Kind muss selbstbewusster werden, v.a. für den Kindergarten- aber wie?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von minnie.mouse 17.02.11 - 22:27 Uhr

Meine Tochter ist nun fast 2,5 Jahre alt und kommt im Herbst in den Kindergarten.

Sie war schon immer recht schüchtern und zurückhaltend in neuen, ihr unbekannten Situationen oder auch nicht vertrauten Personen gegenüber.
Zuhause, bei Omas u. Opas ist sie völlig "normal", aber unter Menschen (und da dann vor allem fremde oder viele Kinder) dann eben diese extreme Schüchternheit.

Überdies ist sie total gutmütig - lässt sich Spielsachen wegnehmen, lässt sich von anderen Kindern schubsen etc.
Anstelle sich zu wehren kommt sie dann zu mir, mit Tränen in den Augen und weiß vor lauter Schock nicht, wie sie reagieren soll.
Das - für mich - schlimme ist, mit ansehen zu müssen, wie sie es über sich ergehen lässt.
Sie ist recht groß für ihr Alter, ihre gleichaltrigen Freunde/ -innen sind alle kleiner und sie könnte sich locker mit ihrer Körperkraft wehren...

Ich versuche daher immer, ihr die Situation danach zuhause nochmals zu erklären und wie sie darauf reagieren darf/ soll, wenn ihr so etwas widerfährt.

Wenn ich da dann an den Kindergarten denke, wird mir regelrecht schlecht. #heul
Sie ist ja dann ein gefundenes Fressen und leichtes Opfer #schock

Wie kann ich ihr beibringen sich zu wehren?
Wie kann ich aus ihr eine selbstbewusste Persönlichkeit machen, die sich so etwas nicht gefallen lässt?

Bitte gebt mir Tipps - ich könnte heulen, wenn ich nur dran denke...

Beitrag von blumella 17.02.11 - 22:45 Uhr

Was erzählst Du denn Deiner Tochter, wie sie sich z. B. verhalten soll, wenn sie geschubst wird oder ihr jemand was wegnimmt?

Beitrag von minnie.mouse 17.02.11 - 22:55 Uhr

Dass sie laut "Nein" sagen soll.
Und dass sie sich ihr Spielzeug wieder zurückholen darf von demjenigen, der es ihr weggenommen hat.
Und sie zurückschubsen darf, wenn jemand sie schubst.

Das mit dem Wegnehmen und Schubsen sind jetzt in unserem Falle die Extremsituationen..

Beitrag von vollmond73 17.02.11 - 23:02 Uhr

Hallo,

ich kenne deine bedenken, die du hast.

Du kannst deiner Tochter erzählen, das wenn man sie ärgert, das sie zu einem Erwachsenen gehen soll...denn zu sagen, sie darf zurück schubsen, wenn sie geschubst wird, ist nicht gut, denn das sehen sie im Kindergarten nicht soooo gerne, denn wenn diene Tochter zum beispiel nicht sagt, das deroder diejenige zuerst angefangen hat, dann könnte es immer zum nachteil für deine tochter ausgelegt werden.

das verhalten deiner tochter wird sich im kindergarten noch ändern, sie wird dort lernen sich durch zu setzen, das musste meine tochter auch.

was die gutgläubigkeit angeht und deine angst allgemein darin auch besteht, sie würde mal mit fremden mitgehen....dann frage doch mal in deinem kindergarten, wo sie hin kommt, ob sie einen kurs anbieten wo das selbstwertgefühl des kindes etwas gestärkt wird, wo es lernt, wie man sich richtig verhält gegenüber kindern, die ärgern, spielzeug wegnehmen oder erwachsenen gegenüber.

so ein kurs nennt sich selbstfindungskurs und bei uns im kindergarten wirde er angeboten und kam 30 euro.

ansonsten schau doch mal bei euch in der gegend um, ob jemand bei euch so einen kursus anbietet, denn den kann ich dir empfehlen und habe es nicht bereut das meine tochter den gemacht hat.

Beitrag von blumella 17.02.11 - 23:05 Uhr

Kann es nicht sein, dass Du damit Ihr "Problem" noch verschlimmerst?
Sie ist zu schüchtern, um sich zu wehren und Du sagst Ihr noch, dass sie das aber tun muss, somit fühlt sie sich vielleicht auch noch von Dir im Stich gelassen?

