Tipps zum einschlafen

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von vincent.mama 18.02.11 - 15:54 Uhr

Hallo mamas,
wir haben ein kleines einschlafproblem :-(
Sowohl zum mittagsschlaf als auch abends zum einschlafen braucht unser sohn (7monate) einschlafbegleitung. das ist nicht weiter schlimm. ich lege mich jedesmal zusammen mit ihm hin, streichel ihn, singe und summe.
Er zappelt oftmals extrem viel rum, tritt mich, zieht mir an den haaren, kratzt und zwickt mich und windet sich hin und her.
Er reibt sich die augen und gänt. ist also müde.
Kommt nur irgendwie nicht zur ruhe.
Anfangs habe ich es einfach eine halbe stunde probiert und wenn er nicht in den schlaf gefunden hat, sind wir wieder aufgestanden.
Da er aber müde war, war er total quengelig.
deshalb muss zumindest der mittagsschlaf sein und ich bleibe einfach solange bei ihm liegen, bis er schläft. Heute hat es über eine stunde gedauert. Er schläft jetzt schon seit fast einer stunde. Ist also müde und braucht den schlaf.
Lange rede - kennt das jemand von euch? habt ihr tipps? woran kann es denn liegen, dass er so schwer in den schlaf findet?

Beitrag von kapril 18.02.11 - 19:24 Uhr

Also der Text hätte von mir sein können.

Seit ca. 1 Woche geht es mir genauso und ich leg mich auch immer dazu bis er (8 mon) schläft. Leider hab ich jetzt keinen Tip für dich weil ich aufgehört habe sein schlafverhalten irgendwie zu beeinflussen... Es hilft ja eh nix, also hab ich mich nun meinem Schicksal ergeben #augen.
Momentan ist für uns diese Art des einschlafens mit am wenigsten Ärger verbunden.

Hab auch das Buch "schlafen statt schreien" gelesen und ca. Ein Monat nach einem eigens zusammengestellten Plan mein Glück versucht. Kann das Buch trotzdem empfehlen weil es einem Mut macht, und vielleicht probier ich es noch einmal.

Also leider kein Tip von mir, aber zumindest bist du nicht allein ;-)

Beitrag von salaika 18.02.11 - 20:07 Uhr

Hallo!

Kenne das Problem sehr gut. Unser Kleiner -ebenfalls 7 Monate- findet auch nicht ohne unsere/meine Hilfe in den Schlaf.

Allerdings braucht er inzwischen nicht mehr so lange dazu. Wenn er müde ist, und das wird er tagsüber nahezu exakt alle zweieinhalb Stunden, genügt es ihn kurz in den Schlaf zu wiegen, dabei ein Schlafliedchen singen, fertig. Dauert inzwischen keine 5 Minuten mehr.

Allerdings versuche ich ihm jetzt Stück für Stück auf die ganz sanfte Tour anzugewöhnen, dass er auch ohne unsere Hilfe in den Schlaf kommt (Buchtipp: Schlafen statt Schreien, das sanfte Einschlafbuch).

Habt Ihr denn Schlafrituale? Grad wenn Du sagst, er kommt nur schwer zur Ruhe wäre es doch super wenn Ihr Euch (auch tagsüber) ein schönes Ritual schafft, damit er Gelegenheit hat sein Energielevel runter zu fahren und weiß "jetzt ist Schlafenszeit". Bei uns hat es jedenfalls geholfen.

Was vielleicht auch nicht schlecht ist, hat bei uns allerdings nur zwei Nächte lang Erfolg gehabt, wenn Du ihm ein getragenes T-Shirt von Dir mit ins Bett gibst. Dann hat er Deinen Geruch bei sich und vielleicht genügt ihm das schon um ohne Dich in den Schlaf zu kommen.

Und was wohl auch gut wirken soll wenn die Kinder so überdreht sind und deshalb nicht in den Schlaf finden: eine Massage mit Lavendelöl. Lavendel wirkt wohl beruhigend, jedenfalls ein Tipp meiner Hebamme.

Ich kann mir vorstellen, dass er vielleicht so überdreht ist weil er dann schon übermüdet ist ?! Wie oft schläft er denn so? Du schreibst Mittagsschlaf, ist das der einzige Schlaf tagsüber? Falls ja, würde ich versuchen ihn an zwei Schläfchen zu gewöhnen, einen Vor- und einen Nachmittagsschlaf und diesbezüglich seine Zeichen (Müdigkeitssignale) beachten. Für diese Altersklasse sind zwei Tagschläfchen (von mindestens 1 Stunde, besser 1,5 - 2 Stunden) wohl ganz optimal, laut diesem Buch.

Bei uns jedenfalls wurde vieles besser als ich diesen zweieinhalb Stunden- Rhytmus bemerkt habe. Jetzt muss ich nur noch darauf achten, dass ich ihm genau dann Ruhe gönne und dann fluppt es.

Darf ich mal fragen wie Dein Sohn nachts schläft? Wird er da häufiger wach und benötigt dann ebenfalls Deine Hilfe um wieder einzuschlafen (so ist es bei uns) oder schläft er schon durch?

Würd mich freuen wenn Du noch mal zurückschreibst.

