Ich habe den Vater meines Kindes angezeigt

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von geotina 18.02.11 - 16:53 Uhr

Hallo Mädelz,

lange habe ich mich ja gescheut vor diesem Schritt, meinen Ex anzuzeigen wg. Verletzung der Unterhaltspflicht. Der geht schön Taxifahren, erzählt dem Jugendamt aber dass er in Elternzeit ist. Hat mir aber damals schon aber schon gesagt, er geht nie wieder fest arbeiten, damit er keinen Unterhalt mehr zahlen muss.

So jetzt war ich eben bei der Polizei. Beim ersten Polizisten kam ich mir vor als hätte ich was verbrochen. Er sagte auch, da ich ja eigentlich eine Beistandschaft habe, dass das Jugendamt für solche Schritte zuständig ist, die hatten mir aber gesagt, ich solle das machen. Der zweite Polizist war ganz nett.

Wißt ihr was jetzt passiert. Von ein paar Mädelz hier wurde gesagt ich kann das jedes halbe Jahr machen. Aber nach dem Ablauf eben auf der Wache weiß ich nicht, ob ich das nochmal machen soll :-( Was kann man noch machen, um endlich jetzt zu seinem Recht zu kommen.

Irgendwie kann ich nicht mehr! #aerger

lg Tina#winke

Beitrag von 16061986 18.02.11 - 17:18 Uhr

Geh zum anwalt und reich ne unterhaltsklage ein...das ist das einigste was du noch machen kannst,wenn du es nicht schon gemacht hast. hast du einen titel? wenn nicht mach einen dann kannst du pfänden.

Beitrag von geotina 18.02.11 - 17:28 Uhr

Ich danke dir für deine Antwort.
Nee eine Unterhaltsklage habe ich noch nicht gemacht, da ich den RA ja selbst zahlen müsste und das Geld nicht wirklich dafür habe... Aber ich wollte mal zum kostenlosen RA Informations Gespräch vom Amtsgericht!
Den Titel habe ich über das Jugendamt, im Rahmen der Beistandschaft!

Außerdem müsste ich wahrscheinlich die Beistandschaft beim Jugendamt abgeben oder?

lg Tina#winke

Beitrag von aeternum 18.02.11 - 17:32 Uhr

Aloha Tina,

der Vater meines Sohnes hat letztes Jahr im März (meine ich, müßte ich nun nachsehen) von heute auf morgen aufgehört, Unterhalt für unser Kind zu zahlen.

Einen Anwalt hatte ich schon, wegen Sorgerecht und Scheidung, diesem habe ich sofort davon berichtet. Die Sache ging den bürokratischen Weg mit Anschreiben bzgl Offenlegung seines Einkommens usw. Er hat nie reagiert, also ging alles vor's Gericht, dort wurde er zu regelmäßigen Zahlungen und einer Nachzahlung "verurteilt". Darauf hat er nicht reagiert, mein Anwalt hatte ihm noch eine Frist gesetzt, die Ende Januar abgelaufen ist. Nun ist ein Antrag unterwegs, daß sein Lohn gepfändet wird. Dagegen kann der Arbeitgeber (und mein Exmann) sich nicht wehren, wenn keine wichtigeren Forderungen vorliegen, die es bei ihm auch nicht gibt.

Binnen des nächsten Monats sollte er also anfangen zu zahlen und ich sollte auch die Nachzahlung bekommen. Das Geld geht erstmal an meinen Anwalt, dann an mich.

Das ist auch ein Weg, an den Unterhalt zu kommen - es hat nun fast ein Jahr gedauert, weil man auf Gerichtstermine warten muß etc. Mein Anwalt hat da auch nie gefackelt, und der Richter war empört über das Verhalten meines Exmannes.

Einen Titel beim Jugendamt habe ich nicht.

Alles Gute!

Ae

Beitrag von geotina 18.02.11 - 18:10 Uhr

Naja aber ohne Titel bist du ja trotzdem schon viel weiter gekommen als ich ;-) ich drück dir die Daumen, dass es so alles glatt geht jetzt für euch - aber ich glaube da kann dir nicht mehr viel passieren#verliebt

Ich habe heute mal eine Rechtsschutzversicherung bei der ARAG gemacht, aber die greift erst in einem Jahr. Ansonsten werde ich mal schauen müssen wieviel ein Anwalt wirklich kostet. Bezahlst du selbst, bekommst du das von der Stadt bezahlt oder von der Versicherung, wenn ich fragen darf?#winke

Beitrag von silbermond65 18.02.11 - 17:44 Uhr

Der geht schön Taxifahren, erzählt dem Jugendamt aber dass er in Elternzeit ist.

Selbst wenn er in Elternzeit geht...das ist sein Privatvergnügen.Er darf nicht mal ebenso sein Einkommen verringern,wenn er unterhaltspflichtig ist.
Du hast einen Titel......dann laß pfänden !
Mit einem Anwalt wärst du übrigens weit aus besser beraten als mit dem lahmen JA.
Wenn du nur wenig verdienst ,kannst du dir einen Beratungsschein für einen Anwalt beim Amtsgericht holen und dann eventuell Prozesskostenhilfe beantragen.
Läßt du alles über einen Anwalt laufen,mußt du allerdings die Beistandschaft kündigen.Aber die bekommen ja eh meist nichts gebacken.Zahlen lieber den UV und schlummern ansonsten vor sich hin.

Beitrag von geotina 18.02.11 - 18:06 Uhr

Ich danke dir - du schreibst genau das was ich denke #liebdrueck bei der Polizei sagten sie eben aber, na wenn er in Elternzeit ist, verdient er ja nicht, dann kann er auch nicht zahlen #aerger das er schön schwarz nebenbei Taxi fährt kann ich nicht 100 % nachweisen, aber ich habe ihn oft genug gesehen - jedes Mal fährt er mit dem Taxi hier vor und hatte auch schon einen Fahrgast drin sitzen.

