jugendamt???

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von steffihasi 16.02.11 - 19:46 Uhr

hallo,
ich habe eine zwei-jährige tochter.
kürzlich sind wir umgezogen - was wir nicht wussten ist, dass unsere "obermieter" ein echtes problem mit ihren kindern (geschätzt 6 und 18 monate alt) haben.
die sind (gefühlt) den ganzen tag am weinen und schreien.
ich bin - ehrlich gesagt - zu feige hoch zu gehen und zu fragen, ob ich helfen kann und ich weiß auch nicht, ob ich das will - bei dem milieu...
ich will aber auch niemanden zu unrecht beschuldigen oder vorschnell urteilen, da ich auch weiß, dass kinder manchmal echt anstrengende phasen haben.
ALSO: würdet ihr das jugendamt anrufen und um hilfe bitten???
nicht dass es bei der nächsten schlagzeile wieder heißt, die nachbarn hätten nichts gemerkt

danke
steffihasi

Beitrag von sabine7676 16.02.11 - 19:51 Uhr

hallo,

also das ist eine gute frage. was machen denn die kinder für einen eindruck auf dich? sind sie "sonst" fröhlich? sind sie "auffällig" ob extrem ruhig oder das gegenteil.....hast du den eindruck, den kindern gehts nicht gut? ruf an, bitte darum, keine namen zu nennne. lieber einmal öfters gehandelt als andersrum!

viel glück

Beitrag von toffiee 16.02.11 - 19:51 Uhr

Also bevor ich das JA anrufen würde, würde ich auf jeden Fall erstmal persönlich hochgehen und meine Hilfe anbieten oder zumindest fragen, ob alles ok ist. Das JA kann ich danach immer noch anrufen.

Was meinst du denn mit "bei dem Milieu"??? Ihr wohnt doch im selben Haus?

Beitrag von steffihasi 16.02.11 - 19:54 Uhr

ja im selben haus schon, wenn die eltern sich lautstark "unterhalten" fliegen vokabeln umher, die nicht zu meinem aktiven wortschatz gehören und die sogar in diesem land im fernsehen gepiepst werden (und man darf hier viel im fernsehen sagen)

Beitrag von toffiee 16.02.11 - 19:58 Uhr

ach so.

Hmm, na ob ich da Lust hätte, wüßte ich auch nicht aber, vielleicht kannst du ja mal die Mutter allein abpassen.

Beitrag von koerci 16.02.11 - 19:52 Uhr

Also ich glaube ich würde erstmal versuchen etwas in Kontakt zu kommen mit der Familie (auch wenn du das vielleicht gar nicht möchtest), sodass du dir einen kleinen Einblick verschaffen kannst.

Bei meiner Freundin, die ebenfalls ein Baby und ein Kleinkind hat, geht es momentan auch manchmal ziemlich "rund", weil die Kleinste Blähungen hat und ständig brüllt, egal was man macht.

Wie gesagt: dass du dir Gedanken machst, find ich gut, aber ich würde es erstmal selbst "unter die Lupe" nehmen, wenn du gerade erst dort eingezogen bist.

LG
koerCi

Beitrag von reethi 16.02.11 - 19:58 Uhr

Hallo!

Direkt das Jugendamt einschalten würde ich nicht.
Ich habe zwei Kinder (2 1/2 Jahre und 9) und bei uns geht es im Moment auch ganz schön ab, weil die Kleine den Großen ärgert und umgekehrt. Manchmal denke ich auch, die Nachbarn müssten meinen ich misshandele meine Kinder...

Aber was heißt denn "bei dem Milieu"?

Wenn Deine Tochter und das Kind oben ungefähr im gleichen Alter sind, vielleicht könnt Ihr Euch mal verabreden. Dann bekommst Du einen besseren Eindruck von den Kindern und kannst ganz schnell feststellen, ob die Eltern und Kinder wirklich ein Problem haben, oder es einfach nur eine Phase ist.

