Gymnasium oder Realschule...

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von rienchen77 17.02.11 - 18:57 Uhr

meine Tochter hat vor gut 3 Wochen ihr Schulempfehlung bekommen...sie hat einen Notendurchschnitt von 2,0...aber nur durch harte harte Arbeit und viel viel Üben...

der Lehrer meint sie solle aufs Gymnasium, der Vater meint sie soll, die Tochter will...ich aber nicht...

ich habe das tägliche Theater mit ihr...sie müht sich ab, lernt auf einen hohen Level, aber es gibt keinerlei Steigerung ihrer Leistung, eher bergab. Sie kam Vorgestern mit ihrer ersten 5 nach Hause und die letzten Klassenarbeiten hat sie auch eher mit schlechter 3 oder 4 zurückbekommen (derzeit ist Deutsch ihr große Schwäche, sie kann keine Aufsätze)

Ich bin gestern in Tränen ausgebrochen bei den Gedanken das ich sie die nächsten Jahre in diesen dauernden Streßprogram hier habe....lernen nur um Durchschnittsleistungen zu erbringen...es ist wirklich zermürbend wie sie sich jeden Tag bei den Aufgaben abquält...

mir wäre eine streßfreies und ausgeglichernes Kind lieber, als das sie ständig unter Dauerstrom steht...

diese Woche ist auch krass...Dienstag haben sie Religion geschrieben, heute Deutsch, morgen Mathe und Montag steht die Sachkundearbeit an, und Auswendiglernen bis heute war auch noch in Musik dran...

ich kann das nicht durchhalten, und ich kann ihr eh mit meinen Hauptschulniveau nicht bis zum Abitur helfen....

wie würdet ihr entscheiden?

MFG

Das Rienchen

Beitrag von yh400 17.02.11 - 19:03 Uhr

Hallo Rienchen!!

Ganz klar Realschule!!!
Warum muß man der Kleinen das Leben schwerer machen, als es eh schon ist??
Wenn Kinder aufs Gymnasium gehen, muß die Bereitschaft zum Lernen von den Kindern selber kommen.
Was nützt es, wenn deine Tochter sich Tag für Tag quälen muß, damit der Stoff sitzt, den sie vorgesetzt bekommt. Das tut dir nicht gut und deine Tochter wird auch nicht glücklich damit.
Lieber einen guten Realschulabschluß und evtl. nach der 10. Klasse noch aufs Gym. wechseln, wenn sie dann noch will.
Es stehen ih soch alle Optionen offen...

LG

Beitrag von parzifal 17.02.11 - 19:50 Uhr

Kommt für Euch eine Gesamtschule in Betracht?

Gruß
parzifal

Beitrag von rienchen77 18.02.11 - 06:23 Uhr

leider nicht...wir sind nicht im Einzugsgebiet....sie dürfte nur auf die Gesamtschule in der Nachbargemeinde auf den Gymnasilazweig....

Beitrag von parzifal 18.02.11 - 10:31 Uhr

Schade. Das wäre m.M. nach die beste Lösung gewesen.

Beitrag von mimi1410 17.02.11 - 19:57 Uhr

Hallo Rienchen,

ganz klar Realschule!
Wie schon vor mir jemand schrieb - warum dem Kind von Anfang an die weiterführende Schule schwerer machen als nötig? Mit hart erarbeiteten GS-Zweiern und Dreiern wird sie sich am Gymnasium sicherlich nicht spielen und an einer RS ist sie gut aufgehoben. Ich kenne eure Schulenlandschaft nicht, aber hier ist es - allen Unkenrufen zum Trotz - durchaus durchlässig und mit RS kann man auch sein Abi machen, wenn man denn will!

LG Mimi

Beitrag von bipi168 17.02.11 - 20:54 Uhr

ich würde über einen späteren wechsel nachdenken.

lg bianca

Beitrag von derhimmelmusswarten 17.02.11 - 20:56 Uhr

Für mich wäre ganz klar, dass sie auf die Realschule kommt. Wenn sie dort gute Leistungen bringt, kann sie später immer noch das Abitur machen oder die Fachhochschulreife. Es gibt doch da so viele Möglichkeiten. Ich finde das total schlimm was ihr bevorstehen würde. Sie wäre auf dem Gymnasium wahrscheinlich eine der schlechteren Schüler und würde womöglich sitzen bleiben oder immer nur gerade so versetzt werden. Was bringt denn das?

Beitrag von frech1995 17.02.11 - 21:20 Uhr

Realschule oder GEsamtschule, auf keinen Fall Gymnasium!

