ALGII fürs Kind

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von lindgruen08 19.02.11 - 14:04 Uhr

Hallo,

Ich möchte für meinen 2-jährigen Sohn ALGII beantragen.

Ich lebe noch mit meinem getrennten Partner zusammen, habe jedoch vor, auszuziehen und das Kind 50/50 mit meinem Ex zu betreuen. Ich habe gehört, dass damit der Unterhaltsanspruch an ihn wegfällt. Meinen Teil des Unterhalts kann ich von meinem Gehalt nicht abdecken, da dieses nur meinen Bedarf deckt. Ich bin Studentin und habe keinen Anspruch auf Bafög.

Mir wurde empfohlen, erst nach Bezug der neuen Wohnung den Antrag zu stellen, da sich das Amt sonst möglicherweise gegen den Umzug stellen könnte. Hat da jemand Erfahrung?

Weiß jemand, auf wieviel Sozialhilfe mein Kind Anspruch hat? Was wird angerechnet? Hat es durch die 50/50 Regelung nur auf die Hälfte der 215 Euro Anrecht etc....?

Liebe Grüße,
Lindgruen08

Beitrag von lena1309 19.02.11 - 14:21 Uhr

Hallo,

stelle den Antrag am besten nach dem Umzug, denn dann ersparst du dir den Papierkrieg nach dem Umzug und eine eventuelle Verzögerung durch die Fristen zur Nachreichung der Unterlagen.

Dann sollte dein Kind auch das Recht auf den vollen Betrag haben.
Allerdings verstehe ich nicht so ganz, wie du die 50:50 Betreuung meinst?
Soll dein Kind dann 3 volle Tage bei dir sein und 4 volle Tage beim Vater?
Das ist für ein Baby und dann irgendwann ja auch Kleinkind etc. eine ganz unglückliche Regelung, denn das Wichtigste für den Anfang ist Kontinuität und der ständige Ortswechsel ist genau das Gegenteil.

Für dich kannst du mal klären, ob du durch die eigene Wohnung Anspruch auf Wohngeld hast.

LG
M.

Beitrag von lindgruen08 19.02.11 - 16:58 Uhr

Hallo Lena,

danke für Deine Antwort. Dann werd ich erst auf den Mietvertrag warten.

Zu Deinen Bedenken. Hast Du da Erfahrungen gesammelt?

Liebe Grüße,
lindgruen08

Beitrag von kati543 19.02.11 - 16:59 Uhr

Also eigentlich bedeutet 50/50 das Wechselmodell. Das Kind wohnt bei beiden Elternteilen zu gleich. Wie genau das geteilt wird, ist den Eltern überlassen. Und dadurch entstehen natürlich jedem Elternteil nur die halben Kosten (mal abgesehen von den Wohnungskosten). Daher wäre es eigentlich logisch, wenn der Satz auch halbiert wird. Was nicht unbedingt bedeutet, dass das auch passiert.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wechselmodell

Beitrag von lena1309 19.02.11 - 17:51 Uhr

Die Bedeutung des Wechselmodells kenne ich, mir ging es jetzt eher um die Umsetzbarkeit bei so kleinen Kindern.
Da halte ich es für schwierig, das genau aufzuteilen. Es wird wahrscheinlich am Anfang doch sinnvoll sein, wenn getrennte Wohnungen bestehen, dass das Baby/Kleinkind einen überwiegenden Teil in nur einer Wohnung ist.

Bei Teenagern ist dieses Modell wahrscheinlich realistischer und dann ist es auch klarer, dass der Anspruch halbiert wird.