Neurodermitis mit 4,5 Jahren

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kati09 18.02.11 - 10:06 Uhr

Hallo zusammen!
Mein Sohn hatte mit Babyalter schon mal Neurodermitis, die sich aber mit 1 Jahr ganz ausgewachsen hatte. Jetzt mit 4,5 Jahren fängt er wieder an und viel schlimmer als damals. Er hat an Beinen und Armen die Beugen ganz entzündet (blutig gekratzt bis zum Po). Hat jetzt 1 Woche Cortison bekommen und jetzt ist es besser aber nicht weg. Allergietest gestern war negativ!
Habt Ihr Ideen oder Erfahrungen woher das kommen kann?
Vielen Dank für Eure Hilfe, Kati

Beitrag von girl08041983 18.02.11 - 10:15 Uhr

Huhu Kati,

würd tippen dass es dann psychisch ist. Ist bei meinem Kleinen genauso, der hatte jetzt wieder nen Schub, nachdem einiges passiert ist und Allergien hat er nicht

Lg

Beitrag von luap1510 18.02.11 - 10:32 Uhr

Hallo,

hm, ich bin natürlich kein Arzt. Kann nur sagen, dass ich das als Kind auch hatte. Ich habe mir die Armbeugen und Kniekehlen blutig gekrazt. Habe aber keine Neurodermitis und auch heute keine Probleme mehr damit.
Wir haben damals in einem älteren Haus gewohnt.Nach unserem Umzug war es ganz weg. Meine Eltern vermuten also,dass ich auf irgendetwasallergisch reagiert habe, was mit der alten Wohnung zusammen hängt...
Ich habe damals nur Linola Fett Creme bekommen, weil mein KiA gegen Cortison war.

lg luap

Beitrag von kleine_kampfmaus 18.02.11 - 10:36 Uhr

Hi,

Maxi hat auch seit Geburt an Neurodermitis. Am Anfang so schlimm wie Dein Sohn (Blutige Beugen, Kopf total entzündet und aufgekratzt, Gesicht ebenso). Ich habe bei ihm festgestellt, dass seine Haut immer zum Jahreszeitenwechsel Frühjahr und Herbst schlimmer wird. Mit Lebensmitteln etc. hat das nichts zu tun. Letzten Sommer kam dann noch Heuschnupfen dazu.

Bei mir hat die Neurodermitis übrigens erst mit Mitte 20 angefangen und ist auch jahreszeitenabhängig (Sommer = Füße betroffen; Winter = Hände/Lippen betroffen)

Viele Grüße
Kleine Kampfmaus

Beitrag von lagefrau78 18.02.11 - 10:53 Uhr

Hallo!

Ich habe selbst von Geburt an Neurodermitis (bin jetzt 32), glücklicherweise nicht sehr stark.
Leider kann man kaum sagen, woher es kommt. Du weißt sicher schon, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, die zum Teil auf Veranlagung zurückzuführen ist. Die Auslöser können dann sehr vielfältig sein.

Ihr seid doch in Behandlung damit, oder? Langfristig ist wichtig, dass Ihr gemeinsam rausfindet, was dem Kind guttut, wobei es sich entspannen und etwas vom Juckreiz ablenken kann. Und natürlich seid Ihr in Kontakt mit dem Haut- oder Kinderarzt - der wird Euch hoffentlich gut beraten.

In vielen Fällen lässt die Neurodermitis in der Pubertät nach. Ein schwacher Trost, ich weiß...

