Er "vergisst" Buchstaben, Zahlen, Worte.. ich dreh am Rad!

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von germany 17.02.11 - 14:21 Uhr

Hallo,

mein Sohn (6 Jahre) geht seit ende August in die erste Klasse. Mein Problem mit ihm ist:

Wenn er Aufgaben macht, dann kann er die beim 1. Mal, aber nicht bei einer wiederholung.

Ständig vergisst er angeblich wie die Zahl heißt die raus kommt, wie das Wort heiß was er vor wenigen Minuten gelesen hat usw.

Er wird dann total weinerlich und bockig und macht ewig lange: mmmmmmhhh mmmmhhhhhh.

Oh da könnte ich....:-[

Wie kann es denn sein das er einmal lesen kann: "Ich esse gerne Pizza mit Salami."

Und beim zweiten Mal kann er mir nicht sagen das da Salami steht. Dann sagt er Salat und keine ahnung was alles.


Das macht mich sooooo wütend. Ich muss mich dann echt zusammenreißen um ruhig zu bleiben, weil das echt nervt. Er hat es ja kurz zuvor gelesen.

Er sagt immer er vergisst das immer wenn er nach Hause kommt.





Sind Kinder in dem Alter echt so vergesslich und was kann ich überhaupt von ihm erwarten an Wissen?

Hausaufgaben gibt es nur Mittwoch und Freitag an den anderen Tagen wird es in der Schule gemacht. Oft ist er aber so fleißig, dass er auch Freitags nichts auf hat, weil er es in der Schule schon geschafft hat.


Was können eure denn so durchschnittlich in der 1. Klasse im 1. Halbjahr?




lG germany mit Lukas und Krümelchen 18.ssw

Beitrag von lena10 17.02.11 - 14:42 Uhr

Hallo,

für mich klingt es so, als könne er tatsächlich noch nicht lesen. Das ist übrigens zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht unnormal - viele Kinder beherrschen die Synthese der Buchstaben erst gegen Ende des 1. Schuljahres oder einige sogar noch später.

Wenn er das Wort beim ersten Mal lesen wusste, kann es sein, dass er es auswendig kann. Und später hat er es dann tatsächlich vergessen.
Wie ist es denn, wenn er Wörter lesen soll, die du ihm spontan aufschreibst (natürlich mit den Buchstaben, die er schon kennt)? Kann er die dann lesen oder rät er auch da? Wenn er rät, würde ich mit ihm Übungen zur Synthese machen, z.B. verschiedene Silben lesen lassen, Wörter auf- und abbauen, etc.

Mein Sohn kann recht flüssig auch unbekannte Texte lesen - allerdings hat er sich das schon vor der Einschulung selbst beigebracht, hat also einen Vorsprung ;-).

LG Lena

Beitrag von germany 17.02.11 - 14:47 Uhr

Hallo,

also bisher haben wir noch keine Worte aufgeschrieben und gelesen. Er schreibt schon ziemlich gut, aber das hab ich noch nicht ausprobiert.

Ich krieg echt Zustände, weil ich keine ahnung habe, wie man einem Kind das lesen bei bringt bzw. ihm dabei hilft.


lG germany

Beitrag von ungeheuerlich 17.02.11 - 14:45 Uhr

Sag mal wie bist Du denn drauf:

"Ständig vergisst er angeblich wie die Zahl heißt die raus kommt, wie das Wort heiß was er vor wenigen Minuten gelesen hat usw. "

Angeblich.....

Vielleicht weiß er es wirklich nicht mehr???
Dann solltest Du vielleicht mal das Gespräch mit der Lehrerin suchen.
Ich finde nicht, daß Du deinem Sohn derzeit eine große Hilfe bist. Stattdessen setzt Du ihn noch zusätzlich unter Druck, er merkt ja schließlich auch daß Dich das nervt.

Was machst Du erst, wenn eins Deiner Kinder vielleicht eine Lernbehinderung hat? Drehst Du dann völlig durch?

Klar ist das noch alles normal, Schule ist halt kein Kindergarten mehr, überleg mal wie viele neue Eindrücke er jetzt hat und wieviel die von den Kindern fordern.

Sprich mal mit der Lehrerin. Und je nach dem was da bei raus kommt, entscheide weiter.

LG

Kerstin

Beitrag von germany 17.02.11 - 14:56 Uhr

Gehts noch? DU bist wohl die Geduld in Person oder?

Natürlich frage ich mich, ob mein Kind nachdem er etwas gelesen bzw. gerechnet hat, das so schnell vergessen kann.

Wenn er mir grade noch sagte das 5+2 =7 ist und wenige Minuten später muss er erstmal rumrechen usw. dann fühle ich mich schon ein bisschen veräppelt.

Mit den Lehrerinnen bin ich über das hausheft immer im Kontakt und ich erwarte überhaupt nicht von meinem Sohn das alles zu können und ich setze ihn nicht unter Druck, denn ich weiß das er noch klein ist und ganz neu in der Schule.