Unser Muckel ist auch ein eher schüchterner Zeitgenosse. Wenn sie geschubst wird, wehrt sie sich auch nicht. Wenn wir darüber reden stellen wir gemeinsam fest, dass das nicht schön ist und das man vielleicht beim nächsten Mal laut "Lass das" oder "Ich mag das nicht" sagen könnte.
Vermutlich wird es noch dauern, bis Muckel das auch wirklich mal sagt, aber zumindest bilde ich mir ein, dass sie sich von mir verstanden fühlt.

Ich denke, es gibt da kein Patentrezept, jedes Kind ist anders, wichtig ist nur, dass man als Elternteil sein Kind so annimmt, wie es nunmal ist und seine eigene "Wut" in manchen Situationen eben nicht auf das Kind überträgt.

Beitrag von minnie.mouse 18.02.11 - 13:14 Uhr

<< Kann es nicht sein, dass Du damit Ihr "Problem" noch verschlimmerst?
Sie ist zu schüchtern, um sich zu wehren und Du sagst Ihr noch, dass sie das aber tun muss, somit fühlt sie sich vielleicht auch noch von Dir im Stich gelassen? >>

Hallo Blumella,
ich weiß nicht, ob ich es für sie dadurch noch schlimmer mache... ich hoffe, nicht! #schock
Denn das möchte ich absolut nicht!
Ich möchte ihr halt auch nur begreiflich machen, dass es ansich nicht schön ist, so etwas zu machen (also Sachen wegnehmen, schubsen, mit Sand werfen etc.), ich will ihr aber im Gegenzug begreiflich machen, dass sie es sich nicht gefallen lassen muss und das dann eben auch tun darf um sich zu wehren.

Da sie aber solche "Gewaltanwendungen" bislang gar nicht kannte, hat sie wohl Hemmungen diese auch zu erwidern...

Es ist so schwierig und ich möchte absolut nicht, dass sie zur Zielscheibe wird.

LG!

Beitrag von bine1310080405 17.02.11 - 22:58 Uhr

ich habe meinen sohn er ist 5 jahre alt in eine Kampf-Sport-Akademie
zu den lil`dragons geschickt !!!

hier der link ...kannst du ja mal reinschauen ...hier der link;-) :


http://www.lildragons.eu/die-erfolgsstory.html


lg bine

Beitrag von pumagirl2010 17.02.11 - 23:04 Uhr

Huhu meine Tochter war auch so und seit sie in herbst in kiga gekommen ist ist sie selbstbewusster geworden und setzt sich durch.Wie soll man einem Kind in dem alter beibringen selbstbewusster zu sein glaube nicht das es geht also warte erstmal ab was passiert und bis herbst ist es noch lang vll wird sie bis dahin etwas offener und wenn nicht wird sie es im kiga lernen.


lg#winke

Beitrag von angelinchen 18.02.11 - 08:57 Uhr

Hallo
ich denke nicht, dass du einem Kind in dem Alter schon beibringen kannst, wie es selbstbewusster wird, schon gar nicht mit reden.
Mein Sohn war auch ein extrem unsicheres, schüchternes Kind. Schon immer, schon als Baby wollte er in Stillgruppe und co. nicht bei anderen Kindern sein. Zuschauen schon und das gern und intensiv, aber nähern durften die anderen sich ihm nicht einfach so, da verkroch er sich immer bei mir. Ich habe meinen Sohn aus denselben Bedenken hinsichtlich des Kindergartenbeginns wie du mit 2 Jahren in einer Krippe bei uns um die Ecke untergebracht. Da waren nur 12 Kinder mit 2-3 Erzieherinnen, und er konnte dort gut behütet lernen, auch allein unter Kindern zu bleiben. Die Eingewöhnung dauerte recht lange, aber es kalppte recht gut. Da es eine Kooperationseinrichtung war, hatte er dann schon "Freunde", mit denen er gemeinsam in die Kindergartengruppe gewechselt ist. da hatte er dann auch nur ausgesuchte Freunde, aber somit war er nicht ganz verloren dort...Wir sind dann umgezogen, und auch hier hat er sich einen ganz kleinen Freundeskreis zugelegt, auf die er sich aber soweit verlassen kann. Zu ganz fremden Kindern ist er noch immer zurückhaltend und schüchtern, er ist noch immer kein Schubser oder so----und das ist richtig gut so!

