Sprechen? Bin genervt vom Kindergarten

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von iangel76 17.02.11 - 16:45 Uhr

Hallo!

Ich bin gerade sehr genervt und muß mir mal Luft machen.

Mein Sohn ist 27 Monate und spricht noch nicht soviel. Sind erst so ca. 20 Wörter. Wir haben auch nach der U7 das Gehör überprüfen lassen. Alles in Ordnung.

Er geht seit Oktober in den Kindergarten. Und jetzt im Januar war ein Elterngespräch und da ging es auch um das sprechen. Er würde noch nicht altersgerecht sprechen und so weiter. Er hätte auch seit er da ist keine neuen Wörter dazu gelernt. Da habe ich gesagt, dass ich das so nicht bestätigen kann. Er hat sehr wohl seit der U7 neue Wörter dazu gelernt. Jetzt nicht gleich 50, sondern nur so um die 10, aber immerhin. Die Erzieherin meinte, die würde er aber im Kindergarten nicht sprechen. Aber in unserem Umfeld hat mir jeder bestätigt, dass ich nicht spinne oder mir das ausdenke, weil er bei Familie und Bekannten diese Wörter ja auch spricht. Jetzt haben die mir gesagt, ich sollte doch mal zum SPZ gehen. Ich hab mich da erkundigt und wir sind dann zum Kinderarzt und haben das mit ihm besprochen. Er meint aber, dass er den ganzen Stress nicht nachvollziehen kann. Bei Connor wäre das Gehör in Ordnung und er hätte die richtigen Gegebenheiten in seinem Umfeld. Er wäre halt ein Late-Talker. Wir sehen das genauso. Er riet uns davon ab, jetzt schon zum SPZ zu gehen. Das haben wir dann im Kindergarten erzählt und die können das natürlich nicht verstehen und gehen mir jetzt auf den Geist mit: Was wollen sie denn jetzt machen? Und aus unserer Erfahrung...

Mir platzt da bald der Kragen. Jedes Kind ist halt anders und das müßten sie doch auch aus ihrer "Erfahrung" wissen oder?

Dazu muß ich sagen, dass er sich sonst im Kindergarten wohl fühlt, er ist aber auch ein bißchen schüchtern.

Tut mir leid, dass es so lang geworden ist, aber ich mußte mich jetzt mal auslassen.

LG Inga

Beitrag von dentatus77 17.02.11 - 17:19 Uhr

Hallo!

Es ist schon richtig, jedes Kind ist anders und jedes Kind hat ein eigenes Entwicklungstempo, aber was hast du zu verlieren, wenn du deinen Sohn mal im SPZ vorstellst? Die sind dort speziell geschult und können genau einschätzen, ob ein Sprachdefizit vorliegt oder nicht. Und wenn es ein Defizit gibt, ist es doch sinnvoll frühstmöglich mit der Förderung anzufangen.

Ich versteh das Ganze manchmal nicht: Wenn ein Kind sich mit 5mon noch nicht dreht, meint jeder nachhelfen zu müssen und verlangt Krankengymnastik. Wenn aber ein gut 2jähriges Kind kaum spricht, dann ist es plötzlich nur ein Spätzünder und man wehrt sich gegen Förderung.

Warum? Was ist denn so schlimm daran ins SPZ zu gehen? Du bekommst Gewissheit, ob die Sprachentwicklung deines Sohnes im Rahmen ist, und der Kindergarten wird dann auch Ruhe geben.

Und ganz ehrlich: Der Kinderarzt kann nur Momentaufnahmen machen, kennt dein Kind nur wenig und sieht ihn nur kurz. Die Erzieherinnen sehen deinen Sohn täglich und sie machen ihren Job wahrscheinlich auch schon eine ganze Weile. Die sehen, wie sich Kinder entwickeln, verfolgen ständig die Entwicklung vieler Kinder. Die haben ihre Erfahrungswerte.

Liebe Grüße!

Beitrag von iangel76 17.02.11 - 17:27 Uhr

Hallo!

