2. Klasse überspringen

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von erstes-huhn 17.02.11 - 09:00 Uhr

Wer hat Erfahrung damit?

Wie waren Euro Kinder in der ersten Klasse? Unterfordert, oder einfach nur gut?
Hat euch die Lehrerin darauf angesprochen, oder seit ihr auf sie zugegangen?

Und: wie war dann der Start in der neuen Klasse? Wie als "Kleiner" in eine neue Klassengemeinschaft kommen?

Beitrag von ohmama 17.02.11 - 09:24 Uhr

Hallöchen!

Mein Sohn hat die FLexklasse (1. und 2. Schuljahr) auf anraten der Klassenlehrerin innerhalb eines Jahres gemacht und ist anstatt ins 2. Schuljahr überzugehen in die 3. gekommen.

Während des Sprungs innerhalb des 1. Jahres hat die Lehrerin immer beteuert, alles wäre bestens. Die Entscheidung wäre richtig usw.

Jetzt in der 3. hat er keine berauschenden Noten. In der Klasse kommt er gut klar. Er hatte auf dem Halbjahreszeugnis 2 mal ausreichend, der Rest war befriedigend. Nicht berauschend.

In der 1. Klasse war er sehr sehr gut. Den anderen in allem weit vorraus.

Ich habe es bereut.

Meine Tochter ist vorzeitig eingeschult und kommt super klar. Sie ist den anderen weit voraus und könnte theoretisch springen. Wir lassen sie aber (noch) nicht, sie ist erst 6 Jahre alt...

Ich würde nicht generell vom Springen abraten, man muss wissen, dass viel Arbeit auf einen zukommt (Kind und Eltern) und dass ein Zurück für das Kind sehr unschön ist, wenn es dann nicht klappt.

Vor allem sollten beide Lehrer (jetziger Klassenlehrer und aufnehmender Klassenlehrer) voll dahinter stehen.

Gruß Bille

Beitrag von graupapagei4 18.02.11 - 06:40 Uhr

Dass ein Sprung viel Arbeit bedeutet, halte ich für eine falsche Aussage. Wenn ein Sprung viel Arbeit bedeutet, ist fraglich, wozu der Sprung überhaupt stattfindet?

Beitrag von twins 17.02.11 - 09:40 Uhr

HI,
die Nachbarstochter von uns sollte die 2. Klasse überspringen aber die Eltern haben sich dann doch dagegen entschieden.

Jetzt in der 4. Klasse beim Übertritt hat sie große Probleme. Sie soll aufs Gym hat aber nur Realschulempfehlungen.

Ich denke Kinder die gute Noten haben und gut lernen müssen nicht unbedingt die Klassen überspringen. Wenn sie hochbegabt sind sehe ich es ein...aber man man den Kindern damit nicht unnötig viel Stresss?

Grüße
Lisa

Beitrag von maischnuppe 17.02.11 - 10:16 Uhr

Der Übergang von der 2. zur 3. Klasse war schon heftiger als der von der 1. zur 2. Da wird einiges mehr erwartet und gefordert, das kann die Kids schnell überfordern.
ICH würde es nicht tun.

Beitrag von schichtsalat 17.02.11 - 12:43 Uhr

Hallo!

Der Übertritt von der 2. in die 3. Klasse ist schwierig. Die Kinder bekommen in der 2. Klasse einfach wichtigste Grundlagen vermittelt, die sich nicht nur, wie in der 1. Klasse, auf Rechnen und Lesen beschränken.
Meine Tochter war in der 1. Klasse auch sehr gut. Null Fehler in allen Tests. In der 2. Klasse kamen bei uns die Noten dazu, immernoch gut.
Aber muss man denn deshalb sein Kind gleich eine Klasse überspringen lassen? Ist dein Kind hochbegabt (und auch getestet?)?
Lass doch deinem Kind eine normale Schullaufbahn. Lass ihn doch alle Themen ausreichend erlernen und lass ihn doch mit seinen gleichaltrigen Freunden zusammen.
Warum soll er denn springen? Langweilt er sich in der Schule? Viele Kinder sind in der 1. Klasse supergut, aber das liegt einfach auch daran, dass da wirklich nur die ersten Basics vermittelt werden, die viele Kids schon vor Schuleintritt können. Zahlen schreiben, Lesen lernen, Buchstaben lernen, viel Malen etc. Das alles rückt in der 2. Klasse schon in den Hintergrund. Außerdem lernen sie die Schreibschrift, soll er das alles zu Hause nachlernen?

