unschlüssig wegen kinderwunsch

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von mausviech1973 16.02.11 - 20:09 Uhr

wir (w 37 und m 41) sind seit 11 Jahren zusammen und seit 3 Jahren verheiratet.
früher war die kinderfrage für uns kein thema. wir haben die entscheidung immer aufgeschoben.
nun hat mir mein frauenarzt gesagt, dass mein anti-müller-hormon-wert bei 0,5 liegt.
das heißt, er gibt mir noch ca. 1 jahr für eine mögliche schwangerschaft auf normalem wege.

einerseits hab ich mich "gefreut", dass wir uns nun endlich mit dem thema auseinandersetzen "müssen". andererseits fühle ich mich nun durch diese "diagnose" total unter druck gesetzt.

wie war das bei euch?
war euch immer klar, dass ihr kinder wollt?
bzw. habt ihr es einfach drauf ankommen lassen?

bin gespannt auf euere antworten.

Beitrag von wartemama 16.02.11 - 20:30 Uhr

Ich wußte schon seit frühester Jugend, daß ich mal Kinder haben wollte - vielleicht lag es daran, daß ich selbst vier Geschwister habe?

Als ich dann Ende 2007 meinen jetzigen Ehemann kennenlernte, war es klar. Wir haben im Mai 2010 geheiratet und ich habe zeitgleich die Pille abgesetzt. Zweifel hatte ich gar keine.

LG wartemama

Beitrag von anyca 16.02.11 - 20:39 Uhr

Ich hätte schon im Grundschulalter gesagt, daß ich mal zwei Kinder will, und die habe ich auch bekommen. Klar, es ist ein Sprung ins kalte Wasser, aber das ist es immer ...

Daß Du Dich mit 37 nun erst durch diese Diagnose unter Druck gesetzt fühlst, wundert mich schon etwas. Ist ja nun allgemein bekannt, daß die Fruchtbarkeit nach 35 immer mehr nachläßt. Wie lange hättet ihr denn sonst noch warten wollen?

Beitrag von mausviech1973 16.02.11 - 20:58 Uhr

mir ist bzw. war natürlich schon klar, dass die fruchtbarkeit abnimmt. aber da man immer wieder von schwangerschaften bei frauen über 40 hört, hab ich mir einfach immer gedacht, das klappt schon noch, wenn ich dann mal will.

außerdem war der wunsch halt noch nicht stark vorhanden.
ich dachte immer, irgendwann ist es soweit und ich weiß, jetzt will ich. aber der moment kommt wohl nicht mehr....

mir ist auch klar, dass mir/uns da keiner die entscheidung abnehmen kann. ich wollte halt nur mal wissen, wie es bei euch so war.


Beitrag von anyca 16.02.11 - 21:11 Uhr

Kommt wohl wirklich darauf an, wie stark der Wunsch ist ... für mich war, wie gesagt, immer 100% klar, daß ich Kinder will, und daher hatte ich durchaus mit 31 schon Befürchtungen, ob alles so klappt wie gewünscht. Ich habe nämlich einige Paare im Bekanntenkreis, wo es doch sehr schwierig war oder (bislang) gar nicht geklappt hat, und da waren auch welche dabei, die mit 25 angefangen haben zu "üben".

Klar, es gibt Frauen, die mit 40 und älter noch Mutter werden, aber die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden, ist eben doch wesentlich geringer als mit unter 35 ...

Zitat:

"Für eine Frau im idealen Gebäralter zwischen 20 und 25 Jahren besteht pro Zyklus eine Chance von etwa 30 Prozent, ein Kind zu empfangen. Entsprechend werden etwa 80 Prozent dieser Frauen innerhalb eines Jahres schwanger.
Für Frauen ab 35 ist die Chance pro Zyklus etwa nur noch halb so groß und sinkt mit 40 Jahren weiter auf etwa zehn Prozent."

http://www.focus.de/gesundheit/baby/schwangerschaft/spaetgebaerende/schwindende-fruchtbarkeit_aid_26879.html

Aber das nimmt Dir/Euch natürlich die Entscheidung "ob" ihr ein Kind wollt, nicht ab. Wie steht denn Dein Partner dazu?

Beitrag von mausviech1973 16.02.11 - 21:16 Uhr

das "schlimme" ist, dass wir beide so unschlüssig sind.
einerseits führen wir, subjektiv gesehen, eine super partnerschaft.
uns geht (im moment) nichts ab. wir sind finanziell gut versorgt, haben gemeinsame hobbies usw..

ich habe einfach etwas bedenken, dass der kinderwunsch vielleicht noch mal größer wird und es dann einfach nicht mehr möglich ist.

ich hoffe, damit konnte ich meinen zwiespalt darlegen....

