Umfrage: Zugeständnisse in der Partnerschaft

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von nele27 17.02.11 - 10:27 Uhr

Moin Ihr Lieben,

wollte mich mal umhören, welche Zugeständnisse Ihr in der Partnerschaft macht und was Ihr normal findet...

Ich meine jetzt nicht Urlaub am Meer oder in den Bergen, sondern weitreichende Zugeständnisse.

Also z.B. wenn einer der Partner viel mehr Geld ausgibt und man selbst dadurch zurücksteckt. Oder dem Partner zuliebe in die Großstadt ziehen obwohl man lieber auf dem Dorf wohnt. Nur 1 Kind kriegen, obwohl man selbst lieber 2 hätte.
All sowas.

Wie steht Ihr dazu, wozu seid Ihr bereit und ist die Sache dann nachdem Ihr das Zugeständnis gemacht habt, abgehakt oder knabbert Ihr dran??

Bei uns ist das Thema Zugeständnisse immer mal wieder auf dem Tisch, daher frage ich.

#danke fürs Antworten

LG, Nele

Beitrag von lichtchen67 17.02.11 - 10:37 Uhr

Uff.. schwieriges Thema irgendwie....

Die einfachen Zugeständnisse wie wo machen wir Urlaub oder was essen wir heute, die meinst Du nicht. Da einigt man sich.

Die großen, wo wohnen, wieviele Kinder, heiraten nicht heiraten.... finde ich schwierig, denn das geht in Richtung verbiegen. Wenn einer a möchte und der andere b, und man sich nicht auf c einigt sondern einer komplett zurücksteckt.. ich denke das holt einen ein, irgendwann. Macht unzufrieden.. und in dem Maße, wie es den einen unzufrieden macht, macht es den anderen oft nicht zufrieden.

Ich würde immer versuchen mich auf eine dritte Lösung zu einigen, die beiden den gerinsten Stress macht. Gut, bei Kindern geht das schlecht..... bei Großstadt oder Dorf könnte man ein Mittelding wählen, wo beide zufrieden sind.... stadtnähe aber ruhig wohnen. bei Finanzen andere Aufteilung wählen und nach allen gemeinsamen Abzügen, die man so hat zu einem "TAschengeldkonto" für jeden kommen, das jeder frei zur Verfügung hat.

so in der Art.

Lichtchen

Beitrag von jamey 17.02.11 - 10:55 Uhr

wir machen nur zugeständnisse mit denen wir jeweil gut leben können ohne regelmäßig darüber zu grübeln oder uns zu grämen oder so. in der regel versuchen wir beide zufrieden aus solcherlei "verhandlungen" herauszugehen, also jeder bemüht sich auch ein stückweit um und für den anderen.

Beitrag von nele27 17.02.11 - 11:05 Uhr

Hast Du ein Beispiel?

Beitrag von jamey 17.02.11 - 11:32 Uhr

unsere jobs:

wir sind beide auf dem aufsteigenden ast. darüber hinaus beleibt aber alles was die kinde rangeht und auch der großteil des haushaltes an mir hängen. das wurde zur belastung weil ich immer jonglieren musste zwischen kita-öffnungszeiten, elternabenden, arbeitszeiten, keine seminare oder tagungen besuchen konnte etc. er meinte immer, er kann mich da nicht entlasten da würde er die kündigung bekommen.

gut, ich wollte ihm seine chance nicht verderben und habe gesagt ich gebe ihm noch etwas zeit sich quasi einzuarbeiten und zu behaupten und dann muss er sehen, wie er das regeln kann, dass er mich da in meinem weg auch unterstützen kann, denn ich bin nicht bereit beruflich dermaßen zurückzustecken wenn er es überhaupt nicht tut.

ich denke die zeit die ich ihm gab, die hat er auch gebraucht. jetzt versucht er sein möglichstes um mich zu unterstützen, denn er weiß, dass er nicht dinge für sich beanspruchen kann die er mir nicht zugesteht (beruflicher aufstieg in diesem falle), jetzt macht jeder von uns quasi die hälfte der zugeständnisse und wir trafen uns in der mitte...so dass beide zusammenarbeiten um dass auch jeder für sich seine ziele erreichen kann ohne dass der andere üertrieben benachteiligt ist.

