Ein- und Durchschlafen - was meint Ihr?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von georgiasleute 17.02.11 - 21:33 Uhr

Unsre Tochter (2einhalb) ist in allem eigentlich eine ziemlich Frühzünderin und auch sehr selbständig für ihr Alter.

Nur eines war noch nie einfach bei ihr: das Schlafen. Das erste Lebensjahr haben wir alle in einem Zimmer geschlafen und zwar Bett an Bett, sodass sie immer auch auf Tuchfühlung konnte. Schon damals schlief sie schlecht ein und selten durch.

Das hat sich nach unserem Umzug ins neue Elternschlafzimmer kaum verändert. Immer noch schläft sie nur nach ausgiebigem Einschlafritual ein und auch nicht allein, sondern braucht (ja klingt zum Lachen), wenn sie einen Ellbogen von mir oder meinem Mann festhalten kann. Und wenn sie dann schläft, heißt das noch nicht, dass sie durchschläft. Dann wird sie oft nachts wach und ruft uns. Reagieren wir nicht, steht sie auf und läuft rufend und oft weinend herum, um uns zu suchen. Es muss also immer noch sicherlich jede 2. Nacht jemand aufstehen und zu ihr, um sie wieder zu beruhigen. Manchmal hat sie auch Alpträume und redet im Schlaf - und 1 - 2 Mal war sie auch nachts auf den Beinen, aber nicht richtig wach, sie geisterte regelrecht herum.

Was meint Ihr, woran liegt das wohl bzw. wie kann man sie sanft umgewöhnen? Also jetzt nicht ferbern oder "jedes Kind kann schlafen lernen" - es muss doch Alternativen geben?

Viele Grüße

Daniela

Beitrag von littlehands 17.02.11 - 22:12 Uhr

Tja,außer "Jedes Kind kann schlafen lernen",hab ich keinen Rat.Wir hatten bei unserem Jüngsten das Problem,daß er mit 9 Monaten noch nicht durchgeschlafen hat.Wir gingen dann zum Kinderarzt zur Schlafberatung.Er fand schnell heraus,was das Problem war:Der Kleine hatte sich angewöhnt beim Flasche trinken einzuschlafen.Und wenn sie in der Nacht aufwachen und der Zustand ist nicht der Gleiche wie beim Einschlafen,schlafen sie nicht weiter.Egal ob das Flasche,Schnuller oder wie in Eurem Fall ein Ellbogen von Euch ist.
Er empfahl uns im Prinzip die Methode von "Jedes Kind..."
Also er mußte lernen,ohne Einschlafhilfen einzuschlafen.Und es funktionierte.Seitdem schläft er durch.Es kommt zwar vor,daß er mal kurz losplärrt,aber sofort wieder aufhört und weiterschläft.

Beitrag von darkbuffy 17.02.11 - 22:43 Uhr

Ja, klingt fast wie die Geschichte mit unserer Tochter. Gleiches Spiel, gleiches Ergebnis.
Sie war übrigens auch 9 Monate alt :-D

Wir hatten damals das Babyschlafbuch von Adriana Baumann und es hat auch funktioniert. Seitdem schläft sie jede Nacht durch und alles ist gut.

Liebe Grüße

Beitrag von aimee81 18.02.11 - 12:55 Uhr

Mit 9 Monaten noch nicht durchgeschlafen???? Das ist natürlich unglaublich - dass es sowas gibt #augen
Sorry, aber ich find sowas einfach nur traurig #contra

Beitrag von -juli-20 18.02.11 - 13:18 Uhr

Ich weiß gar nicht was du hast. Mit 9 Monaten ist jedes (gesunde) Kind physisch und psychisch LOCKER so weit die Nacht durchschlafen zu können. In dem Alter brauchen Kinder längst nachts keine Nahrung mehr. Man tut dem Kind überhaupt nichts böses wenn man es langsam mal dran gewöhnen will selbst ein -und durchzuschlafen. Was ist denn daran traurig bitte?

