Hausaufgaben mit 4, findet ihr es gut?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sonne_1975 18.02.11 - 22:06 Uhr

Hallo,

mein Sohn (wird im Mai 5) geht samstags in eine russische Schule (sonst normaler KiGa, er spricht super Deutsch und Russisch ziemlich wenig) und ist in einer Gruppe von 4 bis 5 Jahre. Er ist gerade eingestiegen und macht da eigentlich gut mit.

Sie bekommen jedes Mal Hausaufgaben, 1 neues Gedicht (4 bis 6 Zeilen) lernen und häufig noch etwas malen oder ausmalen.

Ich finde es eigentlich sehr gut, gerade Gedichte lernen ist sehr wichtig für das Gedächtnis, Sprachentwicklung und Konzentration.

Vor kurzem habe ich hier gelesen, wie viele sich aufgeregt haben, dass Vorschulkinder (also 5) Hausaufgaben bekommen würden, viele Erstklässler haben nichtmal welche. Und Gedichte lernen ist in der 1.Klasse auch nicht verbreitet.

Was ist denn schlecht an Hausaufgaben (in diesem Umfang)? Ich finde, es fördert wenigstens etwas Disziplin, wenn schon im Kiga fast nur freies Spielen läuft.

Man hat ja auch eine ganze Woche Zeit um diese Aufgaben zu machen. Und das Kind gewöhnt sich daran, dass es etwas machen "muss".

Was meint ihr?

LG Alla

Beitrag von blaufire 18.02.11 - 22:17 Uhr

Hallo Alla,

ich habe nichts gegen HA in dem Alter. Meine kleine 3 Jahre bekommt auch schon im Kiga HA auf, zb. wenn sie ein Thema grade besprechen und bearbeiten dafür brauchen sie dann Sachen. Die bearbeite ich dann mit meiner kleinen und so hat sie ihre HA.

Sie hatte jetzt erst auf ein Abzählreim auswendig zu lernen und mit in den Kiga bringen. Das haben die 3 jährigen bei uns besser drauf wie die Kinder die dieses Jahr in die Schule kommen.

Meine goße geht jetzt seid August 2010 in die Schule und die hatte bis jetzt auch jeden Tag HA auf. Sowie in den 3 Jahren Kigazeit.

Ich finde das nicht schlimm.

LG Katharina, Laura (7) und Mia-Sophie die im Mai 4 Jahre alt wird.

Beitrag von jimmytheguitar 18.02.11 - 22:32 Uhr

Bei uns gibt es in der Vorschulgruppe "Wackelzahnbande" auch Hausaufgaben, manchmal eine kurze Geschichte ausdenken welche die Eltern aufschreiben, manchmal ein Blatt zum Buchstaben- und Zahlenlernen, manchmal sollen die Kinder ihre Familie zeichnen etc. Gedichte und kleine Reime lernen sie schon im normalen Kigaalltag ohne sie zuhause einstudieren zu müssen. Allerdings geschieht dies alles weil sich die Kinder Hausaufgaben wünschen (kennen manche schon von ihren großen Geschwistern). Die Eltern sollen nicht daran erinnern sondern die Kinder sind selber dazu angehalten, vergessen sie sie ist es eben so. Die Hausaufgaben sind auch nicht terminlich gebunden sonder die Kinder können sie einen Tag später, eine Woche später bei der nächsten Wackelzahnbande oder aber auch drei Monate später abgeben. Manche Kinder sind total begeistert bei der Sache, mein Sohn lässt seine Hausaufgaben auch schonmal liegen erinnerte sich aber bisher doch irgendwann immer wieder daran und hat sie dann gemacht. Ich finde schon das Hausaufgaben nicht sein müssen während der Kitazeit. Oder man handhabt es wie bei uns. So werden sie langsam herangeführt. Die Kinder lernen doch eh schon im Kiga durch ihr freies Spiel. Disziplin erlangen sie auch durch andere Dinge welche alltäglich sind. Ich freue mich für meine Sohn das er die nächsten Monate noch etwas die "Ruhe vor dem Sturm" geniessen kann...

LG

Beitrag von jimmytheguitar 18.02.11 - 22:33 Uhr

übrigens werden bei uns die Hausaufgaben nicht bewertet. Das finde ich mit das wichtigste!

Beitrag von sonne_1975 18.02.11 - 22:48 Uhr

Wo lernen denn deine Kinder Disziplin im Alltag? Unser KiGa kriegt es leider gar nicht hin und ich erziehe zwar konsequent, aber es ist ganz was anderes, wenn eine Gruppe von Kindern etwas machen muss. Das motiviert ganz anders.

