Lüften während des Unterrichtes - auch an Lehrer(innen)

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von ylenja 18.02.11 - 19:50 Uhr

Mich würde mal interessieren, wie oft bei Euch während des Unterrichtes gelüftet wird ?
Sagt die Lehrkraft regelmäßig: "Fenster auf" oder müssen die Kinder dies selbständig tun ?

Mein Sohn geht in die 2. Klassse.
Die Lehrerin öffnet die Fenster nur, wenn ein Kind Kopfweh hat.
Wird sie darauf angesprochen, doch öfter die Fenster aufzumachen, antwortet sie, dass die Kinder ja sagen können, wenn sie das Fenster öffnen soll.
In der Klasse sind 29 Schüler. Ist da Sauerstoffmangel, schlechte Luft und nachlassen der Konzentration nicht vorprogrammiert ?
Die Lehrerin hat die Kinder an zwei Tagen 2 Unterrichtsstunden, an drei Tagen den ganzen Tag. Also nichts mit stündlichem Lehrerwechsel...
Wie ist das bei Euch ?

LG

Ylenja

Beitrag von delfinchen 18.02.11 - 19:56 Uhr

Hallo,

ich versuche, ans Lüften zu denken, da ich es aber auch vergesse, bin ich mmer dankbar, wenn die "Kinder" mich daran erinnern :-).

LG,
delfinchen

Beitrag von selasim 18.02.11 - 20:12 Uhr

Wie kann man das Lüften denn vergessen ????

Fühlt man sich als Lehrkraft denn nicht auch müde und unkonzentriert ,wenn nicht genügend Sauerstoff im Klassenzimmer ist #kratz

Lg s.

Beitrag von delfinchen 18.02.11 - 20:26 Uhr

Bin oft so vertieft in meine Arbeit/ Material vorbereiten/ Gespräch führen/ Einzelerkärungen geben/ ... , dass ichs echt vergesse... Klar, in den Pausen machen wir schon auf.
Ich hatte aber glücklicherweise wirklich immer Schüler, die von sich aus gelüftet haben, aber das waren schon 7. und 8. klässer :-).

lg,
delfinchen

Beitrag von ylenja 18.02.11 - 20:35 Uhr

In der 7. oder 8. Klasse denken die Kinder selbst daran - aber in der 2. Klasse ist es doch noch etwas schwieriger - oder ? #kratz

LG
Ylenja

Beitrag von lilayakima 18.02.11 - 21:15 Uhr

Nu entschuldige dich bitte mal, dass du nicht immer ans Lüften denkst - wird hier gerade erwartet.

Ich vergesse ab und zu (bzw komme nicht dazu):
Klo gehen, trinken, Raum wechslen, vergessene Hausaufgaben ins Klassenbuch und Hausaufgabenheft eintragen, schauen welche Schüler fehlen, zu spät kommen etc. und das ins Klassenbuch einzutragen, das Tafelbild vorbereiten, Overhead organisieren und CD Player startklar machen (und Lied raussuchen), Material einigermaßen in chronologischer Ordnung auf dem Platz haben, Fragen zur letzten HA/LK/whatever beantworten, freundlich lächeln und zu fragen wie es so geht, einer anderen Klasse den Raum aufzuschließen, die Kinder zu animieren die Arbeitsmaterialien ordentlich auszupacken und bereitzulegen, den Tom davon abzubringen den Georg zu schubsen/ihm die Federmappe zu klauen..., und der Lisa zu sagen, dass mir ihr neuer Haarstil echt gefällt

... wie macht ihr das alle bloß, das ihr das in 5 oder 10 Minuten alles reibungslos hinbekommt - ich muss nicht geeignet sein für diesen JOB!

K

Beitrag von maxi39 18.02.11 - 21:20 Uhr

#rofl#rofl#rofl#rofl Thats Life!!!#schwitz#schwitz#schwitz

LG Leidensgenossin Maxi

Beitrag von delfinchen 18.02.11 - 21:21 Uhr

ggg

so schaut es mal aus :-).
aber das sieht ja meist keiner ....da haben wir alle 90 minuten pause und um 13 uhr frei :-D

liebe grüße

Beitrag von ylenja 18.02.11 - 21:59 Uhr

Ich habe / arbeite tageweise im Kindergarten.
Anna trösten weil sie traurig ist - Tom und Maik abhalten, sich zu verprügeln - Tür und Angel Gespräche führen - Schuhe suchen - Bastel/ Beschäftigungsangebot weitermachen - ans Telefon gehen(während Telefonzeit) - ein Spiel spielen - die ganz Kleinen noch schnell wickeln - mit auf Toilette gehen - andere umziehen weil es in die Hose ging - Stuhlkreis machen - Kinder an das aufräumen erinnern - den Kindern zuhören - Bastel/Beschäftigungsmaterial herrichten - Rahmenplan absprechen - Elternfeste/Elternabende vorbereiten - Kinder motivieren, mitzubasteln/Arbeiten fertigzustellen - rausgehen - beim anziehen helfen - Kind trösten, weil die Mutter zum abholen zu spät kommt - dazwischen wenn es hoch kommt noch erbrochenes entfernen - und das alles möglichst gleichzeitig.
Achja, die Förderung soll es auch noch geben: Würzburger Programm, Vorschulprogramm usw.
Dabei immer freundlich und nett bleiben.
Trotzdem war / ist bei uns immer gut gelüftet.

