Hauskauf sorry, etwas länger

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von baldmamasein 17.02.11 - 00:17 Uhr

Hallo zusammen!

Wir sind gerade auf Haussuche und haben ein Objekt was uns sehr gut gefällt. Bisher nur von vielen Bildern, da der besichtigungstermin erst nächste Woche sein kann. Nun wollt ich mal wissen, ob jemand mal was zum Preis sagen kann...und wenn ja, wie weit man denn so runderhandelt...

Hier die Infos zum Haus ( Lage, ca 12 km vom Stadtzentrum, ländliches Gebiet und preislich ein teureres Gebiet wg der Nähe zu Hamburg ca. 50km)

Baujahr: 1953
Wohnfläche: 160 qm
Nutzfläche: 30 qm
Garage

Teilkeller
6 Zimmer
2 Badezimmer (aus den 80ern, aber nutzbar ;-), wird irgendwann geändert)
Heizung von 2002
Küche von 2006

Grundstück: 1200qm
Der aktuelle Grundstückspreis beträgt ca. 70 Euro pro qm, dh 90.000 Euro, wäre allein das Grundstück wert.

Die Räume sehen alle soweit gut aus, man müsste nur streichen und eventuell die Bäder sanieren.

Preisvorschlag des Verkäufers: 178000 Euro

Was meint ihr? Das Haus ist ja schon ziemlich alt...wg Dach und so...#gruebel

Vielen Dank!

Beitrag von ayshe 17.02.11 - 08:32 Uhr

Du brauchst eine fachliche Wertermittlung (Ertragswertverfahren, Sachwertverfahren oder Vergleichswertverfahren).

Das kann dir hier niemand anhand dieser Daten erstellen.


Und du brauchst ein Gutachten über den genauen Zustand, den evtl. Sanierungsstau, Auflistung der Punkte und Kosten.
Dann erst sieht man, ob die 178 000 angemessen sind oder um wieviel gehandelt werden kann.


Wer handeln will, braucht sinnvolle Argumente.

Beitrag von hezna 17.02.11 - 08:39 Uhr

Wir haben vor ca. 6 Jahren ein Haus am Niederrhein erworben mit fast den gleichen Eckdaten wie dieses, das du beschreibst.

An deiner Stelle würde ich einen Gutachter mitnehmen, der das Haus mit euch beguckt.

Wir hatten damals Statiker und Architekt mit, da wir den Dachboden ausbauen wollten und Fragen hatten. Unser Dach ist nach wie vor gut. Der Dachdecker, der uns Dachfenster einbaute meinte, gut und gerne 25 Jahre halten die Schindeln noch, die Dachbalken noch viel länger.
Wir haben für unser Haus 160.000 bezahlt, allerdings war unser Grundstück insgesamt nur 600 qm groß. Also meiner Meinung nach (ich glaube, die Preise sind etwas gefallen, wäret ihr mit 165.000 bis 170.000 gut beraten, wenn das Haus ansonsten einwandfrei ist.

Gruß Hezna #klee

Beitrag von wemauchimmer 17.02.11 - 08:43 Uhr

Als wir seinerzeit auf Haussuche waren, haben wir ein vergleichbares Haus im Auge gehabt. Auch dieses war vom Expose her sehr attraktiv. (Allerdings in unserer Gegend natürlich in einer ganz anderen Preisregion, aber anderes Thema).
Beim Besichtigen war die Begeisterung zunächst groß, aber dann folgte doch eine gewisse Ernüchterung. In den 50er Jahren wurden Häuser einfach noch ganz anders geplant und gebaut. Die Zimmer sind eher viele und klein, es gibt einfach nicht das großzügige Wohnzimmer usw. Wir sahen ein, daß wir letztlich doch viel, viel hätten ändern müssen, ohne am Ende zu einem wirklich tollen Ergebnis kommen zu können.
Denn klar, die ganze Technik, das ganze Thema Heizkosten, das ist natürlich auch nur mit viel Aufwand zu modernisieren.
Insofern haben wir dann die Finger davon gelassen. Übrigens fand das Objekt nachher einen Käufer, der das Haus abgerissen und ein neues gebaut hat, was allerdings bei uns finanziell nicht drin gewesen wäre.
Also man kann das sicher nicht verallgemeinern, aber ich wäre doch etwas skeptisch. Als Anhaltspunkt: Bei dem Objekt damals lag der Kaufpreis nur geringfügig (ca. 10%) über dem reinen Grundstückswert. Also wenn bei Euch der Verkäufer ca. 90.000€ für das reine Haus ansetzt, scheint das viel. Daß man an einem Haus ab und zu mal was macht wie Heizung erneuern oder Küche modernisieren, ist selbstverständlich und hat keinen gewaltigen Einfluß auf den Wert. (Eher darauf, wieviel Ihr in nächster Zeit noch reinstecken müsst).

