Angst zu versagen als Mama mit Baby und Kleinkind

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von kimberly1988 20.02.11 - 14:17 Uhr

Hallo,

heute ist wieder eine der Tage an denen ich Angst bekomme zu versagen. Meine ,,Große" hat mommentan einen Wachstumsschub und tobt wie wild und weint sobald es ein Nein gibt oder sie nur eine Sekunde warten muss. Dazu kommt natürlich mein 14Tage altes Baby das mich fordert. Die letzten 14Tage war mein Mann zuhause, morgen noch und ich bin alleine. Wir wollten einen solch kleinen Abstand zwischen den Kindern aber jetzt hab ich bammel.

Warum hab ich jetzt so Angst? Ich habe ambulant entbunden unsere Hebamme ist mehr als begeistert aber ich hab Angst das ich es nicht schaffe, dabei hab ich bis jetzt immer alles alleine auf die Reihe bekommen.

Sorry musste mich bisschen ausweinen..

Beitrag von 19anna82 20.02.11 - 14:51 Uhr

Hallo!
Ich kann dich sehr gut verstehen#liebdrueck! So ging es mir auch oft. Der Abstand zwischen meinen Kindern liegt bei knapp 15 Monaten und das war (ist) eine echte Herausforderung.

Aber egal wie groß oder klein der Altersunterschied zwische Geschwistern auch ist - jedes Kind braucht und fordert Aufmerksamkeit der Mama. Deshalb spielt der Altersunterschied eigentlich keine große Rolle. Selbst wenn deine "große" Tochter schon 3 wäre, bräuchte sie dich ja auch noch in vielen Dingen.

Ich kann dir nur raten, alles so entspannt wie möglich anzugehen. Mach dir keinen Stress mit dem Haushalt oder mit irgendwelchen Terminen, die dich unter Zeitdruck setzen - du hast ein kleines Baby und ein Kleinkind und bist ja eigentlich noch im Wochenbett, solltest dir also viel Ruhe gönnen, damit dein Körper und dein Hormonhaushalt sich langsam erholen können.

Keine Mutter ist perfekt und solange es dir gutgeht und du entspannt bist, sind es deine Kinder auch.
Bei mir hat es ein Bißchen gedauert, bis ich das begriffen hab...

Liebe Grüße
Anna mit Finja (2,5 J.) und Joris (16 Monate)

Beitrag von kimberly1988 20.02.11 - 15:24 Uhr

Hallo#winke

oh mensch vielen lieben Dank du glaubst gar nicht wie gut mir deine Worte tun. Ich setze mich selber so unter Druck will einfach alles perfekt haben was eben nciht geht, ist echt mein Tick.

Wie war es bei dir am Anfang? Wie bist du rein gewachsen? Was hat dein großes Kind gemacht während du das Baby gefüttert oder getragen hast weil es weint?

Mache mir solche Sorgen ob ich das schaffe, wahnsinn echt.

Ganz liebe Grüße#winke
und Danke nochmal für deinen Rat diesen werde ich versuchen zu beherzigen!

Beitrag von 19anna82 20.02.11 - 16:06 Uhr

Hmmm, wenn Joris gestillt wurde hat Finja dann meistens auch eine Kleinigkeit zu essen bekommen - Obst oder sowas. Dann war sie damit erstmal beschäftigt;-)Ansonsten hat sie sich auch gerne mit dazu gesetzt und einfach zugesehen oder ein Buch geguckt oder sie hat in der Zeit irgendwas gespielt.
Wenn Joris Hunger hatte und sie auf Krawall gebürstet war, dann hab ich sie auch schonmal mit Spielsachen in ihr Bett gesetzt (kleine Auszeit) und mich in ihrem Zimmer zum Stillen auf eine Matratze gelegt, so war sie dann trotzdem dabei, konnte aber nicht dazwischenfunken...

Wegen des Rumtragens habe ich mir eine Bondolino-Trage von Hoppediz angeschafft, man kann sie so ziemlich ab Geburt benutzen. Da hab ich den Kleinen dann reingetan und ihn umgebunden - da hat er sich immer schnell drin beruhigt und ist eingeschlafen. Und ich hatte beide Hände frei für die Große oder um andere Sachen zu machen.

Ich kann nur sagen, dass das erste Jahr mit den beiden das anstrengendste, schönste und schrecklichste Jahr meines Lebens war#schein


Ich hab es mir oft selbst schwer gemacht, indem ich mich selbst unter Druck gestzt habe, was den Haushalt oder das Einhalten von Terminen angeht. Ich hab lange gebraucht, um alles gelassener zu sehen. Es hat mich manchmal auf die Palme gebracht, wenn ich z. B. gerade geputzt hatte und dann mit Essen rumgemanscht wurde und alles wieder aussah, wie bei "Schweins". Ich hatte immer das Gefühl, nichts geschafft zu bekommen und auch meinen Kindern nicht gerecht zu werden
.
Aber es ist eben so - man ist nie fertig mit Hausarbeit und es gibt wichtigeres als das. Z. B. die Zeit mit den Kindern zu genießen, solange sie noch so klein sind und uns brauchen.
Macht euch die Zeit so schön wie möglich und versuche deinen Alltag so zu gestalten, dass er für alle schön ist - vorallem für dich. Wenn es dir gutgeht, gehts auch deinen Kindern gut. Dann wird halt mal ein oder zwei Wochen nicht geputzt oder es gibt halt mal Essen vom Lieferservice...;-)

Hast du denn Familie oder Freunde in der Nähe, die dich vielleicht unterstützen? Für dich mitkochen oder dir mal für 2 Stunden die Große abnehmen? Oder mal einen Korb Wäsche zum Falten mitnehmen;-)

Und wenn deine Große noch Mittagschlaf macht, dann leg dich mit deinem Baby in der Zeit doch auch zum Schlafen hin - da hat man mehr von, als dann den Haushalt zu schmeißen...

