Bald 37 und jetzt Führerschein - Angst vor Prüfungsfahrt!

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Beitrag von emestesi 20.02.11 - 19:19 Uhr

Hallo Zusammen,

ich leide total unter Prüfungsangst - nicht im Schriftlichen, sondern im Praxisbereich #zitter. Leider setzt DA alles bei mir aus und was vorher einwandfrei klappte, endet in Blackout-Szenarien ohne Vergleich ...

Wie kann frau DAS in den Griff kriegen? Bin ansonsten eine gestandene, selbstbewusste Frau, die so leicht nichts aus der Bahn wirft. Aber allein schon die Vorstellung, dass der Prüfer im Fond sitzt und jeden Handgriff bzw. jede Regung von mir beäugt, sorgt für Schweißtropfen ...

Habt ihr Tipps???

Fragt und grüßt #winke
Emestesi

Beitrag von hinterwaeldlerin09 20.02.11 - 19:20 Uhr

Wann ist die Prüfung?

Beitrag von emestesi 20.02.11 - 19:25 Uhr

Noch ein bisschen hin - am 21.03. ...

Beitrag von hinterwaeldlerin09 20.02.11 - 19:37 Uhr

Das ist gut, da hast du ja noch richtig Zeit.

Das Wichtigste ist: Keine Angst vor der Aufregung haben! Nicht gegen die Aufregung ankämpfen!

Sich immer sagen: das Lampenfieber kommen lassen - sein lassen - gehen lassen.

Sich jeden Tag ein paar Minuten die Prüfung vorstellen. Auch schwierige Vorstellungen zulassen (z.B., dass der Prüfer meckert). Dabei ruhig atmen, besonders darauf achten, dass in den Bauch geatmet wird. Die Aufregung bewußt aushalten, die die Vorstellung auslöst. Bis sie abebbt. Ruhig weiter atmen.

Sich sagen: Ich steige in das Auto, ich fahre los, ich bin aufgeregt, ich spüre, dass ich aufgeregt bin, da spüre ich kurz bewußt hin, lass die Aufregung sein...und dann konzentriere ich mich auf die Aufgabe. Ich konzentriere mich.

Jeden Tag morgens in den Spiegel gucken und sich sagen: ich kann das, ich schaff das, das wird was!

Und sich gut vorbereiten, mit einem Vertrauten irgendwo üben...und auch den Gedanken zulassen, dass die Welt nicht untergeht, wenn man durchfällt.

Kurz vor der Prüfung/in der Prüfung: die bewußte Atmung, vielleicht auch ruhig sagen: Jetzt bin ich aber aufgeregt.

Das fällt mir jetzt so ein.

lg die hinterwäldlerin

Beitrag von emestesi 20.02.11 - 19:46 Uhr

Du meinst, so eine Art autogenes Training? ....

Hmm, ja vielleicht bringt das was. Zulassen vor sich selbst, dass man durchaus aufgeregt sein darf.

Herrje, ich bin so eine Perfektionistin in Allem. Will immer alles zu 100% machen. Wahrscheinlich bin ich deshalb so kirre. Ich wette, sobald der Prüfer nur mal "Na, na ..." sagt, gehen bei mir die Pferde durch #schmoll ...
Von daher ist es vielleicht gut, sich gerade diese Mecker-Phasen vorzustellen und sich Gegenmaßnahmen zu überlegen.

Wenn ich durchfalle? Puh .... ich denke, das würde mich ziemlich runterbringen, zumal ich schon zweimal durchgefallen bin -- ist allerdings schon mehr als 15 Jahre her. Prägt aber dennoch.

Lieben Dank für deine Mühe!!! So guten Zurat brauche ich echt dringend ... #sonne

LG Emestesi

Beitrag von hinterwaeldlerin09 20.02.11 - 19:57 Uhr

Ich gebe zu, dass ich zuerst an autogenes Training gedacht habe, deshalb habe ich ja gefragt, wie lange du noch hast.

Das Lampenfieber kommen lassen - sein lassen - gehen lassen - ist ein Klassiker von Irmtraud Tarr, die viel über Lampenfieber geschrieben hat.

Ich verfahre selbst danach, wenn ich Lampenfieber z.B. vor einem Vortrag habe, arbeite auch mit Seminarteilnehmern damit.

Es ist eben einfach so, dass ein großer Teil der Aufregung dadurch kommt, dass man sie verbergen will. Besonders schlimm leiden dabei dann wieder die Perfektionisten! ;-)

Deswegen: immer schön atmen und konzentrieren. Sich sagen: ich konzentriere mich jetzt auf die Aufgabe. Und NICHT: ich erledige jetzt die Aufgabe PERFEKT, GRANDIOS, VOLLKOMMEN.