Sie lernt ja jetzt schon am Limit um bestimmte Leistungen zu erreichen. WIe soll das denn erst werden, wenn sie auf ein Gymnasium gehen würde. Da wird keine Rücksicht genommen auf Kinder, die Tag für Tag am Limit lernen. Entweder Du kommst mit, oder Du kannst schauen, wie Du zu Deinem Stoff kommst.

Beitrag von marathoni 17.02.11 - 21:31 Uhr

Ganz klar: Auf die Realschule.
Wenn sie die Noten auf der Grundschule nur mit deiner Hilfe hat erbringen können, sind das nicht ihre, sondern eben deine Noten.
Ein Kind muss imstande sein selbstständig, ohne Mamas Hilfe, lernen zu können. Du bist nicht der Lehrer und schon gar nicht die Nachhilfekraft deines Kindes !!! Sie muss dies alleine schaffen. Wenn ihr jetzt schon solche Problemchen habt, würde ich sie niemals aufs Gymnasium schicken. Egal was sie sagt oder will.
Sie soll ihren Weg auf der Realschule gehen, und hat sie gute Noten, kann sie nach der 10. immer noch auf eine berufsb. Gymnasium wechseln.
Aber nur, wenn auch hier dann die Noten stimmen.

Beitrag von rienchen77 18.02.11 - 06:26 Uhr

nein...ich helfe ihr nicht, sie lernt allein für sich...

Beitrag von lalelu74 17.02.11 - 23:02 Uhr

Hallo,
ich würde in euerem Fall auch zur Realschule tendieren. Unser Junior hat auch einen Schnitt von 2,0. Er hat aber in Deutsch eine 3, weil er mit der Rechtschreibung auf Kriegsfuß steht. Alles andere lernt er leicht und muss vor Proben wirklich nicht viel üben.

Mir hat der Gedanke mit 2 Fremdsprachen am Gymnasium Angst gemacht. Er wollte bzw. will auch jetzt noch sein Abi machen. Wir haben sehr lange mit ihm geredet und ihm auch klar gemacht, dass er für sprachen viel tun müssen wird und dass er hat auch sehr wenig Freizeit hätte.

Wir haben uns entschlossen ihn auf der Realschule anzumleden und ihn dann später auf der FOS od. Gym. weitermachen zu lassen.

Wenn dein Kind jetzt schon für die Noten sehr viel tun muss und an ihre Grenzen stöß, würde ich die Realschule alle mal dem Gymnasium vorziehen und dann nach der 10. weitermachen.

Ich weiß es ist eine schwere Entscheidung und ich bin froh, dass wir uns für die Realschule entschieden haben, denn ich weiß er kann das relativ leicht (außer viel. Englisch und Deutsch) packen.

Gruß
lalelu74

Beitrag von sassi31 18.02.11 - 03:34 Uhr

"wie würdet ihr entscheiden? "

Realschule. Denn wenn sie schon jetzt nur mit viel lernen ihren Level halten kann, wird sie das Gymnasium nur mit noch viel mehr Paukerei schaffen. Freizeit wird sie dann wohl eher wenig haben. Ich denke, das wird ihr sehr schnell den Spaß an der Schule nehmen.

Sie hat ja die Option, nach der 10. Klasse auf das Gymnasium zu wechseln und kann dann das Abitur machen.

Evtl. wäre eine Gesamtschule eine Alternative.

Beitrag von rienchen77 18.02.11 - 06:28 Uhr

Danke, aber wie überzeuge ich jetzt den Rest der Welt das sie zur Realschule gehen soll?

Ich bin die einzige die das möchte, egal in welche Richtung ich mich hier drehe sagen alles: sie soll es probieren usw...

wie entscheidet man, wenn der Ehemann aber was anderes möchte?

Beitrag von liph70 18.02.11 - 07:03 Uhr

Hallo,

tuh es nicht!!! Lass sie auf die Realschule gehen, es ist jetzt schon hart für beide und du hast dein bestmögliches getan, auf dem Gym. wirst du sicher nicht viel helfen können, ich wäre in der gleichen Situation wenn meine Tochter mal auf Gym möchte, wenn dann müssen sie es von alleine gut bringen. Lass das deiner Familie verständlich werden, ansonsten sollen deine Ehemann oder der rest der Familie mit Ihr Pauken.

LG und viel Glück!

Beitrag von rienchen77 18.02.11 - 07:32 Uhr

der ist frein raus aus der Sache...er arbeitet von Frühjahr bis in den Winter hinein auf Montage, von Montags-Samstags...er hat ja dann nicht die Sorgen, er macht es sich da leicht...er hat ja noch nicht "the real live" hier erlebt...

Beitrag von meringue 18.02.11 - 08:31 Uhr

Ich finde die Entscheidung schwierig, weil deine Tochter aufs Gymnasium will. Nun hat sie 4 Jahre hart gearbeitet und bekommt dann von ihrer Mutter ein "Du schaffst es nicht" zu spüren.

