Schnuller!

Archiv des urbia-Forums Schlafen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von sternschnuppexxx 16.02.11 - 17:08 Uhr

Unser Sohn wird nächste Woche neun Monate. Er war schon immer ein schlechter Schläfer und er hat bisher vielleicht 2mal durchgeschlafen.
Ich habe immer gedacht irgendwann wird es besser... Aber nein es wird von Woche zu Woche und von Tag zu Tag schlimmer. Die Nächte werden immer anstrengender. Ich konnte ihn noch nie abgeben, weil er so ein schlechter Schläfer ist und auch nicht alleine einschlafen konnte.
Nun zum eigentlichen Problem mittlerweile ist es so, das unser Sohn sich ab ca.23.00Uhr jede Std. meldet weil er den Schnuller verloren hat. Habe ihm schon mehrere Schnuller ins Bett gelegt, sie mit Leuchtaufklebern beklebt, aber er scheint gar nicht erst zu suchen, sondern schreit gleich los.
Er soll in seinem eigenem Zimmer bleiben, weil er sehr wachsam ist und jedes Geräusch mitbekommt.
Jetzt bin ich am überlegen ihm den Schnuller zu entziehen. Ich kann einfach nicht mehr. Ich schlafe so gut wie gar nicht mehr... Ich habe Herzrasen und mir ist schlecht vor Müdigkeit. Auch dem Kleinen gehts nicht gut damit, er ist den ganzen Tag quengelig. Am Tag schläft er auch nur 2mal ne halbe Std. Es muss sich was ändern. Wir wollen endlich wieder Freude, vorallem dem Kleinen soll es besser gehen. Er soll auch mal ausgeschlafen in den Tag starten.
Habt ihr Erfahrungen???
DANKE!

Beitrag von blobundbohne 16.02.11 - 20:20 Uhr

Hallo Schnuppe,
wir mussten unserer Tochter damals mit 8 Monaten auch ihre (zugegebenermaßen unglückliche) Einschlafhilfe (unseren kleinen Finger) abgewöhnen, weil es gar nicht mehr ging. Wir sind dann (entweder mein Mann oder ich) abends bei ihr geblieben, haben sie in den Arm genommen, gestreichelt und ihr die Hand gehalten. Sie schläft aber auch schon immer in unserem Zimmer, in ihrem oder unserem Bett, je nachdem.
Es gab die ersten Male tierisches Geschrei, ging dann aber nach zwei Nächten schon deutlich besser und dann schlief sie auch wieder mehr als 30 Minuten am Stück. Es folgten 6 Superschlafwochen, in denen sie nur 1-3 Mal kurz wach wurde nachts und dann kamen Zähne, Wachsen, Abstillen, Krankheit, Krippe etc. und es wurde wieder deutlich schlechter.
Du solltest, bevor Du nicht mehr kannst, ihm auf jeden Fall den Schnuller abgewöhnen, auch wenn es sehr sehr hart ist. Hol auf jeden Fall Deinen Partner mit ins Boot.
Es wird auf jeden Fall erstmal besser. :-D
Meine Erfahrung ist allerdings auch, dass es bei Eingriffen in das Schlafverhalten - ähnlich wie bei Ferber-Kindern - bei der nächsten Lebenskrise unserer Kleinen wieder schlechter werden kann (kann, nicht muss!!!) mit dem Schlaf und man sich dann wieder (gefühlt) in der Ausgangssituation befindet.
Trotzdem glaube ich immer noch, dass man untragbare Schlaflos-Situationen ändern sollte, denn ein ständiges Auf und Ab ist es mit Babys und Kleinkindern sowieso, also sei mutig, damit es eben nicht nur abwärts sondern auch aufwärts gibt.
Wünsche Dir alles Gute,
LG,
die Bohne

Beitrag von dany2410 16.02.11 - 20:22 Uhr

Hallo

Also mein kleiner ist fast so alt und schläft fast so schlecht. Ich an deiner stelle würde aber entweder bei ihm schlafen (Matratze am Boden ) oder wie ich das Gitterbett an deines stellen, das erleichtert es sehr und mein kleiner schläft jetzt schon 4-5 stunden am Stück seit sein bett neben mir steht.

LG dany.

Beitrag von slayercaro 16.02.11 - 20:51 Uhr

Okay, das klingt fast wie bei meinem damals, nur dass er doch ein wenig länger geschlafen hat. Aber den Schnuller würde ich ihm in der Phase nicht abgewöhnen. Er wächst bestimmt auch oder bekommt Zähne. Die waren bei uns extrem fies, vor allem, weil er innerhalb von drei Monaten echt 12 Zähne bekommen hat. Da ging nichts mehr. Und dann würde ich ihm nichts noch entziehen und ihm sein Leben schwerer machen.

Schnuller finden die Kleinen leider erst später, meiner hat in der Zeit den in dieser Nachtzeit auch nicht gefunden. Aber bei ihm ging es dann immer schnell wieder weiter mit dem Schlafen. Sei einfach tapfer und schlafe, wann auch immer du kannst.