Alles Gute! #blume

Beitrag von anja293 18.02.11 - 11:10 Uhr

Hallo liebe Kati,
von Neurodermitis kann ich ein Lied singen..
Ich selbst hatte als Kind bis ins Jugendalter schlimme Neurodermitis, heute hab ich nur noch ab und an recht "harmlose" Schübe. meine Kinder haben zum Glück nur ganz leichte und gut behandelbare Schübe. Bei mir war es auch immer zum Jahreszeitenwechsel ganz schrecklich. Meine Eltern haben mir nachts die Gelenke immer mit leichten Mull-Windeln eingewickelt, weil ich mich sonst immer bis aufs Fleisch aufgekratzt habe. Ich hatte es auch zwischen den Finger und unter den Ohrläppchen. Wir sind jedes Jahr an die Ost- oder Nordsee in Urlaub gefahren. Nach dem Baden im Salzwasser (was mir damals fürchterlich weh getan hat, weil die ganze Haut offen war) ging es wieder einige Wochen besser. Außerdem haben mir meine Eltern immer für zu Hause in der Apotheke Salzwasser-Bäder geholt. Ganz schlimm wurde es auch immer nach Speisen wie Erdbeeren, Paprika, Tomaten, Kiwi u. ä.. Vielleicht versuchst du mal, auf solche säurehaltigen Sachen zu verzichten. Auch Chlorwasser war Gift für meine Haut. Versuch außerdem mal zwischen den Cortison-Behandlungen mal Linola-Fett. Das beruhigt die Haut zumindest ein wenig.
Mit ungefähr 15 Jahren hörte der Spuck damals wie durch ein Wunder von alleine auf. Jetzt, 15 Jahre später, hab ich ab und an mal einen Schub, der aber auszuhalten ist.
Da ich weiß wie belastend das ganze ist, wünsche ich dir viel viel Erfolg mit der Behandlung und dass ihr es hoffentlich in den Griff bekommt. Alles Gute!!

Beitrag von nashivadespina 19.02.11 - 17:05 Uhr

Auslöser von Neurodermitis gibt es viele.

Das der Allergietest gestern negativ war hat auch nichts zu bedeuten. 1. bedeutet ein negatives Testergebnis auf ein Allergen nicht, dass dein Kind definitiv nicht auf das Allergen oder die Allergene mit Neurodermitis reagiert und 2. können nicht alle Allergene getestet werden so dass es also trotzdem sein kann, dass die Neurodemitis durch ein Allergen oder mehrere Allergene bei deinem Kind hervorgerufen wird. Eine allergische Neurodermitis ist übrigens nicht mit einem positiven Allergietestergebnis diagnostiziert. Einzig und alleine anerkannt ist solch eine Diagnose nur über einen klinischen Befund; sprich durchgeführten Provokation. EIn positiver Allergietest stellt lediglich eine Sensibilisierung dar.

Bei meinem Kind gibt es viele verschiedene Auslöser die bei ihr zur Neurodermitis führen. Alle Auslöser sind noch nicht bekannt; viele wurden erst nach vier Jahren entdeckt (u.a. durch mehrere Klinikaufenthalte, Diäten, Allergietests etc.) -das ist aber nicht bei allen Kindern so und meines ist sicherlich auch ein Ausnahmefall da es bei ihr viele Auslöser gibt und sie zudem noch andere chronische Erkrankungen besitzt die die Ananmense erschweren /erschwert haben. Kann ja sein, dass es bei deinem Kind zb. nur ein Auslöser ist und ihr schnell dahinter kommt.

Ich würde aufjedenfall einen Kinderarzt aufsuchen welcher gleichzeitig Allergologe ist. Ein einfacher Kinderarzt kann meist nicht so gut helfen da er nicht das Fachwissen besitzt; welches ihr jetzt aber unbedingt benötigt. Dieser kann euch zb. Präventionsdiäten, Reibetests und weiteren Untersuchungsmöglichkeiten/ Behandlungsmöglichkeiten und Mögliche Auslöser der Erkrankung aufklären.

Kortison sollte nur im Notfall angewandt werden-bei Neurodermitis vorrangig als niedrigdosierte Creme..weil eine langfristige Anwendung in den meisten Fällen bei Neurodermitis mehr Schaden als Nutzen bewirkt. Bestenfalls wird bei einem akuten Schub eine vertrgöliche Cortisonfreie Creme gefunden und angewandt die auch den Juckreiz lindert..wie zb Panthenolcreme, Zinksalbe, Nachtkerzenöl..etc..

Gute Besserung#blume