Langzeitbeziehungen und Sex

Archiv des urbia-Forums Liebesleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Liebesleben

Ob Liebeslust oder Liebesfrust, ob erotische Freuden oder "technische" Probleme: Hier ist Platz für Fragen, Sorgen und Tipps. Für das Thema Verhütung gibt es ein eigenes Forum Verhütung.

Beitrag von ronjaerika 17.02.11 - 09:32 Uhr

Würde gerne mal eine kleine Diskussion/Umfrage starten. Angesprochen sind Leute, die länger als 10, 15, oder 20 Jahre mit ein und dem selben Partner zusammen sind.

Wie schafft man es, in Beziehungen/Ehen für den Partner sexuell attraktiv zu bleiben? Geht das überhaupt so ohne weiteres?

Wir gehen mal davon aus, beide Partner haben in etwa gleich viel Lust auf Sex. Sprich, macht der eine den Anfang, macht der andere mit und umgekehrt. Keine "Eroberungsspielchen" mehr. Man kennt sich mehr oder weniger in und auswendig, kennt die Vorlieben des anderen. Man hat in den Anfangsjahren viel experimentiert. Es ist eine große Nähe und Vertrautheit da. Reizwäsche, Filmchen, Sex an anderen Orten als daheim etc. - das alles ist zwar nett, aber nichts neues mehr.

Kann man wirklich auf Dauer sexuell reizvoll bleiben für den Partner? Wenn ja, wie? Oder fehlt dann nicht doch irgendwann etwas? Das Neue, das Erobern, der Reiz...?

So mit 16-17 habe ich immer gesagt, ich könnte mir nie vorstellen, mit ein und dem selben Mann mein restliches Leben zu verbringen, das ist doch stinklangweilig ;-) Ging und geht wahrscheinlich vielen Teens so.

Würde mich über eure Meinungen freuen. Ich selbst kann leider erst nach dem Mittag wieder online, mal schauen, was bis dahin für Meinungen eingetrudelt sind.

Beitrag von lichtchen67 17.02.11 - 10:02 Uhr

Hm.. ich war 17 Jahre lang verheiratet und hatte das "immer mit demselben Mann". Wirkliche Probleme mit dem Sexleben hatten wir nie, bewusst für den anderen sexuell attraktiv bleiben? Es war einfach so....

Es gab Phasen, in denen wir weniger Sex hatten, Phasen in denen wir mehr Sex hatten, Phasen in den wir lange gar keinen Sex hatten wie viele hier berichten gab es nie. die blödeste Phase war nach 3-4 Jahren zusammensein... ab 12 wurde es immer besser, einfacher udn damit auch unproblematischer - man war irgendwie aufeinander eingespielt ohne dass es langweilig oder eintönig war.

Es müssen halt beide neugierig und aufgeschlossen sein und bleiben und Sex genießen können - und geben und nehmen wollen.

Lichtchen

Beitrag von kabelmaus 17.02.11 - 10:20 Uhr

Mein Mann und ich sind seit 15 Jahren zusammen und seit fast 14 Jahren verheiratet. In unserem Liebesleben geht es mal auf, mal ab. Manchmal können wir nicht genug von uns bekommen, manchmal läuft gar nichts. Häufig ist der Alltag Schuld, drei Kinder, eigene Firma - da bleibt nicht immer Zeit oder Lust für die Lust.
Ich finde meinen Mann allerdings immer noch so geil, wie in der Anfangszeit unserer Beziehung. Wenn ich ihn sehe, seinen Körper, ihn rieche - er macht mich einfach an. Und wenn dann noch alles andere passt (Kinder nicht da oder im Bett, keine Unterbrechung durch die Arbeit), dann kann es auch passieren, dass ich ihn dann erobern möchte. Umgekehrt ist das wohl auch so, denn wenn ich z.B. koche oder so, stellt er sich gerne hinter mich, küsst mich, reibt seinen Körper an mich, macht mich an #verliebt

Wir haben damit jedenfalls kein Problem

Beitrag von lagefrau78 17.02.11 - 10:27 Uhr

Hallo!

Ich weiß nicht, ob ich mich angesprochen fühlen soll. Ich bin jetzt knapp 10 Jahre mit meinem Mann zusammen. Verheiratet sind wir seit 2008, Eltern seit 2006. Soviel zum Hintergrund.

Ich denke, wir sind schon noch sexuell reizvoll füreinander, natürlich nicht mehr wie in den ersten Monaten, aber das hält man ja auf Dauer nicht aus. ;-)
Bewusst daran gearbeitet haben wir nicht. Eine Beziehung ändert sich durch die erste gemeinsame Wohnung, eine Schwangerschaft und natürlich die erste Zeit mit einem Kind. Dadurch verändert sich ganz klar auch die Sexualität. Insbesondere Schwangerschaft und Geburt erfordern, dass man sich wieder ganz neu auf seinen Körper und auf den Partner einstellt.

