Taufe

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Beitrag von julie8r 20.02.11 - 08:45 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

bitte sagt mir mal Eure Meinung:

Kann man das Patenamt ausschlagen oder geht das auf gar keinen Fall?

Hintergrund ist folgender:
Meine Cousine hat mich gefragt, ob ich die Taufpatin ihrer 3. Tochter werden möchte, ich solle darüber nachdenken. Meine Mutter war ihre Taufpatin, und so hatten wir als Kinder über viele Jahre engen Kontakt. Dieser hat sich im Laufe der Jahre immer weiter reduziert. In den letzten 15 Jahren sehen wir uns ca. alle 1-2 Jahre mal. Dann isses auch schön und irgendwie noch immer vertraut. Aber vom Alltag des anderen wissen meine Cousine und ich nur wenig. Wohnen ca. 1 Stunde voneinander entfernt.

Als sie mich fragte, ob ich Taufpatin werde wolle, meinte sie, sie würde sich wieder einen engeren Kontakt wünschen.

Jetzt bin ich hin- und hergerissen. Einerseits freue ich mich sehr über das Vertrauen, das hinter dieser Frage steht. Andererseits bin ich mir einfach nicht sicher, ob ich das "leisten" kann. Als alleinerziehende Mama packe ich es gerade so, Kind, Haushalt und Arbeit unter einen Hut zu bekommen. Selbst meine engen Freundschaften liegen derzeit brach. Ich weiß nicht, ob ich dieser Verpflichtung tatsächlich nachkommen kann, oder ob mich das Patenamt in irgendeiner Weise auch unter Druck setzt. Wisst Ihr, wie ich meine?

Wäre es arg unverschämt, nein zu sagen? Könnte ja dennoch versuchen, den Kontakt zu intensivieren und für die Kleine da zu sein – so weit es eben geht.

Sagt mir bitte mal EUre Meinung – ich muss mich irgendwann bei ihr melden...

Danke und #blume
Julie

Beitrag von nalle 20.02.11 - 08:55 Uhr

RESPEKT !!!!

Endlich mal jemand,der sich vorher Gedanken macht übers Pate sein.

Viele freuen sich ja Pate zu sein und wollen es unbedingt.OHNE zu wissen,was auf einen drauf zu kommen KÖNNTE.

Ich finde es prima,dass Du im Vorfeld schon sagst Du weisst nicht ob Du der Verpflichtung nach kommen kannst.

Denn Patin zu sein ist nicht nur auf dem Papier,sondern bedeutet viel mehr.Das ist vielen nicht bewusst.

Klar wird das für Deine Cousine erstmal ein Schock sein,denn selten schlagen vorgeschlagene Paten das Angebot an ABER das zeugt von EHRLICHKEIT.

Sag es ihr so,wie Du es hier geschrieben hast.


Ich würde mich sehr freuen,wenn jemand so ehrlich ist und lieber das Patenamt ablehnt als wenn es nur ein Gefallen meinerseits wäre.


Also nur MUT - jede Mutter mit Verstand und Liebe zu seinem Kind sollte das verstehen ;-)


LG nalle

Beitrag von melanie-1979 20.02.11 - 09:13 Uhr

Hallo Julie !!

Nein, ich finde es nicht unverschämt sich Gedanken zu machen und ggf. das Patenamt abzulehnen. Im Gegenteil, finde es toll, dass Du Dir Gedanken machst.
Lieber so, als anders. Wir haben kurz nach der Geburt unserer Kleinen auch meine "beste" Freundin gefragt ob sie Patentante werden möchte. Sie war sofort begeistert und hat OHNE lange darüber nachzudenken, an Ort und Stelle zugesagt. Soweit so gut. Die letzten 5 Monate hat sie jedoch keinerlei Interesse an der Kleinen gezeigt und sie nicht einmal besucht. Sie selbst ist bisher noch kinderlos... Hab sie dann mal kurz vor der Taufplaung gefragt, ob sie das Amt immer noch übernehmen möchte, weil es mir langsam sehr komisch vorkam. Ihr Antwort: schön das Du mich darauf ansprichst: nein ich möchte nicht mehr, da ich nicht soviel Interesse an Eurem Kind habe, wie ich mir das eigentlich vorgestellt hatte und sie wisse ja nicht, ob wir in einem Jahr überhaupt noch befreundet seien #schock

Naja soviel zum Thema unüberlegt JA sagen. Mach dir Gedanken und wenn Du Zweifel hast, lehne ab. Es ist Dir und vor allem dem Kind nicht geholfen ein Amt anzunehmen, für das man gar nicht bereit ist #nanana

Du wirst schon richtig entscheiden. Da bin ich mir sicher ;-)

LG Melli mit Lara-Sophie (die jetzt 3 andere TOLLE Paten hat)

Beitrag von elapko 20.02.11 - 10:22 Uhr

Huhu Julie,

ich finds nicht unverschämt, sondern richtig, wenn Du bereits jetzt Zweifel hast, ob Dich das Amt und die damit verbundenen Rechte u. Pflichten nichtn evtl. überfordern könnten etc. Der Grund, weshalb Du zur Patin gemacht werden sollst, find ich toll - aber ich denke auch, man kann auch so wieder engeren Kontakt herstellen kann, dafür brauchts nicht zwingend ein Patenamt. Ich würde es ihr nur wirklich versuchen ganz vorsichtig zu erklären, nicht dass sie das Gefühl hat, Du möchtest keinen Kontakt (mehr) haben, was bei uns Frauen ja schnell missverstanden wird ;-)

Ich muss sagen, wir haben es bei unseren Paten so gemacht: Wir haben ihnen ein "Bewerbungsbuch als Pate" geschenkt und ihnen erklärt, warum die Wahl ausgerechnet auf sie gefallen ist, was dahinter steht etc. und ihnen aber auch die Möglichkeit und das Verständnis gegeben, dass sie es natürlich nicht zwingend annehmen müssen, sondern, dass sie sich darüber erstmal Gedanken machen können (wie bei nem richtigen Job halt auch :-)). Sie haben aber Gott sei Dank beide ganz sprachlos das Amt angenommen, worüber wir sehr glücklich sind :-)

Liebe Grüße
Ela

Beitrag von julie8r 20.02.11 - 10:59 Uhr

Danke für Eure Meinungen.

Und schönen Sonntag noch!
#blume Julie

Beitrag von getmohr 20.02.11 - 12:28 Uhr

hallo,

einer der ptaen unserer Tochter hatte sich auch bedenkzeit erbeten, das Patenamt aber letzlich angenommen. Wir waren natürlich erst ein wenig verblüfft aber dann doch schnell froh draum, dass er sich viele gedanken gemacht hat und auch überlegt hat, ob er der Patenrolle gerecht werden kann und will.

Vielleicht kannst du mit deiner Cousine nochmal offen über deine bedenken sprechen und klären, was sie sich konkret als deine Aufgabe vorstellt. Möchte sie dass du einmal im Monat dein Patenkind siehst oder vielleicht zweimal im Jahr? Vielleicht kannst du besser entscheiden, ob du der Aufgabe gerecht werden kannst, wenn du weißt, welche Erwartungen daran geknüpft sind.

Kann ja auch sein, dass deine Cousine sich einfach wünscht, jemanden aus der Familie zu haben, dass du aber gar nicht so besonders aktiv werden musst/sollst.