Gordon und Abstillen

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von kaddi1975 18.02.11 - 13:55 Uhr

Hat jemand Erfahrungen mit der Gordon Methode als Hilfestellung zum nächtlichen Abstillen?

Bin dankbar für Erfahrungsberichte.

Kaddi

Beitrag von hedda.gabler 18.02.11 - 17:06 Uhr

Hallo.

Ich habe nach der Gordon-Methode das nächtliche Stillen abgewöhnt ... da war meine Kleine etwa 1,5 Jahre alt.

Bei uns hat es sehr gut geklappt (wir schlafen im Familienbett und das ist auf alle Fälle die Voraussetzung dafür) ...

... in der ersten Nacht gab es noch gezielte Ohrfeigen dafür, dass das Restauran geschlossen war ... in Nacht zwei wurde gemeckert ... in Nacht drei noch ein wenig gemosert ... und dann war das Thema durch.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von kaddi1975 18.02.11 - 18:10 Uhr

oh schön, dann hat es ja super geklappt bei euch. Meine Tochter hat so einen eisernen Willen, das ich bischen Schiß davor hab. Danke für deine Antwort.

Grüße von Kaddi

Beitrag von hedda.gabler 18.02.11 - 18:31 Uhr

Hallo.

Ich hätte es wohl spätestens nach 3 Nächten abgebrochen, wenn es nicht so gut funktioniert hätte und es zu einem späteren Zeitpunkt nochmals versucht ...

... wir hatten wohl auch das Glück, dass meine Kleine zu dem Zeitpunkt auch reif fürs Durchschlafen war.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von kaddi1975 18.02.11 - 18:49 Uhr

Meine Kleine ist noch nicht so weit für das Durchschlafen, aber mich frist das nächtliche Stillen echt auf. Ich muß stündlich bis 2,5 stündlich ran u das scheint mir doch ein angelerntes Muster zu sein. Ich stille somit bis zu 8mal in 12 Stunden. Meine Tochter ist jedoch erst 14 Monate, nicht wie deine damals schon 18 Mon.
Wir schlafen zur Zeit zusammen im Kinderzimmer, weil mein Freund den Nachtschlaf braucht, er muß ja morgens hoch zur Arbeit. Das bedeutet, langsam leidet auch die Elternbeziehung unter dieser einseitigen Stillbeziehung. Andererseits bin ich auch dankbar, das EInschlafstillen so reibungslos klappt u nachmittags still ich nach der Krippe u das will ich auch noch beibehalten wenn meine Tochter es denn braucht.

Wir werden sehen.
LG Kaddi

Beitrag von hedda.gabler 18.02.11 - 19:00 Uhr

Hallo.

So sehr hat mich das nächtliche Stillen nie gestört ... ich habe beim Stillen weitergschlafen, aber nachdem ich beruflich wieder eingestiegen bin, fing es auch bei mir an, an die Substanz zu gehen, da man ja doch nicht so tief schläft, vor allem wenn Seitenwechsel dran ist und die Kleine dann auf der Außenseite des Bettes lag.

Insgesamt habe ich dann noch bis zum 2. Geburtstag nach Bedarf gestillt ... und auch nur gezwungenermaßen aufgrund eines Krankenhaus-Aufenthalts meinerseits abgestillt.

Warum leidet denn der Nachtschlaf Deines Freundes ... meine Kleine kam, da sie direkt neben mir lag, nachts nie ins Schreien, sondern konnte sofort andocken. Bei Dir hört sich das jetzt so an, als ob das nächtliche Abstillen auch einhergehen soll mit Deinem Auszug aus dem Kinderzimmer ... wichtig bei der Gordon-Methode ist aber, dass die Kinder wissen, dass ihnen durchs nächtliche Abstillen nichts weggenommen wird, sprich es weiter kuscheln & Co. gibt (und nichts anderes ist das nächtliche Stillen ab einem gewissen Alter ja meist) ... und das geht natürlich nur im Familienbett.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von schmupi 19.02.11 - 10:36 Uhr

Hallo!

