Ich MUSS sie abgeben?? Was ist das für eine Hilfe?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von -janna- 17.02.11 - 18:50 Uhr

Guten Abend Mädels,
hatte heute den Termin mit dem Träger, der unsern betreuten Umgang machen soll. Bekommen haben wir den, weil es zwischen uns Eltern einfach nicht funktioniert und mein Ex zu unserer Tochter (16Mon) garkeinen Bezug hat, sie aber sehen will. Jetzt verlangen die von mir, dass ich sie direkt dort abgeben MUSS und nicht dabei sein darf. Finde das unmöglich, sie dann gleich bei 2 Fremden zu lassen, außerdem wird er sich dann klar da als lieben Papa hinstellen, aber an den eigentlichen Problemen zwischen uns als Eltern ändert das ja wohl erstmal nix. Und nu? Komplett verweigern, das Kind einfach weggeben, obwohl man das als Mutter nicht verantworten kann/will? Bin langsam echt mit meinem Latein am Ende =(

Beitrag von at_me 17.02.11 - 19:08 Uhr

so ist das bei uns auch geregelt. Wenn dies so Gerichtlich angeordnet ist, denke ich nciht das du da viel dran ändern kannst, halte nochmal mit deinen Anwalt Rücksprache. Ansosnten ist das Vorgehen in der Tat so wie du es gerade beschreibst.

Beitrag von futtersklave 17.02.11 - 19:10 Uhr

Hallöchen,

es war erstmal das Vorgespräch?
Wir hatten auch damals betreuten Umgang, aus denselben Gründen wie bei Dir.
Da ich dort meine Zweifel und auch Ängte äusserte, war ich die ersten 2 Male mit im Zimmer, danach erst mit im Zimmer, habe mich dann verabschiedet, bin aber im Nebenraum geblieben.
Alle Fragen , die auftraten, wurden mit mir abgesprochen.
Klar ist die Situation für alle belastend, aber eine gute Möglichkeit, mit einer neutralen Person.
Nach dem betreuten Umgang sind wir weiterhin in enger Zusammenarbeit mit der Familienfürsorge und dem JA geblieben, als aber alles beendet war, war der Vater vom meinem Sohn auch nicht wirklich mehr interessiert. Nun ja, kannst keinen zu zwingen.

Rede mit der Sozialarbeiterin(falls der Umgang von solch einer Einrichtung angeboten wird, bei uns war es eine Sozialarbeiterin bzw. Psychologin), sage ihr, daß es Dich verunsichert und Du wenigstens einen Teil der Zeit mit im Raum bleiben möchtest, um die Situation zu entkrampfen.Sag ihr, Du wirst Dich nicht in Vater-Kind-Gespräche einmischen (aber merke sie Dir bzw. schreib alles auf, was Dir auffällt), und darfst auch so nicht eingreifen. Im Raum bleiben und Lesen. Es kann dich keiner zu zwingen, Dein Kind dort abzugeben und alles so geschehen zu lassen. Falls sie doch darauf bestehen:Es gibt immer eine "höhere Stelle".
Komplett verweigern solltest du nicht, das kann sehr falsch ausgelegt werden.

Ich wünsch Dir auf jeden Fall starke Nerven und lass dich nicht einschüchtern!
LG




Beitrag von zahnweh 17.02.11 - 19:33 Uhr

Hallo,

mir wurde im Vorgespräch (Eltern werden getrennt gefragt), erklärt, dass ich einige Male mit Kind und betreuuender Person zusammen in einem Raum wäre. So würde sich das Kind an die Betreuungsperson und den Raum gewöhnen. Wenn dann ein Bezug hergestellt sei, käme es zum Umgang zwischen Vater und Kind, mit betreuuender Person, ohne mich.

Allerdings hatte sie ihren Vater zu dem Zeitpunkt schon einige Monate nicht mehr gesehen. Sie war damals auch 14 Monate alt.

Dazu gekommen ist es nicht, da der Vater kein Interesse mehr hatte.

Beitrag von nisivogel2604 17.02.11 - 20:00 Uhr

Ist das eine gerichtliche Entscheidung?

Wo liegen die Differenzen?

Das Jugendamt hat kerlei Entscheidungsgewalt!

Beitrag von -janna- 17.02.11 - 21:18 Uhr

Der BU ist keine gerichtliche Entscheidung. Ich hatte mich ans Jugendamt gewant, weil der wehrte Herr zu keinerlei Mediation bereit ist. Die haben das dann befürwortet. Auch beim Jugendamt habe ich bereits gesagt, dass ich sie nicht mit ihm und der Sozialarbeiterin (die mich ja angeblich soo verstehen würde, weil sie damals in der gleichen Situation war und sich gewünscht hätte, dass es sowas gegeben hätte und ich solle das doch so annehmen)alleine lassen will. Das habe ich dort heute auch mehrfach gesagt, aber die meinen, dass die Spannungen zwischen uns Eltern so groß seien, dass das Wohl des Kindes gefährdet sei, wenn wir beide in einem Raum sind. Also darf ich nich dabei sein. Ich weiß auch nicht was das soll, aber das Jugendamt interessiert sich auch nicht dafür. Darauf hoffen, dass der KV das Interesse verliert, brauch ich nicht. Das sagt die Praxis auch, der wäre so versteift darauf sein Kind zu sehen, am liebsten heute noch, ohne mich und am besten gleich das ganze WE lang. (Er will einfach Druck auf mich ausüben, unser Kind ist nur das Druckmittel gegen mich)

