Elterngeld nach Mutterschutz/Arbeitslosigkeit

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von alfa-biene 17.02.11 - 14:02 Uhr

Hallo,

bin total verwirrt!!!

Es dauert zwar noch, bis ich Elterngeld beantragen muss, mach mir aber dennoch jetzt schon meine Gedanken.

Also: Ich war letztes Jahr von Juli bis November im Mutterschutz nach einer Totgeburt. Währenddessen wurde ich gekündigt. Nun bin ich arbeitslos!

Demnach wäre ich insgesamt knapp 4 Monate im Mutterschutz und knapp 9 Monate arbeitslos eh mein Kind geboren wird.

Im Elterngeldantrag werden ja 12 Monate des "Einkommens" berücksichtigt! Wird denn mein Mutterschutzgeld auch berücksichtigt?

Weil dann würde ich ja 67% meines letzten Nettoeinkommens vor der Arbeitslosigkeit bekommen? Oder?

Ich sag ja: Total verwirrend...

Würde mich über Antworten freuen.

Liebe Grüße
Anika

Beitrag von yoya 17.02.11 - 16:59 Uhr

Deine Frage kann ich dir nicht beantworten - zumindest was das Mutterschutzgeld anlangt. Leider befürchte ich aber, daß du für die 9 Monate Arbeitslosigkeit überhaupt kein Einkommen angerechnet bekommst, egal was du vorher bezogen oder verdient hast. (Ist zumindest bei mir so: über 10 Jahre Sozialabgaben nicht zu knapp geblecht und nun 300 Euro Elterngeld/Monat!)

Ruf doch am besten in der Elterngeldstelle an, die sind dort (zumindest bei uns) sehr freundlich und können das sicher am besten beantworten.

Beitrag von susannea 17.02.11 - 18:08 Uhr

Die erste Frage ist, wie kann dir während des Mutterschutzes gekündigt werden, das geht nicht! Somit muss ja nach dem Muttershcutz noch Einkommen vorhanden gewesen sein!

Wenn du im Mutterschutz warst, hast du auch Mutterschaftsgeld erhalten, oder?

Das zählt dann nicht mit, sondern die Moante werden ersetzt.

ALGI ist kein EiNkommen, die MOnate werden mit 0 Euro gezählt.

Um dir aber genauer helfen zu können, müsstest du schon angeben, von wann bis wann im Mutterschutz (mit Mutterschaftsgeld) und wann du jetzt in den Mutterschutz gehst.

Beitrag von alfa-biene 17.02.11 - 20:00 Uhr

Also ich war vom 21.07.10 bis zum 24.11.2010 im Mutterschutz. Danach war ich dann arbeitslos. Vorraussichtlich gehe ich erst Anfang August wieder in Mutterschutz.

Ich weiß, dass ich nicht im Mutterschutz gekündigt werden kann, aber wie schon gesagt, ich hatte eine Totgeburt und keine Kraft mich vor Gericht mit meinem Ex-Chef zu streiten. Es handelte sich ja auch um einen Abbruch aus medizinischer Indikation.Da ist ja die Rechtslage nicht ganz klar!

Beitrag von susannea 17.02.11 - 20:09 Uhr

Das stimmt, das ist dann nämlich auch der viel wesentliche Punkt, ob du Mutterschaftsgeld erhalten hast in der Zeit! Wobei du wohl gar nicht hättest streiten müssen, hätte alles ein Anwalt machen können!

Denn davon hängt ab, welche Monate zählen.

Wenn ja, zählt eigentlich August 2010 bis Juli 2011.

August bis November müssten dann ersetzt werden, also sind 8 Monate ohne Einkommen und 4 mit dem Einkomemn vor dem Mutterschutz, also März bis Juni.

Beitrag von alfa-biene 17.02.11 - 20:17 Uhr

Und das würde bedeuten ich würde mehr als 300 Euro bekommen?

Beitrag von susannea 17.02.11 - 20:26 Uhr

Je nachdem, wie hoch das EInkommen in den Monaten war und ob du da Mutterschaftsgeld bekommen hast, ja.