Die Kinder gehen immer früher in die Schule, müssen immer früher alles Mögliche können, sollen Klassen überspringen und sind schnell man auf Verdacht hochbegabt. Das Abi ist eh schon ein Jahr früher, sollen die Kids dann mit 15 fertig sein und wissen, was sie studieren wollen?

In ein paar Jahren werden wir wahrscheinlich alle von 18jährigen Ärzten behandelt ;-) .

Solange ein Kind sich in der Schule nicht verzweifelt langweilt und dadurch seine Noten verschlechtert obwohl es überdurchschnittlich begabt ist, gibt es doch keine Indikation, ein Kind schneller voranzutreiben als nötig. Kinder brauchen Zeit, zum Wachsen, zum Lernen, zum Spielen.

Liebe Grüße,
schichtsalat

Beitrag von 5678901234 17.02.11 - 13:41 Uhr

gegenfrage,

wie kommst du denn darauf dass dein kind unterfordert ist?

die aussage <<...oder seid ihr auf sie zugegangen?>> lässt mich erhlich gesagt glauben dass bei der angeblichen unterforderung eher wunsch der vater des gedanken ist.

aus meiner erfahrung halten viele mütter ihre kinder für überdurchschnittlich begabt, grade im 1. SJ.

mein sohn geht in die erste, in seiner klasse ist schon 1 junge in die 2.te gesprungen, ob das klug war nach den paar wochen schule, wird sich noch zeigen. zumal der junge schon vor der einschulung lesen und schreiben konnte. seine mutter behauptet er habe sich das allein begebracht, aber er ist einzelkind und die mutter hat schon auf dem 1. elternabend vor einschulung gesagt: "J. kann ja schon alles, er überspringt bestimt schnell:"
also gab es da von seiten der mutter auch einen gewissen ehrgeiz.

also, ich bin der meinung wenn die lehrer deine meinung teilen, werden sie ohne dein zutun auf dich zukommen.

Beitrag von anja1968bonn 17.02.11 - 14:30 Uhr

Ich nehme an, Du meinst nicht "die zweite Klasse überspringen", sondern, "von der ersten innerhalb des Schuljahres in die zweite Klasse springen", oder?

Mein Sohn, mit knapp 7 eingeschult, war unterfordert; die Lehrerin hat sich nach Kräften bemüht, ihn zusätzlich zu fördern, aber er hat sich einfach in dieser Sonderrolle sehr unwohl gefühlt. Die Lehrerin ist auf uns zugekommen; ich hätte das von mir aus nicht getan.

Der Start in der neuen Klasse war o.k., da mein Sohn in seiner alten Klasse vorher auch kaum Kinder kannte und durch die OGS schon einige seiner neuen Klassenkameraden, fand er ganz gut in die neue Klassengemeinschaft. Nur die Lehrerin ist schrecklich, aber das ist ja ein anderes Thema ...

Ein Springen direkt von der 1. in die 3. Klasse stelle ich mir problematisch vor, weil es in der 3. Klasse schon anzieht.

LG

Anja

Beitrag von juki 17.02.11 - 15:51 Uhr

Huhu...

ich muss jetzt auch mal fragen ob du meinst er soll jetzt vom ersten in die zweite springen oder nach den Sommerferien statt ins 2. ins 3. kommen!!

Bei uns steht das Thema springen nicht zur Debatte, da Kim mit 5 zur Schule kam, aber langweilig war ihr trotzdem im 1. ab und zu...
Mich hat die Lehrerin darauf angesprochen, da sie den Verdacht auf Langeweile hatte...ich sollte bei den Hausaufgaben und in Gesprächen auch mal darauf achten...und ihr dann Bescheid geben...

Hast du denn den Eindruck er langweilt sich? Oder hat die Lehrerin mal was gesagt? Ist er irgendwie auffällig?

LG

Beitrag von graupapagei4 18.02.11 - 06:39 Uhr

Ich habe drei Springerkinder und der Sprung von 1 nach 3 war der gravierenste und der schwierigste. Liegt bei uns am Zusammenspielen mehrerer Faktoren.

Du müsstest schon mehr über die Umstände schreiben, damit man konkreter antworten kann.