Umzug bei gemeinsamen Sorgerecht

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von sternken 18.02.11 - 13:24 Uhr

Hallo!

Ich lebe in Scheidung und mein Mann und ich haben das gemeinsame Sorgerecht, ich allerdings das Aufenthaltsbestimmungsrecht.
Nun möchten wir mit meinem neuen Lebensgefährten in seine Heimat nach Österreich ziehen, denn dort hätten wir ein eigenes Haus und er hat dort seinen Job. Ein neues Kind ist außerdem unterwegs. Also wäre alles perfekt.
Meine kleine Tochter interessiert sich eh nicht wirklich für ihren Vater und er kümmert sich auch nicht, macht eigentlich nur Probleme. Also wäre der Umzug für unser Kind auch nicht schlimm.

Nun lassen wir den Umzug quasi durch den RA beantragen bei Gericht, und müssen gute Gründe vorlegen, da der Vater sicher um mir wieder Steine in den Weg zu legen dagegen angehen wird.

Kennt sich jemand aus wie da die Chancen stehen? Und was wäre denn wenn man einfach so gehen würde? Wir würden sowieso oft zurück nach Deutschland fliegen für ein Wochenende weil ich ja meine Mutter etc auch sehen möchte...

Wäre schön wenn jemand der Erfahrung hat mir dazu was sgen könnte.

Danke

Beitrag von ppg 18.02.11 - 14:19 Uhr

Du kannst selbstverständlich hinziehen, wohin immer Du willst.

Allerdings dann ohne Kind, wenn der leibliche Vater willens ist es in seinem Haushalt aufzunehmen.

Eine Auswanderun ohne das DU (!!!) einen Job vorweisen kann, wird von keinem Richter unterstützt. Auch falls Du einen Arbeitsvertrag aus dem Hut zauberst, mußt Du nachweisen, das es einen gleichwertigen Job in Deiner Heimat nicht gibt.

Und die erneute SS betrifft nur Deinen Freund und Dich - nicht jedoch Deine Tochter. Die könnte ja schließlich auch beim Vater leben und Du bekommst dann ein Umgangsrecht.

Eine sehr festgefahrene Situation in die Du Dich mit Deiner nicht durchdachten Schwangerscaft gebracht hast.

Die einzige Chance, die Du hast ist, wenn der sorgeberechtigte Vater es ablehnt seine Tochter in seinen Haushalt aufzunehmen.

Ute

Beitrag von sternken 18.02.11 - 14:22 Uhr

Kann er sie denn in seinem Haushalt aufnehmen, wenn er den ganzen Tag arbeiten geht? Er ist ja grad mal zu seiner neuen Freundin gezogen die sich erst einen Monat kennen?! Sieht ja eigtl auch nicht so rosig aus für ihn dann.
Und natürlich geht die neue SS die Kleine was an. Sie freut sich so unglaublich dass sie ein Geschwisterchen bekommt, und hat auch schon gesagt, dass sie mit uns will....

Beitrag von ppg 18.02.11 - 14:35 Uhr

Ja na und???

Alleinerziehenden Müttern werden ja auch nicht die Kinder weggenommen, wenn sie arbeiten und mit ihrem Freund zusammen ziehen.

Nein, die neue Schwangerschaft hat nichts mit dem Kind aus der voherigen Beziehung zu tun, zumindest nicht im Sinne von Familienzusammenführung.Deine Tochter kann sich theoretisch auch an Umgangswochenden an seinem Halbgeschwisterchen erfreuen, genauso wie es bei unzähligen getrennten Männern der Fall ist.

Es ist Deine Angelegenheit. Und wenn der Vater sein Kind aufnehmen würde, gibt es kein Gericht, das deinem Wegzug zustimmen würde. Das Kind ist 3 Jahre alt, sie wird vor Gericht nicht angehört.

Und Sorry, aber klärt man solche elementar Wichtigen juristischen Belange, bevor man sich schwängern läßt?

Ute

Beitrag von parzifal 18.02.11 - 16:47 Uhr

Du musst das Ganze immer aus beiden Blickwinkeln betrachten.