LG

Beitrag von zwiebelchen1977 17.02.11 - 10:23 Uhr

Hallo

Das findest du teuer?

Hier kostet der qm 240 Euro.

BIanca

Beitrag von baldmamasein 17.02.11 - 10:34 Uhr

Hey!

Über den Grundstückspreis beschwer ich mich ja auch nicht:-)

Die Frage ist, ob man für ein Haus von 1953 nochmal soviel ausgeben sollte...

lg

Beitrag von ayshe 17.02.11 - 13:16 Uhr

Es kommt auf den Zustand des Hauses und die Lage an.
Außerdem kommt es darauf an, ob man bereit ist, evtl. sanierungen durchzuführen oder ob man sich ins komplett frisch gemachte Nest setzen will.


Deine Frage ist extrem pauschal und nicht konkret zu beantworten.

Beitrag von miau2 17.02.11 - 13:55 Uhr

Hi,
"teuer" ist halt relativ. Unser Grundstück hat 440 Euro/qm gekostet ;-). Und ein Ort weiter wären es 600 gewesen...

War ja nicht die Frage, ich musste nur über das "teurere Gebiet" grinsen. Wir sind halt (leider) hier andere Preise gewohnt, hier gabs Reihenhäuser mit halb so großen Grundstücken und weniger Wohnfläche ab 275000 (Baujahr vergleichbar, natürlich unsaniert)...

Deine Fragen kann man dir leider so einfach nicht beantworten. Ihr solltet, wenn der erste Eindruck gut ist eine zweite, ausführliche Besichtigung vornehmen und die mit einem Gutachter.

Berücksichtigen solltet ihr auch dinge wie Wärmedämmung usw....sind die Rohre noch "original" aus den 50ern? Wie sieht es mit den Elektroleitungen aus? Wo gibts anderen Renovierungsstau? Ein Zimmer "ordentlich aussehen lassen" kann ich in fast jeder Schrott-Immobilie mit wenigen einfachen Materialien und etwas Farbe...das sagt aber nichts über den wirklich Zustand.

Investiert in einen Gutachter, wenn der erste Eindruck gut ist und ihr weiterhin Interesse habt. Und wenn der dann sieht, was alles gemacht werden muss und sollte habt ihr eine realistische Vorstellung, was das Teil wert ist. Und ggfs. eine Verhandlungsgrundlage.

Wie weit verhandelt werden kann hängt von verschiedenen faktoren ab, Pauschalaussagen gibts da eigentlich nicht für. Das hängt davon ab, wie gut das Objekt verkaufbar wäre (wenn die Interessenten Schlange stehen sieht das anders aus als wenn es schon Jahre auf dem Markt ist - bei letzterem wäre ich aber noch mal vorsichtiger), wie schnell verkauft werden soll, wie realistisch der genannte Preis ist (vielleicht hat der Verkäufer den ja extra hoch angesetzt, um später schön nachgeben zu können...)...das ist wirklich schwer zu sagen.

Besprecht das mit dem Gutachter, der sollte dabei sicher hilfreich sein.

