Warum regen sich manche auf . . .?

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Beitrag von dragongirl86 19.02.11 - 13:11 Uhr

Diese Frage interresiert michh echt brennend und lässte mir keine Ruhe, da ich sie oft genug hier und in anderen Foren gelesen habe.

Warum regen sich einige Mütter auf wenn sie keine Haushaltshilfe gestellt bekommen?
Ich verstehe es nicht wirklich nicht.
Als meine Mum 93`meinen jüngsten Bruder bekam erlitt sie einen Vollständigen Bauchdeckenbruch, was sehr schmerzhaft war. Sie wurde direkt vom kreissaal in den OP geschoben und nach einer Woche war sie mit noch 3 Weiteren Kinder im alter von 3, 7 und 12 Jahren allein zuhause weil mein Vater wieder arbeiten musste. Sie hatte damals keine Haushaltshilfe bekommen obwohl man sagen musste da wäre doch eine angebracht oder???
Nach meinen Kaiserschnitt letztes Jahr wurde ich mit einem HB von 6,5 entlassen dementsprechend Gefühlt habe ich mich auch. Mir war schwindelig, schlecht, mir wurde öfters schwarz vor Augen und musste mich um meinen Sohn alleine kümmern, da mein Mann Dienst hatte. Ich wäre nie auf die Idee gekommen eine Haushaltshilfe zu beantragen.

Ich habe oft genug in den Foren mitbekommen, das sich einige auslassen über die KK das sie die Haushaltshife nich genehmigt bekommen weil sie mit 1oder 2 Kindern überfordert sind.
Ich weis ich kann noch nicht mit reden weil ich "nur" ein Kind habe, aber meine Mum hat das doch auch geschafft.

LG :-D von derjenigen die sich über nichtigkeiten manchmal echt den Kopf zerbricht.
sorry wenn ein paar Buchstaben fehlen meine Tastatur spinnt

Beitrag von dornpunzel 19.02.11 - 13:20 Uhr

Hallo,

ich denke, es geht nicht darum, dass man es eben irgendwie schafft.

Sicher haben das schon andere, aber warum muss es denn sein, wenn Frau eine Haushaltshilfe zusteht?
Gut, ich habe auch noch nie eine beantragt, obwohl mein Arzt mir das das eine oder andere Mal nahe gelegt hat. Vor zwei Jahren lag ich beispielsweise mit einer Lungenentzündung flach, hatte ein ebenfalls krankes Kind, ein Baby und mein Mann hat davon nichts mitbekommen, weil er für zwei wochen beruflich unterwegs war.
Hätte mein Vater aber keinen Urlaub nehmen können, um mir zu helfen, ich hätte ein echtes Problem gehabt.

In nächster Zeit werde ich eine seit über einem Jahr rausgeschobene OP machen lassen müssen. Deswegen werde ich mindestens zwei Wochen keinen Handschlag tun können (werde an der Hand operiert) und ja, ich werde dieses Mal eine Haushaltshilfe beantragen.
Weil ich möchte, dass alles weiterhin seinen geregelten Gang geht und niemand Urlaub nehmen muss, um mich zu unterstützen.

Wenn dieser Antrag nicht bewilligt werden sollte, werde ich mich tierisch aufregen, das kannst du mir glauben. ;-)

Gruß,
Dornpunzel

Beitrag von dragongirl86 19.02.11 - 13:40 Uhr

Das verstehe ich. Wenn man operiert werden muss.
Ich lese aber sehr oft von wegen man ist einfach mit seinem Kind überfordert man kommt mit dem Haushalt nicht zurecht. Ohne jeglichen medizinischen Hintergrund versuchen sie eine Haushaltshilfe zu beantragen und regen sich dann aber auf wenn keine Indikation für dei KK besteht und deshalb abgelehnt wird.

Bei medizinischer Indikation verstehe ich das vollkommen das kannst Du mir glauben.
Meine Mum hat das damals einfach hin genommen das sie keine bewilligt bekommen hatte, darauf hin haben wir ja die KK gewechselt.
Ich hoffe das es bei mir niemals soweit kommt,obwohl ich durch das rumgehopse von den ärzten auf meinem Bauch einen Nabebruch bekam.

LG

Beitrag von king.with.deckchair 19.02.11 - 14:04 Uhr

Ja, uiii, deine Mutter ist 'ne ganz Toughe und die anderen einfach verweichlichte Zicken - zufrieden?

