Oma bringt Enkel zur Welt

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von schullek 18.02.11 - 14:04 Uhr

http://www.bild.de/BILD/ratgeber/kind-familie/2011/02/16/oma-leihmutter/enkel-geburt.html

eieiei
es ist immer wieder erstaunlich, was heutzutage passiert, was möglich ist udn was Menschen aus diesen Möglichkeiten machen.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich darüber denken soll.
Zum einen ist leihmutterschaft zumindest in den USA gängige Praxis. Künstliche Befruchtung seit Jahren bereits Alltag.
Aber dieses Beispiel hier dürfte so einige ethische Bedenken aufwerfen.
Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt.

lg

Beitrag von tragemama 18.02.11 - 14:13 Uhr

Ich finde das selbstlos und großartig! Allerdings kann ich mir persönlich nicht vorstellen, dass der Alltag mit dem Baby sich klar genug abgrenzen lässt und hätte Angst vor Zerwürfnissen.

Beitrag von schullek 18.02.11 - 14:20 Uhr

ja, auf der einen seite finde ich es auch selbstlos und irgendwie als zeugnis der liebe von mutter zu tochter.
deine bedenken teile ich auch.
wie wird sich die oma in der zukunft fühlen? als oma oder doch mit mehr muttergefühlen als 'gesund' sind für die familie?

und bei mir schwingt immer noch ein bissl mit: geht das ganze nicht ein wenig zu weit?

Beitrag von xyz74 18.02.11 - 14:30 Uhr

man muss sich nur mal die Diskussionen hier imForum ansehen.
Wie viele "normale" Omas sind schon nicht in der Lage ihre Grenzen zu erkennen. Da frag ich mich schon, wie diese Mama-Oma sich verhält.

Beitrag von schullek 18.02.11 - 14:31 Uhr

ich sehe nicht nur bei der oma probleme. wie wird sich die mutter des kindes auf dauer fühlen? ich denke da muss die beziehung zwischen mutter und tochter schon sehr stark udn ehrlich sein, um diese probleme umschiffen zu können.

Beitrag von xyz74 18.02.11 - 14:36 Uhr

Ich denke shcon, dass es spätestens dann schwierig wird wenn (Erziehungs-) Ansichten komplett auseinander gehen.

Beitrag von koerci 18.02.11 - 14:17 Uhr

Wow, ich finds krass #schock
Weiß nicht so recht, welche Meinung ich darüber habe.
Ich finde es super von der "Oma", dass sie das gemacht hat.
Ob ich damit leben könnte, keine Ahnung!?

LG
koerCi

Beitrag von kikaninchen 18.02.11 - 14:45 Uhr

Hmm...

Nein!
Ich finds nicht gut. Gar nicht. Ich finde es fast schon pervers um ehrlich zu sein.
Aber die Amis haben ja fast jegliche Grenzen beim Thema "Kinderwunsch" und "Reproduktionsmedizin" fallen gelassen.
In einem Land, in dem selektive Reduktion möglich ist, wundert mich gar nichts mehr.

Nicht falsch verstehen, ich kann den starken Kinderwunsch durchaus nachvollziehen. Und ich finde es auch toll, dass es Methoden gibt, ungewollt Kinderlosen zu helfen. Aber "Hilfe" ist für mich Kinderwunschbehandlungen und künstliche Befruchtungen. Wenn es dann nicht klappt sollte man sich über eine Adoption Gedanken machen.
Leihmutterschaft finde ich nicht ok.
Und dann noch die eigene Mutter - die dann gleichzeitig die Oma ist.
Nein. Ich finde, dass geht gar nicht!!!
Wo soll das denn noch alles hinführen?
Und die Frau ist 61 Jahre alt. Egal, wie fit sie körperlich ist.
Mich schüttelts.

Natürlich ist das eine große Geste und eine auf den ersten Blick sehr selbstlose und auch bewundernswerte Handlung.
Aber meine persönliche Meinung ist, dass es trotzdem absolut nicht in Ordnung ist. Irgendwo ist einfach mal Schluß.

Ein Kind um jeden Preis? Koste es was es wolle? Und damit meine ich nicht finanziell sondern moralisch, ethisch, emotional, familiär?
Das stößt mich ab.

Ich wünsche der Familie aber, dass sie das jetzt meistern werden. Und der Oma wünsche ich eine gesunde Distanz! Aber wie soll die möglich sein, wenn man neun Monate ein Kind im Bauch getragen hat?
Da kann man rational ran gehen wie man will...
Tja, wie gesagt.
Alles Gute für die Familie.