Wir haben um stolze 1,5% heruntergehandelt beim Kaufpreis, aber noch eine teurere Innenausstattung für lau oben drauf bekommen - beim Preis hätte der Verkäufer nicht mehr gemacht, denn für unser Häuschen (Neubausiedlung) gabs mehrere Interessenten.

Viele Grüße
miau2

Beitrag von baldmamasein 17.02.11 - 14:59 Uhr

Hey #winke miau2 !

Ich hab schon Kontakt zu nem Architekten der auch solche Kaufberatungen durchführt aufgenommen...wird so ca 300 Euro kosten. Ich denke, dass kann man ruhig investieren.

Das Haus entspricht einfach meinen Vorstellungen#verliebt und ich hoffe, dass der Architekt nicht wirklich schlimme Sachen findet#zitter

lg baldmamasein

Beitrag von miau2 17.02.11 - 18:08 Uhr

Ich drück Euch die Daumen.

Das Geld ist auf jeden Fall gut investiert.

Viele grüße
Miau2

Beitrag von wasteline 17.02.11 - 14:57 Uhr

"Hier die Infos zum Haus ( Lage, ca 12 km vom Stadtzentrum, ländliches Gebiet und preislich ein teureres Gebiet wg der Nähe zu Hamburg ca. 50km)"


.....und dann ein Preis von 178.000€. Ich frage mich gerade wo da das teurere Gebiet ist?

Da keiner weiß, in welchem Ort das Haus steht, solltest Du einfach erstmal Vergleichsangebote ansehen. Dann kommst Du der Sache schon näher.


Beitrag von bipi168 17.02.11 - 21:19 Uhr

die frage ist doch eher, seit ihr bereit für so ein haus?

wir haben ein vergleichbares haus gekauft.

wir haben alles rausgerissen, ALLES neu gemacht, angebaut, umgebaut und das ganze nun nach fast 7 jahren nähert sich nun der perfektion ;-) .
jetzt wird es so wie ich es immer gewollt habe :-) .
viel arbeit, viel geld und noch mehr schweiß stecken hier drin.

UND wir haben fürs grundtsück und haus viel, viel , viel weniger bezahlt.

lg

Beitrag von mukmukk 18.02.11 - 14:22 Uhr

Hallo!

Wir sind vor drei Wochen in unser eigenes Haus eingezogen! #huepf

Zu dem genannten Objekt kann ich natürlich nichts sagen, da die Preise von Stadt zu Stadt stark variieren. Bei uns war es so:

Wir haben eine Weile nach einem geeigneten Objekt geschaut, hatten diverse Besichtigungen und nach und nach lernt man ja dazu! :-) Wir haben uns beim Bauamt nach dem ortsüblichen qm-Preis erkundigt, damit hat man ja schonmal den Wert des Grundstücks und keinen Phantasiewert von Maklern etc. Bei unseren anderen Besichtigungen hatten wir bereits einen Bauingenieur kennen gelernt, der auch als Bauleiter für Bestandsimmobilien arbeitet. Diesen haben wir angerufen als wir unser jetziges Haus besichtigt hatten und der Meinung waren, DAS ist unser Haus wenn es keine "Pferdefüße" gibt. Mit unserem Bauleiter haben wir dann einen zweiten Besichtigungstermin ausgemacht und er hat sich das Haus vom Keller bis zum Dach angesehen.

Bezüglich des Kaufpreises kann ich nur sagen, dass 10% des aufgerufenen Preises als Nachlass eigentlich immer drin gewesen sind. Die Preise sind i.d.R. auf Verhandlungsbasis und man sollte auch handeln denn die Erfahrung zeigt, dass eine Renovierung letztlich immer teurer wird als geplant... #schein

Das Dach "Eures" Hauses sollte seit 1953 wohl bereits mal erneuert worden sein... Auf jeden Fall nachfragen!

Unser Haus ist von 1970 und wenn ich mich jetzt nicht täusche wurden für das Haus noch 90.000 Euro gerechnet, bei 155m² Wohnfläche und Vollkeller (also vergleichbare Größe)...

LG,
Steffi