Hypnotherapeutin - seriös? - unseriös?

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Beitrag von marta1982 17.02.11 - 11:33 Uhr

Aufgrund einer Posttraumatischen Belastungsstörung habe ich eine Hypnotherapie gemacht bzw. wollte ich ursprünglich erstmal eine Verhaltenstherapie bei einem Psychologen machen und dann je nach dem noch Hypnosesitzungen nehmen.
Viele Psychologen bieten ja beides an.

Leider haben die Therapeuten endlöse Wartelisten, usw.
Nur Verhaltenstherapie - dafür habe ich keinen Platz bekommen.
Da es aber damals ein Akutfall und ich dringend ambulante Therapie brauchte, machte meine KK eine Komprisslösung und bezuschußte mir einen Teil der Stunden.
Ich habe dann quasi so eine gemischte Therapie gemacht - also Gesprächtherapie / Verhaltenstherapie und Hypnotherapie.
Dafür bin ich immer in Vorrauskasse getreten und bekam dann für einen Teilbetrag eine Erstattung von der KK.

Nun sind vor kurzem schwere Schicksalsschläge eingetreten, was mich zu einer Fortsetzung der Therapie veranlasste.
Von meiner Krankenkasse habe ich erfahren, dass die Therapeutin nun doch eine Kassenzulassung hat und Verhaltenstherapie auf Krankenschein anbieten und abrechnen darf.

Leider hat sich meine Therapeutin dazu nicht geäußert, mir aber ständig Termine für Hypnotherapie gegeben.
Allerdings bekomme ich logischerweise für eine Hypnotherapie von der Kasse keine Erstattung, wenn die Therapeutin eine Kassenzulassung für Verhaltenstherapie hat.

Mir hat die Therapie und die Gespräche schon gut getan. Es ging erst um das eigentliche Trauma, Kindheit, Familie, usw.
Für mich war schon vieles viel klarer geworden und ich habe mich in der letzten Stunde über die Erfolge gefreut.
Wir waren auch bei dem Thema, dass eben Verhalten von den Vorfahren an die nächsten Generationen weitergegeben wurden.
Nun borte meine Therapeutin bei meiner Großmutter, die schon lange tot ist. Sie hat ihr erstes Baby durch den Plötzlichen Kindstod verloren.
Jetzt will die Therapeutin unbedingt Hypnose zu dem Thema machen - ob nicht das Kind deshalb gestorben ist, weil die Oma evtl. in der Schwangerschaft körperlich gearbeitet hat - z.B. auf dem Feld, Acker, Vieh im Stall oder was auch immer.
Ich seh da keinen Zusammenhang.
Viele Menschen arbeiten in der Schwangerschaft. Und wenn es durch Probleme in der Schwangerschaft war, dann wäre es ein Abgang gewesen und nicht der Plötzliche Kindstod nach der Geburt.
Außerdem hat das nichts mit meinem Trauma und meinen Schicksalschlägen zu tun. Das ist ne andere Baustelle.

Wie gesagt, sie will jetzt unbedingt Hypnose wegen dem Baby von damals machen - das war zig Jahre vor der Geburt meiner Vaters....
Und zwischendurch hat meine Oma nochmal Kinder bekommen.

Warum ich da jetzt unbedingt Hypnose machen soll, ob und warum das Baby damals gestorben ist, kann ich nicht nachvollziehen.
Zumal mir für ein paar abschließende Gespräche eine Verhaltenstherapie genügen würde.
Und da würde ich nicht über das Thema aus den 30ern sprechen - sondern um mich und wie es mir heute geht. Was ich aus den Schicksalschlägen und der Therapie gelernt habe und für mich mitgenommen habe.

Wie gesagt, mehrere Hypnosesitzungen wegen so einer Sache, die ganz weit weg ist. Eine Sitzung kostet 100 Euro - ohne Zuschuß von der Kasse - eine schöne Stange Geld.

Das ist gar nicht mein Thema - das Baby von der Oma - das ist nur so am Rande bemerkt. Wen es alles mal in der Familie gab bzw. noch gibt.
Jetzt wird auf der Schwangerschaft von damals rumgeritten.
Unverständlich?

Am Ende schaut sie noch, wer unsere Vorfahren noch so gewesen sein könnten und wir kommen im Mittelalter oder Steinzeit raus - und sie will dann noch Hypnose machen.
Unseriös!

Aber keine Meldung wegen der Verhaltenstherapie.
Starkes Stück!

Ein Mann aus meinem Ort ist auch bei der Therapeutin.
Er hat ein unverarbeitetes Kindheitstrauma. Wollte da eigentlich mit der Therapeutin reden und Hypnose machen.
In der ersten Stunde haben sie auch darüber geredet - seine Familie, usw.
Nun hatte er die zweite Stunde - Hypnosetherapie ohne Hypnose da nur geredet wurde.
Sie hat wohl gefragt, was er von Beruf ist und ob er damit zufrieden ist.
Es ist ein Kaufmännischer Beruf.
Zufrieden ist er nicht damit. Macht aber im Moment ein Fernstudium, um eben seiner Arbeitsplatzsicherung noch etwas mehr Stärke zu geben.
Da sagt die ja zu ihm: Er solle das nicht machen, sondern Coach werden.
Ich könnte mir so einen Beruf bei ihm auch gut vorstellen. Aber einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit guter Bezahlung in der heutigen Zeit aufzugeben - mit Familie. Das geht gar nicht.
Eine Sitzung - 100 Euro kassiert - keine Hypnose gemacht
- um zu sagen, dass er seinen Beruf hinschmeisen soll und Coach werden soll.