Beitrag von nele27 17.02.11 - 11:41 Uhr

***ich denke die zeit die ich ihm gab, die hat er auch gebraucht. jetzt versucht er sein möglichstes um mich zu unterstützen***

Das scheint ja bei Euch gut geklappt zu haben. Ich jedoch hätte Schiss gehabt, dass er sich mit der Situation, dass er nichts tun muss, gut arrangiert und hinterher nicht mehr bereit ist, was zu ändern. Zudem wär ich wahrscheinlich beleidigt gewesen, wenn er sowenig mit den Kindern macht. Bzw. hätte irgendwie an seinem Familiensinn gezweifelt.
Aber super, wenn Ihr das so gelöst bekommen habt! Solche Beispiele meinte ich auch...

Beitrag von jamey 17.02.11 - 11:48 Uhr

na klar hat es mich genervt, dass alles an mir hängen blieb. aber ich wusste auch, dass dies ja nicht passierte weil er keinen bock hatte...sondern weil er ne super chance nutzen wollte. da nützt ja schmollen nichts. ich kann ihm ja seine zukunft nicht verbauen um im gegenzug zu fordern, dass ich mehr freiraum brauche um meine pläne zu verwirklichen....da muss man dann auch einfach mit vernunft rangehen und die ein oder andere persönliche befindlichkeit hintenanstellen. das er familiensinn hat, das weiß ich ja, auch wenn diese zeit anders aussah....das sind durststrecken, da muss man durch immer mit dem blick auf die zukunft gerichtet.

man muss als paar wissen wo man hin will und als inidividuum. und um als paar auch die bedürfnisse der einzelnen befriedigen zu können muss man in die gleiche richtung schauen...

Beitrag von Keine Zugeständnisse 17.02.11 - 10:55 Uhr

Hallo,

ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin nicht mehr bereit, große Zugeständnisse in einer Partnerschaft zu machen.

In meiner Ehe habe ich das getan. Habe Zugeständnisse gemacht, unter denen ich jahrelang mehr oder weniger gelitten habe. Es ging um den finanziellen Aspekt, den Du auch aufgeführt hast. Auf einen Partner, der ständig zu viel Geld ausgibt, würde ich mich nicht mehr einlassen oder eben - wenn die Liebe sehr groß ist - die Konsequenz getrennter Kassen daraus ziehen.

Was die anderen Dinge angeht: Leben in der Stadt oder dem Dorf ... gut, da könnte man einen Kompromiss finden. Z.B. ein Leben am Stadtrand.

Grundsätzlich würde ich aber sagen, wenn die Lebensentwürfe wirklich sehr unterschiedlich sind (Kinderplanung, Wohnort usw.), dann würde ich die Finger von einer solchen Beziehung lassen. Das mag einige Jahre gut gehen, aber irgendwann kommt es bei demjenigen, der zurücksteckt wahrscheinlich doch zur Frustration. Die Partnerschaft leidet mit großer Wahrscheinlichkeit, evtl. kommt es dann sogar zu Trennung, wenn einer feststellt, dass er sich sein Leben doch anders vorgestellt hat.

Beitrag von nele27 17.02.11 - 11:20 Uhr

Moin,

das sagt sich so leicht.
Fakt ist doch, dass sich Wünsche und Lebenspläne doch auch mit der Zeit ändern können...

Stell Dir vor, Du hast Mann und Haus auf dem Dorf und eines Tages, als die Kinder aus dem Haus sind, entwickelt er den ernsthaften Wunsch nach einer schicken Stadtwohnung. Du willst aber in der Hütte auf dem Dorf bleiben. Was nun?? Lässt Du Dich dann scheiden?

Ich denke, das Thema Zugeständnisse kann einen immer ereilen, oder?

Beitrag von Keine Zugeständnisse 17.02.11 - 11:31 Uhr

O.k. Das kann natürlich auch passieren.

Wobei ich jedoch denke, wenn die Wünsche des Paares sich so weit auseinander entwickeln, was ist dann passiert? Gibt es noch mehr Probleme - die dann eher hinterschwellig sind?