Beitrag von anyca 16.02.11 - 21:22 Uhr

Ist "eine super Partnerschaft, finanziell gut versorgt" für Dich denn eher ein Grund FÜR Kinder (man würde ja ein Kind nicht gerne in einer kriselnden Partnerschaft mit Geldmangel kriegen) oder eher ein Grund, nichts zu ändern, weil es ja jetzt grade gut ist, wie es ist?

Im Normalfall bin ich selber eher der "warum etwas ändern" Typ - unser Hochzeitsdatum und das "ab dann üben wir" Datum hat mein Mann vorgeschlagen ;-)

Beitrag von mausviech1973 16.02.11 - 21:35 Uhr

das ist bei mir eben die große frage.
einerseits läufts gut und ich hab angst, dass es mit einem kind vielleicht nicht mehr so gut klappt zwischen uns.
andererseits denke ich natürlich auch: warum sollen grad wir zwei uns nicht vermehren, wo es doch offensichtlich zwischen uns gut läuft. da müßten wir das doch auch als eltern schaffen.
es werden sicherlich viele kinder unter schlechteren voraussetzungen geboren und irgendwie klappt es auch....
alles schwierig.
wahrscheinlich denke ich einfach zu viel nach.

es sollte halt einfach passieren!
bzw. hätte schon längst passieren sollen....

Beitrag von anyca 16.02.11 - 21:41 Uhr

Und wenn ihr es einfach drauf ankommen laßt, ohne Verhütung, aber auch ohne Eisprungkalender, Tempi messen oder ähnlichem Streß? Dann ist es eben Schicksal, und wie es kommt, ist es richtig ... entweder ein Kind will zu Euch oder es soll eben nicht sein ...?

Beitrag von mausviech1973 21.02.11 - 21:13 Uhr

wahrscheinlich wär das das einfachste. und wir ziehen das auch so in erwägung... aber irgendwie sollte man sich dann trotzdem sicher sein, ist ja schließlich doch eine große veränderung;-)
mal sehen....

LG

Beitrag von susa3 16.02.11 - 21:07 Uhr

Hallo?! Die Fruchbarkeit ab 35 nachläßt? Jetzt hast du sie erst Recht unter Druck gesetzt, find ich.

Es gibt Frauen, die planen ab 38, 39 ihr erstes Kind und bekommen dann sogar noch eins und die würden es nie anders machen.

Diese Frauen hatten bestimmt auch an andere Sachen gedacht in der "Grundschule".

Beitrag von anyca 16.02.11 - 21:17 Uhr

Ist nicht so, daß ich NUR ans Kinderkriegen gedacht hätte, ich bin ja nicht mit 16 schwanger geworden, sondern mit 31. Da hatte ich schon noch Zeit für andere Dinge im Leben, keine Sorge :-) Ich wollte nur ausdrücken, daß es für mich immer ganz selbstverständlicher Teil meiner Lebensplanung war, unter anderem mal Mutter zu werden.

Ich gebe zu, in die Fragestellung "Kind grundsätzlich ja oder nein" kann ich mich schwer einfühlen. Freiwillig kinderlos zu bleiben ist für mich etwa so naheliegend wie mir freiwillig ein Bein amputieren zu lassen.

Ich bin auch keine, die Frauen mit 40 als grundsätzlich "zu alt" abstempelt, aber eine Schwangerschaft erst für 38 ff zu planen, ist eben schon ein hohes Risiko. Wenn es klappt, klar, dann hat man hinterher keinen Grund, es anders machen zu wollen. Wenn es dann aber nicht mehr klappt, ist die Trauer oft groß.

Beitrag von xenotaph 16.02.11 - 21:20 Uhr

wenn du jetzt sozusagen ins kalte wasser geschmissen wurdest was mögliche kinder angeht, dann kann ich nachvollziehen, dass du dich unter druck gesetzt fühlst.

du solltest wirklich in die gehen, ob du/ihr ein kind wollt oder nicht. man kann auch ohne kinder prima leben.