Ich wehre mich überhaupt nicht gegen das SPZ. Ich hatte die Unterlagen ja schon ausgefüllt und es fehlte ja nur noch die Überweisung vom Kinderarzt.

Aber was mich ärgert ist nicht, dass die mich auf das SPZ hingewiesen haben. Das ist ja richtig, sondern das die mich so drängen und wirklich immer wieder nerven.

Er spricht ja und es kommen immer Wörter dazu, nur halt noch nicht soviele wie bei anderen.

Und was mich nervt, das die so tun, als ob wir uns das ausdenken, dass er immer neue Wörter dazu bekommt, obwohl ich es von vielen Leuten bestätigt bekomme.

Wenn er im Kindergarten diese Wörter nicht spricht, dann kann ich es doch auch nicht ändern. Ich kann ihn ja nicht zwingen.

Der Kinderarzt meinte nur, wir sollten noch ein bißchen warten und gucken und dann sehen wir weiter. Und ohne Überweisung kann ich da sowieso nichts machen.

LG Inga

Beitrag von dentatus77 17.02.11 - 18:07 Uhr

Hallo!
Ja, das würd mich wohl auch nerven, aber vielleicht haben sie ja recht.
Ich hab grad mal zum Thema Late Talker gegooglet, und was ich gefunden hab, ist, dass - auch wenn ein großer Teil der Late-Talker im 3. Lebensjahr das Defizit aufholt, eine frühe Therapie sinnvoll ist, weil eben der Teil, der das Defizit nicht aufholt, später unter Umständen erhebliche Sprachstörungen entwickelt.
Das hier fand ich ganz interessant:
http://www.stimmhaft.de/therapiefelder/kinder/late-talkers/
Und diese Seite ist auch recht informativ:
http://www.latetalker.ch/index.php
Ich würd an deiner Stelle noch einmal mit dem Kinderarzt sprechen, meiner Meinung nach ist es besser zu früh therapiert zu haben als zu spät. Und ein Logopäde kann das eben besser abschätzen.
Liebe Grüße!

Beitrag von bine3002 17.02.11 - 17:46 Uhr

Locker bleiben. Gib deinem Sohn die Zeit, die er braucht.

Und auf die Frage "Was machen Sie denn nun?" antwortest Du "Ich behalte es im Auge, der Arzt ist informiert. Wir werden aber jetzt erstmal abwarten. Diskussion beendet."

Beitrag von whiteangel1986 17.02.11 - 17:56 Uhr

hallo,

also ich denke da ganz genauso wie meine vorposterin. Ich denke du solltest das wirklich überprüfen lassen. Nur um gewissheit zu haben. Klar hat jedes kind seine schwierigkeiten. Bei uns war so ein fall auch mal. Mein kind lief mit 10 monaten alleine und seit er 12 monate alt ist, geht er in die kinderkrippe. Tägl. 9h. Kurz vor seinem 2. geburtstag meinten die erzieher zu mir. Das er noch sehr sehr wackelig läuft und oft stürtz. Da er schon sehr lange läuft müsste das eigendlich weg sein. Ich habe es beim HNO überprüfen lassen. War alles ok. Er sagte nur zu mir, das es nicht selten ist dass kinder die sehr früh anfangen mit laufen auch lange wackelig sind. Jetzt mit fast 2,5j läuft merkt man davon kaum noch was.

Aber sprech sachen? naja, mein kind redet auch noch nicht sehr deutlich, aber quasselt den ganzen tag. Ich finde es im grunde gut, das sich die erzieher solche sorgen machen. Ich denke in dem SPZ wird erstmal eine vorstellung gemacht und bis zum 3. geburtstag beobachtet. Wenn sich dann kaum was getan hat, können sie direkt eingreifen. Schon frühzeitig.