Wenn der Partner, der das Landleben liebt, in eine Stadtwohnung umziehen soll, kann er dann auf Dauer glücklich sein? Die Gefahr besteht zumindest, dass die Beziehung an solchen Hürden zerbricht. Für den, der in solch großen Entscheidungen nachgibt, bleibt doch wahrscheinlich immer ein bitterer Beigeschmack. Man muss sich dann schon sehr zusammenreißen, um es dem Partner nicht bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit auf das Brot zu schmieren, was man für ihn aufgegeben hat.

Sicher ist da jeder Mensch anders, aber ich wollte mich nicht so verbiegen.

Und letztendlich: Ja, wahrscheinlich würde ich mich in so einem Fall trennen, wenn kein Kompromiss gefunden wird, mit dem beide Seiten leben können.

Beitrag von seelenspiegel 17.02.11 - 11:00 Uhr

Eigentlich meinst Du wohl schon keine Zugeständnisse mehr, sondern eklatant auseinander driftende Ansichten, bei denen versucht werden soll, einen Mittelweg zu finden?

Bis zu einem gewissen Grad kann man sich biegen, aber bei bestimmten Dingen wäre es in meinen Augen schon ein "brechen".....und das kam bei mir noch nie in Frage, und würde wohl Konsequenzen nach sich ziehen, in der das Wort "gemeinsam" die Zukunft betreffend nicht mehr in Frage kommt.

Ich wollte- und will nicht, dass jemand etwas NUR für mich macht....mir zuliebe tut was solch schwerwiegende Dinge angeht, handhabe es umgekehrt aber genauso.

Irgendwann landen das nämlich unweigerlich auf dem Tisch und werden einem auf´s Butterbrot geschmiert, und darauf verzichte ich dankend.

Beitrag von nele27 17.02.11 - 11:11 Uhr

Lassen wir mal das schwere Geschütz "Kinder" außen vor.

Aber wäre es für Dich schon ein unüberbrückbares Hindernis, wenn Du zB. der Großstadt leben willst und Deine Frau aufs Dorf ziehen? Oder umgekehrt... ist ja rein hypothetisch.

Also deswegen die Beziehung beenden?

Ich kenne eine, die ist von der Stadt (mittlere Größe, es war Hannover) mit Mann und Kindern auf ein kleines Dorf gezogen, da es sich beruflich so ergab und er dort unbedingt gern arbeiten wollte, Sie hat ein halbes Jahr lang nur geheult, inzwischen gehts ihr gut da. Die beiden haben nun Silberhochzeit, es hat sie nie mehr gestört. Aber das weiß man ja vorher nicht.
Solche Beispiele meine ich.

Beitrag von seelenspiegel 17.02.11 - 12:04 Uhr

Ich dachte es geht aber genau um das schwere Geschütz?


Hier mit passenden Beispielen anzukommen ist schwer.

Grundsätzlich lässt sich über vieles reden, und selbst in dem von Dir genannten Fall Dorf<-->Großstadt....unabhängig der Konstellation, käme es sicher auf Faktoren wie Verdienstmöglichkeiten, soziales Umfeld, Wohnqualität und persönliche Einstellungen und eigene Interessen an.

Somit wäre das kein "Zugeständnis", sondern ein abwägen von Für- und Wider.

Wäre also das neue Umfeld in allen Punkten genau so, wie ich es NIEMALS hätte haben wollen......wäre auch die Partnerschaft nicht das, was es noch herumreissen könnte....dann stimmt es nämlich auch in anderen Dingen nicht wenn sich zwei Menschen für so unterschiedliche Arten zu leben entscheiden würden.


Jetzt zurück zum schweren Geschütz, oder doch lieber bei der Taschenpistole bleiben? :-)

Beitrag von nele27 17.02.11 - 14:06 Uhr

Stimmt schon, es ist ein Abwägen. Aber meist gibts ja bei beiden Möglichkeiten Pro und Kontra und letztlich ists eine Frage des Geschmacks...

Sicher, wenn der eine 7 Kinder und ein Haus auf dem Dorf will und der andere ne Doppelverdiener-Ehe in ner hippen Stadtwohnung, muss man es lassen. Aber dazwischen liegt ja noch viel... und außerdem sind Lebenspläne ja nicht in Stein gemeißelt.
Einen Wunsch kann man entwickeln, andere Dinge sind plötzlich nicht mehr so wichtig. Und da denke ich eben, dass es in der tollsten Partnerschaft nicht immer parallel verläuft.