VG
Neddie

Beitrag von whiteangel1986 16.02.11 - 20:01 Uhr

also nur weil die kinder "gefühlt" den ganzen tag schreien würde ich das JA auch nicht anrufen. Was meinst du eigendlich mit 6 und 18 monaten? (6jahre oder 6 monate)

Fakt ist doch aber, warum die kinder schreien? Scheien sie, weil sie bockig sind? Weil ihnen was weh tut? Weil sie schlafen sollen? Spielen wollen?,... Vielleicht sind sie einfach nur zur zeit erkältet?

Bei mir hat auch einer kurz nach der geburt meines sohnes das JA informiert. Ich würde das kind den ganzen tag schreien lassen. Da war mein sohn gerade mal 5 wochen alt, und hatte kolligen. Das JA hat sogar mein Kinderarzt angerufen#kratz (der konnte das aber nur bestätigen). Das JA konnte nichts nachweisen, habe auch mit ihnen zusammen gearbeitet.Hatte auch nichts zu verbergen. Wer es war,....keine ahnung! Aber feige fande ich das damals schon.

Ich würde auch erstmal abwarten und beobachten. ggf. lade sie doch mal zum cafe ein, mit kinder. Dann kann dein kind ggf. mit einem der kinder spielen und du lernst die nachbarn etwas kennen. Nach dem motto: Nachbarn kennenlernen, ganz zwanglos.

Alles gute WhiteAngel

Beitrag von schwarzesetwas 16.02.11 - 20:01 Uhr

Also: Bei uns gings zeitweise auch rund. Dabei sind meine Kinder nur 1,5 Jahre auseinander.
Zum Glück hat sich nie jemand dran gestört, sondern im Gegenteil einfach nur Verständnis gehabt.

Und man kann schon unterscheiden, was welches Gebrüll bedeutet.
Leider haben Geschwister nunmal das Phänomen, wenn sie dicht beieiander sind, dass sie einfach oft zusammen brüllen.
Und wie oft Babys brüllen, brauche ich Dir hoffentlich nicht zu sagen.

Kontaktier doch einfach die Eltern, bevor Du denen sowas antust.

Lg
SE

Beitrag von frau-mietz 16.02.11 - 20:02 Uhr

Bin der Meinung wie toffiee.
Stell es Dir doch mal andersherum vor.JA klingelt bei Dir, weil Deine Tochter oft weint (zB bekommt sie ihren Willen nicht, will nicht schlafen...)

Ich glaube Du würdest aus allen Wolken fallen.

Such doch das Gespräch.
Mal ein kleiner small Talk im Hausflur und vielleicht werdet ihr ja warm und Du hast ein paar tolle Tipps für deren Familie.
Deine Tochter könnte sich ja auch ganz gut mit dem 18 Monate alten verstehen :-)

Was denn für ein Milleu?Meinst Du das sind "Assis"?
Kannst Du ja gar nicht beurteilen, wenn Du die nicht kennst.

Wenn sich Dein "Verdacht" dass dort etwas nicht stimmt bestätigen sollte, kannst Du immernoch anrufen und fragen, ob die mal nach dem Rechten sehen können.

LG

Beitrag von dieberndt 16.02.11 - 20:03 Uhr

huhu,
also ob ich den Mut hätte dort hoch zu gehen, weiß ich auch nicht.
Aber man kann auch z.B. erstmal bei der AWO anrufen. die haben dort einen Elternservice und arbeiten eng mit dem JA zusammen. zumindest ist es bei uns so. Bin auch aktiv als TAgesmutter im Elternservice tätig. Vielleicht gibt es sowas bei euch auch. Dann würde ich erstmal dort anrufen und denen die Sachlage schildern. Dort sitzen auf jeden FAll Leute, die sich damit auskennen und die LAge besser einschätzen können. Wenn die der Meinung sind, das JA wäre dabei eine gute Sache,musst du dich auch nicht alleine an das JA wenden, sondern hast die AWO im Rücken. Oder die AWO regelt es alleine.
Vielleicht hilft es dir ja.
lg und ganz viel Glück
Sarah

Beitrag von rmwib 16.02.11 - 20:05 Uhr

Ich weiß definitiv, dass ICH erstmal nachfragen würde und versuchen, mir ein Bild von der Situation zu machen, bevor direkt scharf geschossen wird.