Ich kann Dir nur von mir berichten. Mein Sohn wurde auch nur noch mittags zum schlafen, abends zum schlafen und halt die ganze Nacht gestillt. Leider war er immer stündlich bis alle 2 Std. wach. Da er aber alles versteht, was ich ihm sage, hab ich ihm morgens nach dem Aufstehen einfach gesagt, dass die Mamamilch jetzt alle ist. Alles leer, er hat alles aufgegessen. Wie ich es halt immer sage, wenn er sein Essen aufgegessen hat. Also hat er begeistert in die Hände geklatscht (wie nach dem Essen). Das habe ich ihm den ganzen Tag über immer wieder mal gesagt. Bei Mittagsschlaf hat er ein bisschen geweint, aber das war halb so wild. Abends hat er gar nicht geweint, sondern nur etwas länger zum Einschlafen gebraucht als sonst. Die ersten beiden Nächte ist er wieder fast stündlich wach gewesen. Ich hab ihm seinen Schnulli wieder gegeben und ihm immer Wasser angeboten und er hat immer nur ein bisschen gemeckert, aber nicht geweint. In der 3. und 4. Nacht hat er deutlich länger geschlafen (bis zu 5 Std. was sonst bei uns undenkbar war), ist aber weinend aufgewacht, so dass ich einmal aufstehen und 5 Min. mit ihm durch Zimmer gehen musste. Mehr aber auch nicht. Er läßt sich nachts wirklich gut beruhigen und ich hab es mir immer soo schlimm vorgestellt, war es aber gar nicht. Vielleicht weil er wirklich verstanden hat, dass die Mamamilch alle ist?

Ich weiss nicht, ob das der richtige Weg für euch ist? Viele gehen lieber einen sanfteren Weg, aber ich hatte Angst, dass er nicht versteht, warum ich ihm teilweise die Brust verweigere, also habe ich es so versucht und es hat tatsächlich gut geklappt. Wenn es für ihn schlimmer gewesen wäre, hätte ich es wohl auch wieder gelassen.

Liebe Grüße und alles Gute für euch!
schmupi

Ach ja, beim Abstillen war er auch gerade knapp 17 Mon. alt.

Beitrag von kaddi1975 19.02.11 - 10:50 Uhr

#danke für deinen Erfahrungsbericht.

Ich hab jetzt die 1.Nacht hinter mir u es war schon unruhig. Nach dem 1. Aufwachen ließ sie sich noch recht gut beruhigen aber von 2 - 4 Uhr waren wir wach, ich hab ihr vorgesungen bis mein Hals trocken war #hicks aber ich bin überzeugt es weiter durchzuhalten.

Meine Tochter ist "erst" 14 Mon. alt u ich hoffe sehr, das wir, so wie ihr, bald von stündlich wach auf 5 Stunden Schlaf hoffen können.

Du hast mir Mut gemacht, das sich auf jeden Fall etwas ändern wird.

#danke
Kaddi

Beitrag von schmupi 19.02.11 - 11:32 Uhr

Gerne! Versuch ihr doch nebenbei auch zu erklären warum es nicht mehr geht. Ich denke die Kinder verstehen selbst in dem Alter schon sehr viel. Ich glaube, dass das der entscheidende Punkt war bei meinem Sohn, dass er verstanden hat, dass keine Milch mehr da ist und ich nicht die böse Mama bin, die ihm nichts mehr geben möchte.

Das mit den 5 Stunden schlafen hat allerdings nicht lange angehalten. Er ist und bleibt ein schlechter Schläfer. Selbst jetzt mit fast 2 1/2 schläft er nur gut wenn ich neben ihm liege. Vorher wacht er auch oft auf #augen

Ich drück die Daumen!

Liebe Grüße
schmupi

Beitrag von kaddi1975 19.02.11 - 13:25 Uhr

Ja, ich hab ihr heut nacht viel darüber erzählt, warum es nachts keine Milch mehr gibt u sie hat mir auch zugehört.

