"dazu" gehören...

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lenesiegel 18.02.11 - 10:32 Uhr

... ich bin grad etwas genervt.
In der Kindergartengruppe meines Sohnes ist ein Junge der "erlaubt" den Kindern, die die "richtigen" Kleider tragen oder Dinge besitzen, (kurzzeitig) mit ihm befreundet zu sein. ("willst Du mit mir in der Bauecke spielen ? Marc ist heute mein Freund !") Dieses Ansagergetue geht mir total auf den Zeiger !!!

Die Erzieherinnen finden es in Ordnung - ich nicht, aber was kann man tun #kratz

Jemand Vorschläge ?
#danke

#winke

Beitrag von sonne_1975 18.02.11 - 10:34 Uhr

Warum willst du überhaupt etwas tun? Erzähle deinem Kind, wieviel "wert" so eine Freundschaft hat, so hat er gleich was gelernt.;-)

Warum nervt DICH es überhaupt? Was geht dich das an?

Es ist alleine der Sache von diesem Kind und seiner Eltern. Du kannst nur deinen Kindern helfen damit richtig umzugehen.

LG Alla

Beitrag von lenesiegel 18.02.11 - 11:26 Uhr

Komischer Beitrag:
Was geht DICH das an ?
+IRONIE+

Im Übrigen: ich bin mir absolut sicher, daß die Mutter des Jungen keinen blassen Schimmer von diesen Vorgängen hat - ein Lämmchen in deren Beisein #katze

Ich hab auch garnicht gefragt, was ich GEGEN dieses KIND tun könne :-p

#torte

Beitrag von sonne_1975 18.02.11 - 11:45 Uhr

Entschuldigung, dann habe ich dich falsch verstanden. Du hast geschrieben, dass es dich tierisch nervt (das hat mich ja gewundert) und gefragt, was man tun könnte.

Deswegen habe ich angenommen, du würdest das andere Kind gerne ändern, damit dein Sohn dadrunter nicht leidet. Und das, finde ich, ist ein falscher Weg, dein Sohn muss lernen mit solchen Menschen umgehen und nicht versuchen sie zu ändern.

Beitrag von twins 18.02.11 - 10:46 Uhr

HI,
stärke Deinem Kind indem es lernt, das das keine richtigen Freunde sind! Nur Spielkameraden für den Moment. Und das es schon ein Ausnutzen ist.

Nachbarn haben das Problem in der Schule. Da ist ein Mädchen in der Klasse die macht ständig neue Klicken (schreibt man das jetzt so nach der dt. Rechtschreibung??#rofl) und erlaubt nur bestimmt Mädchen da mitzumachen. Mal darf die eine, dann paßt es ihr nicht und sie macht wieder eine neue Klicke auf...Das geht schon seid Jahren.

Und die Tochter von meiner Nachbarin kam immer wieder mal heulend nach Hause, weil sie mal dazugehörte und mal nicht. Schlimm war, das das Klicken-Mädchen die Nachbarin ist und die beiden sich mal grün und mal rot sind....echt eine bescheidene Situation.

Wie gesagt, Stärke Dein Kind, das es kein normales Verhalten ist, wenn man befreundet sein möchte.

Grüße
Lisa

Beitrag von lenesiegel 18.02.11 - 10:59 Uhr

Danke.

Ich bin grad einfach etwas ratlos, wie und wo ich ansetzen kann.
Bisher war mein Sohn sehr resistent gegen diesen Junge und sein Gehabe, aber im Moment scheint er etwas auf dessen Ansehen zu geben.
Ich kenn ihn so halt garnicht und bin daher im Moment einfach #kratz

#cool

Beitrag von twins 18.02.11 - 11:03 Uhr

HI, das ist vielleicht auch nur eine Phase.

Unser Sohn sucht sich leider auch die falschen Mädchen zum Spielen aus...die lauten, kracherten und die auch ziemlich frech und unerzogen sind#schwitz...aber die lade ich auch nicht mehr nach Hause ein:-p - anders geht es nicht.

Und Kinder kann man gut noch in eine andere Richtung lenken. Lade andere Kinder zu Hause zum Spielen ein, vielleicht kommt er dann vom anderen Typen weg.