Ich persönlich finde, dass hier die Grenzen wieder einmal deutlich überschritten worden sind.

LG


Beitrag von schullek 18.02.11 - 14:55 Uhr

ich kann deine sichtweise durchaus nachvollziehen, auch wenn ich nicht so konsequent argumentieren würde.
da du aber leihmutterschaft generell ablehnst ist es nur zwingend logisch, dass du auch dieses hier nicht für gut befindest.
was genau stört dich denn an der leihmutterschaft?

zur selektiven reproduktion. ich habe da letztens einen interessanten artikel zu gelesen. in dl werden bei künstlichen befruchtungen wohl regelmäßig 3 befrcuhtete eier eingesetzt. und die chance ist nat. da, dass alle sich einnisten. dann wiederum müssen sehr oft mediziner eines oder zwei davon im mutterleib töten, damit die schwangershcaft normal verläuft und keine gefährdung für die mutter besteht. an diese stelle wäre ich doch eher für selektion des stärksten befruchteten ei(es), statt dem töten von föten im mutterleib.

lg

Beitrag von kikaninchen 18.02.11 - 15:14 Uhr

Was heißt "stören"...
Im Endeffekt muss das jeder für sich selbst entscheiden.

Zum Einen halte ich die Gefahr für groß, dass gerade Frauen in finanziellen Notlagen leichtfertig auf diese Methode des "Geldverdienens" zurück greifen, ohne sich der möglichen Folgen bewusst zu sein.
Gerade Frau, die selbst noch keine eigenen Kinder hat, kann meiner Meinung nach nicht abschätzen was da - vor allem emotional - auf sie zukommt. Da kann man noch so rational ran gehen.
Das ist ja auch eine hormonelle Geschichte. Die Natur kann man nicht immer austricksen.
Zum Anderen finde ich auch, dass ein falsches Bild in den Medien vermittelt wird. Zur Zeit machen ja immer mal wieder Promis mehr beiläufig Schlagzeilen damit, dass ihre Kinder von einer Leihmutter zur Welt gebracht wurden. Und das erweckt oft den Anschein, dass diese Damen selbst nur einfach keine Lust, keinen Nerv oder sonst was hatten eine Schwangerschaft und eine Geburt mit allen Begleiterscheinungen durchzustehen.
Bestell Dein Baby im Katalog, lass es ausschlüpfen und fang das fertige Prdoukt unten auf.

Gut, vielleicht hab ich da eine recht radikale Einstellung. ;-) Kann schon sein.


Ich meine nicht selektive "Reproduktion" sondern selektive Reduktion.
Hab ich das geschrieben?! #schwitz
Natürlich bin ich in einem solchen Fall auch dafür, dass man das kräftigste Ei einpflanzt.
Ich meinte nur, dass es in den USA wirklich häufig so ist, das eine Handvoll Embryonen eingesetzt werden und wenn dann festgestellt wird, dass sich z.B. vier davon entwickelt haben die Eltern selbst sagen können:
Nö, wir wollen aber nur eins oder zwei.
Und die "überflüssigen" werden dann entfernt.
DAS finde ich grausam!

Beitrag von hedda.gabler 18.02.11 - 16:54 Uhr

Hallo.

>>> Zum Einen halte ich die Gefahr für groß, dass gerade Frauen in finanziellen Notlagen leichtfertig auf diese Methode des "Geldverdienens" zurück greifen, ohne sich der möglichen Folgen bewusst zu sein.
Gerade Frau, die selbst noch keine eigenen Kinder hat, kann meiner Meinung nach nicht abschätzen was da - vor allem emotional - auf sie zukommt.<<<

In Kalifornien ist Leihmutterschaft ein seriöses "Geschäft" mit vielen Auflagen ... die Leihmütter dürfen NICHT finanziell von dem relativ kleinen Obolus abhängig sein und müssen zudem selbst schon mind. 2 Kinder haben.

>>> Zur Zeit machen ja immer mal wieder Promis mehr beiläufig Schlagzeilen damit, dass ihre Kinder von einer Leihmutter zur Welt gebracht wurden. Und das erweckt oft den Anschein, dass diese Damen selbst nur einfach keine Lust, keinen Nerv oder sonst was hatten eine Schwangerschaft und eine Geburt mit allen Begleiterscheinungen durchzustehen. <<<

Auch das ist in Kalifornien nicht erlaubt ... die biologischen Mütter müssen nachweisen, dass es ihnen selbst nicht möglich ist, ein Kind auszutragen.

>>> Bestell Dein Baby im Katalog, lass es ausschlüpfen und fang das fertige Prdoukt unten auf. <<<

Ein völlig falsche Einschätzung, die auf total Nicht-Information beruht.