Ist das alles noch seriös?

Eine Freundin meint sogar, da würde noch eine größere Macht hintendran stehen und die Leute bekämen bei ihr ne Gehirnwäsche.

Beitrag von sonntagsmalerin 17.02.11 - 12:09 Uhr

Hallo!

Für mich hört sich das schon alles ein wenig suspekt an #kratz

Was für eine Ausbildung hat die Therapeutin denn? Ist sie psychologische Psychotherapeutin?

Vertrauen ist die Grundlage einer jeden erfolgreichen Therapie. Wenn du zu der Therapeutin kein Vertrauen fassen kannst, bringen die Sitzungen auch nichts.
Ich würde mit ihr offen reden und ansprechen, wie du dir die nächsten Stunden vorstellst. Schließlich sind es deine Stunden, dein Geld und deine Zeit, die du da einbringst, und die Therapie soll dir ja was bringen.
Wenn sie überhaupt nicht darauf eingeht würde ich zu einem anderen Therapeuten wechseln. Soweit ich weiß , besteht der Anspruch auf bewilligte Stunden der KK auch weiterhin bei einem Wechsel des Therapeuten.

LG
Clarissa

Beitrag von haruka80 17.02.11 - 12:57 Uhr

Hallo,

manchmal haben Dinge aus der Vergangenheit wirklich Einfluss auf das eigene Leben. Sowas merkt man oft in Familienaufstellungen oder wenn man systemische Therapie macht (ich mache gerade die syst.Ausbildung, daher fällt mir das grad auf). Das kann sich schnell wie Hokus-Pokus anhören, ist es aber nicht.
Was du beschreibst hört sich insgesamt ein wenig merkwürdig an. Hypnotherapie ist ja eine Zusatzausbildung, für mich hört sich das eher n bissche nach Schamanismus an, was sie mit reinnimmt und ehrlich: dieses VErmische von Therapieformen-schrecklich!!!! Es hört sich eher an, als wäre die Dame sehr verzettelt.
Hypnose muß nur bezahlt werden, wenn sie wirklich stattgefunden hat, alles andere kann ein Therapeut mit KAssenzulassung unter Verhaltenstherapie abrechnen-wer das nicht so macht, möchte einfach kassieren.

L.G.

HAruka

Beitrag von marta1982 17.02.11 - 13:45 Uhr

Sie ist Dipl. -Psychologin und bietet neben Hypnosetherapie auch Verhaltenstherapie usw. an.
Aber zu der Zeit, wo ich angefangen habe, hatte sie keine Verhaltenstherapie angeboten.
Da es bei uns hier in der Gegend schwierig ist, Therapeuten zu finden, bot mir die Krankenkasse einen Zuschuß in Höhe von der jeweiligen Verhaltenstherapie und auch für eine bestimmte Stundenzahl an - so wie eine VT laufen sollte.
Was ich mehr mache bzw. Hypnose - das ist klar - das muß man selber zahlen.
Sie macht sowohl Gespräche als auch Hypnose.
Bisher war ich zufrieden und habe auch gemerkt, dass ich mich weiterentwickle.
Auch Dinge aus der Vergangenheit wie z.B. die eigene Kindheit, das Leben der Eltern - sogar bis hin zu Vorfahren wie die Großeltern, die den 2. Weltkrieg erlebt haben, usw.
Mir ist schon klar, wenn es in einer Familie ein unverarbeitetes Kriegstrauma gibt und dadurch Unsicherheit und Unruhe ergibt, kann sich das bin hin zur 3. und gar 4. Generation auswirken.
Es gibt da auch sehr interessante Bücher zu dem Thema.

Allerdings ist für mich im Prinzip alles gesagt, und wenn jetzt nichts schlimmes passiert, kann ich auch erstmal meinen weiteren Weg ohne Therapeutin gehen.

Nur sie will unbedingt so eine komische Hypnose machen - bei so einer alten Sache. Obwohl wir ja schon soviel gemacht haben.

Und sie rechnet auch - so ist es bei mir und dem anderen Klienten - Hypnosetherapie ab, auch wenn es nur ein Gespräch war.
Das was er gemacht hat, war so ne Art Berufsberatung.
50 Minuten - 100 Euro - stolzer Preis.
Dabei wollte er über seine Kindheit reden, weil er da ein unverarbeitetes Trauma vermutet.

Für mich kommt das nun alles wie Hinhaltetaktik und Geldmache vor.
Voralllem:
Sie hat eine Kassenzulassung wieder und darf Verhaltenstherapie anbieten.
Ich habe es über einen Antrag bei der Kasse rausbekommen.
Doch sie meldet sich nicht mehr.

Beitrag von schmerle123 17.02.11 - 17:33 Uhr

wenn du nicht über das gestorbende baby deiner oma reden möchtest, obwohl sie der meinung ist, dieses müsse man hypnotherapeutisch aufarbeiten, dann tu es auch nicht!
hört sich für mich etwas seltsam am das ganze!

alles gute!