Grüße
Lisa

Beitrag von jujo79 18.02.11 - 10:55 Uhr

Hallo!
So eine ähnliche Phase gab es im Kiga meines Sohnes auch. Immer wenn man jemand nicht das gemacht hat, was jemand anderes wollte, sagte der: "Dann bist du nicht mehr mein Freund!" Unser Sohn hat das schön mit nach Hause gebracht und uns das auch ständig an den Kopf geknallt. Puh, war ich genervt, aber ich habe dann auch immer gesagt, dass er da echt Pech hat, weil ich seine Mutter bin und das ist noch toller als Freund :-p. Und in einigen ruhigen Momenteb habe ich ihm erklärt, dass ich sowas doof finde, weil man doch auch immer noch befreundet sein kann, auch wenn der andere mal was anderes will, und dass man sich nicht ständig hin und her entscheiden kann, sondern ein Freund etwas für länger ist (für immer kann man ja so nicht sagen, schon gar nicht in dem Alter). Die Phase ging vorbei und jetzt haben wir diesen Qautsch hier zum Glück nicht mehr.
Ach, und es gab auch mal ein Mädchen, dass verkündet hat, dass der eine Junge nicht zu seinem Geburtstag eingeladen ist, weil er lange Haare hat. Da habe ich meinen Sohn gefragt, ob der Junge denn anders wäre, wenn der kurze Haare hätte, und es wurde ihm klar, dass das sehr merkwürdig von dem Mädchen ist.
Ich würde auch deinem Sohn erklären, dass das nicht richtig ist, wie der Junge das macht.
Ich finde, die Erzieherinnen könnten das schon mal beim Morgenkreis oder so ansprechen, ohne dabei den Jungen, der das macht, direkt anzusprechen, aber an sich regeln Kinder sowas ja auch ganz gut untereinander.
Grüße JUJO

Beitrag von lenesiegel 18.02.11 - 11:04 Uhr

danke für den wertvollen Denkanstoß

und ja wir haben das derzeit hier zu hause auch: "dann bist du nicht mehr mein freund" ich antworte dann: "ok, aber du bist noch mein freund und ich bin und bleibe deine liebste Mama :-p #rofl" (vielleicht genügt es tatsächlich die "richtige" Variante vorzuleben)

#tasse

Beitrag von kaffetante 18.02.11 - 11:06 Uhr

Ich bin immer etwas genervt - nichts gegen Dich - wenn Eltern meinen die anderen Kinder müssten sich Zugunsten des eigenen Kindes ändern.

FALSCH. Wenn das Verhalten des anderen Kindes nicht so ist, dass es das Allgemeinwohl "gefährdet" bist Du an der Reihe Deinem Kind Mut, Selbstvertrauen und die richtigen Werte mit auf den Weg zu geben.

Meiner kam neulich an und meinte, er wäre jetzt auch mit XY befreundet, weil "das wäre besser Mama, dann würde er nämlich nicht mehr gehauen werden." Das Einzige, was ich unternommen habe, war ihm klar zu machen, dass das falsche "Beweggründe" für eine Freundschaft sind. Und dass er sich lieber "wehren" soll - wenn er sich allerdings für diese Freundschaft "entscheidet" muss er auch ggf. mit den Konsquenzen leben.

Mir zieht es auch regelmäßig den Magen zusammen, ich liebe mein Kind und es wiederspricht manchmal auch meinem "Reflex" etwas anderes zu sagen. Aber die Welt ist nunmal kein Ponyhof und auf Dauer schaffst Du es nicht ständig für Dein Kind einzuspringen, es muss einfach auch lernen, was richtig und falsch ist - auch wenn er nicht der "Täter" ist.

Ich denke auch, dass solche Eltern ihren Kindern auf Dauer keinen Gefallen tun, wenn sie alles regeln...

LG und schönes Wochenende

Beitrag von lenesiegel 18.02.11 - 11:22 Uhr

Ach, da hast du mich falsch verstanden, ich will dem "anderen" Kind nix, ich will es auch nicht ändern !
Allerding denke ich, das diesem Kind die Tragweite seines Handelns (ja, auch für ihn wird es schwer sein, so eine "richtige" Freundschaft aufzubauen) bewußt sein werden. Und vielleicht wäre es auch für ihn hilfreich, wenn das Thema mal ganz allgemein bearbeitet würde, ohne mit dem bösen Zeigefinger auf jemanden zu zeigen. (das finde ich wäre nötige Erziehungsarbeit im Kindergarten !!!)

Und mein Kind bekommt sogar das Recht zugestanden "fehlerhafte" Entscheidungen zu treffen, davon geht auch für mich die Welt nicht unter.

Ich wollte lediglich ein paar Denkanstöße, ruhig in jede Richtung, um mir dann das für mich passende rauszukratzen. Manchmal laß ich mich gern mit Ideen berieseln und mein Bauchgefühl hilft mir dann das für uns Richtige herauszufiltern und eventuell umzusetzten. Ganz oft stärkt es aber auch nur meine innere Einstellung zu Themen.

Ich danke Dir für Deinen Beitrag, er hat mir einmal mehr MEINE Meinung offenbart (warum fällt es mir nur so schwer meine Meinung ohne fremde Kritik zu finden - wirklich rätselhaft ! #cool )

#tasse

Beitrag von kaffetante 18.02.11 - 11:33 Uhr

Das ist im Forum leider so, dass passiert mir auch viel zu oft....

