dolle reiten (also was jetzt Dressur betrifft), aber ich kann mich halten, kommen mit schwierigen Pferden klar und kann im Gelände im Jagdgallopp den Hintern hoch machen #rofl

Beitrag von kiddy100 16.02.11 - 22:07 Uhr

Vielen lieben Dank für diese vielen Antworten.

Am Freitag können wir uns wahrscheinlich das Pferdchen mal anschauen und es ist auch ne Tierärztin dabei, die ihn wohl "gerettet" hat.
Der guten Frau werde ich erst mal Löcher in den Bauch fragen. Das einzige was wir wissen, dass er ein Kopper sein soll.
Selbst bei diesem "winzigen" Problem steh ich sehr skeptisch gegenüber, natürlich redet meine Tochter es noch alles schön, aber ich hoffe, dass sie auch objektiv genug sein kann, wenn es nicht passen sollte.

Die Ausbildung macht mir auch noch ein wenig Kopfschmerzen. Wir hätten zwar ne Ausbilderin an der Hand, die aber im Moment krankheitsbedingt nicht 100%ig einsetzbar ist. Naja, mit 3 muss er auch noch nicht eingeritten werden, da ist ja noch etwas Zeit.

lg
kiddy

Beitrag von risala 17.02.11 - 08:49 Uhr

Hi,

koppen muss kein Problem sein - es gibt aber viele Pferde, die koppen und durch das Luftschlucken immer wieder Koliken haben. Bei Aufsatzkoppern leiden die oberen Schneidezähne (schleifen sich ab). Zudem gibt es Untersuchungen, dass Kopper oftmals Probleme mit dem Magen (z.B. Magengeschwüre) haben. Hier ist dann eine spezielle Fütterung (keine Fresspausen, reg. Medikamente als Magenschutz, etc.) nötig.

Mein letztes Pflegepferd (bevor ich mein erste eigenes Pferd gekauft habe) war Kopper. Damals versuchte man das noch mit Kopperriemen (in meinen Augen Tierquälerei) oder Operationen zu behandeln. Man sah es nur als Fehlverhalten, nicht als evtl. Krankheitssymtom. Und "abgucken" tun Pferde sich die Kopperei selten - oftmals ist Stress der Auslöser oder eben Magenprobleme.

Ich würde mir das Pferd wohl mit diesem Wissen gar nicht erst anschauen. Teenies sehen bei der Möglichkeit, ein eigenes Pferd zu bekommen, verständlicherweise NUR das schöne... hier wäre mir das Risiko, irgendwann regelmäßig hohe TA-Kosten einkalkulieren zu müssen zu groß. Zudem gibt es viele Ställe, die Kopper nicht nehmen!

Gruß
Kim

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