Und dann will der eine Partner plötzlich n Hund oder fängt ein teures Hobby an oder sonstwas. Das hat ja dann immer Folgen für den anderen (beim Hund Haare auf dem Sofa und kein Hotelurlaub mehr, beim teuren Hobby finanzielle und evtl. zeitliche Einschränkungen). Da stelle ich mir die Frage, was trägt man dem Partner zuliebe mit oder ermöglicht ihm und wann hört der Spaß auf??

Beitrag von cajun 17.02.11 - 11:01 Uhr

Hallo,

ich würde sagen, bei uns werden die Zugeständnisse mal vom einen mal vom anderen und im Normalfall ohne große Worte gemacht. Das war von Anfang an so -seit 10 Jahren- und ich empfinde diesen Aspekt der Beziehung als sehr harmonisch. Vielleicht sind wir auch einfach meistens einer Meinung? zumindest was weitreichende Entscheidungen betrifft.

Interessant wäre jetzt zu hören, wie mein Mann das sieht :)

Beitrag von frauke131 17.02.11 - 11:04 Uhr

Bei großen Dingen waren Zugeständnisse eigentlich bisher kaum nötig, da waren wir uns einig.

Kinder wollten wir beide 2- heben wir auch. Heiraten, nun gut, da könnte ich schon sagen, dass er es damals eher mir zuliebe gemacht hat, jetzt ist er denke ich froh, dass wir geheiratet haben. Er hätte das vielleicht erst später gemacht.

In der Stadt wollen wir beide leben, auch da gibt es keine Diskussionen.

Ich hätte schon Zugeständnisse gemacht:
Ich hätte aufs Heiraten verzichtet, wenn er nicht gewollt hätte; auf ein 2. Kind nur, wenn es triftige Gründe dafür gegeben hätte. Aufs Landwäre ich auch ihm zuliebe nie gezogen, da hätten wir einen Kompromiss finden müssen, vielleicht Stadtrand o.ä.
Beim Thema Geld kommt es darauf an, wieviel man hat und wofür man es ausgeben möchte. Unter Umständen würde ich auch da zurückstecken. Aber sicher nicht dauerhaft.

Beitrag von asimbonanga 17.02.11 - 11:07 Uhr

Hallo,
ich denke mit den Jahren wird man Zugeständnisse machen müssen.Schlecht wenn nur einer den Eindruck hat, er mache welche.
Ich denke dabei an ein Engagement für einen kulturellen Verein, das ich selbst nicht entwickelt hätte.Mir sagen die Leute dort nicht so zu, finde sie größtenteils langweilig und spießig.Ich gehe also mit, in größeren Abständen, bzw. entscheide von mal zu mal.Akzeptiere das diese Kontakte meinem Mann wichtig sind, und versuche meine Langeweile nicht spürbar werden zu lassen.Mittlerweile hatten wir Veranstaltungen und Aktivitäten die mir auch wirklich gefallen haben.
Im Gegenzug hat mein Mann z.B. seine Verwunderung , das ich virtuelle Kontakte auch persönlich treffe, überwunden.Er kommt mittlerweile sehr gerne mit.

L.G.

Beitrag von Keine Zugeständnisse 17.02.11 - 11:38 Uhr

Aber ich glaube, das sind doch alles keine wirklich großen Zugeständnisse, wie Kinderplanung, Wohnortwahl, Geld usw.

Wenn die Freizeitgestaltung/-interessen an einigen Punkten auseinanderdriftet, finde ich das nicht schlimm. Entweder man geht ab und an mal zu einer vielleicht ungeliebten Veranstaltung mit, so wie Du es machst, oder aber man bleibt derweil daheim. Es handelt sich nur um Stunden.

Aber was ist mit den Dingen, die das ganze Leben verändern würden?

Ich weiß zum Beispiel ganz genau, dass ich NIEMALS auf ein Dorf ziehen würde (um eines der Beispiele von Nele aufzugreifen).