Angenommen beide Elternteile lieben das Kind sehr. Die Mutter arbeitet voll. Der Vater nur wenig oder gar nicht.

Es erfolgt die Trennung. Das Kind bleibt beim Vater. Mutter will soviel Umgang wie möglich. Vater zieht ins Ausland und die Mutter kann nichts machen.

Sollte so eine Lösung aussehen können? Wohl nein, warum also umgekehrt?

Wenn der nichtbetreuende Elternteil sich nicht bei Wegzug kümmern kann oder will spricht nicht gegen einen Wegzug.

Wenn der nichtbetreuende Elternteil aber die Betreuung übernehmen will um den regelmäßigen Umgang zu sichern sollten da nicht sehr hohe Hürden bestehen wenn ihm dies verwehrt werden soll?

Ich kann nicht abschließend beurteilen wie Deine Chancen stehen, dazu fehlt mir das Hintergrundwissen.

Du hast aber mit Sicherheit gute Gründe für den Umzug. Ob diese reichen wird nur eine Gesamtschau ergeben. Will der Vater das Kind unbedingt und kann die Betreuung sicherstellen sieht es sicher nicht so gut aus. Ist der Vater nicht so interessiert und die Betreuung ungewiß sieht es besser aus.

Das Euer Kind mit umziehen will ist doch verständlich. Was wäre das für eine Beziehung in der der betreuende Elternteil es nicht schafft sein Kind mehr an sich zu binden als der Elternteil der nur Umgangsrecht hat.



Beitrag von harveypet 18.02.11 - 15:00 Uhr

mein Mann und ich haben das gemeinsame Sorgerecht, ich allerdings das Aufenthaltsbestimmungsrecht.


wie kommkst du auf diese seltsame Idee?? Oder wart ihr vor dem Familiengericht und dieses hat das ABR aus der gemeinsamen Sorge herausgenommen?

Beitrag von harveypet 18.02.11 - 15:05 Uhr

Kennt sich jemand aus wie da die Chancen stehen? Und was wäre denn wenn man einfach so gehen würde?

Die Chancen mit deinem Lover auszuwandern stehen gegen NUll!!!
Und einfach so gehen , klar kannst du machen und wenn du dann wieder deutschen Boden betreten wirst melde dich gleich mal bei einem Anwalt an der dich vor Gericht wegen Entziehung Minderjähriger vertritt und außerdem den Sorgerechtsentzug für dich vertritt. Ergebnis des Verfahrens: Sorgerecht weg für dich und Vorstrafe für dich.

Beitrag von nrw2008 18.02.11 - 15:06 Uhr

Moin

Ich zweng mich mal dazwischen.

Also , wenn du das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht(ABR) hast ( übertragen von einem Gericht an dich) kannst du mit Kind hinziehen wohin du möchtest.

Dann sind die Aussagen von *ppg* nichtig.


LG NRW;-)

Beitrag von ppg 18.02.11 - 16:57 Uhr

Wie kommst denn auf den Quatsch?

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist ein Teilbereich der Personensorge (§ 1687 BGB). Das Recht ist zum Beispiel dann von entscheidender Bedeutung, wenn es sich um Angelegenheiten der Bestimmung des Wohnsitzes, des gewöhnlichen Aufenthaltes oder des tatsächlichen Aufenthaltes eines Minderjährigen, der unter elterlicher Sorge oder unter Vormundschaft steht, oder um die Aufenthaltsbestimmung für einen volljährigen Betreuten handelt.