Einer meiner angeheirateten Onkel ist während eines Fliegerangriffs im Luftschutzkeller geboren. Ich meine, warum machen wir es denn nicht auch so - gebären mal eben die Kinder im Keller? Haben andere schließlich auch schon geschafft, nech?

Beitrag von michi0512 19.02.11 - 15:00 Uhr

Ja warum denn nicht - früher war es anz normal zu Hause die Kinder zu gebären....

Ich denke es ist die Angst die inzwischen vor einer Geburt herrscht. Früher haben die Muttis Ihre Kinder beikommen und gut. Jetzt wird da ein rieeesen Hype draus gemacht....

Ich hät nichts gegen Kellergeburten :-)

Beitrag von hummingbird 19.02.11 - 15:08 Uhr

Früher sind auch viel mehr Mütter und Kinder gestorben.

Beitrag von king.with.deckchair 19.02.11 - 17:05 Uhr

Ich schätze mal, du hast meinen Text nicht verstanden.

Beitrag von michi0512 19.02.11 - 19:23 Uhr

Ich schätze Du hast meinen nicht verstanden ^^

Beitrag von lisasimpson 19.02.11 - 23:00 Uhr

"Ja warum denn nicht - früher war es anz normal zu Hause die Kinder zu gebären.... "

Ich hoffe doch, dir ist klar, warum das heute nicht mehr üblich it und welche vorteile das hat, oder?!

lisasimpson

Beitrag von gaia1976 19.02.11 - 23:30 Uhr

Hallo!

Ich lese Deine Beiträge eigentlich gerne, aber diesmal habe ich mich gewundert.

Ein Kind zu Hause zu bekommen, ist auch in westlichen Staaten nicht unbedingt selten. In Holland z.B. werden viele Kinder nicht im krankenhaus geboren.

LG
Gaia

Beitrag von lisasimpson 19.02.11 - 23:47 Uhr

beantwortet das dann deine frage

http://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/aktuelles/archiv/2010/november/1103geburten.html

lisasimpson

Beitrag von gaia1976 20.02.11 - 00:37 Uhr

Dieser Artikel ist natürlich nicht schön...

ABER: ich meine gelesen zu haben - leider finde ich die Quelle gerade nicht - dass eine Menge von Frühgeburten von Migantinnen in diese Statistik mit einfließt. Außerdem fallen auch Abtreibungen nach einer bestimmten Woche unter "Säuglingssterblichkeit".

Um dazu aber genau etwas zu sagen, müßte ich mich damit jetzt intensiver auseinandersetzten.

Und laut des Artikels liegt es ja anscheinend auch daran, dass die niederländischen Hebammen Situationen nicht richtig bzw. zu spät richtig einschätzen, sodass es dann im Falle eines Falles sehr lange Wege gibt, auf denen wertvolle Zeit verloren geht.

LG
Gaia

Beitrag von lisasimpson 20.02.11 - 01:21 Uhr

Nun ja- dann nehm amerkiansiche studien, die besagen, daß sie säuglingssterblichkeit bei hausgeburten drei mal so hoch ist wie bei Gebursten im Krankenhaus
http://www.edizin.de/de/news/archive,s-1Oi.hoehere-saeuglingssterblichkeit-durch-hausgeburten.html

Und seien wir doch mal ehrlich- egal wie gut ausgebildet dei Hebamme ist- kommt es zu komplikationen bringt sie dich ins Krankenhaus.-
sind die komplikationen nicht rechtzeitig erkannt, führen sie schnell zu Problemen beim kind oder nimmt die geburt einen unvorhergesehene verlauf, so ist doch die chance auf Hilfe für Mutter und kind im Krankenhaus erheblich viel schneller als von zu hause.

Daß es daher statistisch ganz klar ist, daß säuglinge (und Mütter!) eine bessere überlebenschance im Krankenhaus haben (und dazu muß man ja sagen, daß in allen zitierten Ländern mütter mit Risikoschwangerschaften eher im kkh entbinden!- das fließt ja eben auch mit ein!) als während komplikationen auf dem weg in die klinik- darf man doch vom gesunden menschenverstand erwarten.

