Depressionen? (Lang, aber bitte lesen)

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von klopsi 16.02.11 - 13:04 Uhr

Hallo,

weiß nicht ob es hier der richtige Ort ist für meine Frage.

In letzter Zeit habe ich immer mehr den Eindruck, dass ich evtl. Depressionen haben könnte.

Unsere Kleine ist jetzt fast 2 3/4 Jahre.

In den letzten 1 1/2 jahren hat sich irgendwie was verändert.

Ich habe immer wieder so "komische" Phasen.
Bin ständig müde, habe Probleme mit dem Rücken (es helfen weder Krankengymnastik noch Akkupunktur wirklich). Habe sehr oft Kopfschmerzen (wurde schon neurologisch abgeklärt). Habe Stimmungsschwankungen. Bin oft tagelang total kaputt. Schlecht gelaunt, traurig, kann mich nicht aufraffen und mache viele Dinge eben nur weil sie sein müssen. Könnte oft wegen Kleinigkeiten heulen.
Meine Gedanken stehen nie still. Denk ständig über hunderte Sachen nach. Habe auch irgendwie Ängste. Denke fast täglich dran, dass meinen Eltern was passieren könnte.
Mache mir über so viele sachen Sorgen.
Oft über Dinge, die noch nicht mal passiert sind.
Jedes Wort von anderen lege ich auf die Goldwage und interpretiere irgendwelche Bedeutungen rein.
Ob sie bestimmte Sachen auch so meinen wie sies sagen usw.

Da dreht man echt durch.

Was dafür der Auslöser ist, weiß ich nicht wirklich.

Fing eben vor ca. 1 1/2 Jahren an.
Kann nur sagen, dass zu der Zeit die Freundschaft mit meiner besten Freundin kaputt ging. Warum, dass haben wir nie wirklich geklärt. Ich habe versucht Kontakt aufzunehmen, aber ohne Erfolg. Somit habe ich daran sehr zu knabbern, weil ichs eben nicht verstehe.
Und dann haben sich natürlich auch noch andere Freundschaften verändert. Wie es eben ist wenn man Kinder bekommt. (Und andere nicht)

Könnte evtl. ein Auslöser gewesen sein.

Mich würde einfach interessieren, ob das jemand kennt.
Ob jemand von euch ähnliches erlebt hat.
Also den Eindruck zu haben, dass man am Beginn oder bereits in einer Depression steckt.

Ich habe am Freitag einen Termin bei meiner Hausärztin. Möchte erst mal mit ihr sprechen, bevor ich zu einem Experten gehe.
Denn so kann es definitiv nicht weiter gehen.

LG
Klopsi

Beitrag von li123 16.02.11 - 13:11 Uhr

Hallo Klopsi,

das kann gut sein, dass Du eine Depression hast. Der Weg zur Hausärztin ist erst mal richtig, denke ich.

Sie kann Dich beraten und weiter vermitteln. Es kann ja auch sein, dass mit Deinem Hormonhaushalt was nicht stimmt. Hast Du diese Phasen besonders, bevor Du Deine Tage bekommst?

Dann könnte es ein PMS sein, wenn es allerdings dauerhaft ist, würde ich es auf jeden Fall auch mal abklären lassen und mir Hilfe suchen.

Die Symptome, die Du schilderst passen schon.

Auf zur Hausärztin! Und von der nicht abwürgen lassen, falls sie meint, es wäre schon nicht so schlimm und würde wieder gehen.

LG und gute Besserung

Li

Beitrag von klopsi 16.02.11 - 13:17 Uhr

Hallo Li,

danke für deine Antwort.

dachte auch ne Zeit, es läge an den Zeiten, wo ich den Eisprung habe und bevor ich meine tage bekomme.

Aber in letzter Zeit passen die Zeiten nicht mehr zusammen.

Eine PMS?

Nach meinem Gefühl dauert es einfach zu lange an und zieht sich schon seit soooo langer Zeit.

Bekomme einfach den Kopf nicht frei.
Habe oft auch den Eindruck man kann es an meinem Gesicht sehen.
Wenn ich in den Spiegel schau, ist da oft nichts mehr von der Frau die ich kenne.
Vermisse selber die Fröhlichkeit.

Müsste doch eigentlich glücklich sein.
Habe ne süße Tochter, nen tollen Mann, kaufen bald ein Haus, habe jetzt meine gewünschten Arbeitszeiten bekommen (wenn ich im Sept. wieder zu arbeiten beginne) usw.
Aber ich bin nicht glücklich. Zumindest fühle ich das Glück irgendwie nicht.

LG

Beitrag von haruka80 16.02.11 - 13:13 Uhr

Hallo,

ich kenne es, ich habe selbst mal an Depressionen gelitten. Die Gründe sind immer vielfältig, wichtig, dass, dass der Hausarzt mal dein Blut anzapft um zu schauen, ob körperlich alles ok ist (meine Depressionen gingen weg, als man mir Schilddrüsentabletten verschrieb...).

