Lesen eure Kinder überhaupt noch?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von lilayakima 18.02.11 - 15:14 Uhr

Hallöchen, wollt mal eine Umfrage bei den Eltern schulpflichtiger Kinder machen. Eine Freundin von mir hat in Aachen ab einem Gymnasium als Deutschlehrerin angefangen zu arbeiten (jetzt nach dem Ref) und hat einen 11 Kurs bezüglich ihrer Lektüre befragt.

Das schockierende Ergebnis - Leseerfahrung: Rennschwein Rudi Rüssel in der 6. Klasse. Das kann doch nicht sein?

Deshalb die Frage - lesen eure Kinder bzw. erhalten sie auch Schullektüre?

Ich kann das schlecht abschätzen - mein Sohn ist erst 3, aber schaut sich da scheinbar schon viel von Mama und Papa ab (jeden Abend guckt er eine halbe Stunde Buch and und wir müssen ewig vorlesen). Hier in Thüringen werden noch viele alte Klassiker gelesen (Faust, Schimmelreiter und Co)

Wir mussten früher viel lesen: Buddenbrooks, das Parfüm, Der Herr der Fliegen ...

Würde es echt schade finden, wenn das verkümmert. Aber die neue Welt scheint Bücher nicht mehr so zu brauchen (Copy - Paste - Generation)

LG Katja

Beitrag von zaubertroll1972 18.02.11 - 15:21 Uhr

Hallo,
mein Sohn ist in der 2. Klasse und liest wirklich richtig viel.
Da ich selber immer gerne gelesen habe hatte ich meinem Sohn immer schon Bücher gekauft oder ausgeliehen. Zuerst angesehen, dann vorgelesen und als er selber lesen konnte hat er es auch getan.
Er liest Bücher, Comic Hefte und Bravo Sport :-) ( ist eben sportinteressiert).
In der Schule wird viel gelesen aber eine Lektüre gibt es hier noch nicht.
Ich selber habe den Eindruck daß nicht mehr viel gelesen wird. Wenn i´ch manchmal unsere guten Bücher im Netz oder auf dem Flohmarkt anbiete besteht kaum Interesse daran bzw. der Wert wird nichtmehr geschätzt.
Schade.....

LG Z.

Beitrag von anja9002000 18.02.11 - 15:31 Uhr

Hallo,

find ich echt schlimm, dass die nichts gelesen haben. Ich kanns mir eigentlich nicht vorstellen, denn normalerweise liest man pro Schuljahr mindestens eine Lektüre. Ich lese mit meinen Schülern jeweils eine moderne Lektüre (aus dem 20. Jahrhundert) und einen Klassiker aus einer anderen Epoche (z.B. Schiller, Lessing). die Kids finden letzteres zwar nicht immer prickelnd, aber ich bin der Meinung, dass es zur guten Schulbildung gehört, sich auch mal mit schwierigerer Sprache auseinanderzusetzen. Kabale und Liebe ist schwer zu lesen, ja, aber das muss ein Schüler in einer 8. Realschulklasse hinbekommen. Man bearbeitet es ja im Unterricht nach dem Lesen. Vielleicht hat der eine oder andere nach Jahren Lust sowas wieder zu lesen. Das allein ist schon ein Gewinn.
Meine 8te Klasse hat heut auch gejammert, als ich sagte wir werden "die Räuber" lesen. Aber da müssen sie durch.

LG Anja

Beitrag von juki 18.02.11 - 18:42 Uhr

Dabei fand ich die Räuber jetzt noch mit am besten von dem was wir gelesen haben in der Schule....habe es sogar als Kinderfassung für meine Maus gekauft:-)

Beitrag von harveypet 18.02.11 - 15:34 Uhr

meine Große (16) ist in der 11.(G8) und hat letztes Jahr eine Bücherliste bekommen die abzuarbeiten ist.
Die Kleine(14) findet von Krabatt, Herr der Fliegen etc immer noch spannend
Beide lesen aber auch immer mal meine Jugendbücher und auch aktuelle Romane zur Entspannung.

