Fieberkrämpfe

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von ellie35 18.02.11 - 12:22 Uhr

Hallo!

Meine Tochter hatte nun schon einen zweiten Fieberkrampf. Ich fühle mich hilflos und habe einfach ANGST.

Kennt das jemand? Hat jemand Lust auf Austausch?

Freue mich auf Antworten (gerne auch über VK).

Vielen Dank im Voraus.

LG
Ellie

Beitrag von lili222 18.02.11 - 13:57 Uhr

Hallo Ellie,

ja ich kenne das Gefühl. Mein Großer hatte mit 2 1/4 Jahren seinen ersten Fieberkrampf. Bis er 4 1/2 Jahre war, waren es insgesamt 6 Stk (u.a. mit kompliziertem Fieberkrampf). Dann hörte es auf... Mit knapp 6 Jahren wieder ein Anfall und mit 6,5 Jahren (letzten Monat) wieder Anfall und Diagnose Epilepsie!

Ich kenne das Gefühl hilflos zu sein und ständig mit nem neuen Anfall zu rechnen... Bist also nicht allein #liebdrueck

Aber so schlimm Fieberkrämpfe aussehen, so wenig "gefährlich" sind sie. Die Kleinen erholen sich schnell und haben auch keine weiteren Schäden!
Der Schreck bei den Erwachsenen ist meist das schlimmste ;-) Unsere waren eigentlich immer nachts im Bett und somit ist auch die Verletzungsgefahr beim Umkippen sehr gering.

Wichtig ist halt bei steigender Temperatur gleich zu handeln und Fierbersaft/Zäpfchen zu geben.

Mit der Zeit wird man dann "etwas" gelassener.

Liebe Grüße

Lili222

Beitrag von kati543 18.02.11 - 21:39 Uhr

Hallo Ellie,
so schlimm Fieberkrämpfe aussehen, sie sind eigentlich "harmlos" und haben keine weiteren Folgen. Wenn man mal vom Schock der Eltern absieht. Kinder bekommen das wegen ihrem "unfertigen" Gehirn. Das verwächst sich also und sollte mit Schulbeginn ausgestanden sein - wenn nicht, ist es weniger gut und dann ist es eine Epi geworden. Das kann passieren, muß aber nicht. Die meisten Kinder haben Glück und bei denen meldet sich nach 1-2 Fieberkrämpfen nichts mehr. Ich hatte das Glück nicht und habe auch die Diagnose Epi bekommen. Aber damit lebe ich nun schon seit 28 Jahren.

Beitrag von tigerbaby1976 19.02.11 - 07:47 Uhr

Hallo,
mein Sohn hatte mit 13 Monaten seinen ersten Krampf, der Schreck war riesige, Notarzt, Rettungswagen, alles dabei. Alle wirklich ALLE haben gesagt, es sei nicht schlimm, während wir wirklich dachten, der kleine Mann stirbt. 2 Tage KH, dem kleinen ging es sofort besser, wir waren fix und alle.
Mit 18 Monaten dann im Urlaub in HH der zweite Krampf. Bisauf die Tatsache, dass wir im Hotel gerade Essen bestellt hatten, waren wir sehr ruhig. Die anderen Gäste schauten nur komisch, als ich durch das Hotel ins Zimmer gerannt bin um das Notfallpack zu holen. Als ich zurück kam, war wieder alles super. Wir haben nachgefragt, wo eine Kinderklinik ist und die Hotelchefin (zumindest hatte die Dame wohl dort das Sagen) rief dann die Feuerwehr. Erst im Krankenwagen weinte ich. 3 Tage KH, weil er immer wieder fieberte.
Und dann wiegten wir uns auf der sicheren Seite, weil er tortz diverser Fieberepisoden nicht mehr krampfte. Das ganze 1,5 Jahre. Und Anfang Januar hörte ich ein Stöhnen abends und ich schaute nach und er der kleine Mann hatte im Bett einen Krampf. Wir diesmal total ruhig: Erst hat mein Mann ihm ein Zäpfchen gegeben, ich habe mich angezogen, er hat sich angezogen, ich habe meine Tochter geweckt und angezogen, wir haben den Kurzen in ne Decke geschlagen und sind ins KH! Dort habe ich geduldig gewartet und als wir uns anmelden durfte hatte ich erwähnt, dass mein Sohn einen Fieberkrampf hatte und dann hat die Schwester die Aufnahme vorbereitet. 2 Tage KH.
Naja, nun sind wir wieder etwas nervöser bei Fieber, aber immer noch guter Hoffnung, dass es mit 6 verschwindet. Am Montag ist wieder EEG.
was mich nervt (ich weiss ich bin ne schlechte Mutter): Es ist aufwendig. Eigentlich sind die Kleinen sofort wieder fit, aber Du sollst trotzdem stationär ins Krankenhaus. Und da kannste dann versuchen, die kleinen zu unterhalten.
IN HH durften wir auch das Zimmer nicht verlassen und das ganze bei knapp 40 Grad im Schatten.
Aber man wächst an seinen Aufgaben.
LG und ich drücke die Daumen, dass es sich nicht wiederholt.