Mein Mann hat Freunde, die ich ehrlich gesagt, nicht besonders mag. Da gehe ich auch öfter mit, auch wenn es Überwindung kostet. Aber das ist dann eben doch die Gattung "kleine Zugeständnisse".

Beitrag von asimbonanga 17.02.11 - 13:32 Uhr

Sicher das sind nur kleine Dinge.
In Punkto Kinder oder nicht, niemals heiraten hätte ich z.B. keine Zugeständnisse gemacht.
Ich würde mir auch nicht mit ansehen , wie mein Mann über unsere Verhältnisse lebt.
Allerdings würde ich generell fast überall mit hinziehen ( Schule muss natürlich vorhanden sein )ich bin was Umzüge angeht sehr flexibel, kann in einem Dorf genauso leben wie in der Großstadt.Weigern würde ich mich wenn mein Mann einen Umzug in ein islamisches Land planen würde.

Beitrag von zeitblom 17.02.11 - 11:08 Uhr

"weitreichende Zugeständnisse" waeren fuer mich z.B. Kinder oder Heirat...und da wuerde ich zu keinem Zugestaendnis bereit sein. Nur leichte Zugestaendnisse wuerde ich meiner Freizeitgestaltung machen (Sport) ...ansonsten bin ich sehr gelassen.... und solange ich nicht nach Castrop-Rauxel ziehen muss, waere ich auch in der Wohnortwahl recht flexibel (und selber ueberzeugungsfaehig ;-) )

Beitrag von coppeliaa 17.02.11 - 11:19 Uhr

Hi!

finanziell: dem partner noch geld zum rausschmeissen zustecken: definitiv nein.

kinder: bei der anzahl der kinder würd ich schon zugeständnisse machen. völliger verzicht auf kinder: nein.

wohnort: aufs platte land ziehen: nein. irgendwas dazwischen: würde von einigen umständen abhängen.

lg

Beitrag von gemeinhardt 17.02.11 - 11:26 Uhr

Ich denke, an solchen Stellen ist es immer die große Kunst, auch mal auszuhalten wenn man KEINEN Konsens findet.

Also, beim Thema Kinder gibt es keine Kompromisse.
Sie will eins, er nicht.

Entweder beide halten das aus, ER das er ihr den Wunsch nciht erfüllen möchte und sie deswegen traurig ist und sie das sie keins bekommt.

Das können immer Stellen sein, an denen eine Beziehung zerbricht, oder eine große Aufgabe und Herausforderung beim eigenen Wunsch zu bleiben/sich keinen Druck machen zu lassen und so miteinander in Liebe verbunden zu bleiben.

Das ist schwer, aber machbar.

Lg, Cora

Beitrag von allyl 17.02.11 - 11:43 Uhr

Hi,

ich denke, dass man Zugeständnisse machen muss, wenn eine Partnerschaft funktionieren soll. Allerdings sollten diese Zugeständnisse nicht einseitig sein. Es sollte das Gefühl bleiben, dass beide Partner ab und zu Zugeständnisse machen (es sei denn, man ist sich eh 100 % einig#schein).

- Kinder:
Hier haben wir eigentlich beide Zugeständnisse gemacht. Ich wollte, er nicht unbedingt. Da wir auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können, hat er das Zugeständnis gemacht, "alles mitzumachen, wenn es Dich glücklich macht - außer EZS", und ich habe dann entschieden, dass wir nichts unternehmen werden, weil mir ein "wenn es Dich glücklich macht" für einen so schweren Weg nicht ausreichend war. Nun sind wir kinderlos glücklich. Ich kann natürlich nicht sagen, ob mich das Thema irgendwann mal einholt, aber Schuldzuweisungen wären da eh nicht angebracht.

- Wohnort:
Ich habe lange in der Stadt gewohnt, fand es auch toll, habe aber nicht 1 Sekunde gezögert, aufs Land (am Stadtrand) zu ziehen und habe es auch noch nicht 1 Sekunde bereut. Insofern brauchte es da nicht viel Überredungskunst. Wäre ich nun ein "echter Stadtmensch" gewesen, hätte ich es aber wahrscheinlich dennoch gewagt. Sollte bei Euch das Thema Hauskauf zur Debatte stehen, so könntet Ihr doch vielleicht erst mal was auf dem Lande mieten? Dann könntet Ihr immer noch wieder zurück in die Stadt, falls Du Dich mit dem Landleben so gar nicht anfreunden kannst. Ich persönlich finde Stadtrand ideal, da man die Vorteile beider "Lebensformen" genießen kann.