Ich kenne dich nicht und möchte auch aus der Ferne nichts über ne Diagnose sagen, aber was du beschreibst, klingt schon nach ner Depression. Über den Auslöser kannst du-wenn er wichtig ist- mit einem Therapeuten spekulieren oder dies aufarbeiten.

Du hast den 1. Schritt getan, du hast einen Arzttermin, das ist sehr positiv, weil viele Depressive Probleme haben sich aufzuraffen. Lass dich bei deiner Ärztin beraten und dich überweisen an einen Therapeuten und ggf auch an einen NEurologen (falls Mediamente wichtig werden-kann immer sein).

Sei aber bitte nicht traurig, wenn die Therapeuten Absagen geben, ich kenne Therapeuten, die 1 Jahr und länger Wartezeiten haben, es gibt aber natürlich auch immer welche, die noch Plätze haben, manchmal muß man aber suchen. Vielleicht hast du jemanden, der dich dabei unterstützt?
Übrigens: Sport, frische Luft und Sonne(auch Solarium) können die Stimmung kurzfristig aufhellen, wird deine Ärztin die aber auch zu raten, nicht verkriechen, raus,raus,raus. Löst keine Probleme, aber es erleichtert den Alltag

Beitrag von klopsi 16.02.11 - 13:24 Uhr

Hallo haruka,

danke für deine Antwort.

Hatte vor paar Tagen bereits eine Blutabnahme. Weil ich Probleme mit den Lyphknoten hatte. Da waren die Wetre vom großen Blutbild ok.

Meiner Hausärztin vertraue ich wirklich sehr. Wir kennen uns schon ewig. War früher mal sie mal meine Gruppenleiterin in der Jugendgruppe. Kann mit ihr wirklich super reden.
Überwindung kostet es natürlich schon.

Ich bin ja echt sonst nicht für sofortige Behadlung mit Medis. Aber in der Beziehung bin ich es schon.
Denn ganz ehrlich, da ich weiß wie lang man bei nem Fachmann auf nen termin wartet, habe ich so lang nicht mehr die Zeit.
denn so wie es jetzt ist, geht es nicht mehr.
Wenn ich da erst in nem halben Jahr oder später Hilfe bekomme, dreh ich durch.

LG

Beitrag von haruka80 16.02.11 - 13:33 Uhr

ich denke, deine Ärztin ist da die richtige Ansprechpartnerin, vielleicht verschreibt sie dir ja auch Johanniskraut (falls du nicht die Pille nimmst) als Beginn. Muß ja nicht gleich Chemie sein, wobei es da auch viele gut verträgliche Medis gibt

Vielleicht sagt das Blutbild ja schon etwas aus, ich hatte 2 Jahre Depressionen und Therapie, habe auch Medikamente genommen, meine Schilddrüse hat mein damaliger Hausarzt nie untersucht....

Ich drück dir die Daumen für Freitag, ihr werdet bestimmt ne gute Lösung finden, sie kann dir ja auch bestimmt zu einer Therapieform raten dann und dir Adressen geben

Alles Gute

Beitrag von romana77 16.02.11 - 13:18 Uhr

Hey,
ja ich kenne das. Hatte auch schon solche Überlegungen bei mir. Jetzt gerade hab ich ne gute Phase, aber bis vor zwei Wochen war das anders. Ich gehe immer sehr viel raus und habe auch viele Freunde, aber ich habe das Gefühl mich immer ganz doll anstrengen zu müssen um diese auch zu behalten. Und ständig denke ich, dass ich was falsches gesagt habe und mich alle dafür hassen. Und beim nächsten Treffen bin ich dann so erleichtert, dass man mich doch noch mag. Bis dann wieder die Angst kommt, dass ich mich wieder falsch verhalten habe. Ich nehme auch jede Kritik total persönlich und bin so sensibel #aerger
Also bei kommt es davon, dass ich in der Schule drei Jahre von zwei Schülern gemobbt wurde und ganz alleine dastand. Das wünsche ich niemanden.
Nach den Abschluß bin ich zur Handelsschule und war auf einmal wieder beliebt. Ich hatte nie wieder diese Probleme, aber höllische Angst wieder so etwas durchzumachen.
Also bin ich wohl auch depressiv und sollte mich wohl auch mal irgendwo vorstellen. Find ich toll von dir, dass du jetzt was für dich tust #pro

Beitrag von derhimmelmusswarten 16.02.11 - 13:19 Uhr

Lass dich mal durch checken. Besonders auf Schilddrüse. Sowas kann auch durch organische Ursachen hervor gerufen werden. Die meisten Leute würden den Beginn einer Depression nämlich meiner Meinung nach gar nicht bemerken.

Beitrag von kada03 16.02.11 - 13:20 Uhr

Hallo,

der Gang zu deiner Hausärztin ist auf jeden Fall der richtige Weg und ich denke sie wird entscheiden, ob du pyschologische oder medikamentöse Unterstützung brauchst.