Beitrag von milchkuh112 20.02.11 - 13:11 Uhr

Hallöchen, erst einmal feste drücken.

Meine Tochter hatte mit 14 und mit 17 Monaten zwei ganz schlimme, und untypisch lange Fieberkrämpfe. Sie wurde nach dem zweiten für 4 Jahre Medikamentös eingestellt.

Jetzt ist sie 7 Jahre und hatte seit dem nie wieder einen Fieberkrampf. Das Medikament wurde mit 5 Jahren abgesetzt.
Außerdem hab ich peniebelst darauf geguckt das die Temperatur niemals höer als 38° gestiegen ist und sofort angefangen mit Ibuprofen/ Paracetamol in Kombination.

Wir waren alle 6 Monate von klein auf beim EEG, wo zum Glück nie etwas auffälliges war.
Ich kann deine Angst gut nachempfinden.

P.s. hattest du das auch als Kind?Ich hatte selbst 4 Fieberkrämpfe als Kleinkind.

LG Jessy

Beitrag von ellie35 20.02.11 - 20:10 Uhr

Hallo!

Danke für Deine Antwort!

Was für ein Medikament hat Dein Kind denn bekommen?

Ich hatte noch nie einen Fieberkrampf und mein Mann auch nicht! Ich hatte das zwar mal gehört aber konnte das nicht einordnen. Und als ich sie dann so gefunden habe, habe ich daran garnicht gedacht!

Es sah einfach nur schlimm aus.

Beitrag von milchkuh112 20.02.11 - 20:29 Uhr

Ja, das war wahnsinnig schlimm weil du daneben stehst und nix machen kannst. Bzw. ich hab ihr dann Notfallrektiole gegeben, aber das half alles nichts. Sie waren bei ihr sehr kompliziert, es dauerte auch lange im Krankhenhaus bis sie wieder aufhörte, über 30 Minuten. Es war der Horror...

Sie bekam dann Orfiril, das ist ein Antiepileptikum. Für eben diese Jahre, danach wurde es wieder ausgeschlichen. So wurde ich auch ruhiger, weil ich wusste es hilft ihr und kann nichts passieren mehr. Natürlich musste ich weiter auf Fiebersenkung gucken.

Aber wenn sie bei deiner Tochter nur ganz kurz sind die Krämpfe, dann brauch sie sowas sicher nicht.

P.s. ich bekam als Kind Liscantin, ebenfalls für ein paar Jahre.

LG

Beitrag von ellie35 20.02.11 - 21:32 Uhr

Ich habe auch die Notfallrektiole zu Hause.

Aber die Krämpfe waren bei ihr auch kompliziert. Wie lange sie überhaupt krampfte weiß ich garnicht, weil wir sie schon krmapfend im Bett vorgefunden haben.

Ich hoffe wir bekommen keinen 3. Krampf!

LG