Wichtige Stillfragen *bitte nicht steinigen*

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von celestine84 20.02.11 - 15:19 Uhr

Hallo ihr lieben,

ich bin derzeit mit meinem ersten Kind schwanger und habe einige Fragen bezüglich dem Stillen.

Ich möchte wenn möglich meinen Sohn gerne stillen, allerdings nicht in der Öffentlichkeit. Warum das so ist kann ich nicht erklären, ich möchte es einfach nicht.
Kann ich da bevor ich mit dem kleinen rausgehe einfach Milch abpumpen und in der Flasche mitnehmen?
Geht das von Anfang an?

Dann habe ich von einer Freundin mitbekommen (sie hat vor 4 Monaten entbunden) das die Kleine Nachts jede Stunde an die Brust wollte.
Schlussendlich hat meine Freundin aus Erschöpfung abgestillt und seid die Kleine die Flasche bekommt, ist sie das liebste Kind.

Nun ist meine Frage ob ich am Tag nach Bedarf stillen kann und zur Nacht eine Flasche mit Pre-Nahrung mache, damit der kleine satt und zufrieden über die Nacht kommt und ich etwas schlaf bekomme.

Das Problem der Saugverwirrung kenne ich, daher würde ich auch gerne wissen welche Flaschen/Sauger am Brustähnlichsten sind?

Vielen dank für Eure (netten) Antworten im voraus und LG Cel #winke

Beitrag von carlos2010 20.02.11 - 15:35 Uhr

Hallo,

warum lässt Du das Stillen nicht einfach so auf Dich zukommen?
Ich habe mir in der Schwangerschaft immer gesagt:"Entweder es klappt oder es klappt nicht" und mir da nicht weiter viel Gedanken darüber gemacht.
Und was soll ich sagen?
Es klappte von Anfang an super und ich stille meine Kleine total gerne und möchte das auch gerne das komplette erste Lebensjahr machen.

Sie kommt nachts höchstens zweimal und schläft schon von Anfang an 5-6 Stunden durch.
Wenn sie einen Wachstunsschub hat, kann es auch mal alle 2 Stunden sein aber das ist selten und finde ich nicht schlimm.
Wer sagt Dir denn, dass es Dir wie Deiner Freundin geht.
Probiere es doch erst einmal aus.

Das Thema Öffentlichkeit hat mich anfangs auch irritiert, doch mittlerweile würde ich auch ohne Weiteres in der Öffentlcihkeit stillen, man kann das ja auch sehr dezent machen und der Hunger meiner Kleinen ist mir wichtiger als doofe Blicke.
Ganz zu Anfang waren wir auch viel zu Hause und nun hat sie einen Rhythmus von 3.4 Stunden, in der zeit kann man wirklich viel erledigen oder man plant eben von vornherein einen Zwischenstopp zum Stillen ein.
Ich hatte mir auch eine Pumpe gekauft aber nachdem ich dann die Anleitung gelesen habe, mit Sterilisieren etc., fand ich es zu kompliziert und lege sie lieber an.
ich denke Abpumpen ist eher was für Mütter, die arbeiten und es nicht anders organisiert bekommen.

Ich denke Du solltest Dich entscheiden, ob Du stillen willst oder nicht aber dieses nachts Flasche und tagsüber vielleicht mal die Brust und vielleicht mal abgepumpte Milch zu geben, ist doch für Dein Kind sehr irritierend, damit meine ich nicht die Saugverwirrung.

Wie gesagt, mein Tipp ist; es wirklich auf sich zukommen zu lassen und sich auch darauf einzulassen.

Meine Kleine wird übrigens gut satt von Muttermilch; sie ist mit 2.695g und 49 cm auf die Welt gekommen und war nach genau 2 Monaten bei 4.640g und 57
cm und sie stillt nur alle 3-4 Stunden und nicht stündlich;-).

Alles Gute#klee

Beitrag von lilapumps 20.02.11 - 15:41 Uhr

Hallo Du!

Also, was die Flaschen angeht: wir haben Avent. Finde die auch ganz gut. Allerdings haben wir sie bisher auch kaum gebraucht und wenn dann nur für Wasser oder Tee.

Wäre denn so ein Still-Cape eine Möglichkeit dann doch in der Öffentlichkeit zu stillen?
Ansonsten müsstest Du ja nicht nur abpumpen sondern die MuMilch dann ggf. auch wieder erwärmen. Für mich wäre das gefühlt also doppelte Arbeit #schwitz
Unsere Zwillis verweigern übrigens jegliche Pre-Nahrung...!
Und ob das bei Dir genauso ist wie bei Deiner Freundin ist ja auch nicht gesagt. Es gibt auch Baby´s die schon nach 4-6 Wochen durchschlafen.
Unsere zwei kamen anfangs nachts alle 3-4 Stunden. Und seit 4 Wochen schlafen sie nun durch #ole

Laß es doch einfach mal auf Dich zu kommen und entscheide dann wenn es soweit ist was sich für Dich am besten und richtgsten anfühlt und für Dich praktikabel ist.

LG Lila

Beitrag von maerzschnecke 20.02.11 - 18:57 Uhr

Ich bin auch eher der Meinung:

entweder Stillen oder nicht. Diese Zufütterei ist nicht wirklich was auf Dauer. Zum einen muss da die Verdauung des Babys Höchstarbeit leisten. Zum anderen könntest Du dann Probleme mit der Milchmenge bekommen, wenn Du mehrere Stunden nicht stillst und stattdessen die Flasche gibst.

Ich habe nach zwei Tagen im KH zufüttern müssen und ich bin ehrlich: ich habe mich gefühlt wie eine Versagerin, die nichtmal in der Lage ist, ihr Kind richtig zu ernähren. Zum Glück war das Zufüttern nur für ein paar Tage nötig und ich bin froh, dass ich wirklich genug Milch habe, um Emilia satt zu bekommen. Natürlich ist es manchmal auch anstrengend, wenn sie nach 1- 1,5 Stunden schon wieder Hunger hat, aber es ist für sie besser und verträglicher als die Flaschennahrung. Es ist auch nicht jede Nacht so, dass sie alle Stunde an die Brust will. Manchmal sind auch Abstände von 2-3 Stunden drin. Ich hatte sie aber auch schon 4 Stunden am Stück immer an irgendeiner Brust (Cluster-Feeding).

Was das Stillen in der Öffentlichkeit angeht, habe ich noch nicht sooo viele Erfahrungen gemacht. Es war aber leider schon nötig, dass ich auf dem Supermarkt-Parkplatz im Auto stillen musste, weil sie plötzlich Hunger bekam. Wir haben daher einen Parkplatz gaaaanz hinten gewählt und ich habe mir eine Stoffwindel über die Brust gehängt, damit niemand freien Blick auf die Brust hat. Das war so echt o.k. für mich und ich bin wahrlich niemand, der die Brust öffentlich zeigen möchte.

Abpumpen ginge natürlich auch, eine Handpumpe habe ich gekauft. Aber ich hatte bisher noch nicht so richtig Gelegenheit, abzupumpen, weil die Kleine im Moment noch recht häufig an die Brust will und noch nicht richtig kalkulierbar ist in ihren 'Essenszeiten'.