Sorry, aber mein Mitleid hält sich da sehr in Grenzen...

Ylenja

Beitrag von lilayakima 18.02.11 - 22:26 Uhr

Ist ok - ich lüfte meistens auch. Aber ein was hast du nicht und das unterscheidet unsere Arbeit grundlegend - ein Klingelzeichen, das ansagt, jetzt ist Stunde und jetzt arbeiten wir konzentriert an einer Sache. Ganz ehrlich - ich mache auch im Unterricht mal das Fenster auf, aber manchmal stört das - Krach, Unruhe, ich bin mal ein paar Minuten außenvor, dass kann reichen um die Stunde 10 Minuten empfindlich zu stören, weil: Saskia und Anja ist es nach 1 Minute zu kalt, die sitzen direkt vorm Fenster, Martin und Jonny wollen aber doch noch frische Luft haben. Es kommt zum Schlagabtausch ... - darum lüfte ich gerne in der Pause, um das nicht zu haben. Aber da vergesse ich es eben manchmal. Gott sei Dank habe ich auch die Großen, die selber entscheiden, ob eine Lüftung notwendig ist oder nicht.

Ich denke jeder Job in dem Bereich ist stressig, aber eine Rückzugsmöglichkeit oder kurze Bedenkzeit ist für Lehrer kaum gegeben und da fallen dir solche "Nichtigkeiten" nicht mehr auf. Ich habe jetzt schon ein paar Mal festgestellt, dass ich 5-6 Stunden nichts getrunken habe, weil ich die ganze Zeit wie unter Strom von A nach B gedüst bin und mit ca. 160 Leuten Kontakt hatte. Ich meine einfach nur, da kann das mal passieren! Ich bin halt auch nur ein Mensch.

Beitrag von ylenja 18.02.11 - 22:52 Uhr

;-) o.k. Damit bin ich einverstanden.

Ich meine, ich verstehe sehr wohl, dass es Lehrer auch nicht immer ganz einfach haben. Auch wir haben keine Rückzugsmöglichkeiten und auch keine Pausen. Es geht voll durch. Wenn wir Pech haben, fällt die Mittagspause auch aus, weil eine Kollegin krank ist...

Ich versuche die Lehrerin echt zu verstehen und Verständnis zu haben. Sie ist neu, jung und noch "in den Anfängen".
Aber es gibt inzwischen so viele Kleinigkeiten, die einfach nerven.
Ich bin jetzt auch nicht der Typ, der ständig bei der Lehrerin anklingeln will. Es ist mir eher unangenehm, sie zu stören. Also versuche ich - wenn möglich - in die Sprechstunde zu gehen. Natürlich nicht jede Woche, aber doch mindestens jeden 2. Monat, um einfach in Kontakt zu bleiben.
Es wäre einfach schön, wenn ihre Aussagen konkret, sachlich und vor allem richtig wären.
Sie ist eigentlich sehr nett und höflich. Deshalb möchte ich auch nicht so "auf den Putz" hauen. Aber es fällt mir immer schwerer, wenn ich sehe, dass mein Kind nicht weiterkommt oder sie sich auch nicht an "ihre eigene" Konsequenzen haltet. Nur mit lieb, nett und gütig kommt ein Lehrer halt auch nicht immer weiter. Die gesunde Mischung macht es halt.

Sauerstoff brauchen die Kinder halt auch. Der Raum ist nicht so riesig. Mit 29 Kindern ist er mehr als voll. Sie könnte ja auch einen Fensterdienst einführen. Es ist ja auch nicht Sinn der Sache, wenn jeden Tag eine andere Mutter ihr Kind wegen Kopfschmerzen abholen muss.

Aber wie Du schreibst: wir sind alle nur Menschen. Ich werde sie einfach noch einmal freundlich darauf ansprechen und abwarten...

LG

Ylenja

Beitrag von lilayakima 18.02.11 - 23:32 Uhr

Keine Angst - so schnell fühl ich mich nicht angegriffen. Ein Vorschlag wäre noch einen Schüler damit zu beauftragen, die AUfgabe zu übernehmen, die Lehrerin nach der Stunde kurz zu erinnern, den Raum zu lüften.