Ich hab sonst eine wahnsinns Geduld, denn wenn du mal eine halbe Stunde rätseln musstest, was jemand die nur mit Körpersprache deutlich machen möchte, dann muss man viel Geduld haben.

Du tust ja echt gerade so, als würde ich mein Kind jeden Tag zum üben nötigen und ihn anbrüllen oder sowas. Ich bin keine der Mütter die sich jeden tag dahinter klemmt und das Kind den ganzen Tag zum lernen zwingt. Das bisschen Freizeit was er nach der Schule hat, gehört ihm und da darf er spielen und machen und tun, aber wenn er Hausaufgaben hat, erwarte ich einfach, dass er absolut ehrlich ist und nicht so tut als könne er etwas nicht, weil das macht er nun mal auch ganz gerne. Ist ja auch vollkommen normal in dem Alter, nur das bringt ihn ja auhc nicht voran und die Aufgaben müssen halt gemacht werden.

Beitrag von ungeheuerlich 17.02.11 - 15:04 Uhr

Hm, also alles was Du da jetzt geschrieben hast, das sind Deine Worte.
Ich habe Dir lediglich ans Herz gelegt, mal ein "GESPRÄCH" mit der Leherin zu suchen. Keine Hausaufgabenheftkritzelei.
Und klar bekommt er Deine Unzufriedenheit mit.
Ich unterstelle Dir gar nichts, nur sollte er es wirklich nicht können bzw. vergessen und dann Deine Reaktion dazu sehen, meinst Du nicht er kommt sich so ein bißchen als Versager vor?
Also nochmal:
Suche das Gespräch mit der Lehrerin, nur so kannst Du ihn wirklich helfen.
Ist nur nett gemeint, daß Du gleich so aus der Haut fährst verstehe ich nicht.
Alles Gute für Deinen Sohn.

LG

Kerstin

Beitrag von germany 17.02.11 - 15:36 Uhr

Entschuldige, aber deine Antwort war auch nicht viel netter.. Meine Hormone spinnen momentan halt ziemlich und mich regt wirklich jedes bisschen auf.

Natürlich versuche ich immer so ruhig wie möglich zu bleiben oder gehe eben kurz raus "was trinken", so das er halt nicht merkt das ich jetzt wegen ihm raus gehe.

Ich würde ihn nie anschreien oder sowas, aber es ist schon nicht leicht einem Kind was beizubringen. Als er klein war, war das alles so einfach. Da war es mir egal wenn er 2std. brauchte um seinen schuh anzubekommen, das Ergebnis zählte und so soll es ja auch sein.

Es ist halt auch der immense Druck unter dem man heute steht und ich möchte natürlich nicht, dass mein kleiner schon jetzt total unter druck lernen muss. Ich werde das ganze jetzt lockerer angehen und die Lehrerin fragen wie weit er überhaupt schon ist was das lesen angeht.

Rechnen tut er gerne, aber auch da tut er oft als wenn er das nicht kann, dabei weiß ich ganz genau das er es kann. Vor allem wenn er einfach nur was abzählen muss.



Beitrag von meringue 17.02.11 - 17:10 Uhr

Man merkt dir an, dass du sehr unter Druck stehst, was die Hausaufgaben deines Sohnes angehen.Ich kenn das, hatte ich auch mal. Also kein Angriff!!;-)

Ich fand diese Phase auch unheimlich schwierig. Hier gab es so viel Stress, dass mein Kleiner auf die Frage, was denn sein größter Wunsch wäre, "Eine 1 für meinen Bruder" sagte...

Mein Rat: Wenn du den Druck rausnimmst aus der Hausaufgabenzeit, wirst du merken, dass er nicht so schnell blockiert beim Überlegen- denn ich denke, das passiert: Er soll lesen und merkt instinktiv, dass Mama kurz vor der finalen Schnappatmung steht. #wolke

So viel Übung hat er noch nicht im Lesen/Schreiben/Rechnen, dass er auch unter Anspannung funktioniert (nicht alle haben ja diese tollen Kinder, die sich noch vor der Einschulung "Krieg und Frieden" aneignen...). Und ein Erstklässler muss auch noch nicht die Ergebnisse von Rechenaufgaben repetieren können. Er muss halt noch mal von vorn rechnen.
Vllt ist es besser, du lässt ihn dann alleine arbeiten und kommst nur, wenn er dich ruft.
Ansonsten prophezeie ich dir, dass er irgendwann die Nachmittage im Nachhilfeinstitut verbringen wird (das hatte man mir damals vorgeschlagen). Und das willst du ihm doch ersparen!

Beitrag von luka22 17.02.11 - 17:27 Uhr

"Wenn er mir grade noch sagte das 5+2 =7 ist und wenige Minuten später muss er erstmal rumrechen usw. dann fühle ich mich schon ein bisschen veräppelt."