Sicher gibt es auch unter den amerikanischen Agenturen und Ärzten schwarze Schafe (die gibt es aber in jedem Umfeld und in jeder Branche) und sicher gibt es auch Länder, in denen Kinder durch Leihmütter "produziert" werden und die Not von Frauen ausgenutzt wird, wie z. B. in Indien. Wenn man sich aber mit dem Thema beschäftigt und verantwortungsvoll an die Sache herangeht und deswegen z. B. für eine Leihmutterschaft in die USA entscheidet, dann ist das Ganze absolut seriös und rechtlich/medizinisch abgesichert.
Und dort ist es in der Tat so, dass die Leihmütter sich zur Verfügung stellen, weil sie anderen Familien helfen wollen ... und in den meisten Fällen bleibt der Kontakt zu den Leihmüttern auch bestehen.

Dass Deutschland aber ein großes Problem mit dem Thema hat, rechtlich und moralisch, sieht man schon daran, dass die Presse sofort auf den Zug der australischen Presse aufgesprungen ist, die sich darüber mokiert hat, dass Nicole Kidmann ihre Leihmutter als "Gestational carrier" bezeichnet hat, was in nicht-medizinischen Kreisen als eher abwertend im Sinne von "Brutkasten" benutzt wird ... (Australien steht dem Thema Leihmutterschaft auch nicht offen gegenüber) ... in der (amerikanischen) Leihmütter/Leiheltern-Community ist dieser Begriff aber völlig wertneutral.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von kati543 19.02.11 - 16:21 Uhr

Ich glaube, du gehst zu emotional an das Ganze heran. Für eine Leihmutter ist das Ganze ein Job. Sie bindet sich da nicht emotional dran und fertig. Es funktioniert - wie zahlreiche Leih-Mütter beweisen. Und...nihct zuletzt ist es auch in Amerika möglich, für eine Leihmutter nach der Geburt NEIN zu sagen und das Kind zu behalten. In erster Linie ist es tatsächlich ihr Kind und sie muß es freigeben.

Beitrag von mansojo 18.02.11 - 15:15 Uhr

hallo,

ich kann die motivation der leihmütter nicht nachvollziehen

ein kind das ich 9 monate in meinem körper getargen hab könnt ich nciht wieder hergeben


ich weiß nicht wie weit ich mit meinem kinderwunsch gegangen wäre ,wäre derselbe unerfüllt geblieben


lg manja

Beitrag von heike74 18.02.11 - 16:23 Uhr

Ich würde meinen Töchtern auch jederzeit als Leihmutter zur Verfügung stehen, wenn ihnen aus gesundheitlichen Gründen die Möglichkeit, ihr Kind selbst auszutragen, verwehrt wäre. Für Fremde würde ich das allerdings nicht tun.

Zu meinen Töchtern habe ich ein so starkes emotionales Band, dass ich tief in mir drin weiß, dass dieses Kind, was ich für sie auf die Welt brächte, es bei ihnen gut hätte.

Klar ist es schwierig, ein Kind, welches 9 Monate lang in einem gewachsen ist, dann einem anderen Menschen in die Arme zu legen. In diesem Fall aber wäre es für mich okay.

LG Heike

Beitrag von tauchmaus01 18.02.11 - 22:00 Uhr

Eben. Noch einmal das wunderbare Gefühl der Schwangerschaft erleben, das Glücksgefühl bei der Geburt und dann trotzdem Nachts durchschlafen können;-) wenn das Baby auf der Welt ist weil es ja bei der Mama lebt.
Ab und an knuddeln, schmusen, verwöhnen, aber andererseits frei sein....

Hört sich echt gut an;-)

Beitrag von zahnweh 18.02.11 - 17:01 Uhr

Hallo,

nun ja, kam das nicht schon öfter mal in den Nachrichten?

So lange sie es gut durchdacht haben und niemand dabei zu Schaden kommt...

Beitrag von kaffetante 18.02.11 - 17:39 Uhr

Naja, aus verschiedenen Gründen finde ich eine Leihmutterschaft bedenklich. Ich denke daran vor allem 20 Jahre weiter. Wenn es mit der Bindung klappt und auch alles einigermaßen "nach Plan" verläuft bleibt schlussendlich die Frage, wie und ob man es dem Kind dann beibringt, wenn es alt genug ist.

Abgesehen davon finde ich es sehr selbstlos von der Mutter. Und obwohl ich es weder meiner Mutter noch meiner Schwiemu antragen würde, finde ich diese Art der Leihmutterschaft sehr selbstlos und irgendwie so aus dem Bauchgefühl heraus fast weniger "bedenklich" Kann es gar nicht erklären....

