Mutter-Kind-Kur abgelehnt...

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tigerente08 17.02.11 - 08:26 Uhr

Hallo zusammen,

ich weiß jetzt nicht ob ich hier richtig bin aber ich möchte mal irgendwie meinen Frust loswerden.:-(

Ich bin verheiratet, habe einen 3 jährigen Sohn und arbeite 26,5 Std. in der Woche.
Bis September letzten Jahres habe ich nebenher noch 6 - 9 Std. in der Woche gearbeitet.
Leide seit dem letzten Jahr an Depressionen und BurnOut, hatte auch Glück schnell einen Therapieplatz zu bekommen.
Mir geht es auch langsam besser, gehe auch lieber arbeiten als wie zu hause "rumzusitzen", da geht es mir nämlich total schlecht.
Jetzt habe ich Anfang Januar eine MuKiKur beantragt, da auch mein Sohn des öfteren mit den Bronchien zu tun hat. Die Kur soll aber hauptsächlich für mich sein.
Ich war bei der Caritas, die hat mir super geholfen und wir haben auch direkt einen Platz für mich reserviert, wollte so schnell wie möglich weg und hatten den 8. März "festgemacht".
Nun rief ich Montag mal bei der Kasse an ob nun der Bericht vom ärztl. Dienst zurück ist.
Die Dame teilte mir dann mit, dass ich für eine Kur zu erkrankt bin, würde eine MuKiKur nicht ausreiche und da ich ja auch in die Rentenkasse einzahle#schein, wurde mir empfohlen eine stationäre Reha zu machen!!!???#kratz
Also ehrlich gesagt, ich war total verstutzt, wusste in diesem Moment gar nicht was ich sagen sollte.

Hatte jemand von euch das auch schon mal?
Oder hat von euch schon mal jemand eine stationäre Reha mit Kind gemacht, die Meinungen gehen da so auseinander.

Danke für´s lesen...

LG.
Nadine

Beitrag von i_eisenhut 17.02.11 - 09:02 Uhr

Da eine Mutter-Kind-Kur eine Vorsorgemaßnahme ist verstehe ich die Entscheidung deiner Krankenkasse.

In deinem Fall ist es wahrscheinlich auch besser alleine eine Reha zu machen.

Ich habe eine Mu-Ki-Kur hinter mir und mir hat sie sehr gut getan.

LG Isabel

Beitrag von blackcelebration 17.02.11 - 09:14 Uhr

Besprich Dich mit Deinem Arzt. Die können da meist gut helfen.

Ausserdem kannst du gegen diesen Beschluss angehen. EIn Freund von mir arbeitet bei der Krankenkasse und er hat mal erzählt, daß oftmals prinzipiell abgelehnt wird. ... spart ja Kosten.
Kann Dir nur empfehlen...bleib dran.

Beitrag von joshimaus 17.02.11 - 09:15 Uhr

Hallo,

Dir würde wahrscheinlich wirklich eine Reha ohne Kind mehr helfen. Meine Freundin war jetzt vier Wochen ohne Tochter los und es hat Ihr super viel gebracht.

Lg SIlke

Beitrag von tigerente08 17.02.11 - 09:18 Uhr

Danke schon mal für eure Antworten.
Nur wo soll ich den Kleinen lassen?
Mein Mann hat gerade den Job gewechselt, hat Wechselschicht und kann nun nicht wirklich frei machen :-(

LG.
Nadine

Beitrag von sandra7.12.75 17.02.11 - 09:28 Uhr

Hallo

Ich hatte vor 2 Jahren einen burnout und war auch ohne Kinder in Reha.

Mit Kindern wäre das nicht gegangen und ehrlich gesagt war ich da auch egoistisch.Ich bin krank also habe auch ich das Recht mich zu erholen und zwar ohne Kinder.

lg

Beitrag von krissy2000 17.02.11 - 10:00 Uhr

Also eine Mutter-Kind-Kur ist nicht das richtige. Es geht ja vordergruendig um dich und nicht ums Kind. Du solltest etwas zu deiner Entspannung tun, wo du auch weiterhin Psychotherapie wahrnehmen kannst. Du solltest dich mal auf dich konzentrieren und das gelingt dir bei einer Mutter-kind-Kur nicht, da du dich ja noch ums Kind sorgen musst. Man kann ja nicht jedem eine Mutter-Kind-Kur genehmigen, da wuerde jeder kommen und in eurem Fall finde ich es verstaendlich, dass es abgelehnt wurde.

Lg Krissy

Beitrag von killerameise 17.02.11 - 10:11 Uhr

Leg Einspruch bei der Kasse ein. Die lehnen oft erstmal einfach ab.
Ich war vor 2 1/2 Jahren wegen genau den selben Symptomen wie du zur Mu-Ki-Kur. Ich hatte niemanden der meine Kinder hätte Bertreuen können wenn ich alleine zur Kur gefahren wäre. Zumal mein Sohn damals noch zu klein war und auch sonst es nicht von Vorteil gewesen wäre für die Kids, wenn ich alleine weg gefahren wäre. Es sollte für mich einfach nur mal eine Ausszeit sein in der ich ein bissel zur Ruhe vom Stress der letzten Jahre komme. Therapie hab ich ja hier zu Hause gemacht. Mir hats so ganz gut getan. Die Kids wurden von 7.30h bis nachmittags 15.00h betreut und in der Zeit konnte ich genügend für mich tun.

LG killerameise

Beitrag von zahnweh 17.02.11 - 13:42 Uhr

Hallo,

bei mir ging die Kur damals zügig durch. Allerdings wurde mir von der Beratungsstelle schon vor dem Erstantrag gesagt:

ca. 50 % der Erstanträge werden abgelehnt. Legen Sie Widerspruch, wir helfen Ihnen dabei. Beim Zweitantrag gehen deutlich mehr Anträge durch.

Ist aber logisch: denn es lassen sich sehr viele von der Erstablehnung abschrecken. a) so sieht die Kasse, wer wirklich Interesse hat mit Widerspruch b) es spart sehr viel Geld, denn sehr viele (auch die, die es dringend bräuchten) lassen sich davon abschrecken.

Frage noch mal bei der Caritas nach, bitte um Hilfe beim Widerspruch. Ließ dir dazu die genauen Ablehnungsgründe an und besprich sie mit dem Therapeuten.

Ich kenne nur eine, die dann beim dritten Anlauf eine Kur bekommen hat. War notwendig und sie ist nach der Kur aufgeblüht. Erst mal ablehnen war halt für die Kasse billiger.

Besprich auch mit deinem Therapueten, was für dich sinnvoller ist. Mutter-Kind-Kur oder Reha. Lass ihn das ggf. schriftlich formulieren und lege das beim Antrag bei.
Sonst kann es nämlich passieren, dass dich die Kassen hin und her schieben.