Bitte um Eure Meinung... ich bin total verunsichert :-(

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bibi_3574 19.02.11 - 20:34 Uhr

Hallo Ihr lieben!
Ich will hier keine Grundsatzdiekusion lostreten sondern einfach mal Eure Meinung hören:
Wir sind in der blöden Situation das bei unseren beiden Kindern die Zungenbändchen zu kurz sind. Ich habe schon mehrere Meinungen dazu eingeholt und beim großen haben wir auch schon Sprachdefizite und Lautbildungsstörungen. Fakt ist: wir müssen es durchtrennen lassen. Bei der kleinen (fast 2) hat der Kieferorthopäde direkt eine Narkose empfohlen, da sie sich auch unter gewissen Umständen schon in die Ohnmacht gebrüllt hat. Bei dem großen (im Nov. 4 geworden) meint der Kieferorthopäde nun aber, das er das unter örtlicher Betäubung macht, weil er groß genug dafür wäre.
Ich habe bei dem Gedanken ganz arge Bauchschmerzen, weil ich fürchte das er nach der Spritze gar nicht ein zweites mal den Mund auf macht und zudem befürchte ich auch, das ich ihn dann erstmal nicht mehr auf den Zahnarztstuhl bekomme. Man muß dazu sagen, das es bei meinem Mann damals als Kind gemacht worden ist und er hat diese Erfahrung heute noch so negativ in Gedanken, das auch das mich noch zusätzlich bestätigt.
Würdet Ihr einen zweiten Kieferorthopäden aufsuchen? Glaubt ihr auch das man einen vierjährien örtlich im Mund betäuben kann, ohne irgendwelche Phobien zu schüren? Ach Mensch... ich bin eigentlich von einen kurzen Narkose überzeugt, aber wenn ich jetzt noch einen Arzt aufsuche und der sagt mir das gleiche dann steh ich recht albern da #schmoll

LG Bibi

Beitrag von spatzl27 19.02.11 - 20:49 Uhr

Hallo,

ich würde es auf jeden Fall versuchen. Wenns daneben geht, hat der Kleine dann ein größeres Problem, was zahnärztliche Behandlungen betrifft.

Also ich verstehs und würd genauso reagieren..
Checks nochmal, Deinem Kind zuliebe.

LG Spatzl

Beitrag von sonne_1975 19.02.11 - 20:51 Uhr

Hm, ich hab keine Ahnung. Aber bei uns steht sowas ähnliches auch bevor (Lippenbändchen zu gross) und es muss mit 6 oder gemacht werden. Bisher bin ich auch von der örtlichen Betäubung ausgegangen, aber jetzt durch deinen Beitrag komme ich auch ins Grübeln...

Ich meine, man kann ihm ja vorher alles erklären, und dass es nach der Spritze gar nichts mehr weh tun wird, dass die Spritze nur dafür da ist, damit man nichts mehr spürt. Ob es aber klappt, weiss man vorher nicht...

Im schlimmsten Fall hat man die örtliche Betäubung umsonst gemacht, dann muss man es halt in Vollnarkose machen oder?

LG Alla

Beitrag von bibi_3574 19.02.11 - 20:59 Uhr

Sicher hast Du recht, aber soll ich ihn wirklich "jetzt schon" damit belasten? Ich kenne niemanden der Spritzen beim Zahnarzt toll findet, aber wir Erwachsene wissen wofür es gut ist und ist was dann im Mund passiert. Aber überleg mal auch die Tatsache das er nicht begreift was da mit seiner Zunge passiert... auf einmal ist die Taub und er kann sie nicht mehr spüren. Er ist doch erst vier... :-(

Ich tendiere wirklich in die Richtung mir Montag noch einen Kieferorthopäde dazu zu nehmen, auch wenn ich mich vielleicht blamiere. Es gibt doch heutzutage so schonende Narkosen... mit Maske ist der ruchzuck weg, aber auch ganz schnell wieder da und schwupp, er hat nichts mitbekommen.

Ach ich weiß auch nicht :-(

LG und danke für Deine Antwort
Bibi

Beitrag von sonne_1975 19.02.11 - 21:03 Uhr

Man kann Kinder auf alles vorbereiten, auch auf das, dass die Zunge taub wird.

