Hilfe, mein Sohn spielt nicht

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von malibu69 19.02.11 - 11:15 Uhr

...jedenfalls nie allein!! Er ist jetzt 4 1/2 und hat wirklich noch nie allein in seinem Zimmer gespielt (damit meine ich jetzt Playmobil, Lego , Holzeisenbahn oder was man in dem Alter so spielt).
Ich finde es langsam ziemlich nervig, dauernd zu überlegen, wie man den Nachmittag gestalten könnte, denn wenn wir mal einen Nachmittag allein zu Hause verbringen, weicht er ungelogen keinen Zentimeter von meiner Seite.
Das heisst nicht, dasss ich mein Kind den ganzen Nachmittag in sein Zimmer verbannen möchte, aber mal so eine halbe Stunde nicht dauernd auf Fragen reagieren zu müssen, fände ich schon ganz nett. Ist aber nicht drin. Und wenn ich es mal durchgestzt habe und er sich weiter von mir weg bewegt, passiert bestimmt mit Sicherheit irgendetwas, was er nicht soll bzw. was wirklich Hilfe erfordert.
Langsam bin ich wirklich etwas genervt und vor allen Dingen neidisch, wenn ich sehe, dass sich andere Kinder stundenlang allein in ihren Zimmern beschäftigen.
(Während des Schreibens wird natürlich auch hier neben mir herumgeturnt!!!)

Habt ihr Tipps??

Gruss Nicole

Beitrag von kati543 19.02.11 - 12:37 Uhr

Also eigentlich stören mich meine Kinder nicht, wenn sie um mich herum sind. Aber neben mir geturnt wird nicht. Wer bei mir ist, muß helfen. Also Waschmaschine ausräumen,... Allein Spielen können sie, sofern sie ein Spielzeug finden, was interessant ist. Also meine Kinder vor Lego setzen, funktioniert nicht. Damit wissen sie nichts anzufangen. meine Söhne vor Puzzle zu setzen bedeutet hingegen stundenlanges Schweigen. Und wenn "Kinder" in dem Alter deiner Meinung nach mit so etwas spielen, aber das absolut nicht im Interesse deines Sohnes ist, dann ist es sowieso unmöglich ihn damit zu locken.

Beitrag von bambi85 19.02.11 - 12:43 Uhr

ich hab das gleiche mit meinem sohn der 3 jahre ist. er hat auch wirklich noch nie länger als 5 min. alleine gespielt. das einzige mit was er sich allein beschäftigen kann ist puzzeln und etwas in seinem malbuch ausmalen. das hilft ungemein und damit kann er sich auch locker mal ne std. hinsetzen allerdings geht das auch nur im wohnzimmer wo ich acuh bin. ansonsten hab ich eigentlich auch mal ne kurze entspannung wenn ich mit ihm draußen am spielplatz bin, aber auch nur wenn grad ein kind da ist mit dem er auch gut spielen kann, ansonsten muss ich überall mitmachen.

Beitrag von grinsekatze85 19.02.11 - 12:55 Uhr

Hallo!

Meine Freundin hatte das selbe Problem mit ihrem Sohn als er so 3-4 Jahre alt war und er spielte auch garnicht. Machte mehr kaputt als alles andere. Schneidete gerne Obst klein und malte mal was. Aber nie alleine. Er zeigte kein Interesse an anderen Kinder, Spielzeug oder KiGa.

Wenn er was toll fand (X~Box und Gameboy) dann konnte er nicht aufhören und wenn er es sollte, flippte er aus. Bis der KiA keinen anderen Weg mehr sah als eine Therapiegruppe.
Dort lernte er erstmal *spielen* mit Spielzeug und das mit 4 1/2, meine Freundin konnte sich das auch nicht erklären wieso das so war. Er war viel mit Erwachsenen zusammen und wurde immer etwas älter behandelt als er war, auch viel bei Oma und die Forderte ihn ungemein.:-(

Er ist immernoch anders als andere Kinder ist mitlerweile 7 Jahre und geht seid August in die Schule. Langsam wird es besser.