LG

Beitrag von mausviech1973 16.02.11 - 21:28 Uhr

"man kann auch ohne kinder prima leben."

darf ich fragen, ob du kinder hast bzw. aus erfahrung sprichst.

danke.

p.s.: ich gehe "sehr tief" in mich. aber ich höre nix...;-)

Beitrag von lexica11 16.02.11 - 21:42 Uhr

Hallo mausviech,

ich hatte erst mit 40 Jahren den Kinderwunsch entwickelt...vorher irgendwie wohl 20 Jahre lang den falschen Mann gehabt...hatte vorher immer das Gefühl: nein, besser nicht...dann das Gefühl: doch, jetzt ging´s schon...und dann ging es überraschend schnell...ich bin sehr glücklich mit der Entscheidung, aber es bremst derzeit meine Karriere...die muß ich jetzt mühsamer als Selbständige wieder ankurpeln...aber es war´s mir wert- sage ich zu dem jetzigen Zeitpunkt...

Nix hören spricht eher dafür, dass es nicht sein müßte...bist Du glücklich so? Fehlt Dir also nicht´s?

Meine Schwestern haben auch (insgesamt 5 ) Kinder...ich hätte es nicht unbedingt haben müssen..aber es ist durch nichts zu ersetzen...ich habe ganz intensive glückliche Augenblicke mit dem Kleinen, die ich auch bewußt genieße...

Beitrag von mausviech1973 16.02.11 - 21:50 Uhr

hallo!

auf solche antworten hab ich irgendwie gewartet.
jemand der auch gezögert hat...

ich muß sagen, dass mir im moment wohl nix fehlt. ich bin glücklich, so wie es ist.
allerdings hab ich halt einfach angst, dass ich es mal bereue, es nicht wenigstens versucht zu haben.

vielleicht muss man noch dazu sagen, dass ich kinder durchaus mag. in meinem freundeskreis purzelt es im moment nur so.... ich hab die kleinen gern und sie komischerweise ;-) mich auch.
allerdings bin ich aber auch nicht betrübt, dass meine freundinnen kinder haben und ich nicht.
ich bin ihnen nur ab und an etwas neidisch, dass sie anscheinend immer wussten, dass sie mal kinder haben wollen....

Beitrag von frischerduft 17.02.11 - 09:20 Uhr

Hallo,

ich war 11 Jahre lang Kinderwunschpatientin (leider ohne Erfolg), kenne mich also mit dem Thema sehr gut aus.

Dein AMH-Wert von 0,5 kann bereits das 1. Problem sein. Mein KIWU-Doc hat immer gesagt, dass ein Wert über 1 ideal ist.
Du solltest dich beeilen und nicht so viel grübeln.

Das Jahr ist schnell vorbei und du weißt nicht, wie schnell es klappt.

Alles Gute beim Üben :-)

Nici

Beitrag von marleni 17.02.11 - 09:24 Uhr

Servus,

mir war schon immer klar, dass ich Kinder haben wollte, wobei mein Kinderwunsch nicht extrem ausgeprägt war. Es ging mir eher darum, dass ich diese Erfahrung machen wollte und mir nicht später vorwerfen wollte, was Wichtiges im Leben verpasst zu haben.

Mit 28 habe ich die Pille abgesetzt, irgendwie ahnend, dass es länger dauern würde, was es dann auch tat - 4 Jahre.

Aber wer weiß. Es kommt auch auf das Umfeld an, man existiert ja nicht im luftleeren Raum.
Wie ist denn das in Eurem Freundeskreis? Haben da die meisten Kinder oder eher nicht?

Ich meine nicht, dass man Lemming spielen und alles so machen sollte wie die anderen, aber eine gewisse Rolle spielt das Umfeld schon. Bei uns haben sich die meisten unserer besten Freunde für das Modell Familie entschieden, und dadurch wurde unser Wunsch bestärkt und gefestigt.

Ich habe jetzt ein Kind und bin mit dem zweiten schwanger, und ich bin glücklich damit. Trotzdem kann ich sagen: Mein Leben wäre auch ohne Kind(er) gut. Anders wäre es, aber Kinder sind nicht der Schlüssel zum Glück. Der liegt woanders. In einem drin.

Bei mir war es ehrlich gesagt eher die Angst, diese Erfahrung nicht machen zu können. Ich möchte in diesem Leben so viel wie möglich mitnehmen und erleben, das geht vom Wunsch, viel von der Erde zu sehen (Reisen) über Bildung und Beruf (Wissen) und Essen, Kultur, Lesen (Genuss) bis eben zu Kindern und Familie. Elternschaft ist eine elementare Erfahrung, die mich persönlich sehr weitergebracht hat und die ich nicht missen möchte. Allerdings hätte es nicht zwingend ein leibliches Kind bzw. leibliche Kinder sein müssen. Auch Adoption oder Pflegschaft wären in Frage gekommen.