Ich kann dir raten, mit deinem Kind in Mutter-Kind-Gruppen zu gehen, oder in eine Spielgruppe, Musikgarten oder oder oder. Du bist als ihr Halt dabei, und sie kann schon mal sehen, wie es ist in einer Kindergruppe.

Und nochwas. Dir wird am allermeisten helfen, dein Kind zu akzeptieren, wie es ist. Mir ist das auch schwer gefallen, weil man ja gern ein selbstbewusstes Kind hat, was nicht untergeht, aber es gibt nunmal unterschiedliche Charaktere. Und es darin bestärken, dass es genau so wie es ist, gut und liebenswert ist!
Und keine Angst, die Kinder im Kindergarten sind ja keine Bestien, die über dein Kind herfallen ;) und schliesslich gibts da auch Aufsichtspersonen, die deiner Kleinen anfangs sehr zur Seite stehen! Sie wird da sicher ihren Platz finden im Laufe der Zeit!

LG Anja

Beitrag von lisasimpson 18.02.11 - 09:09 Uhr

selbstbewußte kinder haben ein bewußtsein ihrer selbst- sie können sic hannehmen so wie sie sind.
Wenn deine tochter schüchtern und zurückhaltend ist und du von ihr verlangst, laut zu sein, zu shcubsen (was ihr im kiga große probleme bereiten wird) und sachen wegzunehmen, dann sagst du ihr indirekt damit:
so wie du bist/ wie du dich verhälst ist es nicht in Orndung- mach es ganz anders.
Kein kind wird dadruch einen hohen selsbtwert erhalten, wen nes immer gesagt bekommt, daß die eigene art zu reagieren nicbt in orndung ist.

Selbstsicherheit, selbstzufriedenheit, selbstwert entsteht da, wo ich elrbe, daß ich so sein darf wie ich bin. daß es hiolfen gibt, wo ichdiese brauche und unterstützung so sein zu dürfen.
da wpo anerkann wird, welche vorteile es hat, so zu sein wie ich es bin und wo mir gesagt wird, daß ich alles erreichen kann, was ich möchte- und zwar genau so wie ich bin- denn ich bin toll!

ein guter Kindergarten wird ganz sicher auch die ruhigen Kinder auffangen- im kiga sind die kinder in aller regel 3-6 jahre alt.
Sie nehmen nicht ständig sachen weg oder schubsen (außer sie bekommen von ihen eltern so´n käse erzählt).
Im Kiga meines sohnes sind 50 Kinder- wenn ich dort einen vormittag verbringe, dann erlebe ich vielleicht 2-3 auseinandersetzungen um spielzeug o.ä..
der Kiga legt viel wert darauf, daß die kInder lernen ihre Konflikte zu lösen ohne ander dabei zu verletzten (also das gegenteil von dem, was du deienr tochter räts- du willst, daß sie den konflikt nochmal richtig hochpuscht) und das funktioniert super.

Zum opfer werden kinder dann, wenn sie erleben, daß sie nicht das recht haben so zu sein wie sie sind, wenn sie erleben, daß sie verachtet werden dürfen dafür, daß sie sind wie sie sind, daß es an IHNEN liegt sich zu ändern (nicht derjenige, der ihr gewalt antut, soll sich in deine augen ändern, sonder sie- findest du das nicht eigenartig?!)
Diese kinder werden sich auch nicht trauen sich einem erwachsenen anzuvertrauen, wenn sie ofer von gealt wurden, denn sie haben gelenrt, daß es ihre schuld ist- daß SIE sich doch nur ändern bräuchten und schon würden sie nicht mehr zum opfer.
Ich finde das pervers!

lisasimpson

Beitrag von familyportrait 18.02.11 - 09:52 Uhr

Hi!
Das wird sich vermutlich von alleine geben. Unsere Töchter waren/sind ähnlich. Ich hatte auch Sorge, aber es war unbegründet. Wenn sie sich anfangs bei mir beschwerten, daß ihnen dies oder das weggenommen wurde, oder wenn sie von einem Jungen gehauen wurden :-( , dann habe ich ihnen Tips mit an die Hand gegeben. Daß sie ja nächstes Mal so oder so reagieren könnten. Hab auch durchaus mal gesagt, daß sie einfach das Spielzeug ganz festhalten und schnell weglaufen sollen. Nur, damit sie mal ein Erfolgserlebnis hatten. Und was das Hauen anging: Ja, da hab ich irgendwann nach 2 Wochen die Erlaubnis gegeben, dem Jungen mal ordentlich eine zurückzugeben.