Im engen Zusammenhang mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht steht die Regelung des § 1687 BGB, der die Entscheidungsbefugnisse der Eltern bei dem Vorliegen von gemeinsamen Sorgerecht bei Trennung der Eltern bzw. gerichtlicher Verteilung des Aufenthaltsbestimmungsrechtes an ein Elternteil regelt. Demnach darf der Aufenthaltsbestimmungsberechtigte, bei dem das Kind lebt, alle Angelegenheiten des täglichen Lebens alleine entscheiden. Das gemeinsame Sorgerecht findet nur noch Anwendung in Angelegenheiten, deren Regelungen für das Kind von erheblicher Bedeutung sind. Diese sind beispielsweise: Schulwechsel, Umschulung, Berufswahl, Wechsel des Kindes in ein Heim oder Internat, Taufe, schwere medizinische Eingriffe und Reisen kleiner Kinder in ihnen nicht vertraute Kulturkreise bei mehrstündigen Flügen. Als Angelegenheiten des täglichen Lebens dagegen gelten: Schulalltag, Anmeldung zu einem Nachhilfeunterricht oder Sportverein, Essensfragen, Fernsehkonsum, Kleidung, Umgang mit Freunden, Besuch von Sport- oder Kulturveranstaltungen, die gewöhnliche medizinische Versorgung, Taschengeld, Verwaltung üblicher Geldgeschenke durch Verwandte, Zustimmung nach § 110 BGB (Eigentumserwerb durch Verwendung von Taschengeld) und alle anderen häufig vorkommenden Situationen, die eine sorgerechtliche Entscheidung erfordern, deren Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes aber ohne Aufwand wieder abänderbar sind. Demgegenüber steht die Sorge für die Angelegenheiten der tatsächlichen Betreuung, die der Elternteil während der Zeiten alleine ausüben kann, in denen er Umgang mit dem Kind hat. Diese umfasst Entscheidungen über Ernährung, Bettzeiten, Arztbesuche bei akuten Erkrankungen, bei denen der andere Elternteil nicht erreicht werden kann, Besuche von und bei Freunden etc. während der Umgangszeiten. Damit ist grundsätzlich gewährleistet, dass die Eltern bei schwerwiegenden und irreparablen Entscheidungen gemeinsam zu entscheiden haben, bei den gewöhnlichen und wiederkehrenden Entscheidungen der Alltagssorgeberechtigte und für die alltäglichen Kleinigkeiten während der Umgangszeiten der umgangsberechtigte Elternteil ein Alleinentscheidungsrecht hat.


Eine Auswanderung des Kindes ist eindeutig von erheblicher Bedeutung!

Ute

Beitrag von nrw2008 18.02.11 - 17:10 Uhr

Das ist kein Quatsch.


Wechselt ein Elternteil, der das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Kind hat, seinen Wohnort und den des Kindes innerhalb der Staaten der europäischen Gemeinschaft gegen den Willen des im Übrigen mitsorgeberechtigten Elternteils, ist das nicht widerrechtlich im Sinne des Haager Kindesentführungsübereinkommens.


Die Mutter habe das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder. Dieses Recht betreffe die Bestimmung des Wohnorts und der Wohnung der Kinder. Beides könne sie ohne vorherige Einigung mit dem Kindesvater festlegen. So unterliege es keinem Zweifel, dass sie mit dem Kind den Wohnsitz von Süddeutschland nach Norddeutschland verlegen dürfe. Dann aber sei ihr auch ein Umzug von Deutschland nach England mit den Kindern gestattet. Die Übersiedlung in ein anderes Land der europäischen Gemeinschaft könne keinen anderen Regelungen unterliegen.

OLG Koblenz, 9 UF 450/07


Das heisst, derjenige der das alleinige ABR inne hat, darf wohl umziehen.


Gruß NRW

Beitrag von ppg 18.02.11 - 17:20 Uhr

Das Urteil ist aus dem Jahre 2007 und veraltet.

Der Vater kann in dieser Situation, gemeinsamme Sorge, bestehnde Ehe, sehr schnell das ABR auf sich übertragen lassen. Geht per Eilantrag innerhalb von 3 - 5 Werktagen.

Ich finde Deine Aussage grob fahrlässig, zumal ich bezweifel das das Sorgerecht und ABR abschließend geklärt sind, da die Ehe noch nicht rechtskräftig geschieden sind.

Aber ich bin sicher das der Anwalt die TE kompent beraten wird.

Ute

Beitrag von ppg 18.02.11 - 17:28 Uhr

http://de.wikipedia.org/wiki/Aufenthaltsbestimmungsrecht

Ute

Beitrag von nrw2008 18.02.11 - 17:41 Uhr

Hallo Ute,


auch dir wäre es hilfreich , wenn du liest was geschrieben wird.


