Wie gut können sich neue Partner auf das Kind einlassen?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von marienkaefer1985 16.02.11 - 12:39 Uhr

Hallo!

Ich wollte mal Fragen, wie ihr es empfindet, wenn ihr eine neue Beziehung eingeht. Wie schwer fällt es dem Mann, sich auf das Kind einzulassen?

Ist es schwieriger/ einfacher, desto jünger/ älter das Kind ist?

Ist das Kind womöglich ein Grund dafür, wenn es doch nicht klappen sollte, weil der Partner sagt, dass er "nicht mit einem fremden Kind kann"?

Ich bin ja alleinerziehend schwanger und habe mich gefragt, wie schwer es wohl irgendwann für einen potenziellen Partner sein könnte!?

Erfahrungsberichte wären super!

Danke!


Marienkaefer + #ei (17+4)

Beitrag von donaldine1 16.02.11 - 12:56 Uhr

Hallo,
meines Erachtens wird es schwieriger, ja älter die Kinder sind. Aber es kommt sicher auch immer auf den Einzelfall an. Bei manchen klappt es besser, bei anderen schlechter, sowohl von seiten des Kindes als auch des neuen Partners.
Meine Tochter war 1,5 Jahre alt, als ich meinen jetzigen Freund kennen gelernt habe. Bei uns gab es überhaupt keine Probleme. Meine Tochter hat heute "zwei Papas".
Einfacher ist es meiner Meinung nach, wenn der neue Partner auch Kinder hat und viele Dinge und Situationen mit Kindern nachvollziehen und verstehen kann.
Bevor ich meinen Freund kennenlernte hatte ich mich ein paar mal mit einem Mann getroffen, der keine Kinder hatte. Da hatte ich irgendwie immer das Gefühl, daß er vieles einfach nicht versteht (kann er vieleicht ja auch nicht) und auch das Kind öfter so als Störung gesehen hat. Ich glaube schon, daß es damit zusammenhing, daß er bezüglich Kinder einfach unerfahren war und sich auch nicht wirklich darauf einlassen wollte / konnte. Und dann klappt das mit einer Beziehung auch nicht.
LG
donaldine1

Beitrag von thea21 16.02.11 - 13:19 Uhr

Ich denke später ist schwerer.

Ich und Sophias Papa sind getrennt seit sie 1 Jahr alt ist.

Jetzt, 4 Jahre später leben wir seit 8 Monaten mit neuem Partner zusammen und der Anfang war "schwer".

Sie kannte mich knapp 3 Jahre und xx nur alleine, hatte mich nur alleine, war "Nr.1"

Da ist dann plötzlich jemand, der in ihren Augen um meine Aufmerksamkeit mit ihr gebuhlt hat, dem sie nicht vertraut hat, den sie nicht kannte.

Wir haben das ganze vorsichtig und auf langfristige Sicht aufgebaut. Vertrauen, das Zusammensein, der Platz den jeder einnimmt.

Sie weiß das ich meinen Partner liebe, sie aber eben auch, immer. Sie weiß, dass er sie mag, für sie da ist, unser Freund ist.

Es gibt nach wie vor kleinere Situationen, in denen wir langsam vortasten.

Etwa: Mama soll mich in die Kita fahren. Einfach weil es immer so war. Warum sollte er das aufeinmal machen.

Alles in allem denke ich aber, das wenn sie kleiner gewesen wäre, es einfacher gewesen wäre.

Wir aber mit der Arbeit die wir geleistet haben stolz und zufrieden sind und wissen, das sie seit einiger Zeit einfach einen neuen guten Freund an ihrer Seite hat.

Er kommt damit super klar.

Ich will keine Kinder mehr, er ebenso nicht. (er ist auch nicht so sehr der Kindertyp, also für eigene Kinder), er mag meine Tochter und weiß und wusste seit Anfang, das es mich nur mit ihr gibt.

Beitrag von witch71 16.02.11 - 14:09 Uhr

Hallo Thea #winke

Die Situation mit "macht immer die Mama, die soll das auch weiterhin machen" gibt es aber nicht nur in Patchworkfamilien. Von meinem Zwerg kenne ich das auch so, dass er bestimmte Dinge von mir oder eben ausdrücklich *nicht* von mir erledigt haben möchte. Das ist diese Ritual-Obsession bei Kindern.

Nur so nebenbei, vielleicht gefällt es Deinem Freund zu hören, dass diese Ablehnung nicht unbedingt an seiner Rolle liegen muss.

Grüssle.. ;-)

Beitrag von thea21 16.02.11 - 14:13 Uhr

Hi und Grüße zurück :-)

das dachten wir uns schon... Andere Situationen fielen mir auch grad nicht ein.

Es sind wenige, aber sie sind da...Was nicht tragisch ist. :-)

Beitrag von karna.dalilah 16.02.11 - 13:32 Uhr

Ich denke es kommt auf die Grundeinstellung des Mannes zu evt vorhandenen Kindern einer Partnerin bzw generell zu Kindern.
Ich habe ein schon größeres Kind und ein kleines Kind in die Beziehung gebracht.
Zu dem älteren besteht eher ein freundschaftliches Verhältnis, zu dem kleineren ein väterliches.
Beides ist für alle Beteiligten in Ordnung.