Inzwischen ist das kein Thema mehr - die gewinnen dort neue Freunde und gucken sich dann bei denen und den Größeren ab, wie man sich verhalten kann.

Bleib ganz entspannt!

LG Kathrin

Beitrag von sunflower.1976 18.02.11 - 09:55 Uhr

Hallo!

Eine "selbstbewusste Persönlichkeit" zu sein, kann man fast nicht üben. Kenne ich von mir selber...

Ich denke, es ist wichtig, dass Du mit ihr gemeinsam Kindergruppen (Turnen, Spieltreffen o.ä.) besuchst, in denen Deine Tochter sich mit Dir im Rückhalt ausprobieren kann.
Im Nachhinein erklären hilft in dem Alter wenig, gibt eher das Gefühl, "wieder mal" nicht den Erwartuungen der Eltern entsprochen zu haben.

Mach Dir nicht zu viele Gedanken wegend es KiGas! Nur weil sie zurückhaltend ist, heißt das nicht, dass ihr ständig alles weggenommen wird oder sie ein "leichtes Opfer" ist.
Mein großer Sohn ist zurückhaltend und hat zudem eine Sprachentwicklungsverzögerung. Er war im KiGa NIE ein Außenseiter und ihm wurde auch nicht ständig das Spielzeug weggenommen. Früher in der Krabbelgruppe hat er reagiert wie Deine Tochter, aber im KiGa hat er seinen Weg gefunden, damit umzugehen. Mag sein, dass er mal zurücksteckt, aber er leidet nicht drunter (merke ich auch, wenn ich ihn im Spiel mit anderen Kindern beobachte).

LG Silvia

Beitrag von meandco 18.02.11 - 10:16 Uhr

also ....

a) kiga suchen, wo wenig kinder sind und gut betreut werden. vielleicht was reformpädagogisches - montessori? da sollte das gut klappen

b) auf ne ordentliche eingwöhnungsphase bestehen - falls nötig auch länger. in unserem montessori-kiga musst du dafür sowieso 2 wochen einplanen, ich musste in der 3. woche noch immer ab und an mal ne halbe stunde da bleiben bis es io war ... also wirklich zeit nehmen für diesen wichtigen schritt. lieber zuerst viel zeit investieren, als hinterher die bescherung haben #schwitz

c) sie soll nicht zurückschubsen oder sowas. #cool der typ dazu ist sie auch gar nicht - damit überforderst du sie und machst dir für später probleme die du so nicht hättest.
bring ihr bei zu sagen was los ist, was ihr passiert ist. erst mal dir, dann anderen bezugspersonen und später auch den kindern.
ich hab meiner immer gesagt, dass sie was sagen muss wenn sie was nicht will, weil die anderen das ja nicht wissen können. anfangs kam sie eben zu mir. im kiga hab ich ihr gleich bei der eingewöhnung gesagt, dass sie sofort laut sagen soll, dass das für sie nicht ok ist und eventuell zur erzieherin gehen soll. die sind nach wie vor erstaunt wie gut das klappt #pro

also: sich wehren ist nicht das a und o - eher auf die eigenen grenzen zu achten und dafür zu sorgen dass die respektiert werden!

und: kinder lernen durch beobachten. mach ihr vor was sie machen soll, wenn sie zu dir kommt. geh zu dem anderen kind und sag dem dass es überhaupt nicht io war zu schubsen und einfach was wegzunehmen, etc. wenn sie es ein paar mal beobachten konnte, wie du die situation löst, wird sie versuchen das nachzuahmen!