Klingel doch mal und stell Dich vor, ihr seid die neuen Nachbarn, direkt drunter, ist ja ganz schön hellhörig das Haus, da kriegt man einiges mit #bla#bla#bla unverfänglich. Manchmal klären sich solche Sachen.

Mein Kind ist von Natur aus auch eher von der lautstarken Fraktion, als Baby hat er sehr viel gebrüllt und jetzt halt ab und zu ein Ausraster hier und da und wenn er krank ist, weint er auch viel und laut, vor allem auch nachts #schwitz nie alleine, ich reiß mir immer schon den A*** auf, dass es meinem Kind gut geht und gebe echt alles #schwitz

Meine Nachbarin von unten drunter hat auch mal gefragt, als wir uns im Flur getroffen haben (hier ist es auch sehr hellhörig, die Leute oben hören wir hier auch richtig krass #schwitz), ob es dem Kleinen gut geht, er weint so viel. Ich ein wenig erklärt usw.- Meinem Kind geht es an sich super, was meinst Du, wie ich schauen würde, wenn hier plötzlich das Jugendamt in der Tür stehen würde #schock#schock#schock

Wenn sie komisch reagiert oder abblockt, aggressiv wird o-ä- kannst Du das immernoch machen, aber einfach so irgendwen anscheißen und vor allem, ohne überhaupt genau zu wissen, was da losgeht, find ich unter aller Kanone. Und ich bin immer mit dabei und dafür einzugreifen, wenn irgendwo ein Kind gefährdet ist ;-)

Beitrag von frau-mietz 16.02.11 - 20:12 Uhr

#pro

Beitrag von luzie71 16.02.11 - 20:30 Uhr

#pro

Beitrag von massai 16.02.11 - 20:25 Uhr

stell dir mal vor, deine kinder würden den ganzen Tag schreien und zu dir würde jemand das Jugenamt schicken...wärst du froh? ihr wohnt da erst kurz und du überlegst das Jugendamt zu schicken? beobachte das erstmal und wenn du wirklich helfen willst, dann frag selbst. solange du die eltern nicht schrein hörst oder dass sie ihre kinder beleidigen kann es doch auch sein, dass die 2 einfach etwas wilder sind und trotzen. mein kleiner schreit grad auch viel, ich würde mich schön bedanken wenn mir deswegen jemand das Jugenamt schicken würde.

Und was ich noch wichtiger finde, du musst auch deine Familie schützen, schon mal überlegt wenn die drauf kommen, dass du da angerufen hast???

also lieber noch mal besser hinhören und noch mal warten...außer die eltern schlagen oder schreien dauernd

Beitrag von mukkelchen 16.02.11 - 20:25 Uhr

Definitiv NEIN !

mein Tochter hat auch die ersten 8 Monate 20 Stunden am Tag gebrüllt und wäre da auf Grund von Verdächtigungen das JA vor der Tür bei mir gestanden (weil ein Nachbar meint, er müsse was unternehmen), dem hätte ich was erzählt!

Wenns den Kindern schlecht geht, dann wird der KiA das bei den U-Untersuchungen feststellen. in dem Alter müssen die Kids ja noch rcht häufig zum Doc deswegen.

Mfg,
Mukkelchen

Beitrag von familyportrait 16.02.11 - 20:30 Uhr

Hallo,
ich finde die Anregungen meiner Vorschreiberinnen ziemlich gut. Allerdings würde ich tatsächlich mal beim JA vorsprechen. Zumindest mal anrufen, vorsichtig anfragen, was passieren würde, wie das abläuft. Denn das wissen wir hier vermutlich alle nicht so recht.

Ich selbst hätte auch keine Lust und wäre vermutlich auch zu feige, direkt mit den Eltern zu sprechen. Wenn das so ist, wie Du es beschreibst.

LG Kathrin

Beitrag von sandy0304 17.02.11 - 10:28 Uhr

Deiner Meinung möchte ich mich anschliessen.

