Beschäftigungsverbot vom Arbeitgeber, geht das???

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von ayyildiz85 18.02.11 - 18:54 Uhr

Hallo,

ich bin seit heute hier im Forum.
Habe vor kurzem von meiner SS erfahren und mitlerweile wissen es auch meine Arbeitgeber.

Mein Chef überlegt sich momentan, ob er mir einen Beschäftigungsverbot erteilen soll. Ich denke das kann nur der Frauenarzt oder?!

Wie ist das denn mit der Lohnfortzahlung, wenn nicht mein Gyn sondern mein Arbeitgeber den B-verbot ausspricht????

Kann mir da vielleicht jemand Rat geben?

Beitrag von canadia.und.baby. 18.02.11 - 18:58 Uhr

Erstmal , alles gute zur Schwangerschaft, du bist aber im Falschen Forenteil gelandet :P

Dein Chef kann dir ebenfalls ein BV aussprechen , du bekommst dann ganz normal dein gehalt weiter .


Lieben gruß

Beitrag von ayyildiz85 18.02.11 - 19:03 Uhr

uuuupsss bin noch neu, deshalb wahrscheinlich ;)))))

hat er denn nicht das recht sich su weigern und nicht zu bezahlen?

danke für die Antwort

Beitrag von canadia.und.baby. 18.02.11 - 19:08 Uhr

Wieso sollst du denn überhaupt ein BV haben?

Besteht bei euch auf der Arbeit gefahr, für dich und das Kind?



Beschäftigungsverbot
Werdende und stillende Mütter haben im Arbeitsverhältnis einen besonderen Schutz vor Gefahren, Überforderung, Gesundheitsschäden und finanziellen Einbußen. Dazu zählt auch das so genannte Beschäftigungsverbot.

Frauen dürfen vor der Entbindung nicht beschäftigt werden, wenn nach ärztlichem Attest Leben und Gesundheit von Mutter und Kind bei Weiterbeschäftigung gefährdet sind (§ 3 Abs.1 MuSchG). Ein Beschäftigungsverbot ist also etwas anderes als eine Krankschreibung.

In den letzten 6 Wochen vor der Entbindung besteht ein gesetzliches Beschäftigungsverbot (§ 3 Abs.2 MuSchG). Eine Beschäftigung ist dann unzulässig. Die Schutzfrist beträgt 8 Wochen nach der Entbindung.

Verstöße gegen Beschäftigungsverbote durch den Arbeitgeber können Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten darstellen!

Andere Beschäftigung
Soweit anderweitige Tätigkeiten im Betrieb vom Beschäftigungsverbot nicht betroffen sind, darf der Arbeitgeber die Schwangere für diese Tätigkeiten einsetzen. Typisches Beispiel sind Flugbegleiterinnen, die nach einer Schwangerschaft dann am Boden eingesetzt werden.<7P>

Fortzahlung Gehalt
Soweit die Schwangere bei einem Beschäftigungsverbot kein Mutterschaftsgeld bezieht, ist ihr vom Arbeitgeber mindestens der monatliche Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen oder der letzten 3 Monate vor Beginn des Monats, in dem die Schwangerschaft eingetreten ist, zu gewähren (§ 11 MuSchG)

Urlaub und Beschäftigungsverbot
Wenn ein Beschäftigungsverbot in den Zeitraum fällt, für den die Schwangere bereits Urlaub beantragt und der Arbeitgeber diesen bewilligt hatte, so geht der Urlaub verloren (ist in der Zeit des Beschäftigungsverbotes abgedeckt). Der Arbeitgeber muss der Schwangeren (anders als bei Krankheit, § 9 BUrlG) den Urlaub also nicht später gewähren.

Ansonsten kann die schwangere Arbeitnehmerin nach Ende des Beschäftigungsverbotes den Resturlaub im laufenden oder im nächsten Urlaubsjahr nehmen (§ 17 MuSchG).


http://www.123recht.net/article.asp?a=44903&ccheck=1

Beitrag von ayyildiz85 18.02.11 - 19:13 Uhr

Ich arbeite in einer Arztpraxis und wenn man es so sieht, hat der Chef ja keinen Nachteil, er würde sich niemals selber in den Finger schneiden :))

Beitrag von douvi 18.02.11 - 19:10 Uhr

Bekommst du denn BV oder willst du nur?

er hat mit dem zahlen nix zu tun. Imprinzip praktisch für ihn.

Beitrag von ayyildiz85 18.02.11 - 19:17 Uhr

ER MÖCHTE mir BV geben....er ist überhaupt nicht erfreut und ist so ziemlich sauer wg meiner SS! Ich sollte ja trotzdem im Labor arbeiten, aber das hab ich natürlich nicht gemacht und saß an der Anmeldung. Dies gefällt ihm natürlich nicht, dem entsprechend benimmt er sich natürlich auch gegenüber mir

Beitrag von douvi 18.02.11 - 19:26 Uhr

Aber an der Anmeldung wäre doch alles ok.
Beimir war auch alles umständlich, aber da hat sich der AG auch geweigert. Er kann dich natürlich versetzen. Natürlich nur dahin, wo es für euch unbedenklich ist.Wenn er dir doch BU geben will, ist ja alles gut.

Beitrag von ayyildiz85 18.02.11 - 19:29 Uhr

Ich denke er will mich einfach dort nicht mehr sehen weil die SS ihn stört, anders kann ich es mir nicht vorstellen....an d. Anmeldung wär ja alles ok, aber das gefällt ihm wiederrum net

Beitrag von douvi 18.02.11 - 19:04 Uhr

Nein, ein BV wird eigentlich vom AG ausgesprochen.
Er muss schauen, dass er dich beschäftigen kann, u.U. auch versetzen.
Oftmals machen es auch die FA (war bei mir auch), ist aber nicht der reguläre weg.

Kann dir auch nichts besseres passieren.
Somit entscheidet dein AG und akzeptiert dies.
Ich bekam ein Brief von Betriebsarzt, eigentlich stand drin, dass ich wg. mangelnem Immunschutz nicht mehr kommen durfte. Wurde aber überle. Mein FA erteilte es mir dann. Mein AG meinte nur er ständ zw. mir und den anderen Kollegen. Mir war die erste Begegnug echt unangenehm, obwohl ich im Recht war.

Vom Geld her egal, solange du ein BU hast.