Ich halte gar nichts davon, dass Kinder gar nicht wissen, was mit denen passiert. Aber jeder wie er mag.

Du solltest auf jeden Fall eine 2.Meinung einholen.

Mein Sohn ist auch 4, auch wenn er ein halbes Jahr älter ist. Die Polypen OP hatte er mit 3 1/3 und da habe ich ihn darauf vorbereitet.

LG Alla

Beitrag von bibi_3574 19.02.11 - 22:09 Uhr

Um Gottes willen! Nein, nein ich rede schon mit ihm darüber und er weiß auch jetzt schon was gemacht werden soll. Er ist mit drei an einer Phimose operiert worden und auch da haben wir ihn vorbereitet. Das seh ich genauso wie Du. Ich würde mein Kind nicht unvorbereitet da rein gehen lassen. Ich hab ihm auch gesagt was der Arzt machen will, worauf er nur sagte "Ne Mama das will ich aber nicht. Ich will lieber ein bischen schlafen und dann ist alles gut."
Nichts desto trotz, wenn dann die Zunge taub wird... meinst Du nicht das die Kinder dann so ein bischen Panik kriegen? Da hat man komplette Gewalt über den Körper und auf einmal fühlt sich die Zunge nicht mehr so an, als ob sie dazu gehört. Man kann versuchen zu erklären, aber wie sich das am Ende anfühlt wird trotzdem neu für ihn sein.

Ich werd wohl auch wirklich am Montag jetzt noch einen Arzt anrufen. Hab mir jetzt im Nachbarort einen raus gesucht. Leider haben wir hier nicht die dolle Auswahl, aber ja nun... Dann fahren wir halt nen Moment mit dem Auto.

LG Bibi

Beitrag von cazie71 19.02.11 - 20:53 Uhr

Hallo.

Bei meinem Sohn wurde das Zungenbändchen durchtrennt als er 5 war und zwar unter Vollnarkose. Als der Ostheopath das hörte, meinte er, dass man im Zungenbändchen keine Nerven hätte und man das einfach so durchtrennen könne - ohne Schmerzen.
Hmmm.... weiß auch nicht.

Eine örtliche Betäubung mit vorhergehender Spritze würde ich nicht machen - dann lieber gleich ne Narkose. Wie du schon sagst, sonst macht er nach der Spritze den Mund gar nicht mehr auf.... #schwitz

Würde auf alle Fälle noch ne zweite Meinung einholen und höchstwahrscheinlich die Narkose wählen....

Alles Gute!!!

Beitrag von steinchen80 19.02.11 - 21:06 Uhr

Deshalb sollte sowas schon im Babyalter gemacht werden... wenn ich mir das vorstelle, eine VOLLNARKOSE wegen einem Zungenbändchen - das ist doch Wahnsinn !!!

Wir hatten "Glück", als mein Sohn 4 Monate alt war, waren wir mal wegen schwerem Durchfall im KH und ich habe den Oberarzt auf das Zungenbändchen angesprochen.. der meinte auch, das sei zu kurz, fragte mich ob er es gleich machen soll, ich bejahte...
Naja, kurzer Prozess, "Werkzeug geholt" Baby festgehalten, Mund auf, zack durchgeschnitten, erledigt !

Ganz ehrlich... denkst du nicht, das deine Kinder das "so" schaffen ?

Also Mund auf und durchschneiden... das ist doch kein großer Eingriff und wurde früher auch ohne Narkose gemacht !

Ich meine, du kennst deine Kinder am Besten, aber mir erscheint das wirklich unverhältnismäßig für sowas eine VOLLnarkose zu machen...

Liebe Grüsse und alles Gute.