Beitrag von gh1954 18.02.11 - 17:45 Uhr

>>>bleibt schlussendlich die Frage, wie und ob man es dem Kind dann beibringt, wenn es alt genug ist. <<<

Wer denkt an die Kinder? Darüber habe ich mir auch schon häufig Gedanken gemacht bei diesem Kinderkriegen auf Biegen und Brechen.

Theoretisch ist es möglich (und hat es schon gegeben), das Ehepaar A+B keine Kinder bekommen können, also spenden C+D Eizelle und Samen und Frau E trägt das Kind aus. Schreckliche Vorstellung.
Muss man alles machen, nur weil es möglich ist?

Beitrag von kaffetante 18.02.11 - 17:57 Uhr

Ich dachte dabei an die Kinder...

...ich finde auch - es wird selten an die Kinder gedacht. Das gilt sowohl für Adotion, für Leihmutterschaft oder auch durch Samenspende bei einem homosexuellen Paar (das müssen die Probleme nicht einmal 18 Jahre warten, ich denke da ist es nach 7 Jahren soweit) - das führt zwangsläufig zu Problemen und da muss das Kind schon einen ganz schön festen Stand im Leben haben, dass es das verkraftet.

....trotzdem trotz meiner Einstellung finde ich die Geschichte sympatisch...Nein, aber man muss nicht alles ausschöpfen, was möglich ist...

Beitrag von gh1954 18.02.11 - 18:09 Uhr

>>>Ich dachte dabei an die Kinder... <<<

Das hatte ich auch so verstanden, habe mich wohl unklar ausgedrückt.#blume

Beitrag von joulins 18.02.11 - 21:53 Uhr

Ich denke nicht, dass es "zwangsläufig zu Problemen" führen muss, aber sicher führt es zwangsläufig zu Fragen. Auf diese Fragen sollte man vorbereitet sein, und dann muss man sein Kind stark machen dafür, nicht verletzbar zu sein bei Bemerkungen, die auf sein andersgeartetes Elternhaus abzielen.

So etwas kann funktonieren. Es gibt viele queere Lebensmodelle, und Kinder wachsen da rein. Irgendwann übernehmen sie die Argumentation ihrer Eltern, solange diese für die Kinder transparent bleiben.

Beitrag von rmwib 18.02.11 - 18:33 Uhr

Ich hätte eher versucht, mit meiner Kinderlosigkeit zu leben, als meiner Mutter sowas zuzumuten in dem Alter. Ich hätt das nicht gemacht. Weder als Tochter, noch als Mutter #schwitz

Aber ich finde es toll, welche Möglichkeiten die Medizin heutzutage bietet. WOW.

Beitrag von josie2010 18.02.11 - 18:56 Uhr

Hallo,

ich finde es sehr selbstlos von der Mutter (Oma), dass für ihre Tochter zu tun.

Da wurde ein absolutes Wunschkind geboren, welches mit Sicherheit von mehreren Menschen sehr geliebt wird. Und da die Mutter (Oma) ja immerhin schon drei Kinder hatte, wusste sie auch, auf was sie sich einlässt - auch emotional.

Zur "Problematik" was wohl passiert, wenn das Kind es erfährt: Da gilt für mich dasselbe, wie auch für Kinder gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Die Probleme entstehen m.E. doch nur außerhalb der Familie. Es gibt eben genug Menschen, die solche außergewöhnlichen Familienkonstellationen nicht wertfrei bzw. unter den selben Gesichtspunkten wie jede "normale" Familie betrachten können/wollen.

Leben und leben lassen. Solange alle Beteiligten und vor allem die Kinder glücklich sind, von ihren Eltern geliebt werden und nicht nur ein perfekt genetisch abgestimmtes Produkt sind, ist für mich alles paletti.


LG Josie #blume

Beitrag von joulins 18.02.11 - 21:48 Uhr

Genau so sehe ich das auch. #pro

Beitrag von alkesh 18.02.11 - 19:36 Uhr

#pro Ich find es gut!

Und zu einigen Anderen hier möchte ich sagen: informiert Euch mal wie es in den USA läuft, nicht alles ist überall erlaubt. Darüberhinaus, schaut mal zu unseren Nachbarn was da alles möglich ist, ehe Ihr immer auf die Amerikaner schimpft.

Und zu guter letzt, in der heutigen Zeit ist man mit 61 nicht mehr uralt! Ist Euch noch nicht aufgefallen das wir Menschen immer älter werden?

LG

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