Beim sprechen ist dies schon ganz wichtig. Denn im kindergarten alter könnte sonst dein kind schnell schon ausgegrenzt werden. Gerade wenn sich ab dem 3. lebensjahr ungefair das langzeitgedächnis bildet, merken sich die kleinen schon sehr früh, welche eigenschaften sie an anderen kindern mögen. Außerdem können dann die erzieher gezielter mit deinem kind umgehen und es IN der gruppe bestmöglich fördern, wenn sie wissen ob eine sprachverzögerung gegeben ist.

Alles gute WhiteAngel

Beitrag von bine3002 17.02.11 - 18:05 Uhr

Aus Angst vor Ausgrenzung sollte man ein Kind "vor der Zeit" therapieren? Sollte man ihm nicht vielleicht eher den Rücken stärken und froh sein, dass es diese Erfahrung schon im Kindergarten machen kann, wo die "Attacken" der anderen Kinder noch verhältnismäßig harmlos sind und sowieso täglich ein anderes Kind treffen? Später wird das Kind ständig damit konfrontiert sein, in einigen Bereichen schlechter zu sein als andere, sei es in der Schule, beim Sport oder sonstwo.

Ich habe mich jedenfalls dafür entschieden meine Tochter mit fast 4 Jahren beim Ballett anzumelden statt bei der Logopädie. Beides wäre an einem Tag gewesen und hätte sich ausgeschlossen. Sie wollte aber gerne zum Ballett und im Nachhinein war es die absolut richtige Entscheidung. Wenn heute nämlich jemand zu ihr sagt: "Du sprichst aber komisch!" (was nicht mehr so ist, aber wenn...) dann sagt sie: "Dafür hast Du eine Rübennase!" ;-) Der Sport hat ihr Selbstvertrauen gegeben, was ihr vor einem Jahr noch fehlte und die Sprache hat sich ganz von allein verbessert.

Beitrag von dasier 17.02.11 - 17:57 Uhr

Hallo
ich würde noch abwarten. bei der U7 ist die Frage ob das Kind 2 wort sätze bildet? macht er das?
wenn nicht, hast du von deinem KA einen Fragebogen bekommen wo man ankreuzt welche wörte das kind kann? anhand dieses fragebogens kann man schnell erfahren ob therapie notwendig ist.

kommentiert er den alltag? also z.B. wenn ein Turm umfällt "bum" sagt oder wenn die Tür zu geht "zu" sagt, usw?

ich würde mich auf den KA verlassen. es ist nett vom kiga, dass sie so aufmerksam sind.
ich würde das nächste mal sagen du hast es mit dem KA besprochen und hast einen Kontrolltermin in 3 monates ausgemacht. dann wird evtl eine therapie eingeleitet.

Beitrag von iangel76 17.02.11 - 18:18 Uhr

Hallo!

Ja, zwei Zwei-Wort-Sätze kann er auch schon und er kommentiert viele Sachen.

Ich hab im Kindergarten jetzt auch heute gesagt, dass wir das jetzt erstmal beobachten und dann weiter sehen.

Ich weiß, dass Sprache sehr wichtig ist, aber er ist doch auch erst im November 2 geworden und die Erzieherin sagt mir: Er wird ja bald 3. Ja, im November sag ich, dass ist ja noch ein bißchen. Und es ist ja nicht so als ob er gar nicht sprechen würde. Sie sagt Kinder mit 2 müssen mindestens 50 Wörter sprechen, dass hätte sie so ein einem Seminar gelernt. Ja, er kann noch keine 50 Wörter, das weiß ich, aber ich will da nicht sofort Stress machen.

Er konnte schon mit 10 Monaten laufen und ein Kinder im Kindergarten läuft jetzt erst mit 18 Monaten. Das fand ich total okay, da sag ich auch nicht: Oh, die ist aber zurück. So spät laufen. Ich finde es toll, dass sie jetzt frei laufen kann. Dafür macht sie vielleicht was anderes früher als andere.

Wir wollen das jetzt auch nicht gar nicht mehr beachten. Aber wir denken halt, wir beobachten das jetzt erstmal noch so 3 Monate und dann gehen wir wieder zum Kinderarzt und sehen weiter.