Kinder brauchen auf jeden Fall Unterstützung auf dem Gymi. Wenn du jetzt schon weißt, dass du ihr diese Hilfe nicht geben können wirst, soll dein Mann schon mal die Kohle für ie Nachhilfe auf den Tisch legen. Das würde ich ihm klarmachen, mal sehen, was er dazu sagt!?

Beitrag von rossi67 18.02.11 - 12:48 Uhr

Wenn dein Mann mit dem Thema Schule nichts zu tun hat, hat er auch kein Mitsprachrecht. Weil er nämlich nicht weiß, wovon er redet. Punkt. Es ist immer leicht eine Meinung zu haben.
Unsere Tochter ist auf der Realschule. Sie hat ADS und sie lernt sehr viel für ihre Arbeiten. Das hat sie auch in der Grunschule schon getan. Sie ist auf der Realschule sehr gut aufgehoben. Und auch die Realschule ist kein Spaziergang.
Klar kann sie jederzeit das Gymnasium wieder verlassen, aber das ist ein echter Rückschlag. Dann melde sie auf der Realschule an und wenn sie so gut ist, wie sie glaubt, wird sie dort nur gute Noten schreiben und dann bekommt sie sowieso die Empfehlung die Schule zu wechseln. Aber es wird nicht einfach sein. Das wird sie merken.
Warum hat sie denn die letzten Arbeiten verhauen?

Beitrag von hezna 18.02.11 - 07:25 Uhr

Die klare Tendenz hast du selbst erkannt und den Rat von den meisten hier auch bekommen, sie zur Realschule zu tun.

Ich habe jetzt die Antworten nur überflogen. Mir tut sich die Frage auf, wie die Lehrer zu der Ansicht kommen, daß sie aufs Gym sollte?
Du wirst ihnen doch sicherlich gesagt haben, wie mühevoll sie zu Hause lernt und sie müßten das in ihrer Leistung innerhalb der Schulstunden auch sehen ?
Normalerweise sind es die Lehrer, die die Kinder recht objektiv beurteilen können und sie würden keine Gym-empfehlung geben, wenn deine Tochter dazu nicht in der Lage wäre.

Gibt es eine Gesamtschule bei euch? Die sind bei solchen Kindern, die zwischen zwei Schulformen schweben, die bessere Wahl.

Bei deinem Mann kannst du nur für Verständnis werben. Natürlich ist es in der heutigen Zeit besser, Abitur gemacht zu haben, aber es hilft nichts, wenn das Ziel vielleicht nicht erreicht wird, weil die Tochter vorher unter dem Druck zusammenbricht.

Die ersten zwei Jahre sind Findungsjahre. Vielleicht kannst du deinem Mann so kommen...packt sie auf die Realschule, laßt sie die ersten zwei Jahre dort lernen. Sollte sie überragend in ihren Noten werden, kann sie problemlos auf das Gym wechseln. Hat sie normale Noten, bleibt sie eben dort, weil es einfach die bessere Wahl war.

Gruß Hezna #klee

Beitrag von rienchen77 18.02.11 - 07:34 Uhr

es gibt bei uns eine Gesamtschule, aber keine durchlässige.... diese Schule ist in der Nachbargemeinde und nimmt von uns nur Gymnasiasten an und wer runter muß, muß die Schule komplett wechseln....

Beitrag von hezna 18.02.11 - 07:43 Uhr

Dann hat es wenig Sinn, sie dorthin zu tun.

Wirb bei deinem Mann um Verständnis. Es kann nicht sein, das er seine Tochter unter totalem Druck sehen möchte, denn der geht bereits in der 5. Klasse los....

Beitrag von susabo 18.02.11 - 08:42 Uhr

Hallo,

meine Tochter besucht die 8. Klasse eines Gymnasiums in Ba-Wü. Ich stand vor einigen Jahren vor fast der gleichen Situation wie Du und leider habe ich mich nicht durchgesetzt.

Alle Schüler, die beim Übertrittszeugnis einen 2-Schnitt oder vlt. etwas schlechter hatten, tun sich unheimlich schwer und einige sind auch schon auf die Realschule gewechselt oder wiederholen jetzt noch einmal die 7. Klasse.

Der Leistungsabfall und die Lernunwilligkeit in der pubertären Phase kamen auch noch hinzu.

Ich würde mich heute für die Realschule entscheiden.

Ach ja, die Kosten für gute Nachhilfe sind auch nicht zu verachten. Seit diesem Schuljahr hat es uns in Französisch leider auch erwischt.

Gruß Susanne