Beitrag von alfa-biene 17.02.11 - 20:29 Uhr

Ja, habe Mutterschaftsgeld bekommen und auch ein recht hohes Nettoeinkommen.

Ich rufe morgen trotzdem nochmal bei der Elterngeldstelle an. Nicht das die das anders sehen :-(

Aber vielen Danke für die Antwort

Beitrag von susannea 17.02.11 - 20:30 Uhr

Wie sollen die das anders sehen.


Die addieren das Einkommen aus den 4 Moanten, ziehen 920 Euro ab und teilen durch 12, davon gibts dann 65 -100% mindestens 300 Euro.

Beitrag von alfa-biene 17.02.11 - 20:38 Uhr

Hä? Wie die ziehen da 920 Euro ab?
Jetzt wirds ja noch schwieriger!

Also sagen wir mal, ich hatte 1200 Euro Netto!
Das sind in 4 Monate 4800 Euro - 920 Euro. Also 3880, und das dann nochmal durch 12? Also 323,33 Euro?

Beitrag von susannea 17.02.11 - 20:41 Uhr

920 Euro Werbungskostenpauschale.

Beitrag von alfa-biene 17.02.11 - 20:48 Uhr

Die haben doch eine Knall! Wie soll man denn damit leben?

Kann ich ja gleich Hartz4 beantragen!

Beitrag von emmy06 18.02.11 - 05:16 Uhr

warum bekommst du in solch unstete verhältnisse, keine arbeit, wenig geld überhaupt ein kind?
da könnte man genauso den kopf drüber schütteln vor unverständnis.

so leid mir tut, was euch widerfahren ist, aber deinen ärger und dein geschimpfe kann ich nicht verstehen. man sollte sich auch übers finanzielle gedanken machen bevor man ein kind plant.



lg und alles gute für dich und diese schwangerschaft

Beitrag von yoya 18.02.11 - 11:42 Uhr

Dürfen Arbeitslose deiner Meinung nach keine Kinder haben/bekommen? Auch der nächste - selbst unbefristete - Job wird nicht sicherer sein als der zuvor. Nach deiner Logik darf dann niemand, der auf Lohneinkommen angewiesen ist, jemals ein Kind bekommen. Oder bist du sicher, daß du in zwei Jahren noch Arbeit hast?

"Übers finanzielle gedanken machen bevor man ein kind plant" - das ist sicher nicht verkehrt, nur vom Gedanken machen wird das Finanzielle auch nicht besser. Und viele, die auf den richtigen Zeitpunkt warten, verpassen ihn dann ganz, weil es den überhaupt nicht gibt!

Ich finde deinen Kommentar reichlich undurchdacht.

Beitrag von susannea 18.02.11 - 07:27 Uhr

Wieso haben die einen Knall? Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung, du hattest keinen Lohn, sagen wir mal, doch nicht ganz unverschuldet und dadurch muss auch nichts ersetzt werden. Du bekommst also zusätzlich Elterngeld und Kindergeld.

Zusätzlich kannst du dich ja dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen und noch anteilig ALGI erhalten, wenn du eine Kinderbetreuung hast!

Beitrag von alfa-biene 18.02.11 - 11:25 Uhr

Boah, gleich sone Anfeindungen!

Darf man sich nicht einfach mal kurz aufregen, ohne dass man gleich Vorwürfe bekommt???

Beitrag von yoya 18.02.11 - 11:49 Uhr

Zitat: "Demnach wäre ich insgesamt knapp 4 Monate im Mutterschutz und knapp 9 Monate arbeitslos eh mein Kind geboren wird."

Mit ist gerade noch aufgefallen, daß das nicht ganz richtig sein kann: Die letzten 6 Wochen vor der Geburt wirst du wieder in Mutterschutz sein - da gibt's auch kein AL-Geld mehr, da man dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung steht.

Beitrag von alfa-biene 18.02.11 - 12:10 Uhr

Die 6 Wochen vor der Geburt sind schon mit in den 4 Monaten Mutterschutz drin!

Ist jetzt auch egal! ich weiß zumindest mit was ich nicht rechnen kann!

Mein Kind wird schon net verhungern ;-)

Aber vielen Dank für deine Unterstützung