Beitrag von christianeundhorst 18.02.11 - 04:01 Uhr

Hallo Daniela,
sag mal, wie kommst Du eigentlich auf den Gedanken, daß ein 2 1/2jähriges Kind alleine einschlafen und durchschlafen können sollte????? Daß es möglich sein sollte, daß es nachts seine Eltern nicht braucht?????
Kinder schlafen in der Regel nicht vor dem 3. Geburtstag durch. Meist erst deutlich danach! Manche erst mit 4 Jahren oder später. Und DAS IST NORMAL!!!!! Ob ein Kind durchschläft oder nicht liegt allein an der Hormonproduktion der Hirnanhangsdrüse und kann nicht von außen gesteuert werden! Durch Programme wie "Jedes Kind kann............." lernt das Kind nur, daß es seine Eltern nachts nicht mehr stören soll, sonst nix!
Übrigens schlafen auch Erwachsene nachts nicht durch!
Ich muss zur Arbeit, daher kann ich nicht so viel schreiben, aber ich kann Dir sagen was hilft: Nimm Dein Kind zu Dir ins Bett und schlaft zusammen! Ein Kind in dem Alter hat seeeeeeeeeeehr viel Phantasie und dementsprechend viele Ängste ( gerade nachts ) und BRAUCHT NÄhe zu seinen Eltern! Zudem werden die Kleinen in dem Alter unabhängiger und selbständiger, was auch ein sehr starkes Nähebedürfnis gerade in der Nacht beinhaltet!
Wenn Du es auf gutem Wege machen möchtest tust Du Deinem Kin d, Deinem Schklaf und ggf Deinen Nerven am besten wenn ihr gemeinsam in einem Bett schlaft.
Das natürliche Unabhängigkeitsbedürfnis Deines Kindes wird von selbst dafür sorgen, daß Deine Tochter wieder alleine schlafen will. Aber halt dann wenn SIE soweit ist;-)



Liebe Grüße,
Chris mit Frieda Lina 31 Monate

Beitrag von flocke26 18.02.11 - 08:46 Uhr

das ist totaler Quatsch was du hier schreibst!
Je mehr man einem Kind zu einschlafen gibt (Schnuller,Kuscheltier,Flasche) desto schlechter schlafen sie Nachts,denn sie werde bis zu 9 mal in der Nacht wach und wenn die Einschlafhilfe dann nicht mehr da ist werden sie unruhig und wollen denn alten Zustand wieder sprich denn Schnuller ect.!
Henry hat 13 Monate bei uns im Schlafzimmer geschlafen und er ist jede Nacht wach geworden und seitdem er in seinem Zimmer schläft und keine Hilfe mehr hat schläft er durch und zwar bis zu 12 Stunden und das mit 13 Monaten und nicht erst mit 4!!!!!!

Beitrag von christianeundhorst 18.02.11 - 13:23 Uhr

Tut mir leid, aber das ist echt Blödsinn! Frieda ahtte bisher nie ein Problem damit unter anderen Bedingeungen weiterzuschlafen als sie eingeschlafen war. Wenn sie mit Puppe einschläft ist es egal wo diese sich später befindet, ob im Bett oder nicht oder manchmal wurde Frieda auch vom Auto ins Bett umgebettet oder ähnliches........... es hat sie nie gestört. Sie sucht die Puppe nie beim aufwachen - egal nach wieviel Stunden. Wenn sie beim stillen eingeschlafen ist hat sie die Brust auch nicht vermisst. Selbst wenn ich mitten in der Nacht aufstehe und zur Arbeit verschwinde ( sie liegt zwischen meinem Mann und mir ) wacht sie nicht häufiger auf als wenn ich daneben liegen bleibe. Aber sie hat halt auch die Gewissheit, daß sie immer die Nähe bekommt, die sie braucht. Das ist für Kinder sehr wichtig.



