Wie Kompromiss finden bzw. Lösung herbeiführen?

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von ohmama 18.02.11 - 21:17 Uhr

Hallöchen!

Unser großer (13 J.).soll aus gesundheitlichen Gründen (und natülich weil es sowieso gesund ist) wieder Sport treiben.
Er möchte nun gern in ein Fitnesscenter gehen.
Leider ist uns das finanziell zur Zeit nicht möglich.
Da wir aber eine Familienmitgliedschaft in einem Sportverein abschließen wollen, könnte er dort aus einem großen Angebot auswählen.
Er mag keine Ballsportarten, alles andere ist auch uninteressant.

Dazu kommt, dass er im letzten Jahr einen E-Bass geschenkt bekam und auch Stunden nahm. Leider mussten wir das nach der Schnupperzeit von 8 Wochen kündigen, weil sich unsere finanziellen Verhältnisse stark verändert haben und wir die 60 Euro im Monat nicht mehr tragen konnten.

Ich habe ihm nun angeboten Akkustikgitarre in der Musikschule zu lernen. Da wir einen Familienpass haben, bekämen wir an der städtischen Musikschule eine Vergünstigung.

Auch das leht er ab, er möchte Bass spielen keine Gitarre.

Bei dem Fitnesscenter kommt dann von ihm das Argument, er könne sich an den Kosten beteiligen, da er Geld verdient (Zeitungen austragen). Dagegen musste ich leider setzen, dass das kein sicheres Einkommen ist und wir evtl. später auf seinem Monatsbeitrag sitzen bleiben.

Ich verstehe, dass er -der sonst nie aufmüpfig ist und wirklich ein umgänglicher Jugendlicher- entäuscht ist, aber an unserer Situation wird sich erst einmal nichts ändern, somit kann ich ihm seine beiden Wünsche nicht erfüllen.

Was würdet ihr an meiner Stelle machen?

Habt ihr andere Vorschläge, als diese Kompromisse aufzuzeigen und zu dem Rest konsequent Nein zu sagen, da es uns unmöglich ist?

Gruß Bille

Beitrag von marathoni 19.02.11 - 00:16 Uhr

Ich bin grundsätzlich der Meinung ein 13 jähriges Kind braucht noch nicht in eine Studio!!
Er kann laufen gehen, joggen oder erstmal mit walken anfangen. Evtl. ist Judo oder Karate eher was für ihn ? Wie sieht es mit schwimmen aus ? Inliner oder Skateboard fahren ?
Was soll am Studio so interessant sein, dass er alles andere ablehnt ?
Ich würde es nicht erlauben.
Zeitungen kann er gerne austragen umd sein Tashengled zu erhöhen, aber davon kann er sicherlich niemals den Mitgliedsbeitrag bezahlen.

Beitrag von ohmama 19.02.11 - 10:13 Uhr

Es ist zum einen ja nicht so, dass er nichts anderes ausprobiert hätte. Er hat 2 Jahre Kampfsport gemacht, Ballsportarten im Schulsport ausprobiert und ich kann ihn verstehen, dass das nichts für ihn ist, war mein Ding auch nie.

Zeitungen trägt er schon länger aus und er könnte damit den monatlichen Beitrag decken. Der Beitrag ist dabei auch nicht das Problem, sondern, dass es evtl. dazu kommt, dass er nicht mehr arbeitet und somit der Beitrag bei einem Jahresvertrag an uns hängen bleibt.

Ich wollte auch keine weiteren Vorschläge für Sportarten, darüber habe ich mich ausreichend informiert und mit ihm geredet.

Ich würde gern wissen wie andere argumentieren, oder welche Kompromisse andere eingehen.



Beitrag von coffeefreak 19.02.11 - 12:34 Uhr

Naja, es gibt neben Ballsport ja wohl noch andere Arten von Sport.
Eben wie erwähnt wurde, Inline Skates, im Winter Eislaufen, joggen, Radfahren, schwimmen, ist das alles nichts für ihn?

Ich bin auch nicht der Ballsportfan, mein Gott nein, komm mir bloss nicht mit nem Ball in meine Nähe. Aber ich gehe gerne rennen, schwimmen, besonders im Sommer im See, Radfahren, Skifahren....

Was wäre denn am Fitnesszentrum soooo toll?
Hanteln heben? Kannst ihm ja fürs Krafttraining auch paar Hanteln kaufen dann kann er das zu Hause machen. Sind auch nicht so wahnsinnig teuer.

Gibt es bei euch keine Möglichkeit nur für 3 monate oder so ein Abo abzuschliessen? Kannst ja mal vorbeigehen und persönlich eure situation erklären, vielleicht haben sie dann verständnis?