Beitrag von schwesterlilly 18.02.11 - 10:37 Uhr

Hallo,

gibt es irgendeinen Verdacht, daß er dem Kind schaden könnte? Wenn ja solltest du diese äußern. Macht der Mann dir Angst oder benutzt du dein Kind einfach nur als Druckmittel?

Meine Kinder durften ihren Papa von Anfang an sehen, auch wenn ich ihn anfangs echt hehasst habe. Da war keine neutrale Person mit im Raum. Aber das Urvertrauen das Kinder eben auch einen Papa brauchen(schon allein wegen der Identität)war bei mir immer da. Leider gab es anfangs wirklich schlimme Angiftungen zwischen uns, das gibt sich aber mit der Zeit. Und wenn du ihm nicht begegnen musst, umso besser.

Lg

Beitrag von -janna- 18.02.11 - 11:14 Uhr

Sie wird nur als Druckmittel genutzt. Unsere Tochter ist ihm egal, weder an Weihnachten noch am Geburtstag hat er sich gemeldet, er hat auch noch nie nach ihr gefragt, obwohl er weiß, dass sie nicht ganz gesund ist usw. Ich habe denen dort alles gesagt, aber das interessiert die nicht. Die meinen ICH würde meinem Kind nur schaden und solle weg sein, aber letztlich wird es später auch nicht so sein, dass er sie alleine sehen oder gar abholen darf (Entführungsgefahr), also weiß ich nicht, wieso ich da so erpresst werde. Entweder ich gehe während der Umgänge, oder es gibt garkeinen betreuten Umgang.

Beitrag von parzifal 18.02.11 - 17:26 Uhr

Wie kann der Vater Druck ausüben indem er Euer Kind ohne Deine Anwesenheit besucht?

Der Vater macht sich die Mühe des Umgangs nur um der Mutter zu schaden?
Wie klappt das?

Beitrag von redrose123 18.02.11 - 11:22 Uhr

Das Gericht hat es so veranlasst du kannst nichts machen ohne dich Strafbar machen, ich habe schon hier gelesen, das die Mütter vor Gericht beantragt haben das die Oma oder Tante dabei ist.....

Förder den Umgang und schau das du auf Elternebene mit Ihm klarkommst strebt eine Mediation an um ins Reine zu kommen, Ihr seid durch das Kind ne weile Verbunden miteinander.....

#kratz Komisch das sich die Männer hier erst nach der Trennung als absolute Katastrophe enttarnen bei einigen.....

Beitrag von -janna- 18.02.11 - 13:05 Uhr

Wie schon vorher mal geschrieben, der betreute Umgang ist KEINE gerichtliche Entscheidung. Das Jugendamt hatte ihn befürwortet, weil er keinen Bezug zu ihr hat. Ich habe schon versucht mit ihm auf normalem Wege klar zu kommen, aber er verweigert seit einem Jahr die Mediation, er will unbedingt immer alles mit Gericht klären. Das JA ist seiner Meinung nach nicht fähig genug

Beitrag von redrose123 19.02.11 - 08:02 Uhr

Dann versucht es übers Gericht....das wird wahrscheinlich auch nur einen Betreuten Umgang festsetzten und wenn er denn nicht einhält tja hat er kein Interesse oder?

Beitrag von a11ure 19.02.11 - 17:00 Uhr

Dass sich einige Männer erst während der SS verändern - was dann oft mit einer Trennung einhergeht - ist nicht so komisch wie Du denkst und kommt nachgewiesenermaßen öfter vor, als irgendwem lieb sein kann.

Und um auf der Elternebene klar zu kommen, müssen beide mitwirken - was nicht immer nur auf Seiten der Mutter nicht gegeben ist. Leichter gesagt als getan.

Beitrag von a11ure 19.02.11 - 17:49 Uhr

Wenn es kein gerichtlicher Beschluss ist, sollte eigentlich mit den Eltern ein EINVERNEHMLICHER Hilfeplan hierzu erstellt werden, zu Ablauf & Inhalt des BU.

Da könnte man auch noch mal die Mediation einbringen. Zweck des BU ist, dass Ihr das später alleine hinbekommt. Dafür wäre die Mediation wichtig.

Dass Du nicht mal zu Beginn dabei sein darfst, finde ich nicht akzeptabel, wenn Deine Kleine keine Bindung zu Vater/Betreuer hat. Frag mal, inwieweit es dem Kindeswohl dienen soll, wenn Eure Mutter-Kind-Bindung durch Abgabe an für das Kind Fremde beeinträchtigt wird.