hilfe trotzphase was tun

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von chatterin 21.02.11 - 09:46 Uhr

hallo

ich weiß net mehr weiter evtl weiß jemand rat.Mein sohn wird 4j und hat momentan extrem ne trotzphase.Egal was ist er is eingeschnappt.Wen er was nicht soll fängt er an zu brüllen sowie auf den boden zu trampeln und springen.
Macht dann auch einiges kaputt wen er seine heftigen wutanfälle bekommt.seine schwester is nun 1monat alt....wir beziehn ihn in jeder lage mit ein beim wickeln stillen und und und.Also an aufmerksamkeit oder das man ihn ausschließt liegt es nicht.Machen auch viel mit ihm.

Man kann auch 10000mal was sagen er reagiert nicht ...erst wen man aufsteht.Seine laune wandelt innerhalb von minuten.Grad kann er fröhlich und lieb sein kaum sagt man was ..was ihm net paßt ect und er dreht ab.

Es interessiert ihn auch net wen man ihn verbote gibt z.b seine lieblingssendung net sehn wie auch immer.Man kann ihn auch ins zimmer schicken .Er gehorcht null.Er brüllt und trampelt teils wie ein irrer das die nachbarn wohl schon denken ich mißhandel ihn oder so.

Mein nachbar unter mir (mein alter)beschwert sich über jedes bisschen sprich rennt wegen jeden kleinigkeit zur vermieterin selbst wen man mit dem kleinen tobt und er am lachen is.Man traut sich schon gar nix mehr zu machen.

Hab deshalb sogar schon im oktober die kündigung bekommen wegen ruhestörung auf den widerspruch wurde bislang noch net reagiert.

Aber vielleicht habt ihr nen tip was man machen kann bin mit dem nerven am ende er hatte auch schon vor seiner schwester seine trotzarie aber momentan extrem.

Schlimm is es auch wen er draussen abtilt und die leute einen anschaun bzw man an kopf geworfen bekommt was für ein verzogenes gör mein kind sei.

Über ratschläge freu ich mich

p.s könnt es evtl auch adhs sein?ne bekannte meinte dies

Beitrag von kati09 21.02.11 - 10:07 Uhr

Hallo,
wir kennen das Problem von unserem Sohn her. Mein Mann ist sozial engagiert und arbeitet mit Erzieherinnen zusammen. Ihm wurde gesagt, dass mit 4 Jahren die schlimmste Trotzphase von allen kommt und die auch sehr lange andauern kann.
Unser Sohn ist 4,5 Jahre und wir haben jetzt ein katasophales halbes Jahr hinter uns. Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass wir ganz gut zurecht kommen, wenn ich mir mehr Zeit für ihn nehme und mal ganz in Ruhe etwas mit ihm spiele oder unternehme und wirklich gelassen bleibe. Und Verständnis zeigen (auch wenn das in der Situation eigentlich nicht vorhanden ist...). Seitdem ist unser Sohn viel ausgeglichener und die Trotzanfälle werden wesentlich weniger.
Unseren Kinderarzt habe ich auch schon auf ADHS angesprochen, aber er sagte, das sei alles noch im normalen Maße!
Durchhalten, die Phase geht vorbei!
Liebe Grüße, Kati

Beitrag von haruka80 21.02.11 - 10:09 Uhr

HAllo,

glaub mal nicht den ADHS-Quatsch, das ist jetzt in dem Alter noch ÜBERHAUPT kein Thema!!!

Weißt du, es hört sich für mich danach an, als sei dein Sohn erstmal n typisches, aktives Kleinkind gewesen. Trotzphasen, Wutausbrüche, das ist sehr,sehr normal.
Wenn Mama dann schwanger wird, ist das für ein Kind ganz schwer, weil es eine VEränderung spürt, diese aber nicht greifen kann. Wenn ein 2. Kind auf die Welt kommt, ist dies psychisch für Kinder erstmal anstrengender, als wenn sie in der Pubertät sind. Sie sind nicht mehr die Nr 1 und waren in der SS schon nicht mehr so ganz dieNr 1, weil Mama einfach einiges nachher nicht mehr konnte.

Was macht ihr denn mit ihm? Geht er in den Kindergarten?Wie verhält er sich dort?
Macht ihr nachmittags mal irgendwas, also er und Papa?
Wenn die Kleine n bisschen älter ist, solltest du schauen, dass du einen festen Tag in der Woche hat, wo er nur dich hat. Z.B. 1x die WOche n Eis essen gehen oder schwimmen gehen oder in die Bibliothek schön gemeinsam Bücher angucken, irgendwas, was ihm Spaß macht und wo ihr beide wieder mal das Team seid.

L.G

Haruka

Beitrag von meto 21.02.11 - 10:43 Uhr

Hallo,


vergiss das mit dem ADHS, das wird meist zu schnell diagnostiziert.
Es gibt nun mal aktive Kinder und das ist auch gut so, wenn auch nicht immer angenehm.

Mein Sohn ist knapp 4,5 Jahre und ebenfalls ganz extrem. Vorher war er nicht so schlimm zu Hause, hat aber im Kiga oft was angestellt und provoziert, sich beim Einkauf kreischend auf den Boden geworfen und mich beschimpft und nach mir geschlagen. Nach den Weihnachtsferien wurde er zu Hause ganz extrem und ich sprach die Erzieherin drauf an, die ganz überrascht war. Er ist im Kiga seit den Weihnachtsferien ganz lieb, ruhig und ausgeglichen und nun läßte er aufgestaute Wut / Frustration und die ganze Alltagsverarbeitung zu Hause an uns aus.
Er kann wegen Klitzekleinigkeiten dermaßen durchdrehen und zerstörerisch werden.

Allerdings hatten wir Situatioenn, die ihn deutlich sehr ins Wanken gebracht hatten. Wenn er krank war oder unsere Tochter krank wird, hat er extreme Phasen und genauso als unser Hund schwer krank war und dringend eine OP brauchte. Er mußte das verarbeiten und das tut er auf diese Weise. Durch den Kampf, den wir um seine Schwester hatten, hat er starke Verlustsängste.

Er ist sehr sensibel und kommt mit Veränderungen nicht so gut klar. Diese Veränderungen können sogar minimal für uns sein aber für ihn sind sie es oft nicht. Wichtig ist ein geregelter Alltag, feste Rituale, Zeit und sehr sehr viel Aufmerksamkeit, was mit Geschwistern oft nicht leicht ist.

Ich bin gerade dabei die Ernährung umzustellen und möchte mehr Nahrung mit Omega3 Fettsäuren servieren, die oftmals auch einiges bewirken sollen. Es gibt weniger Süßes und mehr Konsequenz in der Erziehung. Er hat fast kaum noch Spielsachen im Zimmer, dass einfach besser und ruhiger spielt. Lieber nur ein paar Sachen und die dann mal wieder austauschen, als ein Überangebot und ein Durcheinander und Kampf ums Aufräumen.


LG Mella