Das ist doch normal! Er weiß es eben noch nicht auswendig sondern muss es noch einmal ausrechnen. Das ist bei meiner Tochter dasselbe. Ich werde mit ihr jetzt verstärkt das Zerlegend der Zahlen im Zehnerbereich üben, denn langsam sollte sie eine gewissen Sicherheit wenigstens im Zehnerbereich erlangen. Aber ich denke mir dann immer: Sie kann nichts dafür, dass sie es noch nicht schneller kann! Am wichtigsten ist, dass sie das Prinzip verstanden und ein Gefühl für ZAhlen hat.

Grüße
Luka

Beitrag von germany 17.02.11 - 18:29 Uhr

Oh man und ich dachte er macht das nur weil er keine Lust mehr hat#klatsch

Ich hab nie geschimpft oder so, aber ich dachte echt der ver.. mich. Jetzt weiß ich es zum Glück besser und kann da viel gelassener rangehen. Hier nach Vergleichen fragen verunsichert eien ja meist noch mehr, denn hier können ja alle vor der Schule lesen, rechnen, schreiben.. Meiner konnte nichtmal seinen Namen, weil ich auch immer der Meinung war das er sowas eben nicht vorher können muss so auf brechen und biegen.

Bei der Einschulungsuntersuchung kam ich mir total blöd vor, nur weil er es eben noch nicht konnte..

Beitrag von manavgat 17.02.11 - 16:57 Uhr

Ich würde vorschlagen, dass eine andere Person mit ihm lernt/übt. So wie Du Dich aufregst, wird er komplett blockieren. Das kann nichts werden.

Gruß

manavgat

Beitrag von luka22 17.02.11 - 17:21 Uhr

Na ja "vergessen" kann man Wörter und Zahlen nicht! Entweder er Kann sie lesen und er KANN rechnen oder eben nicht. Für mich liest es sich so, als ob er in der Schule die Sätze auswendig lernt und dann tatsächlich vergisst.
Wie liest er denn ungeübte/ unbekannte Texte? Oder Silben? Wenn er hier große Schwierigkeiten hat, dann ist es ein Zeichen, dass er noch Zeit und Geduld braucht.

Grüße
Luka

Beitrag von comiso76 17.02.11 - 17:27 Uhr

Hallo,

bitte "noch" die Ruhe bewahren. Er ist erst in der Schuleingangsphase.
Gibt es Vergleiche zu größeren Geschwisterkinder???

Ansonsten, bitte erst mit dem Lehrer sprechen und dann ggf. gemeinsam das Regionalschulamt einschalten. Dort kann die Leistungsfähigkeit individuell getestet und beurteilt werden....


LG

Rina

Beitrag von germany 17.02.11 - 18:34 Uhr

Hallo,

nein, Vergleiche habe ich keine. Mit meiner Nichte die einen Tag jünger ist, kann ich ihn schlecht vergleichen, denn sie hat schon vor der Schule bei ihrer großen Schwester das schreiben gelernt und alles fleißig nachgeahmt.

Ich war wirklich absolut verunsichert, weil ich überhaupt keine ahnung habe as er jetzt schon können muss. Er ist nicht dumm und kommt gut hinterher, kann sich die Namen von tausenden von Tieren merken, aber Zahlen und Buchstaben...

Ich rechne und lese am besten nur noch mit Tieren mit ihm, dann hat er sicher mehr Spaß daran.


Es kommt einem immer alles so leicht vor wenn man erwachsen ist und man kann sich gar nicht vorstellen das man auch als Kind nicht lesen konnte, dabei haben wir es ja alle irgendwann mal lernen müssen. Nur das ich erst mit 7 in die Schule musste, so wie es damals halt üblich war.

Beitrag von frechdachsie 17.02.11 - 19:05 Uhr

Tief durchatmen, deine Hormone spinnen gerade etwas.

Viele Kinder versuchen Wörter aus der Fibel auswendig zu lernen. Schreib ihm Wörter die er können muss mal auf ein Blatt und schau ob er es lesen kann. Kann er es nicht lernt er die Seiten im Buch auswendig. Aber keine Panik das machen die meisten Kinder zum Anfang. Es kommt auf darauf an nach welchem System ihr lesen lernt.

Mathe da könnte ich auch regelmäßig in die Tischkante beissen. Meiner ist jetzt in der 2. Klasse und hat arge Probleme bei den Minusaufgaben, obwohl er es eigendlich kann. Mathe muss man begreifen, arbeite mit Würfeln oder ähnlichem, so das er die Menge optisch erfassen kann. Lustig wird es dann mit den verliebten Herzen usw.

Mach dich erstmal schlau was sie wirklich schon haben und übe nicht trocken mit ihm sondern viel mit Beispielen und nebenbei. Das wird schon.

Gruß Frechdachsie