Rollenverteilung

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von ooojuleooo 17.02.11 - 11:40 Uhr

Hallo...

Wir haben uns gestern überlegt die Rollen in unsere Familie evt. zu wechseln... #kratz

Zur Zeit ist es so, das mein Mann einen 12 - 14 Stunden Tag als Berufskraftfahrer hat und ich morgens 3 Stunden einen 400€ Job mache. Eigentlich bin ich Erzieherin und möchte auch gerne wieder in meinem Beruf arbeiten. Aber ich finde keine geeignete Teilzeitstelle in der Nähe. Unser 3jähriger geht von halb acht bis hab drei in den Kindergarten.

Jetzt sind wir gestern auf die Idee gekommen, das ich wieder Vollzeit arbeiten könnte und mein Mann in Teilzeit arbeiten geht und sich mehr um unseren Sohn kümmern kann. Finanziell dürfte es nicht arg viel ausmachen...

Gibt es noch mehr Familien, die das so leben, oder ist bei euch der Mann der Hauptverdiener? Bin mal gespannt... :-D Liebe Grüße, Jule

Beitrag von munirah 17.02.11 - 11:49 Uhr

bei uns im Bekanntenkreis gibt es einige die getauscht haben. Wir haben auch mal vorübergehend getauscht. Die "Vätermonate" waren der Anlass, es einfach zu probieren. Es ist für unsere Familie nicht der Idealzustand, aber wenn es nötig wäre, würden wir es sofort machen!!!

Beitrag von nele27 17.02.11 - 12:08 Uhr

Hallo!

Wir haben gerade getauscht.

In den letzten 3 Jahren hat sich hauptsächlich mein Mann um Haushalt und Kind gekümmert. 1,5 Jahre war er in Elternzeit und danach hat er eine Weiterbildung gemacht. Ich war Alleinverdienerin.

Nun bin ich mit dem 2. Kind in Elternzeit und er arbeitet Vollzeit. Ich verdiente zwar mehr als er jetzt, aber er soll ja auch die Gelegenheit haben, beruflich etwas auf die Beine zu stellen nach der Weiterbildung. Außerdem wollte ich mal ne Auszeit.

Der Komplettrollentausch brauchte natürlich etwas Zeit zum Eingewöhnen. Noch heute jammert mein Mann gelegentlich, dass er die Kinder kaum sieht etc. Obwohl er nur eine 36-Std.-Woche hat. Und ich habe Haushalt, Kochen und so am Anfang nicht sonderlich gut auf die Reihe bekommen... da hat er manches Mal am Wochenende geholfen :-) Inzwischen klappt es ganz gut.

Aber von Anfangsschwierigkeiten mal abgesehen kann ich das nur weiterempfehlen! Wenn jeder die Rolle des anderen kennt, ist das Verständnis füreinander sehr groß.
Noch heute profitiere ich von den Kenntnissen meines Mannes im Familienmanagement :-)
Keiner ist so dauerhaft aus dem Job raus.
Und was gibts Besseres, als wenn die Kinder beide Eltern als echte Bezugspersonen erleben?

Ich würde sagen: Macht es! Zumal Du ja bestimmt auch nicht 14 Stunden aus dem Haus bist, oder?? #kratz

Wenn Du noch Fragen hast zum Thema Hausmann etc., dann immer her damit!

LG, Nele

Beitrag von risala 17.02.11 - 12:24 Uhr

Hi,

ich habe schon immer Vollzeit gearbeitet und mein Mann ist seit 2003 Hausmann. Er hatte allerdings immer einen kleinen Nebenjob (ca. 8-10h pro Woche).

Anders hätte es sich bei uns nicht gerechnet und ich arbeite gerne. Hätte mir nicht vorstellen können, so wie mein Mann, dauerhaft zu Hause zu sein.