Den ersten wichtigen Schritt hast du schon getan, du hast erkannt das es dir nicht gut geht und du allein aus dieser Situation nicht mehr heraus kommst. Allein das kann schon eine Menge Überwindung kosten.

Leider kann ich dir keine Tipps oder Ratschläge geben, wie du diese evtl. Depression überwinden kannst, denn das solltest du Fachleuten überlassen und nicht auf "Hobbypsychologen" hören.

Ich wünsche dir viel Kraft und es wird besser, mit der Unterstützung durch deine Familie und ggf. auch Ärzten.

LG kada

Beitrag von aggie69 16.02.11 - 14:05 Uhr

Laß Dich auf alle Fälle mal richtig durchchecken. Vielleicht gibt es kleinere Problemchen,die auf die Schnelle behoben werden könnten.

Ich hatte auch ständig Schmerzen im Rücken (über dem Hintern). Wenn ich mal was gesagt habe, dann wurde nur abgewunken... Du wirst eben alt blablabla
Als ich Plötzlich starke Schmerzen in der Schulter bekam, daß ich mich nicht mehr bewegen konnte, bin ich zum Arzt gegangen. wir haben hier so eine ... Heilpraktikerin, Allgemeinmedizinerin, Knochendocktor...alles in einem. Die hat nur einmal geguckt, wie ich laufe und hat gesagt, es wäre kein Wunder, daß ich Schmerzen hätte, da meine Hüfte ausgerenkt ist. Kann von der Geburt sein oder vom Baby tragen. Leider ist dadurch eine Entzündung in die Schulter gewandert. Wenn ich früher gekommen, wäre, wäre es nicht so schlimm geworden. Sie hat mir die Hüfte wieder eingerenkt und eine Therapie mit der Schulter gemacht (ich kam mir vor wie bei dem Typ aus dem Fernsehen - dem Knochenbrecher mit seinen Pferden) - aber nichts von dem, was sie gemacht hat, hat weh getan. Hat trotzdem super geholfen. Dann habe ich ihr erzählt, daß ich Schmerzen in den Knien habe und auch noch weiter obenim Rücken, wenn ich viel laufe. Sie hat sich meine Füße angeguckt und gemeckert, daß ich keine Einlagen trage - mit den Füßen! Sie hat mir welche verschrieben und seit dem kann ich stundenlang wandern ohne Probleme.

Gegen die Müdigkeit und Unwohlsein hat mir Eisenblut gut geholfen.
Und gegen gelegentliche Anfälle von Unzufriedenheit, die ich an anderen auslasse, hilft mir eine Tafel Schokolade.

Beitrag von celia791 16.02.11 - 14:36 Uhr

Hallo,

habe leider nicht soviel Zeit, habe aber selber mal Depressionen gehabt, nach der Geburt meiner grossen Tochter. Das dauerte monatelang. Bin zu unserem Hausarzt, der auch Homöpath ist, von ihm habe ich speziell auf mich abgestimmte homöopatische Globulis bekommen. Das hat Wunder gewirkt, hätte ich nicht gedacht.
Für Deinen Rücken empfehle ich Dir zum Ostheopathen zu gehen. Physiotherapie hat mir auch nicht geholfen.

Lg Celia.

Beitrag von tiffy75 16.02.11 - 22:45 Uhr

hallo klopsi,

mir geht es z.zt. sehr ähnlich und ich muss mich auch endlich mal aufraffen, um das beim arzt abklären zu lassen. kopfschmerzen, rückenschmerzen und totale abgeschlagenheit kenne ich zur genüge und dazu bin ich noch gereizt, empfindlich und soooo müde. die körperlichen symtome gehen über einige tage und dann ist wieder ruhe. doch der kopf, der rattert immer. was denken/reden freunde/kollegen über mich, mögen die mich überhaupt, bin ich eine gute mutter oder mache ich eh alles falsch usw. ich habe tierische angst fehler zu machen und deshalb schon morgens bauchweh, wenn ich zur arbeit gehe.

wenn ich mir mein gesicht vorstelle, sehe ich ein graues, müdes gesicht, mit sorgenfalten und herab hängenden mundwinkeln. die fröhlichkeit von früher ist mir auch irgendwie abhanden gekommen. selbst meine schwester meinte schon, dass ich viel ernster geworden bin, seitdem mein sohn auf der welt ist.
mir ist auch oft alles zu viel und ich möchte einfach nur meine ruhe haben.

jetzt steht bei uns erstmal ein urlaub an und danach MUSS ich das mal in angriff nehmen.

ich wünsche dir alles gute und hoffe, dass es dir bald wieder besser gehen wird. vielleicht berichtest du ja mal von deinen ergebnissen?!

lg

Beitrag von mella08 19.02.11 - 20:13 Uhr

Hallo,

verhütest Du zufällig hormonell??


Lg melanie