Musste mein Pony einschläfern lassen...

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von fibi7 17.02.11 - 20:02 Uhr

Hallo ihr Lieben,

habe noch nie in dieser Rubrik geschrieben. Aber vielleicht hilft es ja über den Verlust hinweg zu kommen...

Musste am vergangenen Montag mein fast 12-jähriges Pony einschläfern lassen. Es bricht mir wirklich fast das Herz.

Ich habe ihn als 3,5 jährigen gesucht und gefunden, selbst ausgebildet, wir sind durch dick und dünn gegangen. Er war super kinderlieb, hatte nie schlechte Laune... Und er war nie krank. Ich hatte damals vorm Kauf extra eine umfassende Ankaufsuntersuchung gemacht und es war alles bestens.

Ende Oktober war er plötzlich lahm, auf allen vier Füßen. Hat begonnen schrecklich zu zittern und stand unter heftigsten Schmerzen. Tierarzt hat sofort einen Hufreheschub diagnostiziert zusammen mit einem Cushing Syndrom... Ein Schock für uns alle...

Haben ihn versucht aufzupäppeln, er bekam hochdosiert Schmerzmittel und Pergolidtabletten. Alles wahnsinning teuer... Und trotzdem konnte er kaum mehr einen Schritt tun. Einstweilen hatte sich auf allen vier Hufen die Huflederhaut abgelöst. Er bekam täglich schmer- und entzündungslindernde Medikamente und 3 Prascend-Tabletten. Und trotzdem gings nicht.

Er war nur noch traurig, der Glanz ist aus den Augen verschwunden, wollte keinen Schritt mehr freiwillig tun.

Am Sonntag habe ich mit unserem Tierarzt beschlossen, dass es keine Sinn mehr hat. Es war eine schwere Entscheidung, aber wohl die einzig richtige....

Es ging alles glatt, keine Horrorgeschichten, wie sie in einigen Beiträgen zuvor zu lesen waren. Mein Isi hatte ein Urvertrauen in die Menschen und er hatte es bis zum Schluss.

Ich bin immer noch total fertig, es geht mir so wahnsinnig nahe.

Verstehe das alles irgendwie nicht. Er war so ein gesundes Pferd und grad er wurde so krank.
Ich habe noch ein Großpferd, das schon seit Jahren auf der Koppel steht. Er ist schon 28 und freut sich seines Lebens. Es ist alles verrückt....

Traurige Grüße
von
fibi

Beitrag von i.w. 17.02.11 - 20:38 Uhr

Hallo Fibi,

das tút mir ganz arg leid für Dich. Ich kann Dich so gut verstehen. Vor 5 Jahren mußte ich meine Stute (damals 9 Jahre) einschläfern lassen. Sie hatte sonst nie etwas, eines Morgens hatte sie eine Kolik und wir sind auf Anraten der TÄ mit ihr in die Klinik gefahren. Dort ging es ihr schon besser, aber zur Vorsicht sollte sie 1 Nacht dort bleiben. Am nächsten Tag hatte sie sich dort eine Darmentzündung (Colitis x) eingefangen. Sie hat noch 5 Tage gekämpft und dann mußte sie doch eingeschläfert werden. Es war so schlimm! Und diesen Sommer hatte meine andere Stute einen starken Reheschub, mitten im Sommer und vorher auch nie krank! Trotzdem das sich auf beiden Beiden schon das Hufbein abgesenkt hatte, haben wir es im Moment wieder ziemlich im Griff und es geht ihr wieder gut. Ich hoffe es bleibt so aber ich mache mir auch immer totale Sorgen um sie.
Naja, ich habe Dir jetzt nicht wirklich geholfen. Fühl Dich trotzdem unbekannterweise mal #liebdrueck. Er wird bestimmt immer einen Platz in Deinem Herzen haben.

Liebe Grüße
Isabell

Beitrag von fibi7 20.02.11 - 19:49 Uhr

danke isabell für deine lieben worte,

es ist schwer so eine entscheidung zu treffen. aber manchmal leider das einzig richtige....

ich weiß nicht, ob ich mir jemals wieder ein pferd kaufen würde... so gern ich mit ihnen zusammen bin, so viel zeit ich auch mit ihnenn verbrachte, das ende nimmt einen doch sehr mit....

liebe grüße auch an deine stute

fibi

Beitrag von windsbraut69 18.02.11 - 12:48 Uhr

Mensch, das tut mir leid aber Du hast in diesem Fall die einzig richtige Entscheidung getroffen und ihn nicht unnötig leiden lassen.
Viel Schlimmeres als 4 sehr schmerzhaft kranke Hufe kann einem Pferd ja kaum passieren!

Was Deine Erfahrung mit dem Einschläfern angeht, kann ich mich nur anschließen und ich denke, Du hast es richtig erkannt, dass das etwas mit dem Vertrauen in die Menschen zu tun hat.
Unsere Pferde vertrauen uns und dem Tierarzt ebenfalls. Da gab es nie Panik wegen einer Spritze....Gott sei Dank.

LG und Alles Gute,

W

PS: unsere beiden Stuten sind jetzt 25 und 35 Jahre alt....da hängt das Thema auch ständig im Hinterkopf...

Beitrag von fibi7 20.02.11 - 19:47 Uhr

hallo du,

danke für deine antwort...

ich hab mir die entscheidung nicht leicht gemacht, aber ich bin mensch genug, um zu sehen, wann es nicht mehr geht. kein tier muss leiden, wenns unerträgliche schmerzen hat.

mein kleiner hat noch nie in seinen leben schlechte erfahrungen gemacht, er hatte ein gottvertrauen in seine geliebten menschen. er spazierte fröhlich in die küche rein um zu gucken was es neues gab, passte auf meine kinder auf als sie noch krabbelten. hat sie bei den ersten versuchen brav auf sich reiten lassen, immer beobachtend, ob auch noch alles richtig saß. sobald einer wackelte blieb er stehen...

es ist wahnsinnig traurig, mit ihm geht auch ein ganzes stück meines lebens zu ende.

meinen großen hab ich nun schon fast 20 jahre.... und zum glück tappt er momentan munter vor sich hin.... allerdings ändert sich wieder wenn der boden hart wird im sommer...

ja, es ist nicht leicht die pferde alt werden zu sehen, va wenn man so viel mit ihnenn erlebt und durchgemacht hat....

alles gute auch für dich

fibi