Fazit: Man muss keinen übergroßen Kinderwunsch haben, um dann mit diesem Modell glücklich zu sein, wenn es denn klappt. Anders herum muss man auch nicht unbedingt Kinder bekommen, um ein erfülltes Leben zu haben.

Was sagt denn Dein Herz?

LG
M.

Beitrag von moeriee 17.02.11 - 12:37 Uhr

Ein sehr guter Beitrag, dem ich mich auf jeden Fall anschließen kann!

Beitrag von moeriee 17.02.11 - 12:33 Uhr

Hi! #winke

Ich kann deinen Zwiespalt schon verstehen! Einerseits will man sich selbst nicht unter Druck setzen, auf der anderen Seite tickt die biologische Uhr unaufhaltsam. Natürlich stellt man sich da die Frage: Will ich Kinder? Wenn nicht: Kann ich in 10 Jahren, wenn ich keine Kinder mehr bekommen kann, immer noch dieser Überzeugung?

Wir waren 9 Jahre zusammen, als ich schwanger wurde. Ich war zu dem Zeitpunkt fast 23 Jahre alt. Und wir wollten schwanger werden. Ob ich wirklich 100%ig hinter diesem Wunsch stand, kann ich dir heute nicht mehr so genau sagen. Aber ich kann versuchen, dir meine Gefühle zum damaligen Zeitpunkt zu beschreiben: Kurz vor dem Eisprung war ich immer megahibbelig und wollte es unbedingt. Warum? Keine Ahnung. Ich glaube, die Natur hat das ganz gut eingerichtet. Denn rationale Gründe, die für Kinder sprechen, gibt es eigentlich kaum. Aber nach dem Eisprung kamen dann immer Zweifel auf: Bist du dem gewachsen? Kannst du eine gute Mutter sein? Willst du überhaupt Mutter sein? Tja, und im 3. Zyklus bin ich schwanger geworden. Zunächst habe ich mich sehr gefreut, doch die Zweifel blieben. Sie kamen immer und immer wieder in mir hoch. Als die Geburt anstand, lief ich in den Kreißsaal und hatte mächtig Respekt vor dem, was da gleich mit mir passieren würde. Ich würde tatsächlich Mama werden. Ich glaube, mein Mann hat sich mehr gefreut, als ich. Weißt du, wann das Ganze vergessen war? Als ich mein Kind das erste Mal aus dem Nebenzimmer hab' schreien hören. #verliebt In den ersten Tagen hab' ich fast nur geweint. Diese Liebe zu meinem Kind ist so mächtig und überwältigend, dass es fast wehtut.

Meine Schwangerschaft war nicht einfach und auch jetzt bringt das Leben jeden Tag Überraschungen mit sich, auf die ich größtenteils verzichten könnte (siehe VK). Aber für nichts in der Welt würde ich unser Kind jemals wieder hergeben wollen. Letzte Woche hat er mich zum ersten Mal bewusst angelächelt, als ich mit ihm "Guguck! Da!" gespielt hab'. Weißt du, was das für ein überwältigendes Gefühl ist. Diese grenzenlose Liebe, die einem dieses unschuldige Wesen entgegenbringt, ist einfach der absolute Wahnsinn! Und auch, wenn ich mir geschworen habe, dass dies meine einzige Schwangerschaft bleiben wird, so weiß ich im Grunde meines Herzens, dass es nicht unser einziges Kind bleiben soll. Dieses Wunder nur einmal erleben zu dürfen... Der Gedanke macht mich jetzt schon traurig.

Na ja! Das ist jetzt wirklich eine Hommage ans Mamasein geworden. Das soll es aber gar nicht. Es soll eigentlich nur verdeutlichen, dass man auch mit Zweifeln später eine gute und überzeugte Mutter sein kann. Du solltest nur wissen, dass man das eben nie so genau sagen kann. Es gibt auch Frauen, die werden aus voller Überzeugung schwanger und können dann später nicht viel mit ihrem Kind anfangen. Entscheiden müsst ihr beide. Aber so ganz ohne Kinderwunsch, würdest du dir die Frage wahrscheinlich gar nicht erst stellen. Oder?

Liebe Grüße #herzlich

Marie mit #baby-Louis (fast 11 Wochen alt) #verliebt

Beitrag von joy1975 18.02.11 - 00:15 Uhr

Hallo, schoen, dass man hier auch solche Beitraege lesen kann. Ich bin schon immer am "verzweifeln", ob ich wohl die einzige Frau auf der Welt bin, der das "unbedingt-Kinder-haben-wollen" Gen komplett fehlt.