Beitrag von berta.in.schwarz 20.02.11 - 12:35 Uhr

dito

Beitrag von reuter81 18.02.11 - 15:57 Uhr

Hi,

mein Großér 10 liest und liest.
Der kommt aus der Bücherei bepackt wie ein Esel.
Und nach dem Lesen direkt die Fragen bei Antolin beantworten...

Der mittlere guckt Bücher für sein Alter u. wir lesen vor.

Unser kleiner ist noch zu klein^^.

LG

Beitrag von lilayakima 18.02.11 - 16:03 Uhr

Na da bin ich ja froh, dass das entweder eine Ausnahmeklasse ist oder sie sie nur veräppelt haben.

Was liest man heute noch so in der Schule - ist interessant!

K

Beitrag von anja9002000 18.02.11 - 16:10 Uhr

Hallo,

es gibt spezielle Verlage, die nur Schullektüren verkaufen (z.B. Hase und Igel Verlag). Da gibt es aktuelle Themen (Drogen, Mobbing, Gewalt, etc.) in kindgerechten Lektüren verpackt mit Empfehlungen für die Altersklasse. Das lesen die Kids gern und die Lektüren kosten nicht die Welt.
Bei uns an der Schule gibts ne Lesekiste für jede Jahrgangsstufe und wenn mal eine Vertretung ist, holt man die Kiste und liest mit den Kids dieses Buch, vermerkt nach der Stunde auf einer Liste bis zu welcher Seite man gekommen ist und der nächste Lehrer, der Vertretung hat, kann daran anschließen.
Ich find dieses System Klasse.

Anja

Beitrag von kati1981 18.02.11 - 16:11 Uhr

Hallo!#winke

Meine Tochter 7 Jahre alt, 2 Klasse liesst auch gerne und viel,zur Zeit hat sie für sich Lola entdeckt, die Bücher werden regelrecht verschlungen!

Auch in der Schule lessen sie viel, die Woche haben sie eine Lektüre " Der Findefuchs" bekommen,mussten dazu immer ein Arbeitsblatt ausfüllen! Finde solche Aufgaben sehr hilfreich und fördernd!

LG
Kati

Beitrag von brotli 18.02.11 - 16:24 Uhr

hallo

ich finde es toll, wenn kinder freude am lesen haben, nur kann man sowas leider auch nicht immer steuern,
aber man kann es zumindest versuchen, indem man mit bilderbücher anfängt ,vorliest und später zum mitlesen animiert.

mir ist es egal was mein sohn liest, hauptsache er liest und sieht darin nicht nur eine pflicht. er ist erstklässler und hat einige erstlesebücher , und seit kurzem mickymaus hefte aus denen wir abends zusammen lesen und eine ganze menge bücher die spannend für ihn sind, die ich ihm vorlese.

nur mein eindruck ist auch, das es nicht selbstverständlich ist bücher zu haben oder auszuleihen, viele kinder haben keine oder nur ein paar alte bilderbücher zuhause.

l.g.

Beitrag von risala 18.02.11 - 16:27 Uhr

Hi,

bei uns auf dem Gymnasium wurde auch sehr viel gelesen... nicht alles hatte meine Begeisterung ;-).

Unsere Grundschule fördert das Lesen sehr. Fabian kommt regelmäßig mit Büchern aus der Schulbibliothek nach Hause, die wir dann gemeinsam lesen. Oder aber er kommt mit dem Prospekt der "Gänseblümchen" nach Hause - da wünscht er sich dann immer viele Bücher, die er meistens auch bekommt.

Alleine Fabian hat mit seinen 8 Jahren ca. 60 Bücher im Regal stehen. Und da sind die für ältere Kinder noch nicht dabei. Gelesen haben wir davon ca. 2/3 - am Rest arbeiten wir.

Lesen gehört für uns aber, soweit irgendwie machbar, zum Alltag. Ich denke, dass Fabian deshalb auch gerne lesen wird / gerne liest.

Gruß
Kim

Beitrag von lelas_mama 18.02.11 - 17:40 Uhr

Hallo Katja,

wir lesen mit Begeisterung!