Dass der Kleine aber am Tag auch nur so wenig schläft, macht es nicht einfacher, aber auch das kenne ich. Dreimal am Tag ne halbe Stunde, aber nur unter Zwang, in der Zeit ich auch noch neben ihm verweilen musste. Hab ich dann irgendwann aber aufs Bett verlegt, sodass ich mindestens die Zeit für mich hatte.

Ich drück dir die Daumen.

Beitrag von jessica.g1 16.02.11 - 21:01 Uhr

Hallo,

ich denke auch das es falsch ist den Schnuller zu entziehen. Gerade jetzt. Unsere Kleine fing auch mit 9 Monaten an sehr unruhig zu schlafen. War nachts teilweise stundenlang wach. Da wäre ich froh gewesen wenn ich öfters mal den Schnuller geben müsste.

Vom Alter her ist dein Kind zu jung um den Schnuller zu finden.

Hmm ausschlafen.... Ich kenn das Wort seit 3 Jahren nicht mehr. Unsere Große wird nämlich 3 und wird immernoch regelmäßig wach. #gaehn


Du brauchst viel Kaffee und einfach viel Spucke und Geduld.:-)


LG

Beitrag von powerlocke2 16.02.11 - 22:07 Uhr

Hey Sternschnuppe,

hab genau das gleiche durch. Mein Sohn hat ungefähr mit 6 Monaten angefangen immer schlechter zu schlafen, tagsüber so gut wie gar nicht mehr, mal ne Viertelstunde und nachts waren es 30 min. bis max. 2 Stunden am Stück. Er ist auch immer wach geworden, sobald der Schnuller aus dem Mund gefallen ist. Aber wegnehmen wär, glaube ich, nicht das Richtige... Auch ich hab dann gedacht, er schläft evtl. besser und ungestörter in seinem Zimmer - also sein Bett rübergebracht. Aber da ist es nur noch schlimmer geworden und ich bin am Stock gegangen, durch das ewige Aufstehen, rüber gehen, wieder zum Schlafen bringen und dann selbst vielleicht 20 min. schlafen, bevor das Theater wieder von vorne los ging...

Dann habe ich ihn zu mir ins Bett geholt und von da an ging es langsam, aber sicher bergauf. Er brauchte und braucht nach wie vor noch die Nähe, seit ungefähr Weihnachten schläft er ab Mitternacht drei bis fünf Stunden am Stück - bis Mitternacht wird er noch so ein bis zwei Mal wach. Und tagsüber macht er inzwischen auch wieder Mittagsschlaf, ein bis zwei Stunden... Ich muss mich zwar mit ihm hinlegen zum einschlafen, aber das finde ich vollkommen in Ordnung - erst wird noch ein bißchen auf Mamas Bauch gekuschelt und dann legt er sich hin, hält mein Hemd fest und schläft dann ein. Hat natürlich nicht von jetzt auf gleich geklappt, ist halt Stand heute die Entwicklung seit Mitte Dezember.

Habt ihr die Möglichkeit, euren Sohn mit in euer Bett zu nehmen? Vielleicht fühlt er sich doch zu einsam in seinem Zimmer... Und glaub mir, alleine ohne das Aufstehen wirst du dich schon viel besser fühlen, selbst wenn er dann immer noch öfters wach wird.

Ein Patentrezept gibt's leider nicht, aber vielleicht hilft euch ja der ein oder andere Tipp hier von "Mitleidenden" oder einfach schon das Wissen, nicht alleine mit der Situation dazustehen (ging zumindest mir so).

So, jetzt ist's lang genug geworden...

lg
Powerlocke

Beitrag von salaika 17.02.11 - 09:57 Uhr

Hi!
Kann Dir dazu das Buch "Schlafen statt Schreien" empfehlen. Vieles was Du beschreibst wird da aufgegriffen. Der Schnuller ist halt seine Einschlafhilfe, daran hat er sich gewöhnt. Ebenso, dass er ihn in den Mund gesteckt bekommt - nicht, dass er sich ihn suchen muss.
Ohne diese Gewohnheit (auf sanfte Art wie in dem Buch beschrieben, ICH zumindest halte nichts von Hau-Ruck-Methoden) anzugewöhnen wirst Du wohl keine Änderung erzielen.

Außerdem ist auch ein guter Tagschlaf sehr wichtig für den Nachtschlaf (und andersherum). Auch dazu findest Du Tipps in dem Buch.

Ansonsten kann ich aber auch mit Dir fühlen. Unser Kleiner (7 Monate) ist auch sehr häufig, anderthalb-zweistündlich wach nachts. Er braucht die Brust (bzw. das Wiegen auf dem Arm) zum Einschlafen. Nur dadurch, dass er mit uns im Zimmer schläft (im Stillbett oder bei uns im Bett) ist es überhaupt noch halbwegs erträglich mit dem häufigen Wachwerden. Nichts auszudenken, dass ich dann jedesmal quer durch die Wohnung ins Kinderzimmer müsste...

Alles Gute für Euch
LG
Salaika