Leider ist es sehr schwer eine kaufm. Teilzeitstelle für einen Mann zu finden - wir suchen bereits seit 2 Jahren. Nun hoffen wir, wenn mein Mann div. Weiterbildungen macht (z.B. aktuelle WIN/Excel, etc.) und unser Sohn ab Sommer bis 14 Uhr in der Schule ist, dass wir dann etwas für ihn finden. Er möchte nämlich auch gerne wieder ins Berufsleben zurückkehren.

Gruß
Kim

Beitrag von marion2 17.02.11 - 12:58 Uhr

Hallo,

KANN dein Mann überhaupt Teilzeit arbeiten? Ich stelle mir da bei Berufskraftfahrern sehr schwierig vor.

Gruß Marion

Beitrag von ayshe 17.02.11 - 13:20 Uhr

Ich finde es eher schade, daß so etwas überhaupt ein Thema ist, das dargestellt wird, als käme aus dem Universum.


Ich bin seit über 6 Jahren Alleinverdienerin, mein Mann kümmert sich um unsere Tochter (fast 7) und arbeitet nebenbei für unsere eigenen Dinge.

Beitrag von manavgat 17.02.11 - 13:33 Uhr

Sch... egal, wie es "andere" machen.

Wenn es für Euch passt, dann ist das doch super!

Gruß

Manavgat

Beitrag von derhimmelmusswarten 17.02.11 - 13:53 Uhr

Nö. Wenn unser zweites Kind kommt, bleibe ich erstmal 2-3 Jahre zu Hause. Mein Freund geht Vollzeit arbeiten im Schichtdienst und hat auch einen ganz guten Job in einem großen Familienunternehmen in der Nähe. Den Streß tue ich mir nicht an. Abgesehen davon würde mein Freund mich auslachen. Er würde niemals zu Hause bleiben und auf die Kinder aufpassen und den Haushalt machen. Mit seiner Art den Haushalt zu machen, könnte ich sowieso nicht leben und in meinem Beruf würde ich auch niemals soviel Geld verdienen wie er.. Wenn die Kinder größer sind, werde ich aber auf jeden Fall wieder Teilzeit arbeiten gehen und da ich noch jung bin später auch wieder Vollzeit. Schließlich möchte ich, auch wenn wir heiraten wollen, später eine eigene Rente beziehen.

Beitrag von nele27 17.02.11 - 14:25 Uhr

***Abgesehen davon würde mein Freund mich auslachen. ***

Was ist daran lächerlich, wenn ein Vater sich um seine Kinder kümmert?

Beitrag von ayshe 17.02.11 - 14:46 Uhr

Manche halten eben an den alten Rollen fest.

Beitrag von windsbraut69 18.02.11 - 09:05 Uhr

Deshalb drehen sich bestimmt all die Frauen tagtäglich heute in ihren Gräbern um, die Jahrzehntelang für die Gleichberechtigung der Frauen gekämpft haben...

LG,

W

Beitrag von ayshe 18.02.11 - 13:08 Uhr

Ja, das kann sein.

Einerseits wird nach Gleichberechtigung gebrüllt, aber wie man sieht, wollen das gar nicht alle Frauen. Wer weiß, wie hoch der Anteil überhaupt ist, also von denjenigen, die es wollen und sich auch so verhalten.

Beitrag von windsbraut69 18.02.11 - 09:04 Uhr

Ohje.
Ich wette, genau so haben 99% der Frauen mal gedacht, die irgendwann, wenn "die Kinder aus dem Gröbsten raus sind", dann dauerarbeitslos entweder abhängig vom Vater der Kinder oder der Allgemeinheit sind.

Gruß,

W

Beitrag von ooojuleooo 17.02.11 - 14:06 Uhr

#danke für eure Antworten!

Also als erstes haben weder er noch ich ein Problem damit... Im Gegenteil. Ich war jetzt fast vier Jahre zuhause und habe so richtig Lust wieder voll zu arbeiten.