Das heißt nicht, daß es im einzelfall für eine mutter nicht entspannter und damit mit weniger komplikationen verbunden sein kann zu Hause zu entbinden- nur auf die masse gerechnet stimmt das eben nicht

lisasimpson

Beitrag von hsicks 20.02.11 - 11:26 Uhr

Hallo,

ob üblich oder nicht, sollte man der Gebärenden überlassen. Risikogeburten zu Hause würde ich auch ablehnen, aber es wird heute allzu leichtfertig vergessen, dass eine Geburt das natürlichste Ereignis im Leben einer Frau ist - dafür sind wir Frauen nun einmal erschaffen. Und wenn man nicht irgendwo mitten im Busch lebt, hat man moderne Krankenhaustechnik für den Bedarfsfall nicht weit weg zur Hand .

Ich habe während meiner Schangerschaft neben meinem Stehberuf noch meine krebskranke Schwiegermutter gepflegt und ihren kompletten Haushalt zusätzlich zu meinem erledigt plus Gartenarbeit . Von der Waschküche zum 1. Stock in unsere Wohnung war das Wäschetragen über 2 steile Treppen auch völlig normal.

Und weißt Du was - ich lebe noch und erfreue mich bester Gesundheit , meine Kinder waren bei der geburt gesund und topfit und dank dieses " Trainings " und der " Abhärtung " machte ich keinen Riesenakt aus den Entbindungen!

Gruß,
Heike

Beitrag von lisasimpson 20.02.11 - 12:12 Uhr

Ich bin die letzte, die es nicht der gebärenden selbst überlaßt- das war doch gar nicht dsa Thema.
Ich habe nur dargelegt, welche Vorteile statistisch gesehen eine KKH geburt hat.

und der Geburtsverlauf hat überhaupt nichts mit den Tätigkeiten in der Schwangerschaft zu tun.
Ich persönlich habe da 40 stunden / woche mit massiv verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen verbracht- incl. gewalttätigen Auseinandersetzungen bis hin zu angriffen mit eisenstangen, einer Glasvitrine, die vom 3. stockwerk auf mich im 1. stock geworfen wurde und allem was dazu gehört-
zu beginn der zweiten schwangerschaft war mein größer gerade 8 monate alt- also denke mal nicht, daß ich mich in watte gepackt habe-
Meine Geburten waren völlig komplikationslos und nach 2,5 bzw. 1,5 stunden überstanden.

Dennoch würde ich im Traum nicht daran denken, frauen zu sagen, sie würden kein erhöhtes Riskio eingehen, wenn sie zu Hause entbinden-
denn das kann für den einzelfall tatsächlich zutreffen - auf die masse gesehen (nochmals betont: risikoschwangerschaften sowieso ausgenommen!) gilt das so nämlich nicht.

lisasimpson

Beitrag von hsicks 20.02.11 - 12:58 Uhr

Hallo Lisasimspn,

da gebe ich Dir recht und hatte Deinen ersten Beitrag als etwas zu verallgemeinernd interpretiert.

Ich denke aber auch, dass die extrem verweichlichten Schwangeren , die auf die ganze " Schwangerschafts-Industrie " hören, die ihnen ja permanent einredet, was sie alles brauchen an Wellness, Entspannung und besonderen Mittelchen und sich ständig verpäppeln lassen, auch schlechter mit dem Wehenschmerz und den unangenehmen Begleiterscheinungen der Entbindung umgehen können ( eine solche Zeitgenossin hatte ich schon als Mitarbeiterin - sie kam morgens zur Tür rein und hielt täglich erst mal eine halbstündige Konferenz über ihr momentanes Befinden ab, bevor sie überhaupt ans Arbeiten dachte ) . Denen gilt mein Hinweis darauf, dass es Milliarden Frauen vor ihnen ohne dieses ganze Brimborium auch geschafft haben. Mir hat der Gedanke daran sehr geholfen und ich hätter es als blamabel empfunden, mich bei den Geburten " gehen zu lassen " .

Meine Entscheidung für eine ambulante Geburt im KH kam durch massiven Druck vonseiten der Hebamme, lieber hätte ich meine Kids daheim bekommen, aber letztlich konnte ich mit dem gemachten Kompromiss leben.

Gruß,
Heike

Beitrag von lisasimpson 20.02.11 - 13:30 Uhr

Hallo heike,

Ich bin kein freund von dieser "nur die harten kommen in Garten" mentalität.
Ich bin froh und dankbar dafür, daß ich zwei völlig komplikationslkose Schwangerschaften und Geburten hatte- daß ich vollkommen verschont gelieben bin von jedewelcher komplikation.
ABER- das heißt nicht, daß ich dazu irgended etwas beigetragen hätte.
Jede frau reagiert anders auf die veränderungen in und mit ihrem Körper.
Jede Schwangerschaft ist anders und jeder geht damit anders um.

