schwanger und 2jähriges Kind mitten in der Trotzphase

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von sabi1807 19.02.11 - 22:39 Uhr

#schreiKennt das jemand von Euch, bzw. wie meistert ihr das?

Meine Tochter ist 25 Monate alt und ich bin im 4. Monat schwanger.
Ich hatte immer das liebste Kind, immer durchgeschlafen, war vernünftig einfach ein liebes Kind. Gut, sie hatte auch schlechte Launen usw.

Aber seit etwa einem Monat ist mein Kind nicht wieder zu erkennen.

Es hat eine ganz schlimme Trotzphase, gerne auch in der Öffentlichkeit. Es testet seine Grenzen mit allen Mitteln. Es gibt Tage da zweifle ich an mir selbst.

Die Tipps ruhig zu bleiben, dem Kind danach erklären warum ed das nicht so haben konnte wie es wollte, die kenne ich und befolge ich so gut ich kann.

Jetzt will es auch nicht mehr ins Bett obwohl es kaum noch die Augen aufhalten kann.

Ich mache mir Sorgen, auch weil ich schwanger bin, öfter Bauchschmerzen habe und es auch an dem Stress mit der Kleinen liegen kann. Ich kann sie nicht mehr so oft auf dem Arm nehmen. Wohnen im ersten Stock und wenn sie sich unten im Flur auf dem Boden wirft und brüllt, trag ich sie hoch und habe dann den Salat.

Merken Die Kinder vielleicht dass mit der Mama etwas anders ist?
Hat jemand Erfahrung damit?

Beitrag von sanfi76 19.02.11 - 22:55 Uhr

Hallo,
meine Jungs haben 26 Monate Altersunterschied und mein großer Sohn war in einer Trotzphase vom Allerfeinsten als ich hochschwanger war. Wir hatten die tollsten Brüll- und Hinschmeiß-Szenen im Treppenhaus, wenn er nicht ins 2. OG hochlaufen wollte und ich ihn mit Kugelbauch und Einkaeufen beladen hochtragen sollte (was ich nicht gemacht habe).Von daher kann ich zwar mit dir mitfühlen aber habe leider keinen guten Tip.
Ich habs immer "ausgessesen", versucht ruhig zu bleiben und habe anschließend mit ihm drüber gesprochen. Mehr geht nicht denke ich.

An dir selbst zweifeln musst du schonmal nicht. Dein Sohn (und damals meiner) benimmt sich genauso wie sich ein gesund entwickelter zweijaehriger nunmal benimmt. Augen zu und durch, es wird besser.

LG Sandra

Beitrag von haruka80 19.02.11 - 23:30 Uhr

Hallo,

mein Sohn (22 Monate) ist GENAU so.Das fing im Januar an, im Prinzip, als ich erfuhr, dass ich schwanger bin (bin 13.SSW). Meine Freundin sagte nur zu mir: das wird noch schlimmer, wart mal ab, aber man kriegt das alles gebacken.
Ihre Kinder sind 26 mo auseinander, bei uns werdens 28 Monate sein.
Ich schleppe meinen Sohn im Moment ANDAUERND. Buggy doof, alleine die Treppen gehen-mal ja, mal nein, kommt auf die Stimmung an (haben ne Wohnung über 2 Ebenen im 1. Stock).Mir tut auch schon alles weh, werd demnächst mal zum Chiropraktiker müssen und Magnesium nehm ich eh schon andauernd.
Nicht an dir selbst zweifeln, das bringt nichts.

Ich hab für solche Fälle meinen inneren Buddah, konsequent sein, Kind schreien lassen, aber da sein und in den Arm nehmen wenns gewünscht ist. Bei uns dauert ne Wutattacke zwischen 30-60 Minuten, ich find die Länge einfach sehr anstrengend, so ne Buggy-fahrt vom Spielplatz zurück und nur Geschrei und Rausgeklettere-herrlich. 10 Minuten Geschrei würden mir da auch reichen, aber gut, muß man durch, so sind Kleinkinder.

ich bin manchmal aber auch ganz schön k.o., grad wenn wir auch ne schlechte Nacht hatten und dann morgens um halb 7 der Terror losgeht. dann bin ich heilfroh, wenn ich ihn nicht krank zu Hause habe, sondern in der KiTa abliefern kann (gewöhnen grad ein) und zu Hause beim Lernen Kraft tanken kann

alles wird gut!!!

Beitrag von pegsi 20.02.11 - 07:13 Uhr

Meine Kleinen werden knapp 3 Jahre auseinander sein.
Meine "Große" kann auch ganz schön massiv werden, wenn sie ihre 5 Minuten hat.

Was das Tragen angeht: Was man vor der Schwangerschaft regelmäßig getragen hat, das darf man auch in der Schwangerschaft tragen, wenn man kein besonders großes Risiko hat. Ich trage meine Tochter zwar nicht mehr so oft und so lange (dafür nehme ich sie unterwegs öfter mal in die Arme), aber sie mal eine Treppe hochtragen ist völlig in Ordnung. Nur wenn Du Krämpfe bekommst, solltest Du eine Pause machen. Aber Du bist ja beim zweiten Kind viel besser trainiert als beim ersten.

Die Bauchschmerzen, wenn man sich aufregt, sind normal. Mach Dir da keinen zusätzlichen Druck, indem Du Angst davor hast. Einfach registrieren und versuchen, Dich abzuregen.

Ich vermeide alle Situationen, in denen ich meine Tochter überfordere. Wenn sie zum Beispiel hundemüde ist, gehe ich nicht mit ihr einkaufen, weil ich dann darauf warten kann, dass sie Theater macht. Sie bockt ja in der Regel, weil sie sich nicht wohl fühlt, und das hat bei ihr sehr viel mit Erschöpfung zu tun.