Ich finde Deine Idee, dass zu thematisieren super. Wir hatten das auch mal als Projekt, das hieß "Ich bin Ich und Du bist Du". Ganz schön dazu ist das Buch "Das Kleine Ich bin Ich". Oder es einfach kurz im Sitzkreis ansprechen ist auch eine Möglichkeit. Wenn es aber die Erzieher nicht so schlimm finden, dann würde ich mich fragen, ob einfach nur Dein Sohn darunter leidet und es einfach "überbewertet". Es ist leider so, im Leben gibt es immer die Alphamännchen und die anderen, die hinterherlaufen. Dann darfst Du auch nicht vergessen, dass Jungs auch Testostoron haben und davon mit 5-6 eine ganze Menge. Da sind solche "Gebahren" normal.

Der Freund von meinem Sohn ist "auch" so sensibel, das ist meiner auch, aber er verpackt das dann auf andere Art und Weise. Jedes mal kommt er zu mir und erzählt mir, was meiner so gemacht hat. Meistens sind das Kleinigkeiten, gestern ist er beim in der Reihe Warten gegen seinen Rücken gekommen - das wurde dann gleich als Schubsen bezeichnet. Ich habe dann leib gefragt und das Kind hat eingeräumt, dass es ja keine Absicht meines Sohnes war.

Was ich sagen will ist das Gleiche wie im Ausgangspost an Dich. Kinder sind eben verschieden und man muss sie bestärken sich ihrem Weg entlang weiter entwickeln zu können.



Beitrag von schullek 18.02.11 - 13:27 Uhr

sowas nennt sich sozialisation. entweder der junge merkt irgendwann, dass er so nicht weiterkommt, eckt immer wieder an, oder eben nicht.
der beste freund meines sohnes ist im grunde genommen ein ganz lieber. hat aber probleme im elternhaus. welche ist jetzt nebensächlich.

dadurch ist er immer wieder auffällig im kiga. und auch wenn nicht, dann erzählt mir meiner, was er wieder getan hat etc. auch meiner muss sich da immer wieder gegen bst. dinge wehren. aber es ist sein bester freund, er ist ihm wichtig, also mische ich mich nicht ein. oft genug würde ich meinem am liebsten befehlen dem anderen mal die kalte schulter zu zeigen. aber ich muss ja nicht mit dem kind klarkommen, sondern er.

deshalb würde ich dir raten es genauso zu halten. es ist nicht dein bier udn solange dein kind nciht massiv leidet oder schaden nimmt, ist es besser, dass die kinder das mit ein wenig unterstützung seitens der erzieher eventuell alleine regeln.

lg

Beitrag von cocoskatze 18.02.11 - 15:11 Uhr

"Die Erzieherinnen finden es in Ordnung - ich nicht, aber was kann man tun............"

Wie- was kann man tun..........?

Nichts kannst DU oder MAN tun.
Lass doch den Kindern bitte ihre Entwicklung!

Es sind KINDER, keine Erwachsenen. Sie handeln nicht so, wie du es gern hättest, oder wie die Gesellschaft es gern hätte, sondern so, wie ihre soziale Entwicklung es gern hätte.

Kinder im Kindergarten befinden sich in einer ganz wichtigen Entwicklungsphase, die den Grundstein der späteren Sozialkompetenz legt.

Die Sozialisierungsphase FREMDER Kinder solltest du dir also nicht anmaßen ändern zu wollen.

Die Erzieherinnen ( Pädagogische FACHkräfte nämlich ;-)) machen das schon ganz richtig, auch wenn es nicht in deine Vorstellung passt :-)

Simone

Beitrag von zahnweh 18.02.11 - 16:28 Uhr

"Die Erzieherinnen finden es in Ordnung - ich nicht, aber was kann man tun

Jemand Vorschläge ?"


Sich fragen woher das kommt? Aber ich denke mal, selbst wenn du es herausfindest, wer ihm das Vorbild ist, wirst du es nicht ändern können.


Klär deinen Sohn auf.
Sag ihm, dass es nicht wichtig ist, welche Kleidung man trägt. Heute hü morgen hott. Das wird er sicher auch schon selbst bald merken. Erkläre ihm - entwicklungsgerecht und nicht nur jetzt sondern kontinuierlich - dass es andere Werte gibt, was eine Freundschaft ausmacht.
Beschreibe ihm was toll an einer bleibenden Freundschaft ist.

Was das häufige Wechseln angeht, das ist bei uns auch so.

"der hat heute sagt, der ist nicht mein Freund"#schmoll
nächster Tag
"der hat heute sagt, der ist mein Freund" #freu
übernächster Tag
"der hat heute sagt, der ist mein Freund, aber ich hab sagt, ich bin nicht sein Freund. Weil ... ist mein Freund" #nanana

so richtig feste Freundschaften hat meine noch nicht. Wobei es meistens dieselben Kinder sind, mit denen sie öfter spielt und "wieder Freunde" sind.
Na mal schauen, wie's weitergeht.