Bewertet werden die Hausaufgaben natürlich nicht, es werden alle gelobt, die etwas gemacht haben. Es geht doch um Grundsatz, Kinder haben sich Mühe gegeben.

Beitrag von sommertraum0884 18.02.11 - 22:33 Uhr

wozu wird er in seinem leben russisch brauchen?? #kratz
wie wäre es mit englisch?

Solltest du gebürtige russin sein, dann sprich doch du russisch mit ihm, anstatt ihn auch noch samstags in eine extra einrichtung deswegen zu schicken! #augen

Beitrag von sonne_1975 18.02.11 - 22:46 Uhr

Wenn du keine Ahnung davon hast, dann beteilige dich auch nicht.

Ich spreche schon Russisch mit ihm, keine Angst, aber damit ist es nicht getan um eine Sprache zu lernen.

Oder warum soll dein Kind in der Schule Deutsch lernen, wenn du als gebürtige Deutsche mit ihm sprichst?#contra

Beitrag von raena 18.02.11 - 23:39 Uhr

Vielleicht solltest du am Samstag auch in eine Schule gehen um mal was zum Thema Höflichkeit zu lernen und deine Hausaufgaben könntest du ja dann mal bei Urbia in deinen Antworten machen.
Scheinbar reicht es ja nicht wenn man höflich mit dir umgeht damit du es lernst.
Da hast du völlig recht. Zusätzlich Schule tut da Not!

Beitrag von sonne_1975 18.02.11 - 23:45 Uhr

Bist du auch so eine, die nur zum Stänkern antwortet?

Ich habe eine einfache Frage gestellt, als Antwort bekomme ich: wozu braucht das Kind Russisch. Sprich doch mit ihm selbst.

Das ist absolut unqualifiziert und man sieht, dass die Frau keine Ahnung von Zweisprachigkeit hat. Dann soll man auch nicht antworten, denn zum Thema hat sie gar nichts gesagt.

Du hast zum Thema genau so wenig gesagt, bzw. eigentlich noch weniger, denn die Frau ist wenigstens auf meinen Beitrag eingegangen.

Was soll das also?

Auf einen höflichen Beitrag gibt es auch eine höfliche Antwort. Die Frau hat mich ohne Grund angepampt, und du verteidigst sie noch ohne überhaupt ein Wort zum Thema zu geben.

Beitrag von raena 19.02.11 - 00:01 Uhr

Also im keifen hast du bestimmt schon deinen Abschluss gemacht. Gelassenheit fehlt dir noch!

Und zum Thema!

Ich persönlich halte es nicht für ein probate Mittel durch das auswendig Lernen von Gedichten oder dem ausmalen von Bildern einem Kind Disziplin beizubringen wie du es so schön beschreibst.
Darüber hinaus finde ich das Disziplin für ein Kleinkind unangebracht ist! Wir können gerne über Begriffe wie Konzentration, Freude am lernen und Respekt reden. Disziplin hat für mich mit Drill und Selbstüberwindung zu tun, und das hat für mich im Kindergartenalter nichts zu suchen!

Beitrag von sonne_1975 19.02.11 - 00:07 Uhr

Es geht doch nicht ums Ausmalen. Es geht darum, dass ein Kind lernt, dass etwas gemacht werden muss. Nicht unbedingt heute, aber innerhalb einer Woche.

Laut KiGa, die es nicht verstehen ein Kind zum Malen zu motivieren, sollte ich jeden Tag 30 Minuten mit ihm malen üben, ob er will oder nicht. DAS finde ich nicht kindgerecht. Und ich habe es natürlich nicht gemacht. Im Kiga sind mehrere Kinder da, es wäre viel einfacher ihn zu motivieren, wenn sie schon der Meinung sind, dass er es unbedingt braucht.

Ok, mag sein, dass das Wort Disziplin falsch ist. Oder du es einfach zu negativ auslegst.
Für mich ist es ein guter Weg zu zeigen, dass es auch Pflichten gibt. Und zwar ein sinnvoller Weg.
Denn unser KiGa war der Meinung, ich soll mir zu Hause eine Aufgabe ausdenken, die mein Sohn machen soll. Täglich und es ist egal, ob es Sinn macht. Und überhaupt, warum will ich (und mein Sohn) ständig, dass etwas Sinn macht.#augen

Beitrag von schnecki82 19.02.11 - 17:22 Uhr

Sie hat aber Recht ! Würdest du von Anfang an mit ihm russisch sprechen und der Papa beispielsweise deutsch, würde er beide Sprachen sprechen, ohne eine Schule in der Freizeit besuchen zu müssen.