Du schaffst das, da bin ich mir ganz sicher...

#winke

die hinterwäldlerin

Beitrag von emestesi 20.02.11 - 20:07 Uhr

DANKE dir :-). Ich werde mir deine Worte gut durch den Kopf zum Herzen gehen lassen und in den nächsten Tagen dafür üben.

Ist ein wirklich guter Vorschlag.

Lieben Dank vom
Emestesi

Beitrag von caitlynn 20.02.11 - 19:33 Uhr

Hm frag mal deinen Fahrlehrer ob er nichtmal eine art generalprobe mit dir veranstalten kann so dass er hinten sitzt und alles begutachtet bei dir?

Beitrag von emestesi 20.02.11 - 19:37 Uhr

Haben wir schon gemacht. Wir haben zwei Fahrlehrer bei uns und einer hat schon hinten gesessen, während der fingierten Prüfungsfahrt. War alles super. Aber eben, weil ich den Fahrlehrer kenne und wusste, dass DAS jetzt nicht echt ist. Wirkte also nicht :-(.

Aber danke für deine Antwort ... :-)

LG Emestesi

Beitrag von tauchmaus01 20.02.11 - 21:46 Uhr

Und wer sitzt dann auf dem Beifahrersitz?#zitter

Beitrag von blinki.bill 20.02.11 - 22:37 Uhr


Hallo

ich kann deine angst vollkommen nachvollziehen...die Tehorie hatte ich ohne Fehler ganz schnellin der Tasche.

Tja aber bei der praktischen Prüfung habe ich vier anläufe gebraucht, ja vier...ich hatte totale Panik, jedesmal wenn der Prüfer isch reingesetzt hat, habe ich das zittern angefangen, oh mann...

Der Prüfer war aber super, er hat dann beim einparken sogar gesagt, da ser mir meine Aufrregung ansieht, udn ich kurz mal etwa srunterkommen soll.
Er sagte noch, das ich es ja beherschen würde das fahren, vorwas ich denn angst hätte.

Ja mein Fahrleher, hatt mir dann auch ständig die Notfallbonbons von dr. Bach in den Mund gesteckt.
Die haben schon etwa sgeholfen, aber ich wra dann heilfroh, als wir wieder beim tüv waren, und ich bestandne hatte.selbst nach der fahrt habe ich noch gezitteret wie sonst was.

Ja die drei Prüfungen davor, hatte ich wegen meiner Angst nicht geschafft, da shaben die Prüfer auch imme rgesagt...

ich wünsch dir viel Glück!

Beitrag von julimausi1983 21.02.11 - 01:17 Uhr

Hallo,

ich kenne das. Man möchte überall am besten alles zu 100% richtig machen.
Auch wenn man 99,9% richtig hat, gehts einem total mies.
Das Problem immer und überall perfekt sein zu müssen habe ich auch.

Habe beides beim 1. Versuch geschafft. Aber ich hatte so einen bammel vor der Praktischen Prüfung.

Seitdem ich damals wusste, wann ich zur Prüfung sollte, habe ich mir immer wieder eingeredet: An dem Tag fahren wir einen sehr guten Freund von A nach B und es ist eine normale Fahrstunde.
Glaub mir: als einzige Frau mit 3 Männern im Auto - da war für mich klar: das MUSST du denen zeigen. Wir Frauen können auch Auto fahren... Immer wieder habe ich mir eingeredet -> ich kann das und das zeige ich den Männern auch.

Der andere Prüfling fuhr zuerst und ist durchgefallen. Somit war ich nach paar Minuten (ca. 10 Minuten) dran.
Wir beide mussten auf der Fahrerseite aussteigen - vorbildlich (auch wenns dadurch länger dauert) genau geschaut, ob ich auch wirklich gefahrlos aussteigen konnte.
Fahrerseite Platz genommen - erstmal in Ruhe alles eingestellt (Sitz, Spiegel...) und dann einmal richtig tief ein und wieder ausgeatmet.
Und dann ging es los. Es war so, als hätte ich die ganze Nervosität mit einem Schlag ausgeatmet.

Die Meisten, die mir berichtet hatten, sagten: Och, die meisten Prüfer haben keine Lust ewig rumzufahren - nach 30 Minuten biste fertig - ne meine Fahrt dauerte knapp ne Stunde - also rechne nie mit den Zeiten, die dir andere Leute nennen, sonst machst du dich verrückt (wenn die Zeit um ist) und auch noch Gedanken und bist nicht bei der Sache.