- Geld:
Hier wäre es für mich schon ein Problem, wenn ich das Gefühl hätte, immer zurückstecken zu müssen. Da sollte man irgendwie eine Lösung finden, wenn Ihr ein gemeinsames Konto habt und unterschiedlich verdient, dass Ihr Euch auf einen Betrag X im Monat einigt, den jeder verballern kann. Wir haben getrennte Konten (was einfach ist ohne Kinder und bei 2 Vollzeitjobs), und so kann mein Mann seinen teuren Hobbies frönen, und ihm ist es egal, was ich für Klamotten und Schuhe ausgebe;-)

- Alltag / Urlaub:
Normalerweise sollte man sich in den meisten Dingen leicht einig werden, dafür hat man ja eine Partnerschaft. Wir hatten gerade das Problem, dass wir einen Urlaub gebucht hatten, der sich mit der Konfirmation meiner Nichte (meines Patenkindes) überschneidet. Mein Mann hat persönlich gar keine Veranlassung gesehen, den Urlaub deshalb umzubuchen. Er empfindet diesen Termin als unwichtig. Für mich ist er eklatant wichtig, und so hat er zurückgesteckt. Wir haben eine (für ihn weniger interessante) Reise gebucht, die auch noch teurer ist, und wir mussten Umbuchungsgebühren bezahlen. Aber so läuft das halt manchmal. Ich habe das Zugeständnis gemacht, nächstes Jahr jede von ihm vorgeschlagene Reise zu akzeptieren, auch wenn das bedeutet, dass ich 10 h im Flugzeug sitzen muss (ich hasse fliegen!).

Ich halte Kompromissbereitschaft und die Bereitschaft, Zugeständnisse zu machen, für sehr wichtig. Es muss aber natürlich auch Grenzen geben (die ich allerdings nicht bei der Entscheidung Stadt-Land sehen würde).

LG Ally#klee

Beitrag von nele27 17.02.11 - 11:52 Uhr

Hi,

zum Glück ist bei uns gar nichts der genannten Dinge aktuell #huepf Unsere Stadtrandwohnung ist ein Zugeständnis von uns beiden an unseren Geldbeutel :-)

Bei der groben Planung waren wir uns bislang immer einig. Allerdings entwickelt mein Mann immer mal Ideen so halb im Ernst, bei denen ich mich im Falle eines Falles ernsthaft mit dem Thema Zugeständnis auseinander setzen müsste.
Zum Glück ists nie konkret geworden #schwitz Einer seiner bahnbrechenden EInfälle war, nach Norwegen auszuwandern. HILFE! Allerdings war ihm dann der Winter 2009/2010 schon in Hamburg zu hart, weswegen er jetzt auf keinen Fall mehr nach Norwegen will. Puuuh. Ich hätte ja kein Problem mit Auswandern - aber doch nicht nach Norwegen #schock

Mein Mann hat indes überhaupt keine Probleme Zugeständnisse zu machen. Ich bewundere das. Er hat nie das Gefühl, dass er was aufgibt (zumindest bis jetzt nicht) und ist sehr begeisterungsfähig für neue Dinge.

Beitrag von allyl 17.02.11 - 12:08 Uhr

Hi,

ha ha, das ist ja nun mal auch ein wichtiger Punkt. Der Geldbeutel bestimmt die Zugeständnisse;-). Na, dann ist doch alles paletti bei Euch.

Auswandern nach Norwegen#schock: DAMIT hätte ich aber auch ein substanzielles Problem. Mein Mann zum Glück aber auch, uns kann es nicht heiß genug sein, insofern scheiden alle Nordländer trotz traumhafter Landschaften schon mal aus;-).

Ansonsten heisst es bei mir: Nicht ohne meine #katze (das wäre auch so ein Thema, wo ich Probleme hätte, Zugeständnisse zu machen, muss ich aber zum Glück auch nicht).

LG Ally#klee