LG Inga

Beitrag von zarah89 17.02.11 - 19:36 Uhr

Ich würde erst mal locker bleiben dein Sohn hat sich halt auf de Motorik versteift und das reden war halt erstmal zweitranig!

Ich weiß leider aus eigener Erfahrung wie das nervt ich habe nen kleinen Motorik Spätzünder und wurde von Arzt zu Ostheopat und anschließend zur Krankengymnastik geschickt. Gebracht hat alles nicht er hat sich schließlich sogar schlichtweg geweigert und steif gemacht bei der Krankengymnastik. Erst als der ganze Zirkus vorbei war und ich mich geweigert habe noch mal zur Krankengymnastig zu gehen hat er wenig später sich ganz von allein hingesetzt und zwar ganz anders als es ihm die Krankengymnastig gezeigt hat.
Jetzt im Nachhinein denke ich sogar das diese Therapie alles nur verzögert hat. Beim laufen und auch bei anderen evtl noch folgenden Defiziten lass ich mich nicht noch mal so verücktmachen.
Kinder entwickeln sich nun mal nicht alle nach Schema F jedes Kind ist anders und jeder hat nun mal Stärken aber eben auch schwächen.

Meine Schwäche ist bis heute zB die Rechtschreibung aber die kann ich ganz gut durch andere Stärken ausgleichen! Nobody is perfect!

Lg Sarah

Beitrag von iangel76 17.02.11 - 20:04 Uhr

Danke schön an alle!

Dadurch hab ich mich wieder ein bißchen beruhigt.

Wie Sarah schon schrieb: Nobody ist perfect! Und genauso ist es!!

Einen schönen Abend noch
Inga

Beitrag von kleenerdrachen 17.02.11 - 20:05 Uhr

Huhu,
ich habe von der KK nen Brief bekommen, was für die U7 an Vorgaben gelten und da steht drin, dass das Kind 20 bis 50 Wörter können sollte.
Frag mal die ERzieherin, warum sie die obere Grenze nimmt und nicht die untere!

LG Steffi

Beitrag von schwarzesetwas 17.02.11 - 20:09 Uhr

Also, was Du an Worten schreibst finde ich schon sehr wenig.
Aber nun gut. Es gibt halt solche Kinder! Dafür gibts welche, die können in dem Alter noch nicht klettern usw.

Nur: Was ist so schlimm daran eine Untersuchung im SPZ machen zu lassen? Die Leute haben dort WIRKLICH Plan und werden Dein Kind nicht zu Tode untersuchen.
Ganz im Gegenteil, den Kindern macht es dort Spaß.

Ich mußte mit meinem 1. Kind auch dahin, allerdings als Baby. Er hatte ein Geburtstrauma mit gesundheitlichen Folgen.
War auch erst unangenehm 'überrascht', dass ich dahin sollte, aber letztendlich war ich sehr froh darüber, weil mein Kind sehr intensiv untersucht wurde.
Es gab auch noch Nachuntersuchungen, die meinem Kind echt Spaß gemacht haben.

Lg
SE


Beitrag von nini00 17.02.11 - 20:18 Uhr

Huhu

Ich find es auch nicht nicht schlecht wenn die sich in der der Kita so gedanken machen ! Hat nix mir dir zu tun aber ich habe ne bekannte die es normal findet das ihre 3 jahre alte tochter nur paar einzelne wörter spricht. Von sätzen ist sie meilenweit entfernt.... Kann die Mutter nicht verstehen, Ich würde mir da eher sorgen machen! #kratz

Lg

Beitrag von iangel76 17.02.11 - 21:05 Uhr

Hallo!

Nein, ich finde es ja auch gut, wenn die Kita sich bei einigen Sachen Gedanken macht und es auch sagt. Nur so funktioniert das auch.