Liebe Grüße
Salaika

Beitrag von vincent.mama 18.02.11 - 21:03 Uhr

Danke für deine Antwort.
Da wir vormittags oft unterwegs sind, schläft er meistens im Auto, oder im Kinderwagen ein. Wenn wir zuhause sind nehme ich ihn auch oft in die manduca. Also kein wirklich gleicher Ablauf. Ich achte deshalb darauf, dass der Mittagsschlaf immer gleich abläuft. Also gleiche Zeit und gleicher Ort. Der findet dann immer im Bett statt. Er schläft bei uns im Ehebett, muss ich zugeben ;-) Die Bettwäsche riecht ja nach uns, also seine bekannte vertraute Umgebung ;-)
Ich stille noch voll, bis auf die Mittagsmahlzeit. Er schläft wie gesagt bei uns, geht gegen 19 / 19:3o Uhr ins Bett und wacht nachts dann so 2 bis 3 mal auf. Ich stille ihn dann und in der Regel schläft er dann auch wieder schnell weiter und um 7 ist die Nacht dann vorbei.
Da kann und will ich mich auch gar nicht beschweren. Das klappt ganz gut. Nur eben das einschlafen....
Vom Ritual her machen wir das so, dass ich ihn hinlege, wenn ich merke er wird müde. Also Hose und Pulli aus, nochmal frische Windel und Zimmer abdunkeln. Dann legen wir uns hin und ich nehme ihn in den Arm und singe leise. Gegebenefalls stille ich ihn.
Das mit dem Lavendelöl probiere ich mal aus.
Ich habe so dass Gefühl, dass er nicht zur Ruhe kommt, obwohl er sooo müde ist. Aber vielleicht überschreitet er auch seinen Müdigkeitspunkt ??

Lieben Gruss von Vincents Mama

Beitrag von salaika 18.02.11 - 21:50 Uhr

Mhmm, das klingt doch alles ganz gut. Sein Bedürfnis nach Geborgenheit dürfte mit Tragen, Stillen und Familienbett ja nun erfüllt werden (meine Meinung - praktiziere selbiges ;-))

Ich kann mir allerdings vorstellen (so war es bei uns auch), dass er Schwierigkeiten hat beim ruhigen Liegen einzuschlafen, weil er bei den andren Schläfchen am Tag ja immer durchgeschüttelt wird (Auto, KiWa, Manduca), dann auf ner Matratze einschlafen (oder bei Dir im Arm) ist ja nun mal was andres. Unserer ist auch so eine Wibbelfutt (schreibt man das so? ;-)) und er bäumt sich oft regelrecht mit dem Rücken hoch wenn er liegt und schlafen soll, spielt dann auch mit den Gitterstäben (tagsüber schläft er in seinem Bett im KiZi), teilweise auch mit meinen Haaren, nimmt den Schnulli immer wieder raus etc.... bei ihm hilft dann tatsächlich nur kräftiges Hin-und Herwiegen meinerseits (also er bei mir im Arm). Teilweise schwinge ich ihn richtig von links nach rechts hin und her. Damit kommt er wie gesagt sehr schnell zur Ruhe inzwischen. Bäumt sich vielleicht auch noch ein, zweimal kurz auf, aber dann kuschelt er sich in meine Armbeuge und schläft ein.
Aber wie gesagt ich bin grad dabei das wieder etwas abzugewöhnen, weil ich finde das kann es ja nun auch nicht sein (also dass er nur noch wiegend in den Schlaf kommt), von daher kann ich Euch das auch nicht unbedingt als Tipp empfehlen ;-) Neben Wiegen hilft bei uns (vor allem nachts) ansonsten immer auch Stillen. Oder am besten Stillen UND Wiegen gleichzeitig ;-)

Vielleicht versuchst Du mal ihn etwas früher hinzulegen, also Umziehen und Wickeln bevor er richtig müde ist. Vielleicht verpasst Du sonst immer knapp sein Einschlaf-Fenster, sprich dann ist der tote Punkt schon vorrüber.

Lieben Gruß
Salaika

Beitrag von blobundbohne 18.02.11 - 20:30 Uhr

Hallo,
jaaa, kenne ich auch phasenweise von meiner kleinen Chaotin. ;-)
Woran es liegen kann? Er wächst, seine Welt wächst und er muss viel verarbeiten. Außerdem gebe ich meiner Vorrednerin Recht, dass ihm vielleicht ein Tagschläfchen zu wenig ist - total übermüdete Kinder kommen viel schwerer zur Ruhe als "normal" müde.
Tipps hab ich nicht, kann Dir nur sagen, was wir gemacht haben... jedes Kind springt ja auf andere Dinge an.
Tagsüber wie abends wirds vor dem Schlafen ruhiger, tags gehen wir, wenn sie sich wiederholt die Augen reibt, ins abgedunkelte Schlafzimmer, ziehen Pulli und Hose aus und den Schlafsack an, dabei wird nur noch leise geredet und dann legen wir uns zusammen aufs Bett. Wenn sie noch etwas turnen oder plaudern will, lass ich sie, rede aber nicht mehr ud stelle mich schon schlafend. Wenn sie mich kneift oder andere Dinge tut, die mir unangenehm sind oder wehtun, halt ich ihre Hände kurz fest (wenn sie nicht grad schlafen soll, sage und signalisiere ich dann immer deutlich "Aua, nein!", das hat sie schnell verstanden und macht es dann im Bett auch nicht mehr). Dann kommt sie meist nach ein paar Minuten angekuschelt, dann schnapp ich sie auf meinen Arm und dann schläft sie ein, sobald sie gemütlich liegt.
Nachts läufts dann ähnlich, nur das da vorher noch gesungen wird und alle Lichter ausgemacht werden und allem Gute Nacht gesagt wird.
Hast Du schonmal versucht ihn mit einem Kuscheltier o.ä. zu beschäftigen, dass er sich daran austobt statt an Dir?
Alles Gute und LG,
die Bohne