Steinchen

Beitrag von bibi_3574 19.02.11 - 22:01 Uhr

Früher hat man die Kinder auch auf dem Feld bekommen und danach weiter gearbeitet...
Sorry aber genau das fiel mir grade dazu ein. Würdest DU das denn bei Deinem Kind heute einfach so machen lassen? Also Mund auf und durchschneiden... das ist doch kein großer Eingriff... Hand aufs Herz und sei ehrlich zu Dir!
Mit vier Jahren ist das Langzeitgedächtnis schon gut ausgebildet und die Kinder vergessen nicht mehr so einfach! Ich kann mir nicht vorstellen meinem Kind mit guten Gewissen bewußt Schmerzen zufügen zu lassen, wo doch grade Negativerfahrungen sich am besten halten.
Sicher ist das unverhältnismäßig im Vergleich zum Eingriff, aber ich denke eben auch an die Psyche von meinem Sohn. Ich bin selber als Kind von einem alkoholkranken Zahnarzt behandelt worden und ich könnte ein Buch schreiben von dem was davon in meinem Kopf hängen geblieben ist :-(

Trotzdem lieben Dank für Deine Meinung
es regt mich weiter zum denken an und bestätigt mich immer mehr...
LG Bibi

Beitrag von steinchen80 19.02.11 - 23:02 Uhr


Ob ich es machen lassen würde... hm... Hand aufs Herz... nein, warscheinlich nicht, weil wir nicht mehr "füher" leben.

Bei meinem Sohn hab ich es machen lassen, aber er war ein Baby, das ist was ganz anderes.

Aber ganz ehrlich, ich würde es versuchen mit meinem Kind zu klären.
Erklären, das Bändchen mal im Spiegel zeigen, erklären was da gemacht wird und drüber sprechen ob es möglich ist, das der Arzt das macht.
(Vielleicht nicht sagen das es durchgeschnitten wird, sagen das der Arzt sich das anschauen muss und a mal dran ziehen muss - Arzt schneidet es dann zack durch, das ist doch eine Aktion von 2 Sekunden)

Spritze finde ich völlig kontrapoduktiv, das tut ja mehr weh als das durchschneiden von diesen blöden Bändchen.

Die beste Lösung ist die Volnarkose, aber ich finde, das es nicht im Verhältnis dazu steht.

Es ist wirklich schwierig !

Gute Nacht und alles Liebe und Gute für euch !
Steinchen

Beitrag von steinchen80 19.02.11 - 23:05 Uhr

Bitte entschuldige das ich so viele Tippfehler drin habe... hab den ganzen Tag für meine Klausur am Montag gelernt und bin ein bissle "durch".

Alles Gute für euch !

Beitrag von zahnweh 20.02.11 - 00:30 Uhr

Hallo,

auf deine Fragen zu Antworten:

"Würdet Ihr einen zweiten Kieferorthopäden aufsuchen?"
ja, würde ich.
Dein Bauchgefühlt wehrt sich und dir fehlen die medizinischen Kenntnisse.

"Glaubt ihr auch das man einen vierjährien örtlich im Mund betäuben kann, ohne irgendwelche Phobien zu schüren?"

Ja und nein.
Das kommt nicht so sehr auf das Alter an, sondern auf's Kind.
Ich selbst hatte so lange Panik vor Zahnärzten, dass mir meine ersten Löcher im Grundschulalter per Vollnarkose gemacht wurden. Davor hatte ich nämlich keine Angst.
Der Zahnarzt hat es so lange rausgezögert, bis keine andere Wahl blieb und es gemacht werden musste, egal wie. Ihn selbst hätte ich es nur mit Betäubung nicht machen lassen.

Andere, jüngere Kinder stecken es besser weg. Nicht nur Löcher in den Zähnen, sondern auch mal Milchzahn ziehen oder so.

Kurz:
was sagt dir dein Bauchgefühl?
Wie schätzt du deinen Sohn ein?
Wie gut hat der Arzt über beide Möglichkeiten aufgeklärt?
Ist er überhaupt auf deine Bedenken eingegangen?

Ob es noch ein Kostenfaktor ist, weiß ich nicht. Vor 2-3 Jahren kam mal ein Bericht, dass zahnärztliche Narkosen bei Kindern nur noch Minimal-Bruchteil bezahlt würden und Zahnärzte/Kieferorthopäden dadurch einiges draufzahlen würden. Wie das heute ist weiß ich nicht.

Aber selbst wenn es nur mit Betäubung machbar ist. Wie ist dein Bauchgefühl?
Wie ist der Arzt auf deine Bedenken und deinen Sohn im Allgemeinen eingegangen?