Wenn eine Frau 3 monae am stück nur kotzt, wen neien adere rückenbeschwerden hat, ss-diabetis, wenn sie mit den veränderungen ihres körpers schlechter umgehen kann, wenn es zu komplikationen kommt, zu vorzeitigen wehen, zu schmerzen, zu unwohlsein, zu medizinisch relevanten veränderungen usw.. dann ist das eine völlig ander sitaution.

Und diese "mir macht das alles nicht aus, ich gehe bin zum tag der geburt auf den acker und am nächsten tag wieder" Mentalität kenne ich aus meiner von protestantischer Arbeitsethik geprägten heimat nur zu gut.
Ob das den Frauen wirklich gut tat und ob das wirklich der beste weg ist damit umzugehen,weiß ich nicht.

Ich erachte es als Fortschritt, daß wir gesetzliche Bestimmungen zum Mutterschutz haben, daß wir ein anrecht darauf haben umfassend medizinisch versorgt zu werden während Schwangerschaft und geburt- ich erlebe es als Rückschritt, daß wir das "wochenbett" nicht mehr als solches begreifen und denke wir wären fortschrittlich nur weil wir drei tage nach einer geburt wieder "Business as usual" machen.
Klar lachen wir darüber, daß unsere Omas keine Wäsche aufhängen durften während der Schwangerschaft, weil sie die arme nicht so weit hochheben sollten, klar lachen wir darüber, daß sie unsere mütter eine woche im krankenhaus liegen bleiben sollten-
aber daß dies auch eine wirklich entlastung sein konnte für viele frauen, und daß der fortschritt nicht zwingend darin besteht immer mehr, immer schneller immer leistungsbezogener zu sein- das vergessen wir dabei

Ich finde es klasse, wenn Frauen sich in der schwangerschaft verwöhnen( lassen), es sich gut gehen lassen, sich ein hilfesystem aufbauen können, aß sie in der zeit nach der Geburt unterstützt, daß sie ihre geburt heute so planen können, wie sie sich wohlfühlen, daß ihnen die ängste genommen werden können, sie im geburtshaus, zu hause oder in der klinik entbinden können, daß eine geburt heute in aller regel nicht zu schäden bei mutter oder kind führt und wir in deutschland eine perinatale Mortalität von 4,2 Promille haben- im vergleich zu 5,2% weltweit!!

lisasimpson

Beitrag von gh1954 20.02.11 - 14:04 Uhr

Sehr schöner Beitrag!

Beitrag von hsicks 20.02.11 - 17:08 Uhr

Hallo Lisasimpson,

guter Beitrag, ich empfinde persönlich allerdings vollkommen anders. Und komplikationslos verliefen meine Schwangerschaften auch nicht , in beiden litt ich 9 volle Monate an starker Übelkeit und beim 2. Kind hatte ich einen Kreislaufkollaps während der Nacht - also nicht etwas beim Arbeiten.
Trotzdem waren für mich diese Schwangerschaften etwas ganz Natürliches , um das meinerseits kein Aufhebens gemacht wurde, denn dabei hätte ich mich nicht wohl gefühlt, sondern wäre mir wie die Prinzessin auf der Erbse vorgekommen.

Mein Frauenarzt, ein ziemlich harter Knochen ( leider mittlerweile an Krebs verstorben ) , der Frauen im Kreisssaal auch schon mal kräftig die Leviten las, wenn sie nur am Schreien waren, statt anständig mit zu arbeiten , hielt einmal einen Vortrag für Schwangere, der meine Haltung nur bestätigte: Er wies nämlich darauf hin, dass aus dem früheren Ostblock die meisten Athletinnen bei Olympiaden im 4. bis 6. Monat schwanger waren und darauf gezielt hingearbeitet wurde, weil man wusste, dass der Körper der Frau gerade dann besonders leistungsfähig ist - sozusagen " natürliches Doping " !