GLG#liebdrueck
Anna

Beitrag von kimberly1988 20.02.11 - 16:49 Uhr

Hallo;-)

genau das ist mein Problem. Ich muss unbedingt alles sauber haben, alles muss ordentlich sein, frisches Essen muss auf den Tisch usw. und ich selbst muss natürlich am besten morgen in meine alte Klamotten passen. Das ist wahnsinn ich weiß aber ich hätte gerne alles perfekt.#zitter

Ich bin ambulant heim und hab mich zum Bäume ausreißen starl gefühlt und gut und glücklich, heute hab ich meinen ersten richtigen Durchhänger und denke das ich es nicht schaffe. Meine Große war heute und ist wahnsinns anstrengend, sie brüllt und zornt wegen jeder erdenklichen Kleinigkeit seit Tagen und kann nicht eine Sekunde warten, wen ich nur sag warte kurz ich muss das Baby erst hinlegen bevor ich dich nehmen kann dann rennt sie schon durchs Wohnzimmer und tobt. Und nicht nur kurz sondern echt lang. :-(#zitter:-(#zitter

Bin echt Dankbar darüber das du mir so viel geschrieben hast. Dienstag ist der erste Tag an dem ich alleine bin und ich bin sehr gespannt wie es wird. Hab irgendwie so bammel und bin deswegen total durch den Wind und angespannt.

Liebe Grüße#winke

Beitrag von grundlosdiver 20.02.11 - 17:44 Uhr

Bei uns ist der Abstand 2 Jahre und 4 Monate. Unsere Kleine ist 3 Monate alt #verliebt Es gibt gute Tage und es gibt schlechte Tage. Manchmal bekomm ich hier auch die Krise... Immer wieder hab ich Angst es nicht zu packen oder ein schlechtes Gewissen, ob ich einen vernachlässige. Ich denke, das ist normal!
Aber bis jetzt haben wir hier alles überstanden... Unsere Entbindung war alles andere als leicht und ich hab lange gebraucht, mich davon zu erholen!!! Als beide zeitgleich krank waren, hatten wir hier großes Chaos! Und gleich anschließend hatte unsere Kleine eine schwierige Phase - nur geschrieen, nur bei Mama, sie fremdelt extrem, ich kann sie nicht mal allein beim Papa lassen #schock#schwitz Hinzu kommt der Schlafmangel, da ich 2-6x aufstehe pro Nacht, in ganz schlechten Nächten auch mal 8x... #gaehn

Ich versuche mich immer damit zu trösten, dass das 1.Jahr das anstrengendste ist... Dann geht's bergauf (hoffentlich...) also muss ich nur weniger als 9 Monate überstehen. #rofl Ich versuche aber auch die Zeit daheim zu genießen, es ist schon toll mit den 2 Süßen #verliebt

Beitrag von lisasimpson 20.02.11 - 19:33 Uhr

Hallo!

Meine beiden sind 18 monate außeinander- und die anfangszeit ist einfach meeega anstrenged.

Such dir so viel hilfe wie du nur irgend bekommen kannst- nimm jedes angebot an, daß du bekommst, laß dich bekochen, laß dir den großen mal abnehmen, mach ne klare regeleung mit deinen mann, wann du mal "auszeit" hast und zeit für dich.
Die zeit arbetiet für dich und in 6 monaten sieht alles schon wieder viel besser aus. in einem jahr hast du das gröbste geschafft.
Meine beiden sind nun 4 (seit ein paar tagen) und 2,5 jahre alt -und es ist einfach super, wie die beiden miteinander spielen.

alles liebe, sei tapfer, aber verwechsel das nicht damit, daß du keine hilfe annehmen und suchen solltest

lisasimpson

Beitrag von munirah 20.02.11 - 19:42 Uhr

Hallo!

Solche Gefühle sind ganz normal! Unsere großen kamen auch in dem Abstand, und ich muss sagen, dass es in einigen Punkten gerade in der ersten Zeit einfacher ist als mit einem größeren Abstand (haben wir auch später noch ausprobiert...).

Und du musst nicht alles alleine schaffen! Es gibt Dinge, die man liegenlassen kann. Und wenn man ein ganz kleines Baby zu Hause hat, dann fahren Verwandte auch schon mal etwas weiter um kurz auszuhelfen. Oder Nachbarn sind auch bereit, auszuhelfen. Scheue dich nicht, um Hilfe zu bitten!

Ich habe auch schon mal meine beiden sehr kleinen Kinder zu Hause bei einem Babysitter gelassen, um einer Freundin mit Brustentzündung zu helfen. Das war gerade wichtiger als alles andere

Beitrag von xyz74 20.02.11 - 20:12 Uhr

Meine Beiden sind auch nur so kurz auseinander und ich finde es extrem anstrengend.
So langsam wirds zwar etwas besser aber trotzdem zerrt es ganz schön.
Mein Rat an Dich. Nimm jede Hilfe an, die Du irgendwie bekommen kannst.
Wenn es finanziell drinn ist, würde ich mir wenigstens für ein paar Stdunden eine Tagesmutter gönnen.
Mein Großer geht total gern zu unseren Nachbarn.
Ein älteres Ehepaar, dessen Enkel weit weg wohnen.
Dominik ist sozusagen der LEih-Enkel.
Die freuen sich wenn er zum spielen rüber geht und mir tut die kleine Auszeit au ch ganz gut, wenn er drüben ist.
Hab auch keine Scheu mal um Hilfe zu bitten.
Die meisten Menschen freuen sich wenn sie einem etwas unter die Arme greifen können.