Ich glaube die wenigsten hätten hier wirklich den Mut, selber die Mieterin anzusprechen. Man möchte ja auch weiterhin mit ihr zusammen im Haus wohnen.

Und ich finde es toll das die TE nicht wegschaut und handeln möchte.

Beitrag von luzie71 16.02.11 - 20:34 Uhr

Ich würde erstmal versuchen mit der Frau in kontakt zu kommen um mir ein genaueres Urteil zu bilden.
Meine Kinder sind auch sehr laut,weinen und schreien viel. Aber sie werden hier nicht misshandelt sondern haben einfach miteinander ständig irgendwelche Konflikte.
Lg,luzie

Beitrag von romana77 16.02.11 - 20:51 Uhr

Hey,
Ich finde das ganz schwer, aber man hört so oft, die Nachbarn wollen nichts mitbekommen haben, wenn ganz schlimme Dinge passieren.
Also, wenn du nicht mit denen Kontakt aufnehmen willst, hör auf dein Bauchgefühl und ruf ruhig das Jugendamt. Ja, das ist besser, als wegzuschauen.
LG

Beitrag von maya2308 16.02.11 - 22:15 Uhr

Huhu!

Puuh, schwierige Frage!

Die meisten hier haben ja nun alle geschrieben, dass sie sich erstmal oben vorstellen würden und mit der Mutter sprechen würden!

Ich glaube allerdings, gerade DA liegt das Problem!

Diese ganzen Sachen, die in der Zeitung stehen, wo kein Nachbar was gehört haben will bzw. was gesagt hat, ... das sind wahrscheinlich auch immer Leute, die alles erstmal im Guten regeln wollten! Man will sich ja in der Nachbarschaft nicht unbeliebt machen, gerade wenn man neu ist.

das Problem ist, dass gerade solche Eltern (die ihre Kinder misshandeln) sich unwahrscheinlich gut verstellen können und in der Öffentlichkeit einen auf Gut-Eltern machen! Ich kenne mich da ein wenig aus, ich hatte früher in der Grundschule ein Mädel was regelmäßig zu Hause verprügelt wurde, den Eltern hast du aber nix angemerkt! Noch ein Fall: Meine Schwester hatte früher ein Kind in der Klasse, was zu Hause von ihren Eltern zur Kinderpornographie gezwungen wurde. Auch das ist nur durch Zufall bekannt geworden, die Eltern waren richtig hoch angesehene Leute! Meine Mutter war sogar ein wenig befreundet mit denen und ist aus allen Wolken gefallen, als sie das in der Zeitung gelesen hat!

Man kann den Leuten halt immer nur vor den Kopp gucken!

Von daher ist es schwer, sich da selber ein Urteil zu bilden, nur weil man zusammen freundlich am Kaffeetisch sitzt!

Ruf mal beim Jugendamt an und frag mal unverbindlich nach, wie man in solchen Fällen handeln soll!
Klar, du kannst erstmal nach oben und dich vorstellen, etc.! Aber wenn da oben wirklich was nicht stimmt, wird die Mutter dir das bestimmt nicht erzählen bzw. zeigen!

Beitrag von femalix 17.02.11 - 00:47 Uhr

Hallo,

danke, ich hatte das 2004. Da stand auch plötzlich das Jugendamt vor der Tür.
Wir haben ein eigenes Haus, die Kinder haben nicht ständig geschrien,. aber mein Mann hat das Haus damals selbst gebaut und zwar den anderen Nachbarn über uns ( Hanglage) so hoch vor die Nase, daß sie nun statt Alpenblick den Blick auf die Hauswand hatten.
Als die das Grundstück verkauften, hatten die sich das SO nicht vorgestellt.
Ab da gab es Stunk.