Dann schnappe dir lieber Zwergnase, macht einen schönen Familienausflug in den Zoo und sprich und antworte ihm nur auf russisch ...

LG Sabine ♥

Beitrag von sonne_1975 19.02.11 - 17:23 Uhr

Du hast doch keine Ahnung, wieso mischst du dich ein?

Ich rede mit den Kindern seit der Geburt ausschliesslich Russisch. Und? Er antwortet mir trotzdem auf deutsch. Ist nicht nur bei uns so, sondern bei den meisten russischen Kindern, die ich kenne.

Soll dein Kind in der Schule kein Deutsch lernen? Wenn ja, warum? Du sprichst doch mit ihm Deutsch.

Beitrag von schnecki82 19.02.11 - 17:37 Uhr

Du merkst doch aber, dass dein Sohn russisch kann, sonst würde er dir doch nicht antworten ...

Meine Tochter lernt in der Schule nicht deutsch zu sprechen, sondern zu lesen und zu schreiben. (Lesen und schreiben wird dein Sohn wohl noch nicht, oder?) Außerdem lernt sie auch später wichtige Dinge über die "Dichter und Denker" der Zeit ...

Deutsch sprechen konnte sie schon vorher ...

Die Sprache wird außerdem durch Emotionalität bzw. durch Bindung an den "Sprechenden" erlernt.

Behaupte nicht, ich hätte absolut keine Ahnung. Du kennst mich doch gar nicht. ;-)

Im Hort meiner Tochter geht ein Mädchen, dass ebenfalls samstags in die russische Schule gehen muss. 6 Tage pro Woche Schule finde ich ehrlich gesagt für ein 6jähriges Kind ein wenig zu viel. Aber so weit ist dein Sohnemann zum Glück noch nicht !

Beitrag von sonne_1975 19.02.11 - 18:23 Uhr

Er antwortet mir so gut wie nie auf Russisch. In der Samstagsschule spricht er aber tatsächlich nur Russisch mit der Lehrerin, das macht er mit mir nie. Auch wenn ich mit ihm IMMER Russisch spreche.

Er lernt da nicht zu sprechen, wie stellst du dir das vor? Es ist ein ganz normaler Unterricht, zur Zeit lernen sie Laute wie "tsch", "ts", "sch" und "zh" rauszuhören, müssen Gegenstände umkreisen, die diesen Laut im Namen haben usw.

Und nächste Jahre werden sie natürlich schreiben und lesen lernen. Nur sollte man klein anfangen, mit 3-4 und nicht erst mit 6-7, wenn schon voll die Schule da ist, und der Unterricht in der Samstagsschule schon 4 Stunden dauert, statt 2. So wird es zur Routine.

Zumal er mit 6-7 da nicht mehr mitkommen würde, wenn er nicht jetzt anfängt.

Beitrag von zahnweh 18.02.11 - 23:51 Uhr

"Oder warum soll dein Kind in der Schule Deutsch lernen, wenn du als gebürtige Deutsche mit ihm sprichst? " #rofl#pro

super gesagt!

So lange es ihm Spaß macht oder ihn nicht überfordert, kann das eine Chance sein. Später kann er sich dann ja selbst entscheiden wie weit er das machen möchte.

Eine Bekannte hat an einer deutschen Schule ihr Abitur gemacht und an einer anderen mit ihrer Zweitsprache auch einen Abschluss. Das vergleichbare Abitur wollte sie nur in deutsch machen. Vom Stress her (beides gleichzeitig ging ab der Oberstufe nicht mehr) und weil sie hier studieren und leben wollte.

Jetzt in jungen Jahren kann er die Sprache einfach leben an der Schule und später ist später, da seht ihr dann ja weiter, wie es ihm damit geht und gefällt :-)

Beitrag von shakira0619 19.02.11 - 10:22 Uhr

Sehe ich genauso.

Die Eltern meines Exfreundes sind aus Polen und mein Exfreund kann nur alles verstehen. Aber nichts sprechen, nichts lesen und nichts schreiben.

Er wollte es auch nicht.
Soviel Desinteresse seinerseits hat mich schockiert.

Ich finde, wenn man schon die Chance hat, zweisprachig aufzuwachsen, sollte man sie auch nutzen.

Liebe Grüße

Beitrag von michi0512 19.02.11 - 14:55 Uhr

Mach einfach weiter so. Ich selbst lerne gerade russisch - denn zu oft habe ich vom AG gehört: "Na wenn sie jetzt noch russisch könnten.. ja DANN...."

Zu den Hausaufgaben: find eich vollkommen i.O. solange das Kind auch Interesse zeigt und nicht überfordert wirkt.