Aber wie Du sagst, jede Frau ist wohl anders und die Zeiten ändern sich auch : Für meine Mutter war es z.B. noch selbstverständlich, ihren Babybauch geschickt zu verstecken, was auch ich dem heutigen " Zurschaustellen " bevorzugte , heute hingegen muss es die ganze Welt per Facebook, Twitter und WKW direkt wissen, wenn eine Frau schwanger wird und es werden sogar die Ultraschallfotos und dazu noch gleich die Bauchfotos ins Web gestellt - wer das alles mag, der möge seine Schwangerschaft in Gottes Namen so ausleben...mein Ding ist es nicht, aber meine Schwangerschaften liegen auch 23 bzw. 21 Jahre zurück.

Ach übrigens : in punkto Kindersterblichkeit liegen wir in Deutschland noch immer im traurigen Mittelfeld aller Industrie-Nationen , daran können auch bessere perinatale Statistiken nichts ändern.

LG,
Heike

Beitrag von gh1954 20.02.11 - 12:40 Uhr

>>>und dank dieses " Trainings " und der " Abhärtung " machte ich keinen Riesenakt aus den Entbindungen!<<<

Mal abgesehen von deiner Selbstbeweihräucherung... glaubst du, dass andere Frauen sich Komplikationen herbeisehnen?
Sei froh, dass du komplikationslose Geburten hattest , den Restsatz spare ich mir.

Beitrag von hsicks 20.02.11 - 11:18 Uhr

#pro

Hallo !

Klasse Beitrag !

Ja, es wird heute um Schwangerschaft und Geburt hier in Deutschland ein solches Brimborium veanstaltet, dass man glatt vergessen könnte, wie viele Milliarden Frauen unter sehr viel schlechteren Bedingungen anderswo in der Welt im Laufe der Jahre ihre Kinder bekamen und immer noch bekommen. Hierzulande hingegen fragt man sich , wie viele Watteschichten man noch um die Schwangeren packen soll und ob man dem Kind nicht gleich im Mutterleib das kleine Einmaleins eintrichtern sollte .

Vor 10 Jahren war ich in Südafrika in Urlaub und unsere Gastgeberin bekam per Kaiserschnitt während unseres Aufenthaltes ihr Baby. 1 Tag später holte ihr Mann sie über 16 km staubige und holprige Schotterstraßen mit dem Kind wieder nach Hause auf eine abgelegene Wildfarm in Limpopo. Dies nur als Beispiel.

Nach einer komplikationslosen Geburt ist man als Frau völlig fit, das habe ich 2 x hinter mir und ließ es nur zähneknirschend zu, dass ich nicht sofort, sondern erst 4 bzw. 8 Stunden danach mit dem jeweiligen Baby heim durfte ( Sohnemann kam nachts, da musste ich bleiben bis nach dem Frühstück, mit Tochter war ich 4 Std. später wieder daheim ).

Meine Hebamme war vor meiner 1. Geburt skeptisch, aber danach begeistert und bescheinigte mir, dass die ganz normale Bewegung mit " business as usual " im Haushalt jedwede Rückbildungsgymnastik unnötig machte und die Ruhe daheim auch den Kids sehr gut tat.

Soviel zur Sache, es geht nicht um " Weicheier " oder nicht, sondern jede Frau erlebt und empfindet eine Geburt anders und es gibt halt auch genügend starke Frauen, die den geburtsvorgang noch trotz aller Hype drumherum als etwas Normales und völlig Natürliches empfinden und auch so handeln !

Gruß,
Heike

Beitrag von hinterwaeldlerin09 20.02.11 - 11:22 Uhr

Wann war früher?

1950? 1850? 1750? #augen

So eine Pauschalaussage hat keinen Wert.

"Früher" war es nämlich auch normal, dass Frauen und Kinder bei Geburten STARBEN.

die hinterwäldlerin

Beitrag von martina65 19.02.11 - 15:32 Uhr

...oder gleich auf dem Acker #schwitz

Beitrag von dariafer 19.02.11 - 20:08 Uhr

Du meine Güte...die Antwort passt zu dir, wie die Faust aufs Auge.#augen

Beitrag von angel2 19.02.11 - 14:15 Uhr

Hi

Ich denke es sollte jeder Frau selbst überlassen werden ob sie sich helfen lassen möchte oder nicht.

Soetwas zu verurteilen finde ich blöd.

Jeder Mensch ist anders und jede Krankheit verläuft bei jedem anders. Also warum darüber diskutieren?

Es ist nichts schlimmes dabei sich helfen zu lassen gesund zu werden.

Gruß Angel

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