Die TE schrieb sie habe das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Zitat meiner selbst:
" Also , wenn du das ***alleinige ***Aufenthaltsbestimmungsrecht(ABR) hast ( übertragen von einem Gericht an dich) kannst du mit Kind hinziehen wohin du möchtest."

Dann (UND ZWAR ERST DANN) sind die Aussagen von *ppg* nichtig.

Zitat Ende

Und wenn das Urteil auch von 2007 ist, ist es immer noch korrekt. Mein Satz oben und das Urteil bezieht sich auf ( wie geschrieben) ein geklärtes und entschiedenes alleiniges ABR.



Ansonsten ist es auch schon lange hinterm Berg, das ABR Verfahren und Scheidung gemeinsam abgeschlossen werden müssen. Das trennt man heut zu Tage nämlich auch schon .

Alleinige ABR-Übertragung an mich im Jahr 2008.....Scheidung erst 2010


NRW

Beitrag von ppg 18.02.11 - 18:07 Uhr

Es gab eine Novelierung des ABR im Jahre 2008, daher ist dein Urteil überaltert.

Und nein, die TE schrieb mit keiner Silbe das das ABR vom Sorgerecht in einem Verfahren vor dem Familiengericht abgetrennt wurde. Sie hat aller wahrscheinlichkeit das sog. "kleine ABR" siehe Wikipedia Link

Bei gemeinsammen SR kann sie nicht einfach auswandern, damit macht sie sich der Kindesentführung strafbar.

Ich weiß, für Y - Chromosomenträger ist es verdammt schwer, einzusehen wenn sie im Unrecht sind

So long
Ute

Beitrag von nrw2008 18.02.11 - 20:28 Uhr

Aha. Es gab also eine Änderung. Dann erzähl doch mal wie das ABR geändert wurde???


Aber ich wiederhole mich gern nochmal.
Wenn TE also immer noch gemeinsames ABR mit ihrem Ex hat, dann wären deine Ausführungen in deinem ersten Beitrag schon korrekt.


Aber das wüsstest du , wenn du meinen ersten Beitrag richtig gelesen hättest.


Gruß NRW

Beitrag von ppg 18.02.11 - 20:37 Uhr

Herzchen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Aufenthaltsbestimmungsrecht

Und das wüßstest Du wenn Du meine letzten Beiträge gelesen hat.

Die TE dann nur die Dinge des täglichen Lebens bestimmen, alle wichtigen Entscheidungen Schule, geplante Operationen und auch Auswanderungen kann sie nur zusammen MIT dem Sorgeberechtigten Partner treffen.

Und jetzt nerv mich nicht weiter.

Deine Falschaussagen sind gerade in einem Fall wie diesem besonders verwerflich

Ute

Beitrag von nrw2008 18.02.11 - 21:04 Uhr

Sorry, du haust alles durcheinander.

Ja bei Gemeinsamen Sorgerecht und gemeinsamen ABR ist das so.


Anders sieht es immer noch aus , wenn das ABR auf ein Elternteil übertragen wurde.

Aber da hilft dir dein Link doch noch mal:
Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist ein Teilbereich der Personensorge (§ 1687 BGB). Das Recht ist zum Beispiel dann von entscheidender Bedeutung, wenn es sich um Angelegenheiten der Bestimmung des Wohnsitzes handelt....

Hmmmm???warum beantragt man also das Alleinige ABR-------genau wegen der alleinigen Bestimmung des Wohnsitzes.

Und die TE kann ja nun selber entscheiden was sie für ein ABR hat.


Dein Basiswissen von Wikipedia hilft dir leider nicht immer.




trotzdem netten Abend noch

NRW


Beitrag von ppg 18.02.11 - 21:46 Uhr

Und es steht auch da:
Damit ist grundsätzlich gewährleistet, dass die Eltern bei schwerwiegenden und irreparablen Entscheidungen gemeinsam zu entscheiden haben, bei den gewöhnlichen und wiederkehrenden Entscheidungen der Alltagssorgeberechtigte und für die alltäglichen Kleinigkeiten während der Umgangszeiten der umgangsberechtigte Elternteil ein Alleinentscheidungsrecht hat.

