Was ist da in meinem Körper los?

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von arielle11 20.02.11 - 20:32 Uhr

Hallo!


Ich bin jetzt seit meinem Geb. , 19.Jan, krank.

Erst ne richtig fette eitrige Mandelentzündung. Habe dann ein Antibiotikum verschrieben bekommen, weil ich gegen Penicillin allergisch bin. Also Fr. das Antibiotikum genommen, und nachmittags Ausschlag. Ich zur Notfallpraxis, allergische Reaktion, Cortison + neues Antibiotikum.

Sa. früh nach neuer Antibiotikum-Einnahme, wieder Ausschlag, Notfallambulanz, Cortison + neues Antibiotikum.

Weil meine Eltern zu Besuch waren und ich Karten zum Fußball hatte ( mit meinem Papa) sind wir nachtmittags dort hin.

Das 3. Antibiotikum habe ich dann Sa. abend genommen. Und was passiert, klar wieder Ausschlag.

Also wieder Notfallambulanz, dieses Mal wurde dann beschlossen die Mandelentzündung ohne Medis und nur mit Hilfe meiner Abwehr zu bekämpfen.

Die Schmerzen waren dann auch fast wech.

Dann darauffolgende Woche Dienstag Husten. Und was für einer. Ich konnte vor lauter Husten Nachts nicht schlafen. Wieder Arzt, Hustenstiller und es ging bergauf, dachte ich!

Jetzt sind meine Hände seit einer Woche so was von trocken, das tut schon weh. Sie pellen sich auch leicht.

Seit Fr. tut mir mein Hals weh, so richtig brennend und fies, aber nicht die Mandeln sondern tiefer.

Achso Abstrich wurde auch 2mal gemacht, Streptokokken sind beide Male nachgewiesen.

Also wenn ich mir die Symptome mal so duchrschaue und vor allem die Hände mit dem Pellen, dann würde ich fast vermuten ich habe Scharlach. Und da das mit dem Antibiotikum nicht geklappt hat, ist er im Grunde unbehandelt durch meinen Körper gewandert.

Einzige was net passt ist der Ausschlag, denn er wurde ja einer allergischen Reaktion zugeordnet und das Cortison hat ihn ja immer verschwinden lassen.

Ach man ich mag net mehr, essen ist doof, schlucken auch und mein Mann darf mir auch nicht zu Nahe kommen, weil ich mich so bäh fühle.

Morgen werde ich auf jeden Fall nochmal zum Doc und dann soll der was machen.

Hat einer ne Idee was da bei mir los ist?

Lg arielle

Beitrag von belala 20.02.11 - 20:58 Uhr

Hallo arielle,

so aus der Ferne denke ich auch, dass du Scharlach hast.
Hm blöd, wenn die verschiedenen Antibiotika zu Exanthemen führen.

Ich hatte leider auch mal (nachgewiesen) Scharlach und war in der 19.oder 20. Ssw.
Glücklicherweise konnte ich Penicillin nehmen.
Dennoch weiß ich wie elend du dich fühlst.

Allerdings habe ich auch eine (vermutlich) Angina mal ohne Antibiotikum überstanden.
Nach 1 Woche ging es mir besser.

Gute Besserung,
belala

Beitrag von cocoskatze 20.02.11 - 20:58 Uhr

Hallo!

Hat man dir das Antibiotikum verschrieben, ohne einen Abstrich zu machen?

Das was du schreibst klingt definitiv nach Scharlach.

Scharlach ist auch ohne die bekannten Begleitsymptome ( Ausschlag/ Himbeerzunge) möglich.

Du kannst fast sicher sein, dass du eine Streptokokken Infektion hast.

Die sich pellende Handhaut ist ein Anzeichen einer Scharlach Infektion.

Geh nochmal zum Arzt und lass einen Strep-Test machen. Streptokokken sollten tunlichst antibiotisch behandelt werden, da sie unangenehme Folgeschäden hervorrufen können.

Nicht behandelt, oder auch unzureichend behandelt kommt es vor, dass die Streptokokken sich in Gelenken, Niere oder auch im Herzmuskel ansiedeln und dich irgendwann richtig krank machen.

Bitte nimm das nicht auf die leichte Schulter!

Alles Gute,
Simone

Beitrag von cocoskatze 20.02.11 - 21:00 Uhr

..............#klatschsorry, hab nicht richtig gelesen ;-)

Trotzdem: Antibiose!:-)

Beitrag von arielle11 20.02.11 - 21:13 Uhr

Hallo!