Insofern gab es einfach genug Veränderungen, die Einfluss auf das Liebesleben hatten. Man muss sich immer wieder neu entdecken und kennenlernen. Das bringt unter Umständen Durststrecken mit sich, aber es bleibt spannend und ist aufregender, als Dessous, Swingerclubs, etc. es jemals sein können (jedenfalls für mich). Ich glaube und hoffe, dass das so bleibt.

Beantwortet das in etwa Deine Frage? Ich finde das Thema nämlich sehr spannend. Danke fürs Anzetteln! #blume

Beste Grüße!

Beitrag von medina26 17.02.11 - 10:40 Uhr

Ich bin mit meinem Mann jetzt seit 11 Jahren zusammen und unser Sexleben wird immer besser anstatt schlechter. Rezvoll finde ich ihn immer noch genauso wie früher. Er weiß halt genau welchen Knopf er wie bei mir drücken mussn und hat sich äusserlich auch nicht großartig verändert. ;-)

Ansonsten denke ich, bin ich ebenfalls genauso reizvoll für ihn wie früher, da ich mich ja nicht gehen lassen habe, sondern immer noch sehr auf mein Aussehen achte.

lg Medina

Beitrag von ronjaerika 17.02.11 - 15:35 Uhr

Danke für eure Antworten bisher.

Wir haben 18 gemeinsame Jahre hinter uns. Die Kinder sind nicht mehr klein und gehen zum Teil eigene Wege, übernachten am Woe häufig bei Freunden.

Zu dieser Frage bin ich gekommen, da wir gerade an einem Punkt sind, wo der Reiz irgendwie fehlt, uns beiden. Der Sex ist noch immer schön, man weiß, wie man den anderen zu Höhenflügen bekommt. Aber wir sind beide der Ansicht, man kennt sich halt, Überraschungen werden wohl keine mehr kommen. Irgendwie eingefahren halt, man geht ins Bett, kuschelt ein bißchen, sexelt, kuschelt noch ein wenig bis einer von beiden tief und fest schläft, was meist nicht lange dauert. Tagsüber ist arbeiten angesagt, Nachmittags rennen 2 Teens hier rum, öfters wegfahren ist geldmäßig nicht so oft drin. Auf große Romantik stehen wir beide nicht. An den Woe´s kann es zwar mal passieren, dass auch tagsüber mal was läuft, aber eher selten, weil jeder damit beschäftigt ist, seinen Kram aufzuarbeiten, der wochentags liegen bleibt, sich den Hobby widmet oder zu 90% irgendwelche Freunde da sind.

Zum Glück können wir ganz offen reden und überlegen gemeinsam, wie man das Sexleben wieder etwas spannender gestalten könnte, aber zu einem Ergebnis sind wir noch nicht wirklich gekommen. Aber mal schauen, heute habe ich es das erste Mal mit einer schmutzigen und sehr eindeutigen SMS an meinen Mann probiert, die Kids sind nicht da und er kommt bald von Arbeit heim. #hicks

Beitrag von medina26 17.02.11 - 15:38 Uhr

Warum verabredet ihr euch nicht mal in einem Hotel und trefft euch dort mit Masken? Oder du verkleidest dich als Prostituierte und erfüllst ihm jeden Wunsch oder umgekehrt?

Da gibt es einige Dinge um das Sexleben aufzupeppeln. ;-)

Beitrag von minniemaus77 17.02.11 - 16:54 Uhr


In jungen Jahren hab ich immer gehört " das der Sex ab 30 aufwärts besser ist als mit 20 "
Damals hab ich gedacht ,wo soll da der Unterschied sein ,Sex bleibt Sex .
Nun bin ich 34 und hab tatsächlich besseren Sex als damals .Klar kennen wir unsere Vorlieben ,sind ein eingespieltes Team aber langweilig wird es trotzdem nicht oder besser gesagt wir lassen erst gar keine Langeweile aufkommen ;-)

Dabei muß ich nicht jedem Trend hinterherhecheln ,manchmal hilft einfach eine kleine Abwandlung von etwas Altbekannten und schon öffnen sich ganz andere ( optische) Perspektiven.

Wie bleibt man sexuell attraktiv ?
Für mich ist es eine gesunde Mischung aus Körper und Geist . Was nützt es einen wenn man einen tollen Körper hat ,aber im Oberstübchen rollt eine einsame Erbse hin und her.... das find ich eher unattraktiv