Aber Richtige Tipps habe ich nicht!!
Habe GSD das Problem nicht, mein Sohn (3 Jahre) spielt gerne alleine, egal ob im Wohnzimmer oder in seinem Zimmer. Aber auch gerne mit mir. So eine gesunde Mischung!!

LG
grinse#katze

Beitrag von marathoni 19.02.11 - 14:32 Uhr

Ich denke das ist ein Grundproblem. Wahrscheinlich hast du von Baby an deinen Kleinen " bespielt ". So hat er nie glernt sich mal mit sich alleine auseinanderzusetzen. Oder gar die Erfahrung Langeweile zu machen.
Aber genau das gehört dazu.
Natürlich kannst du jetzt nach so vielen Jahren nicht mit der Holzhammermethode kommen. Er muss langsam lernen auch mal alleine sich zu beschäftigen. Fällt ihm nichts ein soll er sich eben langweilen und rumhängen. Jedes gesunde und normale Kind wird dann irgendwann irgendwas spielen.
Versuche eben nicht immer Alleinunterhalter für deinen Sohn zu sein. Lade von mir aus jeden Tag ein Kigafreund ein. Dann wird das automatisch wa. Ziehe dich immer mal wieder von ihm zurück.
Logisch darfst du auch viel mit ihm zusammenmachen. Lesen, Brettspiele usw.
Am Anfang würde ich einfach mit ihm was anfangen zu spielen ( z.B. Autowerkstatt oder so ), dann ziehtst du dich zurück......
Nur Geduld, irgendwann kommt er auch dahinter.

Beitrag von ma-lu 19.02.11 - 16:02 Uhr

Hallo Nicole,

das Problem, das wir mit unseren "Nichtspielenden Kindern" haben, ist leider ein Problem der heutigen Zeit. Früher, als die Kinder im Großfamilienverband gelebt haben, war eigentlich immer jemand da (Geschwister, Großeltern, Tanten...), d.h. allein spielende Kinder gab's einfach gar nicht, eigentlich war nie ein Kind alleine in irgendeinem Raum. Auch wenn ein Kind für sich spielte, war es stets von anderen Menschen umgeben. Das Phänomen "Kinderzimmer" kam auch erst mit der Industrialisierung auf, und evolutionstechnisch gesehen ist der Mensch ja eher auf Geselligkeit programmiert denn auf alleinsein. Denn Einsamkeit bedeutet Gefahr. Und gerade Kinder sind ja noch viel extremer auf ihre Instinkte bezogen als wir Erwachsene. Für mich sind deshalb eher Kinder "unnormal", die alleine in ihrem Zimmer sitzen und vor sich hinspielen... . Sicher kann ich das erreichen, in dem ich das Kind frühzeitig immer wieder ins Kinderzimmer setze und mit vehementem "Ich habe jetzt keine Zeit" vertreibe, aber das liegt dann nicht in der Natur des Kindes - zumindest nicht in diesem Alter.

Klar, das bringt dich jetzt nicht weiter und ich verstehe, dass Du gerne Zeit für Dich hättest. Geht mir ja genauso. Aber so hart es jetzt klingen mag: Hätte dein Kind ein Geschwisterchen, sähe die Sache schon wieder ganz anders aus.... so war's zumindest bei uns und allen möglichen Bekannten und Freunden.
Ich denke, dass Du Dich eher darauf besinnen musst, deinem Sohn Spiele anzubieten, die er neben dir spielen kann. Bau die Holzeisenbahn meinetwegen in der Küche auf, leere die Legokiste ins Wohnzimmer, wenn du putzt, sodass er die Möglichkeit hat, bei dir zu sein und trotzdem zu spielen. Das ist ja auch schon ein bisschen Freiraum für dich. Und spätestens im Grundschulalter wird sich das ändern, ganz bestimmt.

LG
Ma-Lu

Beitrag von viva-la-florida 20.02.11 - 14:50 Uhr

Wie kommst Du darauf, dass sich andere Kinder stundenlang alleine in ihren Zimmern beschäftigen?

Ich kenne keines, jedenfalls nicht in dem Alter ;-)

Und auch den anderen Müttern, die ich vom Kiga z.B. kenne, geht es nicht anders.

Es ist allerdings etwas anderes, wenn man kein Einzelkind hat.

LG
Katie