Habe keine Angst vor Situationen, die du in den Fahrstunden nicht gelernt hast - ne Vollbremsung wurde damals bei mir in den Fahrstunden nicht geübt (habe gehört, dass sowas heute geübt wird) und trotzdem ist diese Situation einzig und alleine bei mir in der Prüfung aufgetaucht - musste spontan endscheiden und habe mich richtig endschieden.

Was mir sehr geholfen hat:
Ich hab damals erst die Theorie-Stunden gehabt danach die Theorie-Prüfung. Bis zur Praktischen war es dann ein Weilchen hin und ich bin trotzdem noch zu den Theorie-Stunden gegangen *hat mir sehr geholfen*

Ich hoffe,
ich konnte dir ein wenig helfen.

LG
und
Viel Erfolg!

Beitrag von gaeltarra 21.02.11 - 10:52 Uhr

Hi,

wovor hast du Angst?? Überlege mal: was passiert, wenn du durchfällst? Wäre das schlimm? Ich denke nicht.

Ich kann dir nur den Rat geben, mit einem "ist doch egal - entweder es klappt oder ich wiederhole nochmal - ich gebe einfach mein Bestes bei dieser Prüfungsfahrt" in die Prüfung zu gehen. Jeder hat mal einen schlechten Tag. Daher würde ich es nicht überbewerten.

Setze dich ins Auto, sage zum Prüfer, dass du - wie viele andere auch - total aufgeregt bist und Angst hast. Dann: sage LAUT vor dir her, was du machst, ganz einfach um Sicherheit zu bekommen. Ist vollkommen egal, was der Prüfer denkt.

Somit: Sitz verstellen, Hände am Lenkrad, Spiegel einstellen, alles frisch heraus kommentieren! Handbremse lösen beim Losfahren :-).

Wenn du von vornherein schon negativ denkst, wird das nichts. Positiv denken ist in der Situation jedoch ebenfalls schwierig. Also denkst du eben: alles wurscht, ich fahre jetzt einfach so gut ich kann.

Es ist sowieso teilweise Glückssache! Zwei Beispiele: meine Schwester. Vormittags Motorrad-Führerschein, bestanden. Nachmittags Auto: durchgefallen! Warum?? Es ist schon so lange her, aber ich glaube, es war ein überfahrenes Stoppschild. So kann es gehen.

Meine Schwägerin: in ALLEM perfekt. 1er-Abiturientin, kann alles, macht alles. Aber ätsch: bei der Fahrprüfung durchgefallen. Die ganze Familie hat sich gefreut - endlich hat mal was nicht perfekt geklappt :-) *schmunzel*. Die Anekdote hat mir meine Schwiegermutter erzählt. Mein Mann und sein Brunder waren hellauf über das "Durchfallen" der sonst perfekten Schwester begeistert (beim zweiten Mal hat sie bestanden).

Und jetzt sei guten Mutes - es passiert ja nichts, wenn du durchfällst, oder? Du KANNST doch fahren - also fahr einfach!

LG und "Daumendrück"
Gael
... und berichte!!!!! :-)

Beitrag von gh1954 21.02.11 - 12:10 Uhr

>>>Meine Schwägerin: in ALLEM perfekt. 1er-Abiturientin, kann alles, macht alles. Aber ätsch: bei der Fahrprüfung durchgefallen. Die ganze Familie hat sich gefreut - <<<

Was ist das denn für eine Scheißfamilie? Neidisch und missgünstig? Und du findest das auch noch lustig?

Beitrag von emestesi 21.02.11 - 17:11 Uhr

Lieben Dank an euch alle für die aufmunternden Worte #winke!

Vielleicht ist es wirklich am Besten, grundsätzlich tiiiieeef durchzuatmen, dazu zu stehen, dass man halt aufgeregt ist und eben nicht mehr machen kann, als möglich ist. Dummes kann immer passieren und niemand ist davor gefeit, durchzufallen.

Ich werde nochmal mit meinem Fahrlehrer sprechen, dass wir nun besonders die Dinge durchgehen, die von den Prüfern gern genommen werden und wo ich noch unsicher erscheine und dann geht's los. Hab ja gottlob noch etwas Zeit.

Drückt mir die Daumen!!! Werde mich rechtzeitig vor meiner Praktischen bei euch melden und natürlich auch danach - egal, wie das Ergebnis aussieht :-p.

Viele liebe Grüße von Emestesi #sonne

Beitrag von gaeltarra 21.02.11 - 21:00 Uhr

Hi,

ich drücke dir die Daumen!!!!

VG
Gael