lg
me

Beitrag von jujo79 18.02.11 - 10:27 Uhr

Hallo!
Ich denke, das kommt alles von ganz allein. Und es ist ja auch schön, dass es nicht nur raubeinige Draufgängerkinder gibt ;-). Schüchtern sein ist nicht immer von Nachteil!
Mein Sohn war vor dem Kindergarten genauso wie du deine Tochter beschreibst, und ich habe mich auch gefragt, wie das so wird. Aber schon beim ersten Entwicklungsgespräch nach einem halben Jahr wurde mit versichert, dass er sich von den anderen nichts gefallen lässt. Er hat da seine eigene Art und haut nicht etwa zurück oder so, sondern bleibt einfach standhaft und hält beispielsweise das Spielzeug stur fest, wenn es ihm jemand wegnehmen will. das war früher eben auch nicht so. Wenn ich überlege, wie er noch vor 1 1/2 Jahren war, muss ich echt sagen, dass er sich total verändert hat. Er ist viel selbstbewusster und auch aufmüpfiger geworden, aber das ist ja auch gut so.
Ich denke nicht, dass du mit deiner Tochter irgendwas "trainieren" kannst, damit sie weniger schüchtern ist. Sie wird ihren Weg machen und auch in der Gemeinschaft mit den anderen lernen, wie sich sich behaupten und durchsetzen kann!
Viele Grüße JUJO

Beitrag von twins 18.02.11 - 10:52 Uhr

HI,

Zitat" ...ihre gleichaltrigen Freunde/ -innen sind alle kleiner und sie könnte sich locker mit ihrer Körperkraft wehren... "

Ich hoffe nicht, das Du es so meinst wie Du geschrieben hast.

Unsere Maus ist auch sehr groß gewesen für ihr alter uns super schüchtern. Auch im Kiga hat sie sehr lange gebraucht um aus sich heraus zu kommen. Ich glaube sie hat 1/2 Jahr mit kaum jemanden geredet.

Jetzt ist sie 5 und sie findet überall neue Freunde. Wir reiten seid 2 Jahren, machen seit 3/4 Jahr Kindersport und seid ein paar Monaten Ballett. Und da ihre Sprache immer besser wir - was ein großes Hemmnis war - wird sie auch immer offener.

Grüße
Lisa

Beitrag von almura 18.02.11 - 11:11 Uhr

Hallo!

Mir war ganz genauso schlecht, als ich meine in den Kindergarten gebracht habe.
Immer hat sie sich alles wegnehmen lassen und kaum gesprochen, wenn andere Kinder um sie herum waren.

Aaaber, sie gucken sich im Kindergarten ja auch das Verhalten der anderen ab.
Am Wochenende hat unsere dann mit Papi einen riesen Duploturm gebaut und war ständig mit ihm am Zanken:
'Nein, die brauche ich gerade!' und 'Nein, die hatte ich mir geholt!' usw.

Mit anderen Kindern ist es nun genauso. Ich höre sie bestimmen, wie was gebaut/gespielt werden soll, aber auch Kompromisse eingehen.

Nach einigen Monaten hat sie es nun raus.
Ich habe ihr gesagt, daß sie gaanz laut NEEEIIIIN rufen soll, wenn sie ein anderes Kind schubst oder an den Haaren zieht etc.
Da sie ein starkes Organ hat, wird das die Wirkung nicht verfehlen...

Ich glaube, daß auch Du Dich noch wundern wirst, was sie sich alles im Kindergarten von anderen abschauen...
Und dafür ist der Kindergarten auch gedacht!

Alles Gute!

Almura

Beitrag von inajk 18.02.11 - 13:05 Uhr

Wenn ich das so lese, habe ich den EIndruck, dass der Apfel nicht weit vom Stamm gefallen ist... kann das sein?
Dir wird schlecht und du musst heulen wenn du dir nur vorstellst, was mal sein koennte? Und du beschreibst deine Phantasien vom Kindergarten als ob es der Jungel oder das Militaer ist :-)
Hab doch ein bisschen Vertrauen in dein Kind. Genau das Gefuehl das DU ihr im Moment vermittelst (du bist nicht gut genug so wie du bist. Du musst anders werden. Und zwar nicht fuer dich selbst, sondern fuer den kIga musst du dich aendern), DAS untergraebt ihr Selbstbewusstsein.

Kann es sein dass das Problem mehr ist, dass DU die Vorstellung nicht ertraegst, dass dein kleines Baby die ersten Schritte in die grosse weite (boese) Welt macht?

LG
Ina