Ich bin jetzt (fast) 36 und befinde mich einer aehnlichen Lage wie Du (sorry, fuer die fehlenden Umlaute, ich mache gerade Urlaub im Ausland, da fehlen diese tollen Buchstaben auf der Tastatur).
Ich lebe seit 9 Jahren in einer sehr stabilen Partnerschaft. Vor zwei Jahren haben wir ein Haus gekauft, das auf einer soliden Finanzierung steht. Uns geht es gut, wir haben gute Jobs etc. und eigentlich fehlt uns nichts.
Es ist mehr dieser "Druck" von aussen bzw. halt die Zeit, die irgendwie tickt und das Wissen, dass wenn man jetzt keine Kinder bekommt (zumindest als Frau), man sich das in 10 Jahren auch abschminken kann.

Wir haben bisher keine Entscheidung getroffen. Mein Partner (ein gutes Stueck aelter als ich) hat Kinder aus einer frueheren Beziehung. Das Verhaeltnis zu diesen ist gut, aber er sagt selbst, dass er, wenn er nochmal waehlen koennte, heute keine Kinder mehr bekommen wuerde. Es ist ihm zuviel Stress und Arbeit. Wenn ich unbedingt wollte, dann wuerde er mich unterstuetzen, aber aus sich heraus wuenscht er sich keine weiteren Kinder.
Ich kann ihn verstehen. Ich habe nichts gegen Kinder, aber wenn ich welche treffe (bei Freundinnen oder nur in der S-Bahn mit Fremden), finde ich sie tendenziell eher anstrengend.
Hinzu kommt, dass ich einen sehr guten Job habe, den ich gerne ausuebe und ungern verlieren moechte. Mit Kind koennte ich mir diese Taetigkeit aber abschminken, ausser ich gehe sofort wieder Vollzeit arbeiten. Aber wofuer dann ein Kind???

Manchmal denke ich auch, ich sollte es einfach darauf ankommen lassen. Aber ist das wirklich ein Thema, wo man es "einfach darauf ankommen" laesst?
Ich kaufe ja nichtmal ein Auto einfach so, sondern informiere mich vorher umfassend und ein Kind ist sicher eine Entscheidung mit mehr Tragweite.

Beantworten kannst Du Dir das nur selbst. Wo siehst Du Dich in 10 Jahren? In 20 Jahren?
Moechtest Du gerne Familie, dann musst Du wohl jetzt handeln. Kannst Du Dir vorstellen auch so weiter gluecklich zu sein ohne das Gefuehl, etwas verpasst zu haben, dann ist vielleicht der Weg ohne Kinder der richtige fuer Dich.
Ich habe mich auch noch nicht entschieden. Wenn Du moechtest, kannst Du mich gerne ueber die VK anschreiben (Antwort kann etwas dauern, wegen Urlaub, klar ;-) )

Joy

Beitrag von kleenerdrachen 22.02.11 - 12:56 Uhr

Ich finde es ehrlicher gegenüber sich selbst, wenn man auf Kinder "verzichtet", falls der Wunsch nicht von innen heraus kommt. Ich habe absolut dieses "Ich will Kinder"-Gen und ich bereue meine Entscheidung keinen einzigen Tag. Aber ich denke, man ist kein besserer Mensch, nur weil man Mutter ist. Man ist nur dadurch ein besserer Mensch, dass man ein klein wenig Egoismus gelten lässt und sein Leben nach eigenen Vorstellungen lebt und nicht nach dem was "erwartet" wird.
Aber du bewegst dich hier in einem Familienforum, wo man zwangsläufig den Eindruck gewinnt, dass JEDE Frau UNBEDINGT Kinder WILL, aber bei manche Mutter wäre es sicherlich besser, sie hätte zu ihren eigenen Wünschen gestanden und nicht dem Druck von wem auch immer nachgegeben, denn diese sind selbst unglücklich und die Kinder spüren auch, dass sie nicht willkommen sind.

Also bleib dabei, wenn du dir ein Leben mit Kindern nicht vorstellen kannst, dann genieß dein Leben und sei glücklich mit dir selbst!

LG Steffi

Beitrag von joy1975 22.02.11 - 11:46 Uhr

Hallo Mausviech,

wuerde Dir gerne auf Deine Mail an meine VK antworten, aber dafuer muesstet Du in Deinem Account freischalten, dass andere Mitglieder Dir Nachrichten schreiben duerfen...

VG
Joy

Beitrag von mausviech1973 24.02.11 - 06:42 Uhr

erledigt