Liebe Grüße,
Chris mit Frieda Lina 31 Monate

Beitrag von -juli-20 18.02.11 - 13:28 Uhr

Jap, ich bin ganz genau deiner Meinung! Meine Tochter schläft seit sie 6 Monate alt ist in ihrem Zimmer. Um 7 geht sie ins Bett und das läuft so: Ich ziehe ihr den Schlafanzug an, gebe ihr bei mir auf dem Arm die Flasche, Zähne putzen und waschen (das alles im Kinderzimmer, damit sie sich drauf einstellen kann dass es gleich ins Bett geht). Dann lege ich sie ins Bett, decke sie zu und wir beten. Am Schluss bekommt sie ihren Teddy in den Arm und wenn sie mag den Schnulli. Dann ist Feierabend, den Rest schafft sie alleine. Sie winkt mir dann immer, das heißt ich soll jetzt gehen. Licht aus, Türe zu. Wir hören sie dann manchmal noch 5 Minuten mit ihrem Bär plaudern und dann ist Ruhe bis morgen früh um 7.
(außer sie ist krank oder so, dann ist das natürlich was anderes und sie wacht nachts schon mal auf, aber das ist ja ne andere geschichte. )

Beitrag von georgiasleute 18.02.11 - 08:53 Uhr

Auf den Gedanken komme ich, weil ich von allen Leuten, auch vom KiA immer höre, dass in diesem Alter das selbstständige Einschlafen und Durchschlafen ja wohl "vorausgesetzt" werden kann. Bisher habe ich darüber großzügig hinweg gehört, und eher geschaut, dass es uns eben allen gut geht, auch wenn es dazu führt, dass einer von uns eben oft die halbe Nacht im Kinderschlafzimmer schläft.

Aber zusammen in einem Raum schlafen funktioniert auch nicht gut - irgendwie haben wir uns dann nachts gegenseitig geweckt beim kleinsten Geräusch. Darum haben wir uns ja auch dazu entschlossen, als Gianna 1,5 Jahre war, ins Elternschlafzimmer gehen.

Aber ehrlich gesagt kenne ich auch niemanden, dessen Kind mit 2,5 Jahren so schlecht einschläft und durchschläft wie Gianna....

LG georgiasleute

Beitrag von pegsi 18.02.11 - 09:13 Uhr

Unser Kinderarzt setzt so etwas nicht voraus.

Einschlafen hat etwas mit "fallen lassen" zu tun.
Wenn Dein Kind Zeit und Nähe braucht, um sich entsprechend zu entspannen, dann tust Du gut daran, sie auch zu geben.
Geweckt wirst Du ja ohnehin, ob Du nun die halbe Nacht im Kinderzimmer verbringst oder mal kurz zu Deiner Maus rüberlangst, um sie zu streicheln, damit sie spürt, daß Du da bist. Mir ist letzteres lieber.

Alternativ könntest Du Dein Kind auch so auspowern, daß es vor Erschöpfung einschläft. ;-)

Mein Neffe ist auch mitten im Spielen eingeschlafen, wenn er müde war, er hatte da nie Schwierigkeiten. Aber jedes Kind ist halt anders.

Beitrag von georgiasleute 18.02.11 - 19:32 Uhr

Also ausgepowert ist sie eigentlich immer, sie geht ja schon ganztags in die Kita - auf eigenen Wunsch übrigens ganztags. Sie schläft dort auch völlig problemlos ein- ohne Ellbogen! :-)

Beitrag von pegsi 18.02.11 - 04:52 Uhr

Meine Tochter wird im Mai 3 Jahre alt. Gerade in dem Alter schlägt die Phantasie Purzelbäume, und die Träume werden geradezu gruselig manchmal. Vor ein paar Tagen hat meine Tochter einen erzählt, bei dem ich selbst Angst bekommen hätte...
Da ist es ja ganz vernünftig und ein gutes Zeichen, wenn die Kinder Mamas Trost und Nähe suchen.

Wir schlafen alle gemeinsam. Da wir alle viel Platz brauchen und die normalen Betten zu klein waren, haben wir unser Bett in den Keller gestellt und das Schlafzimmer mit Matratzen ausgelegt. So hat jeder genug Platz, meine Tochter (bald meine Töchter) die Nähe, die sie brauchen - und tagsüber ist es ein herrliches Spiel- und Tobeparadies.

Von der Theorie "alles muß so sein wie beim Einschlafen" halte ich mal gar nichts, denn bei uns trifft das definitiv nicht zu. Wenn meine Tochter mal im Auto, im Buggy oder auf der Couch einschläft, stört es sie nicht die Bohne, wenn sie zwischendurch die Augen aufmacht und sich im Bett oder sonstwo wiederfindet. Sie beschwert sich nur, wenn sie Nähe braucht und keiner da ist.