Den ersten kostenlosen Termin beim Amtsgericht werde ich jetzt wahrnehmen, ob ich allerdings Prozesskostenhilfe bekomme weiß ich nicht... vielleicht täusch ich mich, vielleicht bin ich aber auch schon drüber... mal schauen was die mir erzählen.

Aber das Jugendamt schlummert wirklich vor sich hin... oh es tut uns leid, der ist jetzt in Elternzeit und kann nicht mehr zahlen :-[

#winke

Beitrag von ppg 18.02.11 - 18:10 Uhr

Ich werde nun auch, anderer Hintergrund, meinen Ex anzeigen. Allerdings direkt mit Anwalt .Das und das alleinige SG wird mich vermutlich 1000€ kosten.

Mir ist es das Geld wert.

Ute

Beitrag von geotina 18.02.11 - 18:14 Uhr

Hallo Ute :-)

insgesamt 1000 Euro.... irgendwie geht das aber noch!!!! Klar ist viel Geld, aber ich hatte es mir noch viel teurer vorgestellt, vor allem wenn das vor Gericht geht! Hat der RA dir schon den etwaigen Preis genannt?

Ich drück dir fest die Daumen!

Lg Tina

Beitrag von ppg 18.02.11 - 18:25 Uhr

Ja ich habe heut mit ihm telefoniert. Meine Prämie, die Ende März kommt werde ich dann gleich mal weiterreichen.

Aber mein Fall hat andere Hintergründe, ich kann die Unterhaltshinterziehung klar nachweisen, keine Schwarzarbeit.

Daher ruf einfach mal Deinen Anwalt an und frag gezielt nach.

Ute

Beitrag von geotina 18.02.11 - 19:06 Uhr

Ich danke dir, ich denke bei dem kostenlosen Beratungsgespräch beim Amtsgericht können die mir vielleicht noch etwas mehr sagen- ich werde mir mal eine Frageliste machen. Ich glaube bei mir wird das etwas schwieriger werden, da er auf 400 Euro angemeldet sein wird und ganztags arbeiten geht. Wie soll man ihm das nachweisen. :-( es ist echt traurig, dass es den Alleinerziehenden (egal ob Frau oder Mann) so schwer gemacht wird. im Endeffekt geht es auf die Kosten des Kindes ...

Aber bevor ich jetzt ganz auf das Geld verzichte, werde ich noch mal kämpfen und durchhalten müssen!#winke

Beitrag von ppg 18.02.11 - 19:13 Uhr

Mal ganz ehrlich - ich kann mir schon vorstellen, das er als Taxifahrer bei 400 - € - Job ganztags ran muß. Die verdienen nämlich echt wenig.

Ruf mal ein Taxiunternehmen an und erkundige Dich über die Einkommenshöhe

Aber geh mal zur Beratung

ute

Beitrag von henkelbecher 18.02.11 - 19:23 Uhr

Bei uns ist es so, das die Taxifahrer auf 400Euro angemeldet werden und alles was sie "drüber" fahren dürfen sie schwarz behalten.
Deswegen wohl den ganzen Tag...

lg

Beitrag von ppg 18.02.11 - 19:28 Uhr

Ja, ich weiß, aber das bleibt herzlich wenig. Besonders wenn man nur tagsüber fährt. Die Familie eines Freundes hat ein Taxiunternehmen - und er fährt UPS , weil er da deutlich (!!!) mehr verdient #augen

Außerdem wird es schwer da juristisch den Nachweis zu führen.

Ute

Beitrag von henkelbecher 18.02.11 - 19:30 Uhr

Ja das ist wohl richtig :)

Ich weiß es nur von einer Freundin, die lange Zeit Taxi gefahren ist.
Bei der war es eben so, allerdings ist sie auch fast rund um die Uhr gefahren, und recht schlecht verdient hat sie ehrlich gesagt nicht.

lg

Beitrag von geotina 19.02.11 - 04:23 Uhr

Genau so denke ich mir das auch, dass er das Geld nebenher schön schwarz bekommt - er ist damals schon den ganzen Tag gefahren und hat nur 400 Euro angegeben - hat jeden Tag schön sein Auto auf meiner Straße von 7-17 Uhr gegen ein Taxi eingetauscht. Hätte ich das damals bloss schon mit dieser Anzeige gewußt. Ich hatte es dem Jugendamt und dem Ordnungsamt erzählt und keiner konnte was machen. Am Anfang ist man ja noch so blöd und muss sich bei allem selbst durchfragen, um so auf die einfachsten Dinge zu kommen.#aerger

Es ist egal wieviel das sein wird, es wird zumindest erheblich mehr sein, als er angegeben hat. Dafür können die ihm schon mal ordentlich eins aufs Näschen hauen.

Mal schauen was mir ein Anwalt erzählt, ob man da nicht irgendwas machen kann z.b bei der Taxizentrale nachfragen, um welche Zeiten er gefahren ist, das wird ja dokumentiert! Ich komme da natürlich nicht ran, ob ein RA das schafft weiß ich auch nicht???#kratz

LG Tina#winke

Beitrag von henkelbecher 19.02.11 - 08:29 Uhr

Also normalerweise müssen sie dir das schon sagen!
Und bei uns zb ist es tatsächlich so das alle damit "prahlen" 400 Euro rest schwarz, wurde sogar mir schon angeboten...
Das dürfte also nicht so schwer nachzuweisen sein ;-)

Alles Gute