Unsere Kinder (11 und 9 Jahre alt, 5. und 4. Klasse) lesen alles was ihnen vor die Nase kommt. Wir kaufen viele Bücher, die Kinder bekommen viele Bücherwünsche zu Geburtstagen ect. erfüllt, aber wir sind aber auch häufig in der Bücherei um uns mit neuem Lesefutter zu versorgen.

Schullektüre gestaltet sich manchmal schwierig, da die Bücher oft bereits bekannt sind oder sie vom Leseniveau nicht fordern und als langweilig empfunden werden.

In der Grundschule wurde Antolin angeboten und in den ersten Jahren machten unsere Kinder auch rege davon Gebrauch. Inzwischen es das nicht mehr so interessant.

Ich bin froh, daß unsere Kinder wie wir damals das Lesen und die Freude daran für sich entdeckt haben!


LG

Beitrag von juki 18.02.11 - 18:48 Uhr

Hallo
Kim ist zwar erst im zweiten, aber auch sie hatte schon eine Lektüre...in der ersten Klasse haben sie gemeinsam ein Buch gelesen...

Zu hause liest sie sehr viel...natürlich viele bzw. hauptsächlich moderne Sachen, aber auch Sachen aus meiner Kindheit bzw. Bücher von denen ich denke, die schaden nicht wie z.B. "die Räuber" und "Viel Lärm um nichts"....
ihr Lieblingsbuch ist der "Kleine Prinz" und eines das heißt "Zeitdetektive-Das Geheimnis um Tutanchamun"...


LG

Beitrag von loonis 18.02.11 - 19:16 Uhr




Mein Großer geht in d.2.Klasse u. liest sehr viel...
wir lesen jeden Tag ...im Moment Die Teufelskicker ...

Finde es auch enorm wichtig.

LG Kerstin

Beitrag von sandra7.12.75 18.02.11 - 22:03 Uhr

Hallo

Wir selber lesen viel und auch oft.Den Kindern wurde oft vorgelesen und 2 von 3 Schulkindern lesen viel.

Die Große wird 13 und verschlingt die Bücher.Die Kleine ist in der 1.Klasse und leiht sich fast jede Woche ein Buch aus und auch aus unserem Regal holt sie jeden Tag was zu lesen.Zeitung versucht sie auch schon.

Die mittlere ist auf der Förderschule und die braucht länger aber sie liest.

Aus der Zeitung dann nur den Wetterbericht und die Todesanzeigen#schock#schockaber immerhin.

lg

Beitrag von frech1995 18.02.11 - 22:28 Uhr

Meine Zwei lesen mal mehr mal weniger! Schullektüren beider weiß ich gerade nicht. Die kommen erst nach Ostern an die Reihe, von daher weiß ich noch keinen Titel.

Die Große, 13 Jahre, liest derzeit ein komplett englischgeschriebenes Buch, während der KLeine, 11 Jahre, ein Buch liest, welches Fragen enthält, die in englisch zu beantworten sind und die Dialoge auch in englisch geschrieben sind

Beitrag von yasemin27 19.02.11 - 00:37 Uhr

meine mädels verschlingen die bücher , 2. und 3. klasse. aber mein sohn , 4. klasse, den muss ich öfter mal dran erinnern .

die kleinen haben auch spaß an bücher schauen und auch hier wird regelmäßig vorgelesen . oft komm ich bei den zwillis auch nicht zum lesen denn dann wollen sie mir die gegenstände auf den bildern zeigen .



wo ist das auto usw.

Beitrag von liki 19.02.11 - 12:54 Uhr

Hallo Katja,

meine beiden leiblichen Kinder sind absoute Leseratten, so sehr, dass ich meinem Sohn zeitweise ein Lesekontingent einrichten musste, damit er mal Pause macht (lesen, wo er geht und steht)... also, die haben schon in der Grundschule richtig dicke Bücher gelesen, wie Herr der Ringe oder so.

Bei meinen Stiefkindern habe ich eine Vielleserin, eine Gelegenheits-Leserin und einen Leserverweigerer.