Im Gegenzug dazu, würde sich mein Mann wahrscheinlich besser um Haushalt und Kind kümmern wie ich im Moment... Mir geht gerade einfach die Luft aus... Ich mag mal wieder was anderes sehen. Er dagegen wünscht sich einfach viel mehr Zeit mit seinem Sohn zu haben. Und die Vorstellung, er müsse als Alternative in den Fernverkehr und wird somit zum Wochenendpapa und Mann lässt ihn echt verzweifeln... #verliebt

Ich wäre ja in der Regel am Nachmittag auch wieder daheim und er hätte ja Zeit am Abend oder in der Nacht irgendwo zu arbeiten. In seinem Beruf durchaus üblich.

Mal sehen, eigentlich wäre es eine schöne Lösung für alle... Nur den Schritt zu wagen erfordert einfach etwas Mut...

War jetzt einfach mal auf eure Erfahrungen gespannt! Also nochmals danke!

Beitrag von windsbraut69 18.02.11 - 09:07 Uhr

"Ich wäre ja in der Regel am Nachmittag auch wieder daheim und er hätte ja Zeit am Abend oder in der Nacht irgendwo zu arbeiten"

Warum arbeitest Du denn dann nicht einfach abends und nachts, nachdem Du den Tag über keine Arbeit mit Kind(ern) und Haushalt hattest?



Gruß,

W

Beitrag von ooojuleooo 18.02.11 - 13:45 Uhr

Weil Kindergärten in der Regel Nachts zu sind!!! :-p

Beitrag von cat_t 17.02.11 - 15:04 Uhr

Hallo #blume

bei uns ist das so, seit das 1. Kind auf der Welt war. Also seit fast 9 Jahren.

#liebdrueck
Sanne #sonne

Beitrag von amory 17.02.11 - 17:30 Uhr

Hallo,

wir gehören zwar nciht zur richtigen Tausch-Fraktion, aber anders als bei anderen ist/war es trotzdem.
Ich bin direkt nach dem Mutterschutz in den beruf eingestiegen, allerdings nur 2-3 tage/Woche im Schichtdienst. Mein freundhat zu der zeit noch studiert und 20Std/Woche gearbeitet. Wir haben quasi alles geteilt: beruf, Familie, Haushalt, etc.

Ich fand das gut.

Nach 1,5 Jahren war er it dem Studium fertig und hat Vollzeit angefangen, ich arbeite auch fast Vollzeit (Freiberuflich, deshalb unterschiedlich von Woche zu Woche).

Ich finde das gut so, mit einem Mann, der nicht bereit ist, sich mit mir Familie und berif zu teilen könnt eich nicht leben.

Grüße, Amory

Beitrag von windsbraut69 18.02.11 - 09:02 Uhr

Eigentlich ist es absolut erschreckend, dass eine solche Frage heute gestellt wird....
Warum sollte das nicht funktionieren und warum hältst Du diese Rollenverteilung für so exotisch?
Mir fallen auf Anhieb jetzt 3 Paare ein, die das so machen oder gemacht haben und es war kein Problem. In diesen 3 Familien wurde das aber in keiner Phase der Entscheidungsfindung vom Geschlecht abhängig gemacht.

Kann denn aber Dein Mann in seinem Job so einfach auf Teilzeit reduzieren?

LG,

W

Beitrag von ayshe 18.02.11 - 13:10 Uhr

Das sehe ich genauso.

Es ist vollkommen egal, wer voll und wer TZ arbeitet, Hauptsache, das Geld reicht eben und alles läßt sich zeitlich mit den Kindern organisieren, aber das alles ist nicht vom Geschlecht abhängig.

Beitrag von ooojuleooo 18.02.11 - 13:51 Uhr

Ich habe nie gesagt, das es nicht funktioniert und exotisch finde ich es auch nicht! Ich wollte einfach nur mal lesen, wie es andere machen...