Natürlich gebe ich dir auch Recht, ein paar Mal vergessen ok, aber wenn das nun schon mal angesprochen wurde, müsste sie sich einen Punkt auf die Hand machen oder sonst was, eine Erinnerungshilfe eben.

Hoffe, ihr bekommt das hin. Zu ihrer Verteidigung - am Anfang ist es wirklich schwer seine eigenen Regeln zu finden und durchzusetzen, stehe nämlich auch noch an dem Punkt. Bin aber Gott sei Dank (meistens) relativ robust und das klappt am besten. Klare Ansage - und gut.

LG K

Beitrag von ylenja 19.02.11 - 00:23 Uhr

Schön, wollte Dich nämlich auch nicht angreifen.

Ich verstehe schon, dass es nicht immer leicht ist. Gerade am Anfang.
Kann mich noch gut erinnern, wie es mir am Anfang ging. Die klaren Ansagen muss sie - denke ich - noch lernen. Hoffe auch, dass wir das hinkriegen. Manchmal hilft es auch, etwas zu motzen. Dann komm ich wieder runter ;-) und es ist auch immer ganz interessannt, andere Meinungen zu hören. Wird schon werden.

LG
Ylenja

Beitrag von lilayakima 18.02.11 - 22:36 Uhr

Im Übrigen wollte ich auch kein Mitleid, sondern einfach die Einsicht, dass das menschlich ist. Mir fällt das in dem Moment einfach nicht auf, weil andere Dinge auf der innerlichen To do Liste weiter oben stehen, damit der Unterricht zu der Sekunde reibungslos starten kann. Ich bin nämlich gerne ein pünktlicher Mensch (ist meine eigene kleine Priorität und Macke)

Und übrigens, selbst ein Zwerg in der 2. sollte den Schnabel aufmachen können, um der Lehrerin zu sagen "Hier stinkt's, können sie mal bitte das Fenster öffnen" - das gehört zur Schulreife

K

Beitrag von schnecki82 19.02.11 - 09:44 Uhr

#rofl ♥

Beitrag von similia.similibus 18.02.11 - 20:19 Uhr

Während der Grundschulzeit meiner Tochter wurden in fast jeder Pause die Fenster groß aufgerissen. Und trotzdem war die Luft immer wieder schnell ganz schlecht. Nicht auszudenken, wenn gar nicht gelüftet worden wäre. #schwitz

Beitrag von maxi39 18.02.11 - 21:15 Uhr

Hallo,

in meinem Klassenraum stehen die Fenster immer auf und wenn es zu kalt wird#zitter, stellen wir wenigstens eins auf Kipp. Das Gehirn braucht Sauerstoff und meine Klasse und ich fühlen uns so am wohlsten.

LG Maxi

Beitrag von thalia72 18.02.11 - 21:45 Uhr

Hi,
wir haben zwei große Pausen, da reiße ich immer alle sechs Fenster auf. In den kleinen Pausen mindestens zwei und während des Unterrichts sind die Oberlichtfenster und die kippbaren Fenster gekippt. Es kommt natürlich auch auf die Außentemperatur an.
Die Schüler dürfen die Fenster eigentlich gar nicht öffnen, etliche sind sogar abgeschlossen, aber bei Achtklässlern bin ich nicht ganz so streng.

vlg tina

Beitrag von otto123 19.02.11 - 09:19 Uhr

Hallo,

was machst du bei schwerwiegenderen Problemen frage ich mich gerade?!

Bitte doch einfach die Lehrerin bei dem nächsten Gespräch mit ihr freundlich, öfter ans Lüften zu denken - und gut ist!
Sie wird nicht mit Absicht nicht lüften.

Gruß
Ottilie

Beitrag von ylenja 19.02.11 - 09:29 Uhr

Liebste Ottilie,

es mangeld mir sicherlich nicht an schwereren Problemen.
Die gute Lehrerin habe ich schon des öfteren darauf angesprochen, und zwar freundlich.
Allerdings ist es nicht gut - vielleicht hat sie ja Angst, hinausgeweht zu werden ;-)

LG
Ylenja

Beitrag von otto123 19.02.11 - 11:11 Uhr

Haha,
also ein Federgewicht, tja, da kannst du nur noch aufs Motzen/Meckern der Schüler vertrauen, die keine Luft mehr bekommen ...
Gruß
Ottilie

Beitrag von kat30 19.02.11 - 13:10 Uhr

2. Klasse - 29 Kinder... ich glaube die arme Frau hat wichtigere Sachen im Kopf, als regelmäßig die Fenster aufzureissen und darauf zu achten, dass nichts und niemand rausfliegt....

Kat

Beitrag von sarahg0709 20.02.11 - 11:27 Uhr

Hallo Ylenja,

die Lehrerin lüftet in den Zwischenpausen zwischen 2 Unterrichtseinheiten und in der Frühstückspause.


Liebe Grüße

Sarah