was macht man am besten? (Herz- und Zahnprobleme beim Hund)

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von lucky190 20.02.11 - 11:43 Uhr

hallo ihr lieben!

ich würde gern mal wissen wie ihr das so machen würdet?

also es geht um meinen hund.
nächsten monat wird er 11 jahre (beagle), er ist seit vielen jahren schwer herzkrank, überlebt nur mit tabletten. seine zähne waren schon immer ganz schrecklich und als er noch jung war habe ich 2 mal zahnstein entfernen lassen unter narkose. vor 3-4 jahren habe ich es nochmal machen müssen nur ist er aus dieser narkose nur mit viel mühe und eine herzstillstand währenddessen aufgewacht.
jetzt sind die zähne echt schlimm und es stink wirklich bestialisch aus dem maul.
putzen läßt er mich nicht, totale panik und schmerzen, tut ja weh.
bei tierarzt hat er auch ganz schreckliche panik und manchmal macht sein kreislauf sogar fast schlapp wenn sie ihn nur untersucht.

diese dentasticks bekommt er zwar hin und wieder aber er kann sie nicht mehr gut verdauen, es war sogar einmal so, dass wir zum arzt mußten weil er so damit schwierigkeiten hatte das er einen panikanfall hatte und sein herz fast schlapp gemacht hat.

ich bin so ratlos, denn schlechte zähne sind ja noch schlimmer für das herz..

hat jemand erfahurngen?

ich hoffe ihr könnt mir helfen und tipps geben wie ich ihm helfen kann..

liebe grüße
lucky #hund

Beitrag von shiningstar 20.02.11 - 12:10 Uhr

Meine Oma hatte ein ähnliches Problem mit ihrer Katze. Sie war 18 1/2 Jahre alt, bekam seit Jahren Herztabletten usw. Also so ähnlich wie bei eurem Hund.
Als es dann mit den Zähnen so schlimm wurde, dass wieder eine OP angestanden hätte, hat sie sich dazu entschlossen, die Katze nicht mehr leiden zu lassen. Muss aber dazu sagen, dass sie eine Entzündung im Mund bekommen hatte, und auch gar nicht mehr gut fressen konnte. Ohne OP wäre nichts gegangen, ob sie die OP überlebt hätte und und und...

An eurer Stelle würde ich mir daher auch überlegen, was ihr machen wollt -wollt ihr euren Hund wirklich noch einer weiteren Zahnbehandlung unter Narkose unterziehen?! Soll er beim Putzen Schmerzen haben...?!

Ich weiß ja nicht, wie alt Beagles normal werden, aber ab einem gewissen Alter würde ich dem Tier wohl eher seine Ruhe lassen als noch durch Tierarzt-Besuche usw. immer wieder Stress auszulösen.

Beitrag von -0815- 20.02.11 - 12:27 Uhr

Hat er denn nur Zahnstein oder arge Entzündungen/verfaulte Zähne sprich Schmerzen?

Beitrag von lucky190 20.02.11 - 14:07 Uhr

ich habe mal ein foto in meine vk gemacht, aber er fand es nicht so klasse und hat nicht richtig ruhig gehalten.

also er frisst noch gut ohne dabei schmerz zu äußern aber ich befürchte das ist halt nur eine frage der zeit..

Beitrag von -0815- 20.02.11 - 14:23 Uhr

Auf dem Bild siehts meiner Meinung nach nicht sooo schlimm aus. Dentastix etc helfen da aber nix mehr.

Wenn du die Zähne nochmal machen lassen solltest.... würde ich dir DANACH dieses Futter empfehlen:




Teuer, aber wirklich das Einzige was wirklich hilft und vorbeugen kann.

Ansonsten würde ich abwägen:

1. Er ist noch so fit, dass er sicher noch ein paar Jahre hat :Bei einem guten Tierarzt mit guter Narkose im Schnellverfahren Zähne sanieren.


2. Er ist schon so alt und "fertig", er hat eh nur noch ca 1/2 bis 1 Jahr - dann würde ich es lassen.



Beitrag von risala 22.02.11 - 09:21 Uhr

Hi,

mach einfach gar nichts. Ich weiß, das ist keine befriedigende Auskunft, aber anders geht es nicht.

Wir bekamen unseren Pancho mit gut 10 Jahren - damals waren unter Narkose die Zähne gemacht worden und der Herzfehler (Herzklappenfehler und Herzinsuffizienz) wurde festgestellt. Pancho bekam täglich Lanitop - mehr nicht. ABER: eine Narkose kam aufgrund der Herzproblematik nicht in Frage. Am Zahnstein konnten wir gar nichts machen - der wurde immer mehr (so ab ca. 13 Jahren), ab und an (ab 15,5 Jahren) gabs Antibiotikum (für den Maulbereich). Zähneputzen ging gar nicht - da packte er als ehemaliger Straßenhund alles an Zähnen aus, was er noch hatte :-p. Irgendwann verlor er die Schneidezähne und konnte nur noch Naßfutter fressen. Tierarzt war immer der Meinung, dass irgendwann eine Entzündung aufs Herz umschlägt und Pancho dann sterben wird. Das ist aber nicht passiert - sein Herz quittierte ohne akute Entzündung am 23.11.10 den Dienst im hohen Alter von mind. 17,5 Jahren!

Natürlich - der Geruch ist nicht schön 8man gewöhnt sich dran), es sieht nicht schön aus - aber solange keine dauerhaften Schmerzen vorliegen oder eine dauerhafte Gabe von Antibiotikum nötig ist, sehe ich in den schlechten Zähnen bei einem alten Hund keine Probleme (mehr). Und saubere Zähne wären es mir nicht Wert gewesen, Pancho in der Narkose zu verlieren. Auch würde ich ihm den Stress, den er schon so beim TA hat wirklich ersparen.

Liebe Grüße
Kim

Beitrag von risala 22.02.11 - 10:00 Uhr

Hi,

habe gerade das Bild in der VK gesehen - das ist absolut harmlos im Vergleich zu Panchos Zähnen. Bei Pancho sah es in den letzten 1,5 Jahren aus wie Beton.

Bei unseren anderen Hunden hat es geholfen 1x pro Woche einen Parmaschinkenknochen zu füttern - damit wurden die Zähne sehr sauber und der Schinkenknochen wird nicht komplett gefressen (nur Schinken und Knorpel abgeknabbert und das Mark ausgelutscht). Das reicht aber scheibar zur Zahnreinigung schon aus.

Da bereit einmal Narkosekomplikationen vorgelegen haben, würde ich hier in dieser Richtugn nichts mehr tun.

Gruß
Kim