Beitrag von rotten 19.02.11 - 20:01 Uhr

Sorry, aber DU hast keine Ahnung. Meine Mutter ist Französin und hat mich zweisprachig erzogen. Ganz ohne Zwangsbeschulung am Wochenende und : ja, ich habe die Sprache ganz alleine dadurch perfekt erlernt.

Deinen letzten Satz überlese ich mal gnädig, denn der ist total widersinnig. Kein Kind lernt Deutsch als FREMDSPRACHE in der Schule auch wenn das Fach "Deutsch" heisst.

rotten

Beitrag von sonne_1975 19.02.11 - 20:55 Uhr

"Kein Kind lernt Deutsch als FREMDSPRACHE in der Schule auch wenn das Fach "Deutsch" heisst. "

Was soll das jetzt bedeuten? Wer lernt denn hier Russisch als Fremdsprache? Ich glaube, du hast überhaupt nicht verstanden, worum es geht.

Und ja, es ist toll, dass du die Sprache perfekt kannst. Und nein, das ist nicht bei allen Kindern so, vor allem nicht bei russischsprachigen. Ich weiss nicht, ob es an der Sprache liegt. Ich kenne kein einziges russisches Kind, das gut russisch spricht. Egal, ob die Eltern beide Russen sind oder nicht. Und auch mit der Schule ist es so gerade, ohne sprechen sie so gut wie nichts.

Es mag sein, dass es mit englischen, französischen, türkischen, spanischen usw. Kindern anders ist. Mir hilft es aber überhaupt nicht.

Und wer spricht hier vom Zwang? Hast du deine Schule als Zwang empfunden?

Beitrag von schnecki82 19.02.11 - 21:34 Uhr

Ich glaube du hast es nicht so gut verstanden. Das Schulfach deutsch hat nichts damit zu tun, dass deutsch als Sprache gelernt wird.

Zumindest sollte es nicht so sein ...

Bei den Hausaufgaben, die dein Kleiner jetzt hat, sehe ich keine Probleme. Ein bisschen malen und ein Gedicht aufsagen, sollte kein Problem sein.

Später allerdings, wenn dein Sohn schulpflichtig ist UND dann noch in die russische Schule gehen soll, finde ich es viel zu viel.

Es ist klar, dass du deine Sprache weiter geben möchtest, aber ich würde es ihm nicht mit Druck verständlich machen wollen ...

Beitrag von lagefrau78 19.02.11 - 00:19 Uhr

Wenn man keine Ahnung hat... naja, Du weißt schon.

Ich denke es ist müßig, Dir den Sinn und Unsinn bilingualer Erziehung nahelegen zu wollen. Aber vielleicht hast Du mitgeschnitten, dass Englisch längst nicht mehr die allein wichtigste Sprache ist? Und glaubst Du allen Ernstes, dass man auf einer russisch-deutschen Schule nur russisch lernt? Wohl kaum!

Denk doch mal nach, bevor Du die TE hier angehst! #augen

Beitrag von fruehchenomi 19.02.11 - 13:23 Uhr

Solange ein Kind im Kiga auch gut deutsch spricht (was leider oft nicht der Fall ist) hab ich nichts gegen Russisch.
Vielleicht ist Dir entgangen, dass die deutsche Wirtschaft einen ziemlichen Marktanteil in Rußland hat und weiter aufbaut.
Gut russisch UND deutsch sprechende Kräfte sind äußerst gefragt und gut bezahlt.
Englisch kommt in der Schule dann sowieso auch noch dazu - und mit deutsch, russisch und englisch stehen einem jungen Menschen in der Wirtschaft alle Türen offen.
Nicht gleich losmotzen, manchmal auch bißch nachdenken.
LG Moni

Beitrag von fruehchenomi 19.02.11 - 13:23 Uhr

zu schnell geschrieben - natürlich soll es "bißchen" heißen.......

Beitrag von ratpanat75 19.02.11 - 17:24 Uhr

Hast du dich schon mal mit zweisprachiger Erziehung auseinandergesetzt?
Es ist sinnvoll, dass das Kind nicht nur mit seiner Mutter diese Sprache spricht, sondern auch mit anderen Kindern und Erwachsenen.

"wozu wird er in seinem leben russisch brauchen??
wie wäre es mit englisch?"

Die Bedeutung einer Sprache bei einem Kindmisst man nicht an ihrem Nutzwert, sondern daran, welche Rolle sie in der Familie spielt.

Beschäftige dich doch erst einmal mit diesem Thema, bevor du solche völlig unqualifizierten Äußerungen von dir gibst.