Beitrag von stormkite 19.02.11 - 12:48 Uhr

Hier im Fitnesscenter muss man mindestens 16 sein, bevor man sich anmelden darf. Jugendliche im Wachstum sollten keinen Kraftsport betreiben, das wäre wohl nicht gut für die grade sowieso schnell wachenden Muskeln und Knochen.

Kite

Beitrag von ohmama 19.02.11 - 16:38 Uhr

Stimmt so (jedenfalls bei uns im Sportverein) nicht.
Er will auch kein Bodybuilder werden #nanana
Deshalb hatte ich auch Fitnesscenter geschrieben. Dass er nicht zum Eisen stemmen in die Muckibude gehen soll, ist selbst ihm klar...

Ich hatte im Ausganzgspost ja schon geschrieben, dass er aus gesundheitlichen Gründen Sport machen soll.

Im Fitnessstudio gibt es sicher einige andere Facetten, als das reine Pumpen von Gewichten.

Beitrag von wasteline 20.02.11 - 22:20 Uhr

Was bleibt denn dann im Fitnessstudio übrig, was er nicht auch so machen kann?

Laufband = Laufen in der Natur
Trimmrad = Radtouren

Du kommst immer wieder auf Fitnessstudio zurück und befürwortest es auch. Was willst Du denn von uns hören?

Beitrag von ohmama 20.02.11 - 22:24 Uhr

Nichts mehr, hat sich schon erledigt.

Beitrag von asimbonanga 19.02.11 - 13:14 Uhr

Hallo,
zu dem Fitnesscenter Problem kann ich nichts beitragen, Eine Mitgliedschaft ist hier bei uns erst ab 14 Jahren möglich-alleine darf nur zu bestimmten Zeiten trainiert werden, darüber hinaus werden Jugend-Gruppenkurse ( HippHopp Gymnastik u,ä. ) angeboten, auch weil man nur Krafttraining für Jugendliche die sich im Hauptlängenwachstum befinden , für nicht gut hält.So die Auskunft des Sportstudios, in welchem mein Sohn ( 15 ) Mitglied ist, zu einen akzeptablen Schülertarif.

Wenn er Bass spielen möchte, würde ich versuchen ihm das zu ermöglichen, eventuell mit seiner finanziellen Beteiligung.Ein sicheres Einkommen ist das nicht, er wird aber dran bleiben,
wenn es ihm wichtig ist?!


Ich würde also das Fitnesscenter ablehnen und ihm den Bass Unterricht irgendwie ermöglichen.

L.G.

Beitrag von ohmama 19.02.11 - 16:42 Uhr

Hallo!

Er wird bald 14, davon hängt es nicht ab. Er soll aus gesundheitlichen Gründen Sport treiben, deshalb könnte ich das Bassspielen dem Sport nicht vorziehen.

Ich danke Dir für Deine Antwort!

Mir tut es wirklich leid für ihn, vor allem, weil wir es ihm gerne ermöglichen würden.

Naja, rumheulen nützt nix ;-.)

LG Bille

Beitrag von asimbonanga 19.02.11 - 17:06 Uhr

Der Beitrag beläuft sich hier auf 22,Euro---------vielleicht ist es bei euch noch günstiger?

Wenn Sport für ihn wichtiger ist, dann hat das Priorität.




L.G.

Beitrag von kleinemimi 19.02.11 - 19:22 Uhr

Hallo,

ich stimme dennoch asimboga zu, ich würde ihm auch den Bass ermöglichen vielleicht mit Beitragszuschuss seinerseits.

Sport kann man auch kostenfrei machen.

Geht joggen, walken, inline skaten, schwimmen, das kann man als Familie super machen und hat nicht nur den Effekt Zusammenhalt zu erwirken sondern eben auch den gesundheitlichen.

Es bringt nichts immer alles zu verbieten, auch wenn alles Geld kostet und er ja sonst sehr vernünftig scheint. Versucht Kompromisse einzugehen, es klingt für mich so das er gerne Bass machen würde, aber Sport eben nicht ganz so sein Ding ist, also Kompromiss er geht joggen mit jemanden aus der Familie und dafür bekommt er den Bass Unterricht.

Beitrag von susanne85 19.02.11 - 20:00 Uhr

hallo

ich gehe mal davon aus das auch bei euch sport so um die 30 euro kostet und gitarre um die 20 euro.

das soll nicht böse klingeln, aber ich würde lieber putzen gehen bevor ich nichtmal eines der beiden tragen kann.

glaub mir ich bin nicht einer der " reichen sorte! aber gerade sport zu gunsten der gesundheit würde mir vorgehen.

da würd ich lieber alles andere aufkündigen oder rad fahren nur um das hin zu bekommen.

lg
die hofft das du nicht böse bist!