Unsere 5 Kinder befinden sich in Klasse 7-12, Gymnasium

liebe Grüße

Liki

Beitrag von manavgat 19.02.11 - 18:43 Uhr

Das Problem ist, dass Lehrer den Schülern keinen Spass am aktiven! Lesen vermitteln, keinen "Kanon" herausgeben - auch auf Nachfrage nicht und Basiswissen in Literatur/Kultur nicht vermittelt wird.

Ich habe zur Zeit in meiner Nachhilfe 3 Schüler der 7. und 8. Klasse. Wir versuchten es mit Robinson Crusoe. Gemeinsam "anlesen" - Begriffe klären, geschichtliche Einordnung, gemeinsam was im Lexikon nachsehen, verstehen und fühlen, wie die Welt Mitte des 17. Jhd. aussah usw. Kurzbio Daniel Defoe usw. Nach 3 Doppelstunden und viel Diskussion bekamen sie langsam Spaß daran.

Auch der Schimmelreiter, wird, wenn wir gemeinsam rangehen und den Stoff "erarbeiten" meist kommentiert mit: das ist ja richtig spannend und gar nicht so blöd, wie ich dachte....

Es ist egal, welche Klassenstufe, es gelingt fast immer, den Schüler zu Denken zu bewegen. Aber es ist mühsam, wenn es vorher nicht verlangt wurde. In der Klasse meiner Tochter (Klasse 11, berufliches Gymnasium) wurde in Deutsch der Werther gelesen. 2/3 der Klasse waren der Meinung, Wikipedia reicht, das Lesen haben sie sich gespart. Traurig. Aber gerade diese Lehrerin hatte ich gebeten, alle paar Wochen ein Buch für die die Lust haben, anzuregen und kurz zu besprechen. Wollte sie machen, passiert ist nichts.

Gemeinsam mit der Klasse ins Theater gehen? Fand bei uns früher regelmässig statt, kannste heute fast vergessen.

Nicht die Kinder sind blöd, sondern die Schule erfüllt ihre Aufgabe nicht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von liki 19.02.11 - 21:25 Uhr

Hallo,

da haben wir Glück. Die Deutschlehrerin meiner Tochter in Klasse 10 und 11 war mit den Schülern regelmäßig privat im Theater und hat mit ihnen auch "nur zum Spaß" Bücher gelesen, die sie sich aussuchen durften.

Jetzt ist meine Tochter in Klasse 12 und gerade im Moment mal wieder, wie 2 x im Monat, bei einer Theatervorstellung.

Ist zwar kostspielig für uns Eltern, aber ich finde es trotzdem toll.

Gruß, liki

Beitrag von melli0327 19.02.11 - 22:10 Uhr

meine Tochter ist in der 1. Klasse u. hat schon ihr 6. Buch gelesen.
Sie ist sooo heiss darauf zu lesen.

Ich habe als Kind total viel gelesen. Aber mal im ernst was hatten wir denn auch da gross?? Jetzt hat jedes 2. Kind mit 4 Jahren schon einen Fernseher im Kinderzimmer oder eine Konsole.

LG

Melanie

Beitrag von sarahg0709 20.02.11 - 11:47 Uhr

Hallo Katja,

ich habe immer gerne gelesen, nur die Schullektüren nicht. Schimmelreiter & Co. waren mir ein Graus.

Mein Sohn konnte gut lesen, hat es aber als kleiner Junge nie gemacht. Seit er ins Gymnasium geht, liest er mehr, aber noch lieber ist ihm der Computer. Da die Noten stimmen (in Deutsch schrammt er immer knapp an einer 1 vorbei und das in der 11. Klasse), mache ich mir da auch keine Sorgen. Im Moment lesen sie gerade den Hamlet.

Meine Tochter tut sich mit dem Lesen etwas schwer. Da achte ich natürlich drauf, dass sie jeden Tag ein bisschen liest. Inzwischen holt sie sich auch schon mal selbständig ein Buch raus.


Liebe Grüße

Sarah