Beitrag von ich-habe-zwei-davon 16.02.11 - 15:48 Uhr

hallo,

ich schreibe dir mal aus erfahrung.

mein sohn war drei (heute fast 13jjahre) und ich lernte einen mann kennen. er konnte sich damals nicht entscheiden, ich dachte es lag an seiner zerrütteten beziehung die er damals hatte. heute, gute 10jahre später gestand er mir vor zwei wo das mein sohn der grund war, warum er sich nicht auf uns ein lies. er fühlte sich nicht reif genug ein kind mit groß zu ziehen.

wir stehen noch immer im kontakt - die fronten sind seit vielen jahren geklärt und ich bin glücklich ihn zu meinen freunden zählen zu dürfen.



dann lernte ich 2004 einen mann kennen, der kv meiner tochter. er verlies mich noch in der schwangerschaft, kam mit meinem sohn klar, aber es war nicht so das ideale gewesen - kann aber auch an der entfernung zwischen uns beiden gelegen haben, fast 300km zwischen den wohnorten und an seine pubertären tochter, zur damaligen zeit 14jahre.
er nahm sie viel in schutz, mein sohn bekam viel ab - aber denke wenn jeder sein kind beschützt ist auch dieses verhalten zu erklären in der beziehung.
sie kamen klar, aber es war eben nicht das ideale.


nachdem meine tochter 3 1/2jahre war, mein sohn war 10gewesen, lernte ich übers internet einen mann kennen. er kam nicht ansatzweise klar, meine kinder mochten ihn nicht, sie wollten auch nicht zu ihm.
er wohnte 600km weit weg und fand keinen draht zu den kindern, die kinder auch nicht zu ihm.
er hatte nicht ansatzweise interesse an seinem eigenem kind, wir gingen getrennte wege - ca. 8monate nach dem kennen lernen.


nun, nach der trennung vom letzten mann, lernte ich sehr schnell muss ich gestehen einen mann aus unserer stadt kennen,.. er riss mir den boden unter den füßen weg - ich kann das erste mal nach meiner sehr langen beziehung zum kindesvater meines sohnes sagen, das ich LIEBE!

er hatte vom ersten tag an einen draht zu beiden kindern. kommt mit ihnen zurecht, spricht mit ihnen, bezieht sie ein. ABER auf freundschaftsbasis - kein väterliches verhältnis. er wird mit vornamen angesprochen, er wird um rat gefragt usw.
er bringt meine tochter zur kita wenn ich nicht kann, er holt sie ab.

selbst hat er eine tochter von 20monaten die ebenfalls sehr oft bei uns ist und hoffentlich irgendwann einmal auch bei uns wohnen darf (lange geschichte - spielt hier gerade keine rolle)


wir sind sicher erst seit einem jahr zusammen, wohnen bisher nicht zusammen, aber wenn alles klappt schauen wir uns die nächsten tagen eine wohnung an, in der wir dann wohl alle zusammen ziehen werden.



mach dir keine gedanken, du wirst finden, wenn du nicht suchst #verliebt

Beitrag von phili0979 16.02.11 - 19:56 Uhr

Huhu

ich denke es kommt sehr stark auf den mann drauf an!

bei mir lief es wie im Bilderbuch! Beim ersten Kaffeetrinken hab ich ihm meinen Sohn (damals 1 Jahr) auf den Schoss gesetzt, weil ich aufs WC musste. Als ich wieder kam saßen die beiden quietschend da und meine Sohn futterte das Törtchen von meinem Date! ;-)

Wir haben uns dann öfter getroffen immer mit Kind und wir hatten soviel Spaß! Nach gerade mal 3 Monaten hat er, wenn er einen Bekannten auf der Strasse getroffen hat, Niki als seinen Sohn vorgestellt. (manchmal hatte ich das Gefühl er gibt richtig mit dem Zwerg an! ;-) so stolz war/ist er).

Heute sind wir glücklich verheiratet, Vater & Sohn eine Einheit und freuen uns jetzt auf das Kind das unterwegs ist!

lg Philine

Beitrag von clautsches 16.02.11 - 22:08 Uhr

Hallo!

Mein Sohn ist fast 4, von seinem Papa bin ich etwas über zwei Jahre getrennt, das Verhältnis zwischen allen Beteiligten ist sehr gut.

Seit einem halben Jahr habe ich wieder einen Freund und auch das läuft wunderbar. Mein Sohn flippt vor Freude fast aus, wenn er zu Besuch kommt. :-) Da wird gespielt, getobt und gekuschelt..

Meinem Freund war von Anfang an klar, dass es mich ohne meinen Sohn nicht gibt und er hat das sofort ganz selbstverständlich akzeptiert. Es ist keine "Vater-Sohn-Beziehung" - was es auch nicht sein soll - sondern einfach ein entspannter, liebevoller Umgang zwischen einem großen und einem kleinen Menschen.

LG Claudi

Beitrag von babylove05 16.02.11 - 22:18 Uhr

Hallo

Also ich und mein Partner kamen zusammen als mein "grosser" 1 1/2 war , bei uns war es von anfang an kein problem . Er hat ihn als Guten Freund von uns kennengelernt ( wollte am anfang keine Papa figur ) , aber des hat sich schnel geändert . Für ihn ist er die Vaterrolle ( sein leiblicher Vater ist ja leider nicht anwesend , zumindest nicht in Person ) ...

Mein Sohn und mein partner sind ein Kopf und ein Arsch ( wenn mein Partner da ist ) , für ihn gibt es da auch kein unterschied zwicehn unseren Gemeinsamen Kind und meinen Sohn , beide sieht er als seine Kinder .

Lg Martina