Beitrag von ohmama 19.02.11 - 20:12 Uhr

Böse bin ich nicht, aber woher willst du wissen, dass ich nicht arbeite, bzw. nicht gewillt bin dies zu tun?

Ich weiß, dass ich mich nicht rechtfertigen muss, aber meine Kinder und ich fahren ausschließlich mit dem Rad, lediglich mein Mann benötigt das Auto, da er einen weiten Arbeitsweg hat.

Des weiteren hat unser SOhn 3 weitere Geschwister, die auch alle ihren Hobbies nachgehen können (2. Sohn geht bouldern und ab nächster Woche schwimmen, 1. Tochter geht zum Chor, in die Musikschule und schwimmen, 2. Tocher geht Turnen).

Im Ausgangspost steht zu lesen, dass wir einen Gitarrenkurs in der Musikschule bezahlen würden, nur eben keinen Einzelunterricht der beim E-Bass notwendig ist und SECHZIG Euro im Monat für wöchentlich 30 Minuten Unterricht kostet.

Ganz sicher nehme ich keinen weiteren Job an, damit mein Sohn dem alle ANDEREN Möglichkeiten offen stehen, diesen "teuren Spaß" haben kann.

Wir haben nun in Erfahrung gebracht, dass es hier ein Studio gibt, das für ihn monatlich 20 Euro kostet. Dort kann er zunächst mal ein Probetraining machen. Falls es ok ist, darf er mir aber auch gern 10 Euro von seinem Geld dazu bezahlen. Eben, weil er im Verein kostenlos, bzw. -günstiger alle möglichen Sportarten machen könnte.

Beitrag von leiahenny 20.02.11 - 10:26 Uhr

Schaut doch mal im Verein bei einzelnen Sportarten, bei zum Beispiel Gewichtheben etc. gehört Muskelaufbau mit dazu - und darum gehts ihm ja wahrscheinlich , oder ?
Zudem gibt es bei uns im Verein auch ein Studio und zudem bietet die Sportjugend die Möglichkeit - habt ih bei denen mal gefragt ?
P.S.
Beim Studio achtet darauf, dass dort kein Jahresabschluss erfolgt!.

Beitrag von susanne85 20.02.11 - 20:58 Uhr

hallo

uff das ist dann wirklich teuer 60 euro für 30 minuten.

das kann ich verstehen..

dachte es geht um gruppen unterricht, der kostet bei uns mit ermässigung 18 euro...

na siehst 20 euro gehen ja noch.

tut mir leid wenn sich das auf dich vielleicht mies angehört hatte.

Beitrag von redrose123 21.02.11 - 14:43 Uhr

Naja das er gefrustet ist das er immer nur das tun kann was er eignetlich nicht will ist doch klar?

WIeviel fällt für euch denn an wenn er was dazu beiträgt?

Beitrag von bessi 26.02.11 - 15:26 Uhr

Hallo Bille,

Ihr sagt ja nicht aus Böswilligkeit NEIN, sondern weil es Euch finanziell einfach nicht möglich ist. Für einen jungen Menschen, der viele viele Wünsche hat, ist das natürlich nicht immer nachvollziehbar und führt unweigerlich zu Frust. Ich finde Eure Alternativen völlig in Ordnung und mit Sicherheit ließe sich da auch was finden, wenn Eurer Sohn ein bisschen Einsehen und Verständnis für Eure jetzige Situation hätte. Vermutlich ist dies jetzt ganz einfach nur Trotz so nach dem Motto - wenn ich nicht das machen kann, was ich möchte, will ich gar nichts machen.

Akustikguitarre richtig zu lernen ist doch erst mal gar kein schlechter Anfang. Später, wenn er vielleicht selbst ein sicheres Einkommen hat oder sich die finanzielle Situation bei Euch geändert hat, kann er ja immer noch Bass lernen.

Was nicht geht, geht halt nicht. Das Leben ist manchmal eben doof und es lassen sich nicht alle Wünsche erfüllen. Auch als junger Mensch muss man lernen, damit umzugehen. Oft geht es den Eltern viel schlechter dabei, wenn sie den Wünschen ihrer Kinder nicht nachkommen können, obwohl sie dies gerne täten.

Ich denke auch, dass ein Fitnesscenter für den Anfang noch nicht sein muss. Da ist man in der Regel sehr viel Geld los...

Was kann man Euch raten...eigentlich nicht viel. Meiner Meinung nach, habt Ihr alles richtig gemacht. Ihr habt ihm erklärt, warum es nicht geht und ihm Alternativen aufgezeigt. Nun liegt es an ihm, dass Beste daraus zu machen.

LG Bessi