Sorgerecht steht im überigen dem ABR übergeordnet.

Ja, Basiswissen von Wikipedia hilft leider nicht immer, ist aber deutlich mehr als Deine erschreckenden Falschaussagen

Ute

Beitrag von parzifal 19.02.11 - 08:10 Uhr

Ich kann nicht beurteilen welche Regelung aktuell gilt.

Ich möchte aber daraufhin weisen, dass selbst wenn dass Urteil von 2007 noch gelten würde dieses sich nur mit dem strafrechtlichen Teil auseinandersetzt.

Selbst wenn bei einem Umzug wegen bestehendem alleinigen Aufenthaltsbestimmungsrecht keine Entführung vorläge heißt das noch nicht im Umkehrschluss, dass ein Umzug deshalb zivilrechtliuch gestattet ist.

Das Ergebnis KÖNNTE also sein:

Keine strafbare Kinderentführung nach dem Hager sowieso.

Umzug trotzdem zivilrechtlich verboten wegen des gemeinsamen Sorgerechts.

Was tatsächlich Sache ist entzieht sich aber meiner Kenntnis. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass man Straf- und Zivilrecht auseinanderhält.

Beitrag von nrw2008 19.02.11 - 10:30 Uhr

Moin

Auch gern zu dir nochmal.



Bei getrennten Eltern die GSR und somit gemeinsames ABR haben und ein Elternteil will **über** die pauschalisierten 50 km umziehen, braucht der Umzugswillige also das Einverständnis des anderen ET, das alleinige Sorgerecht oder eben das +alleinige+ Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Das ABR ist ein Teil des Sorgerechtes. Das Gericht kann einem Elternteil nach Streitigkeiten z.B. wo Kind nach Trennung leben soll( bei Mutter oder Vater) oder eben nach Antrag wegen Umzug nach Kindeswohlkriterien das ABR auf ein Elternteil übertragen und somit vom gemeinsamen Sorgerecht abgetrennt werden.

Das heisst, die alleinige Entscheidungsbefugnis über den Wohnort steht nunmehr nur noch dem Inhaber des alleinigen ABR´s zu. Und dieses enthält keine Kilometerbegrenzung.

**Dem anderen Elternteil wurde diese Befugnis somit also entzogen.**

und so muss er auch nicht mehr bei einem anstehen Umzug um Erlaubnis gefragt werden.


Ein ABR-Verlust bei Gericht kann also für den Verlierer (und das Kind) große Auswirkungen haben.
Das GSR ist ja immer noch da ( nur eben nimmer vollständig) und alle wichtigen Entscheidungen wie Schule, wichtige Op´s sind immer noch unter beiden Elternteilen abzusprechen.



Und an dieser Sache hat sich auch seit 2007 bis heute nichts geändert.

Gruß NRW;-)

Beitrag von parzifal 19.02.11 - 13:22 Uhr

Wie gesagt. Ich weiß nicht was Sache ist.

Du soltest aber zur Klarstellung ein Urteil nennen das Deine Behauptung auch abdeckt. Dein zitiertes OLG-Urteil hilft auf keinen Fall weiter, da es rein strafrechtlich war.

Beitrag von nick71 19.02.11 - 08:15 Uhr

Wenn die KM das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht hat, kann sie auch alleine über den Wohnort des Kindes entscheiden...das ist Sinn und Zweck des ABR.

Du schreibst es hier ja auch selber:

"Das Recht ist zum Beispiel dann von entscheidender Bedeutung, wenn es sich um Angelegenheiten der Bestimmung des Wohnsitzes, des gewöhnlichen Aufenthaltes oder des tatsächlichen Aufenthaltes eines Minderjährigen,"

Beitrag von nrw2008 19.02.11 - 09:58 Uhr

Danke


ich dachte schon mein Y- Chromosom sei gestolpert und auf den Kopf gefallen. ;-)


LG NRW