Es war zwar etwas chaotisch bei uns - Kleinkind von 2,5 Jahren + Baby 9 Monate, großes Haus und ich hatte null Unterstützung - aber nicht schmutzig oder verwahrlost.
Ich war eh schon dabei, daß, was sich in den letzten Monaten angesammelt hatte (hatte schwere schwangerschaften und mußte liegen und da gab es dann so Kruschtecken und ich brauchte einige Monate nach der Geburt zur Erholung) auszumisten und zu entrümpeln, was natürlich alles noch chaotischer machte, aber ich war grad mitten im Putz- und Entrümpelungswahn - und nicht mal 14 Tage später hatte ich alleine alles fertig und 4 Stockwerke (vom Keller bis Dachboden) waren wieder Chaosfrei. Kann also nicht so schlimm gewesen sein ;o)
Wurde auch nichts beanstandet.

Im Herbst 2006 dasselbe Spielchen wieder. Wir haben den Keller renoviert und die aussortierten Sachen vor unsere Haustüre gestellt und nach und nach auf die Deponie gefahren. Alles trockene, sauber sachen, nichts was stank oder so, aber die netten Nachbarn teilten dem Jugendamt gleich mit, daß das Grundstück total verwahrlost sei...

mittlerweile kannten die Sachbearbeiterin und wir uns ja schon und sie lobte nur unsere gute Arbeit im Keller - wurde ein Spielraum für die Kinder!!!

Ich war sehr, sehr enttäuscht von der "netten" Nachbarschaft. Da ging es wirklich nur darum uns eines reinzuwürgen.

An deiner stelle würde ich neutralen Kontakt suchen, vielleicht mal die Mutter mit Kindern zum Kaffee einladen, aber noch nicht über Deinen Bedenken wegen der Kinder reden.
Sonst macht sie vielleicht gleich dicht und sieht Dich als Feind.
Einfach mal unverfänglich kennenlernen und beschnuppern, vielleicht ist sie ja trotz des Millieus ganz nett und erzählt später sogar von sich aus, was bei ihr los ist. Viele sind ja sehr froh, wenn sie mal vorurteilsfrei ihren Kummer loswerden.

ansonsten kannst Du nach 3 oder 4 Treffen auch selber mal vorsichtig nachhaken. Ohne eine Wertung abzugeben. Dann fällst Du nicht gleich mit der Tür ins Haus.

ihr wollt doch noch länger dort wohnen und glaub mir, wenn die Nachbarschaft nicht stimmt, kann man oft nur schwer glücklich werden!!!

lg

femalix

Beitrag von golm1512 17.02.11 - 08:53 Uhr

Ich würde mir an deiner Stelle versuchen, erst mal selber ein Bild zu machen. Wenn die Nachbarin total abblockt oder du den Eindruck bekommst, dass da echt was schief läuft, dann kannst du das mit dem JA überlegen.

Uns haben Eltern aus dem Kiga beim JA gemeldet. Es hat mich total geschockt, weil die nicht vorher mit uns geredet haben. auch nicht mit den Erzieherinnen. Das sind gebildete Eltern und sie haben uns vor lauter Gutmenschentum "angezeigt".

Mit dem JA habe ich telefoniert und es dauerte fünf Minuten bis der nette Sachbearbeiter verstanden hat, was mit meinen Kindern los ist. Ich frage mich bis heute, wieso das eine intelligente Mutter, die Kontakt zu mir und meinen Kindern hatte, offensichtlich nicht verstanden hat. Sie hat sich auch danach nicht mehr dazu geäußert.

Ich war eine Weile sehr, sehr misstrauisch und auch die kurze Zeit, in der ich nicht wusste, wer uns gemeldet hat, war belastend. Ich hätte lieber eine "Androhung" gehabt. Dann hätte mich das auch geärgert, aber es hätte mich nicht im vollem Galopp und unvorbereitet getroffen.

Ich finde es sehr mutig, wenn man reagiert, weil einem etwas bei anderen auffällt, wenn man merkt, dass mit Kindern etwas nicht stimmt. Das entbindet einen jedoch nicht vom Gespräch. Ohne vorheriges Gespräch eine Meldung zu machen, geht nur in absoluten Notfällen und/oder wenn man sich ganz, ganz sicher ist, dass eine Straftat vorliegt. Alles andere ist feige und hinterhältig und kann auch Schaden anrichten.

Viele Grüße
Susanne