Trennung? Ich fühle mich schuldig wegen der Kinder

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von reethi 20.02.11 - 07:11 Uhr

Hallo!

Ich bin mit meinem Sohn seit mehreren Jahren zusammen. Wir haben zusammen eine Tochter 2 1/2 Jahre. Außerdem war ich schon mal verheiratet und habe einen 9 jährigen Sohn aus erster Ehe.

Zu meinem Problem: zwischen meinem Mann und mir kriselt es. Zweimal stand die Ehe schon auf der Kippe in den letzten Monaten, und ist nicht gescheitert, weil ich eigentlich eingelenkt habe.
Nun ist es wieder soweit... Mein Mann hat mich total enttäuscht und mich im Regen stehen lassen, wo ich ihn so gebraucht habe. Wenn ich funktioniere ist alles gut, aber wenn ich nicht funktioniere...

Außerdem haben mein Sohn und er Probleme miteinander. Sie kommen nicht miteinander klar. Ständig gibt es Stress und Streit. Ich habe immer mehr das Gefühl mein Mann möchte meinen Sohn klein machen. Das ist schwer zu beschreiben.
Ich habe mir immer geschworen dass mein Kind an erster Stelle steht und eigentlich müsste ich mich trennen. Aber da ist ja auch noch meine Tochter. Ich habe das Gefühl ich sitze zwischen zwei Stühlen. Wenn ich mich von meinem Mann trenne-dann hätte ich zwei Scheidungskinder. Etwas was ich nie gewollt habe. Und es ist schon schrecklich genug für mich zu sehen wie sehr sich mein Sohn nach seinem Vater sehnt (sie haben regelmäßigen Kontakt, aber er vermisst ihn sehr).
Ich weiß einfach nicht was ich machen soll...

Danke fürs zuhören...

Neddie

Beitrag von sternschnuppe215 20.02.11 - 08:41 Uhr

Lies mal Deinen ersten Satz ... Du bist aufgeregt...

Mach Dir klar, dass es keinen Sinn macht, den Kindern "heile Welt" vorzuspielen... damit tust Du weder Dir noch den Beiden einen Gefallen ... zudem entgeht Dir Zeit mit einem womöglich neuen Partner und einer glücklicheren Beziehung...

das mach ich mir auch gerad klar und versuche meinen Weg zu gehn...


#liebdrueck

Beitrag von gemeinhardt 20.02.11 - 11:07 Uhr

Kinder brauchen authentische Eltern, weil sie mehr als alles andere vom Vorbild lernen.
Eltern die in einer Familie verharren um diese nicht zu zerstören oder der Kinder zu liebe könnnen - meines erachtens - nicht authentisch sein.

Du tust Deinen Kindern keinen Gefallen wenn Du bleibst und mit Vorwüfen auch nicht.
Selbstvorwürfe bringen Dir nix und den Kindern nix, denn sie verändern die Situation nicht.

Leb ihnen vor, das man das tun muss was man für richtig hält, auch wenns weh tut.

Lg, Cora

Beitrag von heidi43 21.02.11 - 07:53 Uhr

hallo neddie,
bei mir ist es nun schon ein paar jahre her und alles hat sich wieder zum guten gewendet.
warum fühlst du dich an der trennung schultig ? wenn ich das richtig verstehe ist dein sohn nicht von deinem mann ? als patchwork familie ist das wirklich nicht leicht. ich hab damals 1 sohn mit in die beziehung gebracht ( jetzt sind wir verheiratet) mein mann 2 kinder.
mein sohn war ein ausgesprochenes papakind und hat unter der tennung auch sehr gelitten, jetzt sagt er zu meinem mann auch papa und hat sogar den jetzigen familienamen angenommen.
meine kinder stehen auch an 1. stelle keine frage, aber was ist wenn das kind unfrieden stiftet, weil es den stiefvater abelehnt ?
ich kenne DEINE situation nicht, habe aber die erfahrung aus meiner und die ist folgende.
zu meinem sohn gehörte damals auch noch eine tochter bzw 2. die große war aus meiner 1. ehe und die mittlere und der sohn aus meiner zweiten beziehung OHNE ehe. die mittlere tochter hat versucht mich und meinen mann auseinander zubringen und hat über meinen sohn versucht unfrieden zu stiften. es würde zu lange dauern das alles aufzuzählen, möchte dir nur damit sagen das man in so einer beziehung lernen muß mit den gegebenen umständen fair umzugehen. mein ex hat seine kinder auch meiner erstgeboren vorgezogen und unterschiede gemacht......
auch bei meinem jetzigem mann und mir hat es ca. 5 jahre gedauert eh wir alles auf der richtigen bahn hatten. es gab hauptsächlich " streit" wegen den kindern. wir mußten lernen mit allen ehrlich umzugehen und auch eingeständniss machen das auch mal das eigene kind ein quertreiber sein kann. weißt du wie ich meine ? zu einem streit gehören immer zwei oder auch drei , denk mal drüber nach und wenn du magst schreib mir ruhig, vielleicht kann ich dir etwas mut machen und kitten was noch zu kitten ist. nicht aufgeben !!!
LG heidi

Beitrag von bruchetta 22.02.11 - 08:43 Uhr

Woran hapert es denn, dass Du jetzt schon zum zweiten mal vor den Trümmern (D)einer Ehe stehst?
Und zumindest Dein Sohn schon zum zweiten mal einer Trennung ausgesetzt ist (obwohl es hier sicher leichter für ihn ist).

Ich kann nicht beurteilen, ob Du Dich trennen solltest, aber DIESE Frage würde ich mir ganz klar stellen.