Beitrag von marjatta 18.02.11 - 12:00 Uhr

Das ist vollkommen normal und evolutionsbiologisch bedingt.

Kinder schlafen bis zum ALter von 4 Jahren nicht notwendigerweise durch. Das nächtliche Aufwachen hat in früheren Zeiten dazu gedient, dass die Kinder sich des Schutzes bzw. der Anwesenheit der Eltern versicherten, da alle - im Normalfall - und das gilt auch für den großen Rest der heutigen Welt in einem Raum geschlafen haben (sei es die Höhle, ein Schlafraum oder eben heutzutage ein Schlafzimmer). Alles andere war für Kinder unter 4 Jahren lebensbedrohlich und bedeutet - vor allem für Säuglinge und Kleinkinder Verlust- und Todesängste ausstehen zu müssen.

Die Geschichte der Menschheit besteht eben daraus, dass die Menschen immer zusammen geschlafen haben, in jedem Fall Mutter und Kind unabhängig von den jeweiligen Kulturen.

Mein Sohn ist zwar noch nicht so alt, aber ich werde ihn erst dann im eigenen Zimmer schlafen lassen, wenn er dies von sich aus verlangt. Solange haben wir ein erweitertes Familienbett (mit angestelltem Kinderbett). Er braucht des Nachts viel Nähe und schläft sicherlich nicht durch. Vor allen Dingen in den Stunden zwischen 4 und 7 morgens ist er sehr unruhig und wacht leicht auf, träumt intensiv. Durch seine Nähe zu uns, können wir ihn immer gut beruhigen, so schnell, dass keiner wirklich richtig wach wird.

Ich persönlich halte von separaten Kinderschlafzimmern nur dann etwas, wenn sich die Kinder selbst dafür entscheiden. Dazu kommt, dass ich mich selbst noch gut an meine nächtlichen Pilgerungen erinnern kann, mit Kopfkissen und Decke ins Elternschlafzimmer und mich auf den dicken Teppich vor dem Bett dann hingelegt habe.

Also, am besten das Kind wieder zurück ins Elternschlafzimmer holen. Es muss ja nicht direkt am Elternbett sein, obwohl ich finde, dass es den Kindern gut tut, wenn sie den direkten Kontakt haben. So wie Du geschrieben hast, war der Körperkontakt Deiner Tochter auch wichtig. Es von jetzt auf nachher ändern zu wollen, klappt - so wie ich das hier in den Threads verfolge - in den seltensten Fällen ohne Verlustängste bei den Kindern.

Gruß
marjatta

Beitrag von aggie69 18.02.11 - 13:30 Uhr

Vielleicht ist sie einfach noch nicht so weit?
Mein Sohn wird im März 2 und wir alle sind noch lange nicht so weit, daß er im eigenen Zimmer schläft. Er schäft zwar im eigenen Bett aber bei uns im Schlafzimmer. Wenn er nachts aufwacht, bin ich sofort zur Stelle. Meißst nehme ich ihn dann kurz mit zu mir ins Bett und wenn er eingeschlafen ist, lege ich ihn zurück - oder wenn ich selbst einschlafe, dann bleibt er eben da. Aber im Augenblick ist es für uns noch unvorstellbar, ihn in sein Kinderzimmer umzuquartieren.

Beitrag von romana77 18.02.11 - 14:28 Uhr

Hey,
meine Schwester hat mir gestern erzählt, dass ihre Große jetzt durchschläft. Die ist 5! Jahre. Mein fast 3 Jähriger ruft auch nachts nach uns, oder kommt in unser Bett. Wenn er ruft will er mal nen Teddy haben, Cd hören, oder oder.
Aber ich verstehe warum du glaubst, dass er durchschlafen müßte. Denn jeder erzählt nur von durchschlafenden Kindern, die von einen auf den anderen Tag trocken sind und total glücklich im Kindergarten sind.
Da wo es nicht so gut klappt wird geschwiegen. Da kann man sich schon mal verrückt machen ;-)