Ich glaube mich nervt es deshalb so, weil es nicht die erste Sache ist, wo die Erzieherin mir und einigen anderen Eltern quer kommt. Ich weiß gar nicht wie ich es erklären soll. Sie sieht halt immer nur die Normen. Ein Kind muß das in dem Alter können und jenes in dem. Die Erzieher haben viel Erfahrung und deshalb finde ich es komisch, dass sie in diesen Normen denkt und das meine ich nicht nur auf das sprechen gesehen. Auch andere Dinge. Wenn ich so höre was bei anderen Eltern bemängelt wird, dann stellen sich mir halt die Nackenhaare auf.

Natürlich mache ich mir auch ein paar Gedanken wenn ich sehen, dass Kinder in seinem Alter mehr sprechen können und wie ich schon oben einmal geschrieben habe, will ich das auch auf gar keinen Fall schleifen lassen und so hat es der Kinderarzt auch gar nicht gemeint. Wir wollen es ja nur jetzt noch mal 2-3 Monate beobachten und dann mit dem Kinderarzt besprechen wie es weiter geht. Ich meine, der Kinderarzt hat ja auch seine Erfahrungen mit Kinder oder nicht? Klar, er sieht die immer nur kurz, aber doch über Jahre hinweg und da merkt er doch ob seine Methode Sinn macht oder?

Und ich finde es halt immer noch komisch, wie ich hier heute schon mehrmals geschrieben, dass er im Kindergarten weniger spricht als überall anders. Obwohl er sich da wohl fühlt. Und wenn ich das anspreche, dann werde ich immer komisch angeguckt (als ob ich mir das ausdenke) und sie kann nichts darauf sagen und tut es ab. Das nervt mich am meisten!!!!!

LG Inga



Beitrag von sunflower.1976 17.02.11 - 20:21 Uhr

Hallo!

Was ist denn "schlimm" an einer weiteren Diagnostik?
"Late-Talker" ist ja erstmal nicht schlimm, allerdings macht es aus meiner Erfahrung mit meinem großen Sohn allerdings schon Sinn, genauer nachschauen zu lassen, ob die Sprachentwicklung noch im Rahmen ist oder ob doch "etwas mehr" dahintersteckt.

Mein großer Sohn hat eine Sprachentwicklungsverzögerung und wir sind lange von den Ärzten nicht ernst gemommen worden. Um den 3. Geburtstag herum wurden wir nach diversen Arztwechseln zur Pädaudiologie geschickt (ein normaler Hörtest beim HNO-Arzt vorher war unauffällig) und dort wurde dringendster Therapiebedarf gesehen. Mein Sohn hat dann zwei Jahre lang zwei Mal wöchentlich Logopädie bekommen und wir waren stationär in einer Sprachheilklinik. Mittlerweile ist er so weit, dass er die Regelschule besuchen kann, was vor ein paar Monaten noch ganz anders aussah. Hätte ich auf den KiA und den ersten HNO-Arzt gehört, hätte unser Sohn erst mit 3,5 bzw. 4 Jahren Therapie erhalten und dann wäre er nicht so weit, wie er es heute ist. Im Sommer hätte er dann mit ziemlicher Sicherheit die Sprachheilschule in 35km Entfernung besuchen müssen und nicht die Grundschule hier im Dorf.

Auch unser Sohn hatte nie Probleme mit dem Gehör, hat eine altersgrechte motorische Entwicklung, altersgerechtes Sprachverständnis und "die richtigen Gegebenheiten in seinem Umfeld".

Sei froh, dass die Erzieherinnen aufmerksam sind und Euch beraten! Ein Gespräch und ggf. eine Diagnostik beim SPZ schadet doch nicht. Wenn überhaupt Therapiebedarf besteht, wird diese sehr spielerisch gemacht und die Kinder haben Spaß daran.

LG Silvia

Beitrag von sunflower.1976 17.02.11 - 20:24 Uhr

P.S. Es gibt einige (!) Ärzte, die ungerne Verodnungen/Überweisungen ausschreiben, wenn der Hinweis auf einen möglichen Therapiebedarf von anderen Leuten kommt. Einfach weil sie sich dann in ihrer Kompetenz angegriffen fühlen.
Wenn Dir an einer Diagnostik liegt, mach Druck und lass nicht locker.