Ich glaube auch an Scharlach.

Wo ich jetzt ein großes Fragezeichen mache ist die allergische Reaktion auf 3 verschiedenen Antibiotika. Vielleicht war der Ausschlag vom Scharlach und nicht von den Medis!

Könnte der Ausschlag vom Scharlach auch durch ein Antiallergikum zurückgehen?

Es waren, wie schon geschrieben, beide Abstriche positiv auf Streptokokken. Der erste Abstrich gleich am Anfang meiner Krankheit, 2. war 2 Wochen später.

LG

Beitrag von barzoli 21.02.11 - 07:20 Uhr

Guten Morgen,

der Beitrag hätte von mir sein können.

Selbe Symptome, ANtibiotikum, Ausschlag,Notfallpraxis. (Unter der Brust bis zum Bauchnabel kleine rote Bipsel)

Danach machte der Arzt einen Abstrich weil er nicht irgendwas verordnen wollte ohne den Feind zu kennen.
Es waren auch STreptokokken mit Ausschlag- vermutlich Scharlach.

Deine Hände sind ja auch typisch dafür.

Geh nochmal zum Doc und besprich das.

Gute Besserung
Barzo

Beitrag von arielle11 21.02.11 - 07:25 Uhr

Hallo!

Und wie wurde es jetzt bei Dir behandelt?

LG

Beitrag von barzoli 21.02.11 - 07:36 Uhr

ALso der Arzt ging davon aus, dass der Ausschlag vom Scharlach fälschlicherweise als Allergie diagnostiziert wurde.

Ich hab dann noch ein Antibiotikum bekommen ( Cefurxim glaube ich) und für den Zweifelssfall was gegen Allergie.
Ich sllte das ANtibiotikum nehmen und wenn der Ausschlag sich nicht verändert, weiternehmen.

Wie erwartet, war es kein Problem, ich nahm das Antibiotikum und nach 3 Tagen war der AUsschlag trotzdem weg und das Antibiotikum hat gewirkt.

Grüsse
BArzo

Beitrag von golm1512 21.02.11 - 08:29 Uhr

Grundsätzlich sind die Antworten hier richtig: Ein Streptokokkeninfekt -egal, ob man ihn nun Scharlach nennt oder nicht- sollte mit einem Antibiotikum behandelt werden, weil man Folgeschäden befürchtet. so weit, so richtig, aber:

Die Wahscheinlichkeit, DASS Folgeschäden auftreten ist eher gering. Die Folgeschäden an den Gelenken usw. heilen in der Regel ab, die Schäden am Herzen sind die einzigen, die längerfristig echte Probleme machen KÖNNEN!

Du reagierst allergisch auf verschiedene Antibiotika. Da ist die Frage, ob man das Risiko eines anaphylaktischen Schocks in Kauf nimmt, weil ganz vielleicht der Infekt dir Spätfolgen bereiten KÖNNTE oder ob man den Infekt einfach aussitzt, was bei einem jungen und sonst gesundem Menschen sehr wahrscheinlich auch ohne Probleme möglich ist.
Durch die mehrmalige Gabe von Cortison bist du jetzt infektanfälliger geworden. Deshalb der Rückfall.

An deiner Stelle würde ich mich mal entspannt zurücklehnen und ausruhen. Schlafen, lesen, essen und trinken und sonst nichts tun. Pause machen und auskurieren.

Gute Besserung
Susanne

Beitrag von arielle11 21.02.11 - 10:04 Uhr

Hallo!

Vielen Dank für die Antworten.

Ich war gerade eim Doc.

Der Streptokokken-Schnelltest war negativ.

Die Halsentzündung wird mit Lutschtabletten behandelt.

Verdacht steht jetzt auf Pfeiffer-Drüsenfieber.

Dafür wurde Blut abgenommen und morgen abend gehts wieder hin und dann gucken wir was das ergeben hat.

Das mit dem Ausruhen, hinlegen ect. ist mit 2 kleinen Kinder mehr als schwierig. Mein Sohn ist zwar im Kiga, aber meiner Tochter ist es total schnuppe wie es mir geht.

Aber ich fahre ja Mittwoch mit der kleinen zu meinen Eltern und da kann ich mich wenigsten ein wenig erholen.

Lg arielle