Oh, dein Sohn ist bis heut ein "schlechter" Schläfer geblieben? Ich hoffe sehr, das meine Tochter von etwas längeren Schlafphasen profitiert. Und ich hoffe auch, das sie einmal ein guter Schläfer wird.

#danke fürs Zuhören u Tipps geben.
Kaddi

Beitrag von rmwib 19.02.11 - 14:13 Uhr

HUHU

wir haben das vor nem Jahr mal getestet, ging gar nicht #schwitz
er hat sooooo brutal gebrüllt und sich total reingesteigert #zitter war ganz schlimm.

Ich habs dann verschoben. Jetzt bin ich mit erklären super weitergekommen #schein

GLG und viel Erfolg

Beitrag von kaddi1975 19.02.11 - 17:45 Uhr

Wie alt war denn dein Kind als du es das erste Mal versucht hast?

Ich hab jetzt 1 Nacht hinter mir u muß sagen, es ging... war nicht schön aber auch nicht Horror.

Kaddi

Beitrag von rmwib 19.02.11 - 18:20 Uhr

Na letztes Jahr um die selbe Zeit ungefähr da war er so *grübel* Ja 14-15 Monate ;-) und das hat uns richtig zurückgeworfen, danach hat er wieder auf mir drauf geschlafen und so #schwitz#schwitz#schwitz

Jetzt hab ich den 3. Tag nicht gestillt und entsprechend folgt heute unsere 3. Nacht und es klappt deutlich besser als damals. Aber er ist ja nun auch bald schon 2.5, da sind sie für logische Argumente schon zugänglicher ;-)

Wenn Deins toll mitmacht, dann zieh durch und wenn es schon eine Nacht gut geklappt hat, ist es doch super. Für uns bzw. eher ihn war es damals einfach noch zu früh #schwitz#schwitz#schwitz wegen mir hätts ruhig schon etwas zeitiger aufhören können #schein

Beitrag von rmwib 19.02.11 - 18:21 Uhr

Hab mich verrechnet, eher 17 Monate #rofl

Beitrag von kaddi1975 19.02.11 - 19:42 Uhr

Oh man, meine Tochter ist erst 14 Mon. Hoffentlich klappt es so, wie ich es mir vorstelle.
Wahnsinn, wie lange du mit stillen durchgehalten hast. Wenn ich körperlich nicht so am Rande wäre, würde ich auch noch weiter stillen, aber ich schaff es einfach nicht mehr.

#danke für deine Erfahrungen

Kaddi

Beitrag von perserkater 19.02.11 - 20:19 Uhr

Hallo

Ich versuche es gerade, heute ist Nacht 2 dran. Da meine Tochter oft stündlich stillt will ich es zumindest vorerst reduzieren. Ich habe sie nur beim jeden 2. Mal aufwachen stillen lassen. Ging erstaunlicherweise ganz gut. Mal sehen, wie es weiter geht. Sie ist aber auch schon 21 Monate alt uns versteht ein: "Mama ist viiiiiiel zu müde!" ganz gut.;-)

LG

Beitrag von kaddi1975 19.02.11 - 23:33 Uhr

Bei mir heut auch Nacht 2.

Ehrlich, ich denke schon, wie soll das Kind verstehen, das es zw 22 u 5 Uhr nicht gestillt wird. Das Kind hat doch keine Uhr. Ich hab auch mal drüber nachgedacht, nur jedes 2. Mal zu stillen, hab es aber verworfen.

Zum Glück klappt es bei dir. Wichtig ist ja auch, das die Mami dahinter steht.

Es wäre schön, wenn du morgen usw erzählst, wie eure Fortschritte sind. Ich erzähl auch gern von mir, wenn du es hören willst.

Ich bin schon etwas unsicher u ein Austausch würde mich bischen beruhigen.

Aber nur wenn du magst.

Gute u ruhige Nacht wünscht Kaddi.

