Was wäre wenn uns beiden was passieren würde?

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Beitrag von mariju 16.02.11 - 15:34 Uhr

Hallo Mädels!

Meine Nachbarn hatten gestern abend einen Unfall. Die beiden Kinder (12 und 13) waren zuhause und die Mutter hat ihren Mann abgeholt. Auf dem Rückweg hatten sie einen Wildunfall und haben sich überschlagen. Beide sind zum Glück ohne Kratzer aus dem Auto gestiegen, aber mich hat das echt zum Nachdenken gebracht.

Natürlich geht man nicht davon aus das sowas passieren würde, aber was wäre wenn, wenn mein Mann und ich ums Leben kommen würden? Oder wenn einer stirbt und der andere ein Pflegefall wird?

Wo würden unsere Kinder hin kommen?
Weiß vielleicht jemand genaueres über so eine Situation?

Unsere Situation:
Wir sind verheiratet und haben ein Haus (muss noch die nächsten 20 Jahre abbezahlt werden)
Unsere Eltern, alle noch berufstätig, verheiratet und eigenes Haus.

Als ich das gestern bei meinem Mann angesprochen habe wurde ich mehr oder weniger belächelt. Als ich mit dem Vorschlag kam das wir vielleicht uns mal irgendwo erkundigen könnten was passieren würde kam nicht wirklich eine Antwort.

Liebe Grüße
mariju & Luis

Beitrag von dentatus77 16.02.11 - 16:02 Uhr

Hallo!
Was man haben sollte, ist eine Vorsorgevollmacht, die man sich i.d.R. gegenseitig gibt. Wenn ein Ehepartner aus irgend einem Grund nicht mehr in der Lage ist, seinen Willen selbst zu äußern und über sich selbst zu bestimmen (z.B. Koma), müßte sonst eine gesetzliche Betreuung bestellt werden, um Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen, die minderjährige Kinder betreffen, könnte der verbleibende Elternteil auch nicht bedingungslos alleine treffen, bei einigen Dingen würde das Jugendamt bzw. ein Vormund u.U. mitentscheiden.
Und für den Fall, dass ein oder beide Elternteile sterben, sollte man eine Sorgerechtsverfügung haben. Darin wird festgehalten, wer im Todesfall die Vormundschaft für das Kind übernehmen soll.
Was man nicht festlegen kann, ist bei wem die Kinder nach dem eigenen Tod leben sollen. Das legt der dann bestellte Vormund fest, aber man kann sich ja für den Fall eines Falles mit dem "Wunschvormund" absprechen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vorsorgevollmacht
http://www.verfuegungszentrale.org/cms/upload/pdf/Formulare/DVZ_Sorgerechts_II_M_nichtdruckbar.pdf
http://www.rechtsanwaltskanzlei-ackermann.de/Aktuelles-Vorsorgevollmachten.htm
Liebe Grüße!

Beitrag von chriszx9r 16.02.11 - 16:13 Uhr

Ich kann dich gut verstehen.

Auf jeden Fall sollte man das schriftlich festhalten, was im Sterbefall mit den Kindern passieren soll. Ansonsten wird erstmal in der Verwandtschaft ( Eltern, Geschwister, etc ) geschaut, wer sich der Kinder "annehmen" möchte. Zumindest gehe ich davon aus.

Ich denke, dass es wichtig ist, erstmal festzuhalten wo die Kinder dann hinsollen und möglichst mit den Personen reden, damit die nicht aus allen Wolken fallen.

Jenachdem wie alt die Kinder sind, kann man das mit denen auch besprechen. Vielleicht wollen die ja partout nicht zu XY. Aber da du hier im Babyforum schreibst, dauert das noch ne Weile.

Des Weitern ist vielleicht für euch auch wichtig, festzulegen, mit welcher Religion sie aufwachsen sollen, und welche Schule ihr euch für sie wünscht.
und so weiter.

Falls dein Mann das nicht so wichtig findet, kannst du ja ein Testament verfassen, wo du das klar definierst.

Aber gib deinem Mann erstmal etwas Zeit um drüber nachzudenken, vielleicht kommt er in ein paar Tagen auf dich zu und meint, dass es doch ne gute Idee ist.

Grusse Chris


Beitrag von binipuh 16.02.11 - 16:30 Uhr

Eine Risikolebensversicherung wäre nicht schlecht.
Gerade, wenn noch ein Haus abzuzahlen ist.
Einer alleine mit Kind(ern) schafft das finanziell wahrscheinlich nicht.

Ich kann- zusätzlich zur Vorsorgevollmacht - auch die Notfallkarte der GUV empfehlen

http://www.gesundheitsdienstportal.de/?q=content/neuheit-f%C3%BCr-pflege-0

Da kann man vieles Regeln.

Gruß

Bini

Beitrag von mariju 16.02.11 - 16:33 Uhr

Das mit der Risikolebensversicherung haben wir gemacht. Als wir beim Notar waren und auf der Bank war ich gerade schwanger, wurde uns auf beiden Stellen empfohlen.

Beitrag von mariju 16.02.11 - 16:34 Uhr

Danke für eure Antworten.
Die Links werde ich mir direkt mal ansehen.

Beitrag von gussymaus 16.02.11 - 17:03 Uhr

vermögen (und schulden) gehen den normalen weg, regelerbfolge wenn ihr kein testament habt, also an die kinder, solange sie minderjährig sind gibts nen vormund der das vermögen verwaltet im sinne des kindes, also so dass es möglichst viel davon hat. der vormund kann auch aus der familie sein, z.B. derjenige der das kind aufnimmt, muss aber nicht. das entscheidet das vormundschaftsgericht.

Überhaupt ist das seeehr kompliziert wie da die gerichte im einzelfall entscheiden.

hat man junge oma und opa oder tanten und onkel die das kind kennen und aufnehmen können wird sowas meist bevorugt, aber wenn das nicht die lösung ist, weil keine familie da ist die die möglichkeiten hätte, wird nach pflegefamilien gesucht, ich mag gar nicht drüber nachdenken...

eben weil wir es dann icht dem zufall überalssen wollen was gerichte für gut befinden haben wir sowohl für das sorgerecht der kinder als auch fürs vermögen vorgesorgt, geht beides in die selbe richtung, zur familie zu der wir auch jetzt engen kontakt haben, also wäre es für die kinder zumindest kein fremdes gesicht und der vormund wäre wirklich aufs wohl des kindes besonnen...

testament haben wir getrennt, macht man es gemeinsam kann man sein eigenes nicht mehr ändern, auch wenn der partner viel früher gehen muss und sich danach nochmal alles ändert...

sorgerechtsverfügungen muss man sinniger weise zusammen machen, wenn beide sorgeberechtigt sind..