Beitrag von perserkater 20.02.11 - 08:13 Uhr

Hallo Kaddi

Die Nacht war super. Gegen 23.30 Uhr hatte sie gestillt und dann noch mal halb 2, dann hat sie bis 7.00 Uhr durchgeschlafen#ole. Sie hat so zwischen 23.00 - 23.30 Uhr schon immer gestillt, das werde ich auch beibehalten da ich in der Zeit ins Bett gehe und sie eh wach wird. Also die eine Stillmahlzeit nachts darf sie behalten und ab heute Nacht gibt es danach nichts mehr.

Meine Tochter steckt das echt gut weg, hätte ich nie gedacht. Sie meckert etwas aber dann kuschelt sie sich wieder an mich und schläft weiter.#verliebt Ich glaube würde sie arg und lange schreien würde ich es (noch) nicht machen aber dadurch, dass sie schon älter ist als dein Kind ist es nicht soooo schlimm. Ich denke auch, dass sie bereit ist durchzuschlafen, also ihr Körper ist es.

Dir auch alles Gute.

LG

Beitrag von kaddi1975 20.02.11 - 10:39 Uhr

Meine 2. Nacht war auch viel besser als die 1. #huepf
Sie war zwar 3 mal wach, aber sie hat sich schnell beruhigen lassen und dann weiter geschlafen u ab 5 Uhr, hab ich beschlossen, darf sie stillen u sie war heut wach ab 5.15 Uhr.

Werktags müssen wir eh 6.15 Uhr hoch u dann hat sie eine Stunde in der sie schlafen kann.

Ach, schön, das es so gut läuft.

LG Kaddi

Beitrag von kaddi1975 24.02.11 - 10:26 Uhr

Hallo,
ich wollte mal erzählen wie es weiter ging bei uns.
Keine Ahnung, ob es damit zusammenhängt oder nur Zufall war.
Lili hat ja vor Gordon alle 40 min gestillt #schwitz und seit 2 Tagen geht nicht mal mehr einschlafstillen, also still ich u leg sie ins Bett u liege 1,5 h davor u versuch sie zu überreden, doch ein Auge zu zu machen. Und dann hat sie gestern von 19-19.40 Uhr geschlafen, die üblichen 40 min. Dann weiter von 20 Uhr BIS 2.36 UHR. #huepf #huepf kaum zu glauben. Dann hat sie bis 4 Uhr geschlafen u ich dachte schon die Nacht ist vorbei, aber ich konnte sie überreden nochmal einzuschlafen u dann haben wir VERSCHLAFEN bis 7.02 Uhr.

Die letzten beiden Tage war die Nacht um 5 Uhr vorbei, schade. Dafür heut bis 7 Uhr. #huepf

So kann es gerne weitergehen.

Wie läuft es bei Euch perserkater?

LG Kaddi

Beitrag von sequoia 19.02.11 - 21:34 Uhr

Gordon schreibt ja selber, das er es nur machen würde, wenn der Leidensdruck zu gross wird... Das ist doch sehr deutlich...

Erfahrung hab ich keine, da ich meine Kinder gestillt habe, bis sie nicht mehr wollten - was im Familienbett einfach war, da sie auch stillen konnten, während ich weiter geschlafen habe.

Grüße

Beitrag von kaddi1975 19.02.11 - 23:40 Uhr

Wir schliefen auch mal im Familienbett, jetzt schlaf ich mit der Kleinen im KiZi zusammen. (Mein Freund hat nur auch keine Ruhe mehr bekommen u wir müssen beide arbeiten.)
Ich mußte stündlich ran u ganz abgesehen von den Rückenschmerzen hat meine Tochter nicht nur gestillt sondern dauer genuckelt. Sie hat also nicht ausschließlich Nahrung aufgenommen sondern mich als lebenden Nuckel benutzt u richtig dolle protestiert, wenn ich das nicht mehr wollte.
Ich bin nachts aufgewacht, weil sie total aggressiv genuckelt hat.

Früher hab ich weiter geschlafen, aber seit längerer Zeit ist daran nicht mehr zu denken.


Kind wach, ich muß los.